Anaphalis – Perlkörbchen, Silberimmortelle, Perlkraut

(Pflanzenfamilie: Asteraceae – Korbblütler)

Das Perlkörbchen bringt nicht nur mit seiner sommerlichen Blütezeit Abwechslung ins Staudenbeet, sondern vor allem auch mit seinem attraktiven Blatt, das auf der Unterseite silbrig bis weiß, oberseits hellgrün ist. Zusammen mit den weißlichgrünen Stängeln wirkt die ganze Pflanze aus einiger Distanz graugrün bis grünweiß.

Anaphalis margaritacea 'Neuschnee' – Großblütiges Perlkörbchen
Anaphalis margaritacea 'Neuschnee'

In Themenbeete wie zum Beispiel "Blütenfarbe weiß" bringen sich Anaphalis also ebenso gut ein wie in Beete zum Thema "graues oder silbriges Laub". Vom Standortanspruch passen sie mit vielen anderen graulaubigen Stauden zusammen, ich denke da an Salbei (Salvia officinalis), Ehrenpreis (Veronica incana), Silberraute (Artemisia schmidtiana 'Nana'), Lein (Linum perenne), Wein-Raute (Ruta graevolens) oder Lavendel (Lavandula angustifolia) zum Beispiel.

Anapahlis sind ausdauernde und anspruchslose Stauden, die mit wenig zufrieden sind, Hauptsache, sie haben es sonnig. Düngen ist nicht erforderlich, sollte der Boden recht mager sein, dann ist er das eben. Die Pflegeaufwand geht bei diesen Pflanzen damit gegen null.

Anaphalis margaritacea 'Neuschnee'
Anaphalis margaritacea 'Neuschnee'

Etwas Aufmerk­samkeit erfordert dagegen unter Umständen die Vorbereitung des Bodens, denn gut durchlässig sollte er für die Perlkörbchen sein, damit keine Staunässe entsteht. Generell wird ein trockener Standort bevorzugt und im Hinblick auf guten Wasserabzug bietet sich natürlich der Steingarten an. Vorsicht: Für Anaphalis margaritacea sollte der sehr groß sein, die wandert mit ihren unterirdischen Rhizomen gern.

Neben dem schmucken Laub sind auch die kleinen Blütenköpfchen der Perlkörbchen, die oft zu vielen zusammenstehen, eine Besonderheit: Bis sie voll erblüht sind, schmiegen sich die weißen Hüllblätter (es sind keine Blütenblätter/Kronblätter) eng an den gelben Blütenkelch und sehen damit aus wie ein geköpftes Frühstücksei. Entfernt erinnern sie mich an die in meiner Kindheit als Trockenblumen so beliebten Strohblumen (Helichrysum), nur im Miniaturformat.


Anaphalis margaritacea ('Neuschnee') – Großblütiges Perlkörbchen, Silberimmortelle

Anaphalis margaritacea 'Neuschnee' Als Neophyt hat das Große Perlkörbchen in der Natur bei uns Fuß gefasst. Deutschland­weit gilt es als unbeständiger Neophyt, in Bayern sieht es so aus, als würde Anaphalis margaritacea über kurz oder lang ein eingebürgerter Neophyt.

Man kann Anaphalis margaritacea fast als Ruderalpflanze bezeichnen, also als Pflanze, die zu den ersten gehört, die offenen, unbewachsenen Boden besiedeln. Ihre Trockenheitsverträglich­keit kommt ihr dabei sehr zupass. Gut taugt das Große Perlkörbchen deshalb, um "Problemzonen" zu begrünen. Dank seiner Rhizomwurzeln stabilisiert es zum Beispiel trockene Hangpartien.

Sofern sie nicht in schwerem Lehmboden steht (der "bremst" sie), braucht Anaphalis margaritacea auf jeden Fall einen Standort, an dem sie sich mit ihren wandernden Wurzeln ausbreiten darf. Alternativ kann man natürlich immer wieder etwas abstechen (vorzugsweise im Frühjahr) und verschenken, wenn’s zu viel wird. Und so ein hübsches Ding nimmt einem jeder gern ab.

Anaphalis margaritacea – Großblütiges Perlkörbchen, Austrieb
Anaphalis margaritacea – Austrieb

Die Blütezeit geht bei Anaphalis margarita­cea 'Neu­schnee' bis in den September. Man kann also getrost von einem Hochsommer- bis Spätsommerblüher sprechen. Das Weiß der die Blüten umgebenden Hüllblätter hat einen minimalen Stich ins Grau, was in Verbindung mit den graufilzigen Blättern und Stielen ein sehr dezentes und harmonisches Gesamtbild ergibt. Um nicht zu sagen, fast schon edel.

Kälte kann dem Großen Perlkörbchen nichts anhaben, es ist winterhart bis -40 °C. Was ihm allerdings zu schaffen machen kann, ist Winterstaunässe. Sorgen Sie in diesem Punkt vor, damit sein Rhizom nicht fault.

Anaphalis margaritacea 'Neuschnee' – Großblütiges Perlkörbchen, Silberimmortelle

Wuchshöhe: 40-50 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Dachbegrünung
Hinweis:


Anaphalis triplinervis – Himalaya-Perlkörbchen

Anaphalis triplinervis – Himalaya-Perlkörbchen Für Steingärten ist Anaphalis triplinervis besser geeignet als Anaphalis margaritacea, weil sie nicht ganz so forsch wächst und gar so üppig wird. Das Himalaya-Perlkörbchen bleibt mit 25-30 cm zudem recht niedrig, das qualifiziert es zusammen mit seinem horstigen Wuchs als Einfassungspflanze für Rabatten und Staudenbeete. Mit dem neutralen Weiß der Hüllblätter ist Anaphalis triplinervis dabei kombinationsfreudiger als sagen wir mal Lavendel (Lavandula angustifolia) oder Nepeta x faassenii (Blauminze, Blaue Katzenminze), die beide blauviolett blühen.

Insgesamt wächst das Himalaya-Perlkörbchen gedrungener und wirkt wuchtiger als das Große Perlkörbchen. Die schmalen Blätter des Großen Perlkörbchens scheinen geradezu elegant im Vergleich zu den viel größeren "Lappen" des Himalaya-Perlkörbchens. Nichtdestotrotz – beide haben eben ihren ganz eigenen Charme, jedes an seinem Platz.

Anaphalis triplinervis – Himalaya-Perlkörbchen

Wuchshöhe: 25-30 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis:


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Anaphalis margaritacea ('Neuschnee')
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