Aster alpinus – Alpen-Aster

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Aster alpinus – Alpen-Aster Ein Steingarten wäre schon der optimale Standort für die Alpen-Aster, denn sie braucht sonnige und zugleich kühle Lagen in magerem (vor allem stickstoff­armem), neutralem bis schwach kalkhaltigem und sehr durchlässigem Boden. In Deutschland ist sie in den Alpen noch recht häufig in der Natur zu finden, die wenigen verstreuten Bestände im Harz sowie im Thüringer Wald hingegen sehen die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen bereits als potenziell gefährdet an. Unter besonderem Schutz steht Aster alpinus an allen Naturstandorten in Deutschland (Stand Mai 2018).

Hochgewachsene Aster alpinus – Alpen-Aster Hochgewachsene Aster alpinus beim Austrieb

Damit Aster alpinus langlebig ist und hübsche Polster bildet, braucht sie ein bisschen Pflege: Die Pflanzen müssen nach der Blüte zurückgeschnitten werden, weil sie sonst "hochwachsen" (quasi aus ihrem Pflanzplatz heraus) und von unten verkahlen. Das kann zum Totalausfall führen. Sollte die Sache mit dem Rückschnitt in Vergessenheit geraten sein und eine Alpen-Aster hochwachsen, gibt es zwei Möglichkeiten der Rettung: Die Pflanze aufnehmen und an gleicher oder anderer Stelle neu sowie tiefer pflanzen oder die hochgewachsenen Triebe mit Erde anhäufeln. Derart angefüllte Triebe bilden recht schnell Wurzeln und ermöglichen es, die Pflanze zu teilen. Um Aster alpinus zu vermehren, kann man ihre Triebe also auch absichtlich hochwachsen lassen, anfüllen und später die bewurzelten Triebe abtrennen.

Aster alpinus gehört zu den am frühesten im Jahr blühenden Astern, das macht sie für die Gartengestaltung so wichtig. Sie kann zu vielen frühjahrs- und frühsommerblühenden Stauden gesellt werden, denn es gibt sie mit Blüten in verschiedenen Violetttönen, in Rosa und Weiß (rosa und weiß sind vornehmlich als Sorten im Angebot, meist aus Samen vermehrt).

Aster alpinus – Alpen-Aster

Wuchshöhe: 10-20 cm
Blütenfarbe: rosa
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide; Steingarten
Hinweis: wichtig: im Garten hochgewachsene Triebe mit Erde anfüllen


Aster alpinus – Alpen-Aster

Wuchshöhe: 10-20 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide; Steingarten
Hinweis: wichtig: im Garten hochgewachsene Triebe mit Erde anfüllen


Aster alpinus – Baptisia australis – Alyssum murale

Violette Alpen-Astern – heller oder dunkler im Farbton – passen sowohl zu Pflanzen in der gleichen Farbe wie auch zu Pflanzen in Kontrastfarben. In unserem Steingarten sehen Sie das sehr schön, wenn sie mit Baptisia australis var. minor und Alyssum murale gleichzeitig blühen – die drei sind inzwischen richtig "gute Freunde" geworden.

Ob ein Farbton heller oder dunkler empfunden wird, entscheidet unser Auge übrigens meist nach Wetterlage: Dunkler wirkt er an trüben Tagen, heller an sonnigen Tagen. Wer kräftige Farben liebt, ist deshalb mit einem Einkaufsbummel bei sonnigem Wetter meist besser bedient.



Aster alpinus – Alpen-Aster

Wuchshöhe: 10-20 cm
Blütenfarbe: dunkelviolett
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide; Steingarten
Hinweis: wichtig: im Garten hochgewachsene Triebe mit Erde anfüllen


Aster alpinus – Alpen-Aster

Wuchshöhe: 10-20 cm
Blütenfarbe: violett
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide; Steingarten
Hinweis: wichtig: im Garten hochgewachsene Triebe mit Erde anfüllen

Aster amellus – Berg-Aster, Kalk-Aster

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Aster amellus ist der Prototyp dessen, was den botanischen Namen Aster tragen darf: Nur wer eng mit ihr verwandt ist, gehört auch in diese Gattung. Und weil im Zuge der Änderungen und Neuordnung in der Gattung Aster jetzt genauer hingesehen wird, müssen all diejenigen Pflanzen in andere Gattungen ausweichen, die eigentlich nie hätten Astern sein dürfen – weil sie nicht nah genug mit A. amellus verwandt sind.

