Aquilegia atrata – Schwarzviolette Akelei, Schwärzliche Akelei, Dunkle Akelei

Aquilegia atrata – Schwarzviolette Akelei Den deutschen Namen Schwarzviolette Akelei trägt Aquilegia atrata zu Recht: Ihre purpurvioletten Blüten sind wirklich die dunkelsten und außergewöhnlichsten, die ich von einer Akelei-Art mit einfacher/ungefüllter Blüte kenne (ist auf den Bildern leider nicht wirklich gut zu sehen). Sie fügen sich in Beete ein, weil sie nicht mit auffällig, vielleicht sogar "schrill" blühenden Nachbarn konkurrieren, sondern vermitteln und die Gesamtwirkung des Beetes "glätten". Gut wirkt Aquilegia atrata mit ihrer samtigen Blütenfarbe auch in Einzelstellung, zum Beispiel unter Gehölzen und in Hecken oder im Steingarten.

Was den Standort anbelangt, orientieren wir uns am besten an dem, was Aquilegia atrata am Naturstandort (Waldrand und Lichtungen) bevorzugt: stickstoffarmen, leicht kalkhaltigen Boden, mal trockener, mal feuchter im Wechsel, gern mäßig sonnenbeschienen oder halbschattig.

Natürliche Bestände der Schwarzvioletten Akelei gibt es in Südbayern in den Alpen und im Alpenvorland. Aquilegia atrata ist zwar besonders geschützt (Bundesartenschutzverordnung), gilt jedoch nicht als gefährdet, also vom Aussterben bedroht (Stand Mai 2018).


Aquilegia atrata – Schwarzviolette Akelei, Schwärzliche Akelei, Dunkle Akelei

Wuchshöhe: 50-80 cm
Blütenfarbe: purpurviolett
Blütezeit: Mai, juni
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: wertvolle Wildstaude


Aquilegia chrysantha 'Yellow Queen' – Langspornige Akelei, Gold-Akelei

Aquilegia atrata
Aquilegia chrysantha 'Yellow Queen'
Aquilegia vulgaris
   Plena-Grp. 'Nora Barlow' und 'Black Barlow'
   Clematiflora-Gruppe
Aquilegia chrysantha 'Yellow Queen' – Langspornige Akelei, Gold-Akelei

Neu-Mexiko und der Südwesten der USA sind die Heimat von Aquilegia chrysantha, der Akelei mit den faszinierenden Blüten: zartgelbe Kelchblätter (Sepalen) und zitronen- bis goldgelbe Kronblätter (Petalen) mit enorm langen Spornen. Die Pflanzen sehen hinreißend aus, wenn vom Frühsommer bis oft zum Hochsommer die Blüten wie kleine Sternschnuppen hoch über dem feingliedrigen Laub gaukeln.

Durch die langen Sporne bringt es so eine Blüte schnell mal auf eine Gesamtlänge von acht bis zehn Zentimetern. Wenn sich Akeleien mit solchen Blüten (noch dazu mit gelben) mit anderen Arten kreuzen, wird’s richtig spannend, welche Varianten in Blütenfarbe und -form dabei herauskommen.

Aquilegia-Vulgaris-Chrysantha-Hybride Aquilegia-Vulgaris-Chrysantha-Hybride

Aquilegia chrysantha beginnt zu blühen, wenn die meisten anderen Akeleien im Garten bereits ans Aufhören denken. Der ideale Standort für sie sollte in der Sonne oder im Halbschatten liegen, der Boden sandig, sandig-lehmig oder lehmig sein. Bei lehmigem Substrat ist guter Wasserabzug wichtig, denn die Langspornige Akelei reagiert empfindlich auf Staunässe. 'Yellow Queen' ist eine der wenigen Sorten von Aquilegia chrysantha. Diese bewährte Sorte ist standfest, robust und guten Gewissens zu empfehlen.


