Ärger im Garten

Wir schreiben das Jahr 2010. Beim Gang durch den Garten würden wir am liebsten weinen: Unkraut, Ausfälle, Schneckenfraß, wohin wir auch blicken. Woran es liegt? Ganz einfach an der Natur.

Nacktschnecke
Nacktschnecke

Langer Winter, später Austrieb der Pflanzen (und damit kaum eine Chance, ungebetenen Gästen in Flora und Fauna frühzeitig Einhalt zu gebieten) und dann der Knall in unserer Region: viel Regen und von heute auf morgen ein Temperaturanstieg von 12 °C auf 25-30 °C. Wer sich am meisten darüber freut? Diejenigen, die wir im Garten nicht haben wollen …

Während meiner Gärtnerlaufbahn sind mir naturgemäß so einige Schädlinge und Krankheiten über den Weg gelaufen. Was ich dagegen unternommen habe und auch heute noch unternehme, erfahren Sie auf diesen Seiten. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang natürlich Fehler, die beim Anpflanzen und bei der Pflege leider zu gern passieren, und die wir leicht übersehen. Deshalb auch dazu ein paar Worte.

Ich sage zu diesen Seiten immer "Ein Anfang ist gemacht", denn es gibt für Gartler und Gärtner kaum ein unerschöpflicheres Thema als Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler.

Bevor wir gegen (vermeintliche) Schädlinge vorgehen, sollten wir unsere “Feinde“ allerdings kennen. Idealerweise vergewissert man sich anhand von Bestimmungsbüchern, was einem gerade über den Weg gelaufen ist oder was man gerade rausreißen will.


Balou
Preisfrage: Zu welchem Insekt entwickelt sich diese Raupe?
Schwalbenschwanz-Raupe



Zu gewinnen gibt es nichts – höchstens neue Erkenntnisse.

Die Schwalbenschwanz-Raupe liebt Daucus carota (= Mohrrübe, Gelbe Rübe, Karotte, Möhre). Da die Wildform in Gärten selten anzutreffen ist, hat sie sich auf das Laub unserer Speisemöhren verlegt. Lassen wir sie, sie richtet keinen großen Schaden an.

Um auch der zweiten Raupengenerationen im Jahr mit jungem Grün Nahrung zu bieten, säen wir meist noch eine Sommerkultur Karotten aus. Von den zarten jungen Möhren profitieren wir schließlich selbst.