Aster amellus – Berg-Aster Die Berg-Aster schließt die Lücke zwischen den Frühlings- und den Herbst-Astern und sorgt damit dafür, dass im (Stein-)Garten auch im Sommer eine Aster blüht. Bei uns im Garten fühlt sich Aster amellus neben Nassella tenuissima (Zartes/Mexikanisches Federgras) und Salvia officinalis 'Tricolor' (Dreifarbiger Garten-Salbei) wohl.

Genau dort – und das ist nun mal meist der (vorzugsweise leicht kalkhaltige) Steingarten –, wo sie trockenen, stickstoffarmen Boden mit gutem Wasserabzug findet, ist Aster amellus am langlebigsten und macht am wenigsten Probleme. Vollsonnig sollte der Standort noch sein, gern ein schönes Eckchen, in dem die Wärme gespeichert wird (womit wir wieder beim "Stein" wären). Pflanzen sollte man am besten vom Frühjahr bis zum Frühsommer, jedenfalls nicht erst im Herbst, da ist die Ausfallquote zu hoch.

Aster amellus – Berg-Aster, Austrieb
Aster amellus – Austrieb

Wer der Berg-Aster diese Anforderungen an einem Platz im Staudenbeet erfüllen kann, wird sie dort ebenfalls als ausdauernd erleben. Stimmt auch nur einer der Faktoren nicht, verliert man sie nach kurzer Zeit (ein paar Jahren).

Diese Beschreibung der Aster amellus gilt allerdings nur für Garten­besitzer, die möglichst alles so behalten wollen, wie sie es einmal ausgeklügelt und gepflanzt haben. In deren Gärten dürfte es die Berg-Aster sowieso nicht schaffen, weil sie sehr locker wächst und damit nur wenig mit einer der üppigen Prachtstauden gemeinsam hat. Ihnen rate ich als Alternative zu einer der vielen Sorten von A. amellus, die in der Regel kompakter wachsen und üppiger blühen als die Art.

Aster amellus – Berg-Aster Aster amellus – Blüten und Samen

Gartler mit einem Hang zu Überraschungen und Veränderungen werden dafür auch von der Art begeistert sein. Für sie spielt es ja keine so große Rolle, ob eine Pflanze recht ausdauernd ist, Hauptsache, sie ist da – wo, ist erst mal zweitrangig. Und damit kann Aster amellus dienen: Wenn man sie aussamen lässt, also Verblühtes nicht vor der Samenreife abschneidet, bleibt sie einem Garten über Jahrzehnte hinweg erhalten, meist fallen und keimen die Samen sogar nah bei der Mutterpflanze. Wobei: Aster amellus lässt uns fast keine andere Wahl, als sie aussamen zu lassen. Ihrer langen Blütezeit ist nämlich geschuldet, dass sie bereits erste Samen ausbildet, während stetig neue Blüten erscheinen. Und wer greift da schon zur Schere? Dazu kommt: Schneidet man Blütenstiele der Berg-Aster ab, schalten diese umgehend in den Notreife-Modus. Es bilden sich blitzschnell keimfähige Samen – auch wenn sie schon auf dem Kompost entsorgt sind.

In Naturgärten
Naturgarten:
Ein Garten, der ausschließlich mit heimischen Pflanzen angelegt ist.

, naturnahen Anlagen
Naturnaher Garten:
Ein Garten, der weitgehend unter Verwendung von heimischen Pflanzen angelegt ist.

und Wildstaudenpflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

darf die einheimische Aster amellus aus all diesen Gründen auf gar keinen Fall fehlen. Dort braucht es auch keine der vielen Sorten, nur die reine Art mit ihren lockeren, hell violettblauen Blütenständen. Bis auf Thüringen sahen sich übrigens alle Bundesländer, in denen Aster amellus noch am Naturstandort vorkommt, bereits genötigt, sie als mehr oder minder stark gefährdet einzustufen; nur bundesweit betrachtet gilt sie als ungefährdet (Stand Mai 2018).

Aster amellus – Berg-Aster, Kalk-Aster

Wuchshöhe: 30-60 cm
Blütenfarbe: hellviolett
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide; Steingarten
Hinweis: heimische Wildstaude

Aster pyrenaeus 'Lutetia' – Pyrenäen-Aster

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Aster pyrenaeus 'Lutetia' und Aster amellus Links: Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Rechts: Aster amellus

Die reine Art Aster pyrenaeus ist selten – wenn überhaupt – im Angebot der Staudengärtnereien. Meist findet man die Sorte 'Lutetia' und das nicht ohne Grund: 'Lutetia' besticht mit einer reichen Blüte, sie wächst buschig und stark. Durchaus zu empfehlen also.