Aquilegia chrysantha 'Yellow Queen' – Langspornige Akelei, Gold-Akelei

Wuchshöhe: 50-80 cm
Blütenfarbe: gelb
Blütezeit: Juni, Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: nur noch selten echt in Kultur


Aquilegia vulgaris – Gewöhnliche Akelei

Aquilegia atrata
Aquilegia chrysantha 'Yellow Queen'
Aquilegia vulgaris
   Plena-Grp. 'Nora Barlow' und 'Black Barlow'
   Clematiflora-Gruppe

Die Gewöhnliche Akelei ist außer in Skandinavien in ganz Europa einheimisch, also auch in Deutschland. Sie ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, gilt allerdings nicht als gefährdet/vom Verschwinden bedroht. Einzelne Bundesländer sehen das etwas anders, in Bayern und Baden-Württemberg zum Beispiel blinkt bereits die Vorwarnstufe für eine Gefährdung (Stand Mai 2018).

Aquilegia vulgaris – Gewöhnliche Akelei

Aquilegia vulgaris sollte in keinem Garten fehlen, denn sie gehört zum Mai wie die Sahne zum Erdbeerkuchen und der süße Senf zur Weißwurst. Besonders reizend sind Gewöhnliche Akeleien, wenn sie wie zufällig in Beete eingestreut und über den ganzen Garten verteilt sind. Dazu braucht es für den Anfang nicht mehr als ein oder zwei Pflanzen, den Rest erledigen die mit Selbstaussaat allein.

Über kurz oder lang muss man ein bisschen aufpassen, dass es nicht zu viele werden, nach der Blüte zur Gartenschere greifen und die Blütenstiele abschneiden. Einer sommerlichen oder herbstlichen Nachblüte – wie gelegentlich im Netz zu lesen – leistet man damit keinen Vorschub!

Zufallssämling von Aquilegia vulgaris – Gewöhnliche Akelei Bis es so weit ist und die Akeleien lästig werden, darf man gespannt sein, mit welchen (neuen) Blütenfarben (und -formen, sofern neben A. vulgaris auch andere Arten in der Nähe stehen) uns Aquilegia vulgaris erfreut. In der Mehrzahl werden das blauviolette bzw. violettblaue und rotviolette Farbtöne sein, die kommen am zahlreichsten vor. Tauchen andere Farbvarianten auf, die erhalten bleiben sollen, können die bereits zu Beginn der Blüte selektiert und Blüten mit unerwünschten Farben abgeschnitten und entfernt werden.

Manchmal müssen Blüten auch aus Gründen der Farbharmonie weichen. Bei uns ist das so: Wir lieben Akeleien – und wir lieben den Ausdauernden Lein (Linum perenne). Was aber gar nicht geht, das ist die Farbkombination der häufigen, violettblauen Akelei-Blüten mit dem Himmelblau der Lein-Blüten. Wenn sie zu nah beieinanderstehen, bleibt nur eines: Der Griff zur Gartenschere (zum Nachteil der Akeleien). Pflanzpartner, die den Cottage-Garden-Charme der Akeleien perfekt unterstreichen, sind zum Beispiel Lupinen (Lupinus polyphyllus).

Zufallssämling von Aquilegia vulgaris – Gewöhnliche Akelei Gewöhnliche Akeleien wachsen wirklich überall, für sie gibt es keinen unpassenden Standort, sofern man nicht die Idee hat, sie in der Sumpfzone des Gartenteichs kultivieren zu wollen. Selbst im tiefen Schatten finde ich manchmal ein Exemplar, das sich schmal und klein in das selbst gewählte Eckchen duckt. Genügsam ist also genau das richtige Wort, um Aquilegia vulgaris zu beschreiben. Mit solchen Eigenschaften passt eine Staude natürlich vorzüglich in Wildstaudenpflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

und naturnahe Gartenanlagen
Naturnaher Garten:
Ein Garten, der weitgehend unter Verwendung von heimischen Pflanzen angelegt ist.

.

Zufallssämling von Aquilegia vulgaris – Gewöhnliche Akelei Im Lauf der Jahrzehnte haben sich bei mir im Garten die verschiedensten Blütenfarben und -formen bei den Akeleien gezeigt. Absolut begeistert waren wir von roten Blüten mit Stummelspornen. Inzwischen lässt sich allerdings nicht mehr zweifelsfrei feststellen, welche Akelei sich mit welcher gekreuzt hat; an vielen Zufallssämlingen war A. vulgaris eventuell gar nicht beteiligt.


Aquilegia vulgaris – Gewöhnliche Akelei

Wuchshöhe: 50-80 cm
Blütenfarbe: blau, aber auch weiß, rosa, violett
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis:


Aquilegia-Vulgaris-Typen

Aquilegia atrata
Aquilegia chrysantha 'Yellow Queen'
Aquilegia vulgaris
   Plena-Grp. 'Nora Barlow' und 'Black Barlow'
   Clematiflora-Gruppe

Sowie gefüllte oder spornlose Typen von Aquilegia vulgaris ins Spiel kommen, wird es unübersichtlich, weil unter denjenigen, die mit so was arbeiten müssen, offenbar Uneinigkeit darüber herrscht, ob es sich bei diesen Typen um Arten, Unterarten, Varietäten oder Sorten handelt.

Aquilegia Clematiflora-Gruppe – Spornlose Akelei Clematisblütige/Spornlose Akelei

Jetzt tritt Aquilegia vulgaris var. stellata auf den Plan: Im 17. Jahrhundert waren nämlich im "Hortus Eystettensis" alle spornlosen Akelei-Typen botanisch unter der Varietät Aquilegia vulgaris var. stellata zusammengefasst (Sternförmige Akelei), alle Akelei-Typen mit Sporn – gefüllt und ungefüllt blühend – unter Aquilegia vulgaris. Und wie ich jetzt erst bei meinen Recherchen zur Spornlosen oder Clematisblütigen Akelei gelernt habe, fehlen deren Blüten die Sporne aufgrund einer Mutation (Änderung im Erbgut): Die Honigblätter mit Spornen sowie einige Staubblätter wurden in normale Blütenblätter umgewandelt. (Hesdörffer, Köhler, Rudel, Die schönsten Stauden, Manuscriptum Verlagsbuchhandlung 2002, ISBN 3-933497-72-8)

Aquilegia-Hybride – Akelei-Hybride Halbgefüllte Aquilegia-Hybride

In einigen namhaften Datenbanken wird die botanische Bezeichnung Aquilegia vulgaris var. stellata (Sternförmige Akelei) allerdings nicht als "echte" Varietät angegeben, sondern lediglich als Synonym für Aquilegia vulgaris.

Wohin also mit den gefüllt blühenden Akeleien, zum Beispiel aus der "Barlow-Serie"? Oder den spornlosen, die oft als Clematisblütige Akeleien zusammengefasst werden (in Anlehnung an den alten Sortennamen 'Clematiflora', der meist eine Hybride von Aquilegia vulgaris var. stellata bezeichnen sollte)?

Wenn The Plant List recht hat damit, dass alle Typen Aquilegia vulgaris sind und Aquilegia vulgaris var. stellata nur ein Synonym ist, wäre ja alles ganz simpel und alle Typen ließen sich ganz unkompliziert und zweifelsfrei in Gruppen einteilen:

So mach ich das jetzt! Standort und Pflege sind schließlich bei allen drei Typen identisch. Und nach drei, vier Jahren ohne Rückschnitt weiß man sowieso kaum mehr, was was ist oder mal war.


Aquilegia vulgaris Plena-Gruppe 'Nora Barlow' – Rosen-Akelei

Aquilegia atrata
Aquilegia chrysantha 'Yellow Queen'
Aquilegia vulgaris
   Plena-Grp. 'Nora Barlow' und 'Black Barlow'
   Clematiflora-Gruppe

Aquilegia vulgaris Plena-Gruppe 'Nora Barlow' – Rosen-Akelei Gefüllte Akeleien sind schon seit Jahrhunderten der Traum der Gärtner. Bereits im "Hortus Eystettensis" (Buch: "Der Garten von Eichstätt", anno 1613 erstmals erschienen) sind sie erwähnt, und in seinem Buch "Gärtnern mit alten Pflanzensorten", ISBN 3-88472-347-2, datiert David Stuart die gefüllte 'Nora Barlow' – unter Vorbehalt – sogar auf das 16. Jahrhundert, was die Verbreitung in den Gärten anbelangt.