Die Pyrenäen-Aster (in den Pyrenäen ist sie beheimatet) und die Berg-Aster (Aster amellus) unterscheiden sich wenig, und wo die eine hinpasst, fühlt sich auch die andere wohl. Die großen Blüten, die zarte Blütenfarbe sowie die etwas spätere Blütezeit könnten jedoch so manchen dazu verleiten, sich für 'Lutetia' zu entscheiden, zumal beide Arten horstig wachsen und ihre Standortansprüche wie gesagt ähnlich sind: Beide lieben es sonnig, vertragen Trockenheit und bevorzugen kalkhaltigen Boden.

Besitzer kleinerer Gärten sollten allerdings berücksichtigen, dass die Pyrenäen-Aster erheblich stärker wächst als die Berg-Aster und zudem etwas höher wird. Andererseits sät sich die Berg-Aster überreich aus (und keimt im Garten), so man sie lässt, und damit ist die Pyrenäen-Aster in meinem Garten in all den Jahren noch gar nicht (unangenehm) aufgefallen.

Wer im Garten den Platz dafür hat, sollte beiden Astern ein Zuhause geben und sich die Wahl sparen. Aster pyrenaeus wird übrigens nachgesagt, robuster und langlebiger zu sein als Aster amellus. Langlebiger vielleicht, aber robuster? Nein, das hätte ich bemerkt. Trockenheitsverträglicher ist jedenfalls A. amellus, denn die Horste von A. pyrenaeus neigen dazu, bei länger anhaltender Trockenheit auseinanderzufallen. Ebenfalls zu lang andauernder Trockenheit ist es geschuldet, wenn die Blätter der Pyrenäen-Aster von unten nach oben vertrocknen und die Stängel verkahlen. Das kenne ich von der Berg-Aster nicht!

Aster pyrenaeus 'Lutetia' – Pyrenäen-Aster, Austrieb Aster pyrenaeus 'Lutetia' – Austrieb

Weil zu viel Einigkeit offenbar als uncool erachtet wird, stellt der Autor P. Picton in seinem "The Gardener's Guide to Growing Aster" (2004) die Sorte 'Lutetia' übrigens zu Aster amellus, nicht zu A. pyrenaeus. Das habe ich bei der Royal Horticultural Society (RHS) in der (empfehlenswerten) Veröffentlichung "The Splitting of Aster" entdeckt.
Hinweis: Links zur RHS eventuell zweimal anwählen oder Browser aktualisieren.

Aster pyrenaeus 'Lutetia' – Pyrenäen-Aster

Wuchshöhe: 60 cm
Blütenfarbe: zart lila
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide
Hinweis:

Eurybia divaricata – Weiße Wald-Aster
alt: Aster divaricatus

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Aus den USA kam einst die Weiße Wald-Aster nach Europa, wo sie mittlerweile als eingebürgert gilt.

Eurybia divaricata – Weiße Wald-Aster

Eurybia divaricata (Aster divaricatus) verträgt unter den Astern am meisten Schatten und ist zur Unterpflanzung von Gehölzen geeignet. Sie sät sich wie Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus – Himmelblaue Aster) oder Symphyotrichum laeve (Aster laevis – Glatte Aster) gern aus und kreuzt sich mitunter, passt also ebenfalls gut in eine Wildstaudenpflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

. Wo Selbstaussaat unerwünscht ist, müssen verblühte Blütentriebe unbedingt abgeschnitten werden. Bei Eurybia divaricata (Aster divaricatus) gerät das wegen ihrer späten Blütezeit gern mal in Vergessenheit, denn wenn draußen vielleicht Sauwetter ist, will man mit dem Garten nicht mehr viel zu tun haben.

Eurybia divaricata – Weiße Wald-Aster

Meine Meinung: eine der schönsten hohen Herbst-Astern. Nicht nur wegen ihrer vielen filigranen weißen, leicht rosa überlaufenen Blüten, vor allem wegen ihrer außergewöhnlichen purpurfarbenen Stängel. Und natürlich ist sie wegen ihrer späten Blütezeit ein wichtiges Gestaltungselement im herbstlichen Garten. Dass die Weiße Wald-Aster mit ihren großen, fast herzförmigen Grundblättern das Zeug zum Bodendecker hat, macht sie für viele Gartengestaltungen noch interessanter.