Fest steht, dass die Rosen-Akelei bis heute nichts von ihrem Charme eingebüßt hat und mit ihren rosaroten und grün-weißen Blütenköpfchen einen bezaubernden Akzent im Beet, im Steingarten und zwischen Gehölzen setzt. Zur 'Nora Barlow' haben sich inzwischen weitere gefüllt blühende Sorten gesellt, die fast keinen Farbwunsch offen lassen.


Aquilegia vulgaris Plena-Gruppe 'Nora Barlow' – Rosen-Akelei

Wuchshöhe: 60-80 cm
Blütenfarbe: rosarot mit grün-weißen Spitzen
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: gefüllte Blüten


Aquilegia vulgaris Plena-Gruppe 'Black Barlow' – Gefüllte Akelei 'Black Barlow'

Aquilegia atrata
Aquilegia chrysantha 'Yellow Queen'
Aquilegia vulgaris
   Plena-Grp. 'Nora Barlow' und 'Black Barlow'
   Clematiflora-Gruppe

Aquilegia vulgaris Plena-Gruppe 'Black Barlow' – Gefüllte Akelei Auch in der gefüllt blühenden Barlow-Familie gibt es ein schwarzes Schaf: 'Black Barlow'. Nun ja, es wird wohl immer ein Traum der Züchter bleiben, tatsächlich schwarze Blüten hervorzubringen. Sie müssen sich mit einem tiefdunklen Braunton zufriedengeben, der mal mehr ins Rot, mal mehr ins Violett tendiert.



Aquilegia vulgaris Plena-Gruppe 'Black Barlow' – Gefüllte Akelei 'Black Barlow'

Wuchshöhe: 60-80 cm
Blütenfarbe: dunkel purpurviolett
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: gefüllte Blüten


Aquilegia vulgaris Clematiflora-Gruppe – Spornlose Akelei, Clematisblütige Akelei

Aquilegia atrata
Aquilegia chrysantha 'Yellow Queen'
Aquilegia vulgaris
   Plena-Grp. 'Nora Barlow' und 'Black Barlow'
   Clematiflora-Gruppe

Spornlose Blüten mit einer einfachen Blütenhülle, die an die Blütenform einiger Clematis (Waldrebe) erinnern, sind das Alleinstellungsmerkmal, das die Spornlose bzw. Clematisblütige Akelei aus dem Farb- und Formengewirr der Blüten der Gewöhnlichen Akelei heraushebt.

Aquilegia vulgaris Clematiflora-Gruppe – Spornlose Akelei In Verbindung mit ihr begegnet man häufiger dem Sortennamen 'Clematiflora'. Dieser alte Name ist für die heute kultivierten, (samen-)vermehrten und zum Verkauf angebotenen spornlosen Akeleien allerdings schon lange kein echter Sortenname mehr. Unter dieser Bezeichnung wird eine bunte Mischung an spornlosen Akeleien mit rosa, violetten, rötlichen und weißen Blüten unters Volk gebracht; man sollte daher besser von Clematiflora-Hybriden sprechen oder – wie ich das tue – von der Clematiflora-Gruppe.

Pflege und Standortansprüche unterscheiden sich nicht von denen einer Gewöhnlichen Akelei: Die Spornlose Akelei gedeiht – außer im Wasser und im Sumpf – praktisch an jedem Platz. Der Rückschnitt von Verblühtem vor der Samenreife ist obligatorisch, sofern sie sich nicht aussäen soll und auch keine Kreuzungen mit anderen Akeleien erwünscht sind.

Lediglich im Habitus meine ich geringfügige Unterschiede zu erkennen, denn die Clematisblütige Akelei ist ein wenig zarter und feingliedriger als die Gewöhnliche.


Aquilegia vulgaris Clematiflora-Gruppe – Spornlose Akelei, Clematisblütige Akelei

Wuchshöhe: 60-80 cm
Blütenfarbe: Violett- und Rosatöne, weiß
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: Gattungszuordnung fraglich; spornlos


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