Eurybia divaricata (Aster divaricatus) hat sich bei uns im Garten über die Jahre als relativ standfest erwiesen. Wobei ein magerer, wenig gedüngter Standort für einen stabilen Wuchs der Weißen Wald-Aster sehr empfehlenswert ist.

Hier noch ein paar Stauden und Gräser, mit denen sich als Begleiter dieser Aster stimmungsvolle Arrangements zaubern lassen: Vernonia arkansana (Arkansas-Scheinaster), Gaura lindheimeri (Prachtkerze), hohe Phlox-Arten und als Ziergräser das Silber-Chinaschilf 'Pünktchen' (Miscanthus sinensis) und Panicum virgatum (Echte Rutenhirse) in Sorten.

Eurybia divaricata – Weiße Wald-Aster

Wuchshöhe: 80 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-mäßig trocken
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: sehr wertvolle Wildstaude

Eurybia macrophylla – Großblättrige Aster, Herzblättrige Aster
alt: Aster macrophyllus

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus
Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) – Großblättrige Aster

Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) ist wieder mal so ein typischer Fall von Mitleidheischen im Pflanzenreich: Jahrelang haben wir sie gehätschelt und gepäppelt, denn sie wollte und wollte nicht wachsen. Dann ging alles ratzfatz, die Großblättrige Aster ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und hat mit einem Schlag mit ihren kriechenden Wurzeln das ganze Beet eingenommen. Schön blöd. Am Ende musste Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) sicherheitshalber komplett weichen, als das Beet neu gestaltet wurde. Jedenfalls ist es nicht verwunderlich, dass sie sich in Deutschland inzwischen in ein paar Gegenden Naturstandorte erobert hat und ein eingebürgerter Neophyt ist.

Schön an der Herzblättrigen Aster sind ihre hochsommerliche Blütezeit sowie die auffälligen rötlichen, leicht kantigen Stängel. Positiv an ihr ist auch, dass sie – zumindest in unserem schweren Lehmboden – nicht durch übermäßige Selbstaussaat unangenehm auffällt. Ihre Ausläufer lassen sich nämlich (wenn man’s vorher weiß) mit einer Wurzelsperre (z. B. aus stabiler Teichfolie) im Zaum halten und deshalb braucht niemand auf sie zu verzichten.

Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) – Großblättrige Aster

Weniger schön ist, dass Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) nicht so furchtbar üppig blüht. Gut ist sie daher in großen Gärten mit Wildstaudenpflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

aufgehoben. Oder aber in lichten Hecken und an Gehölzrändern, wo sie ihre Vorzüge voll und ganz ausspielen kann: Ihre Rosetten mit den großen, dunkelgrünen Blättern sind prima Bodendecker!

Mit den passenden Stauden an ihrer Seite kann eine Großblättrige Aster jedoch auch im Beet ein richtiger Hingucker sein. Als geeignete Pflanzpartner kommen für sie zum Beispiel der Rote Scheinsonnenhut (Echinacea purpurea), Virginischer Arzneiehrenpreis (Veronicastrum virginicum) sowie zwei Salbei-Arten, der Klebrige Salbei (Salvia glutinosa) und der Wiesen-/Steppen-Salbei mit der Sorte 'Ostfriesland' (Salvia nemorosa) infrage. Und weil Gräser im Staudenbeet niemals fehlen sollten, könnten Sie ein Diamant-Reitgras (Calamagrostis brachytricha) dazugesellen.

Eurybia macrophylla – Großblättrige Aster, Herzblättrige Aster

Wuchshöhe: 80-100 cm
Blütenfarbe: hellviolett
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide
Hinweis: wertvolle Wildstaude

Galatella linosyris – Goldhaar-Aster, Gold-Aster, Steppen-Aster, Gold-Steppen-Aster, Goldschopf
alt: Aster linosyris

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Galatella linosyris – Goldhaar-Aster Lässt sich ganz leicht aus Samen ziehen, die Goldhaar-Aster. Die feinen Samen werden in einem Töpfchen oder Kistchen mit unkrautfreier Erde mit Daumen und Zeigefinger möglichst gleichmäßig verteilt und nur hauchdünn mit Erde bedeckt. Bei ca. 20 °C und gleichmäßiger Feuchtigkeit keimen sie recht rasch, vor allem wenn die Aussaatgefäße mit Folie oder einer Glasscheibe abgedeckt sind. Frisches Saatgut keimt zudem sehr zuverlässig.

Galatella linosyris – Goldhaar-Aster, Austrieb
Galatella linosyris – Austrieb

Und wohin dann mit den Pflanzen? Nun, bei Galatella linosyris (Aster linosyris) ist das recht simpel, die ist so anspruchslos, dass ihr nahezu jeder Standort recht ist. Die Betonung liegt auf nahezu! Am Naturstandort weist die Goldhaar-Aster auf (sehr) trockenen, (sehr) stickstoffarmen und (etwas) kalkhaltigen Boden hin. Bevorzugt wird dazu volle Sonne bis leichter Schatten. Ähnliche Voraussetzungen sollten wir ihr auch im Garten bieten, dann können wir uns alle Pflege bis auf vielleicht mal ein Schlückchen Wasser sparen. Ein Rückschnitt der Triebe nach der Blüte ist nicht erforderlich (außer für die Optik), denn diese Aster neigt nicht zu Selbstaussaat und "überschwemmt" dadurch nicht den ganzen Garten mit ihren Nachkommen.

In nährstoffreichen Böden gedeiht sie ebenfalls, dann geht es allerdings nicht ganz ohne Pflege, denn die Triebe sollten in dem Fall im Juni eingekürzt werden (etwa in der Höhe halbieren/auf halber Höhe abschneiden). Galatella linosyris bildet nach dieser Maßnahme nämlich Seitentriebe, wächst buschiger und bleibt niedriger. Sie ist damit standfester, und das ist gut so, denn in fetteren Böden fallen die Blütentriebe ohne diesen Rückschnitt gern mal auseinander.

Kleiner Feuerfalter auf Galatella linosyris Kleiner Feuerfalter auf Galatella linosyris

Eine Besonderheit der (Gold-)Steppen-Aster sind sicherlich die Blüten, die nur aus den gelben Röhrenblüten bestehen, die Zungen- oder Strahlenblüten jedoch fehlen. In Verbindung mit den schmalen, blaugrünen, grasartigen Blättchen lässt sie das zart und feingliedrig wirken, gar nicht so rustikal wie manch andere Aster daherkommt. Von Weitem erinnert sie an Dill mit seinen gelben Blütendolden und dem filigranen Laub. Bei der Goldhaar-Aster macht’s zudem mal wieder die Menge: So klein die goldgelben Einzelblüten auch sind, zusammen schaffen sie ein gelbes "Meer".

Im Versuchsgarten hat es ein paar Jährchen gedauert, bis sich Galatella linosyris (Aster l.) etabliert hatte, wohl weil ihr selbst der ungedüngte Lehmboden in unserem Garten noch zu "fett" war. Oder zu schwer, das könnte auch sein. Jetzt jedenfalls erfreut uns diese einheimische Staude Jahr für Jahr mehr. In der Natur gehen ihre Bestände hingegen stetig zurück und die Bundesländer mit Naturstandorten schlagen bereits Alarm.

Galatella linosyris – Goldhaar-Aster, Gold-Aster

Wuchshöhe: 40-60 cm
Blütenfarbe: goldgelb
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Bienenweide; Dachbegrünung
Hinweis: sehr wertvolle Wildstaude
bereits im Hortus Eystettensis
erwähnt

Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster
alt: Aster sedifolius 'Nanus'

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus
Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster

Wie Aster linosyris wurde auch Aster sedifolius vor einer Weile in die Gattung Galatella umquartiert. So richtig durchgesetzt hat sich die neue Gattungsbezeichnung (wie auch bei anderen Astern-Arten) in Deutschland noch nicht. Warum auch? Ist ja erst gut 20 Jahre her und wer weiß, ob der Name bleibt! Aussitzen erscheint halt vielen in vielen Bereichen als die beste Option.

Wer sich die deutschen Namen Zwerg-Wild-Aster und Wilde Zwerg-Aster für die Sorte 'Nana' ausgedacht hat, dem ist marketingtechnisch ein toller Coup gelungen: Niedlich, entzückend, charmant sind tatsächlich ein paar Attribute, mit denen man 'Nana' beschreiben könnte.

Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster

Das heißt, vorausgesetzt, diese Aster hat den richtigen Standort, an dem sie mit 30-40 cm Höhe niedrig bleibt. Steht sie am Pflanzplatz nur etwas zu gut im Futter und bekommt sie zudem ein bisschen mehr Wasser, kann man Zweifel am Sortennamen 'Nana' bekommen, denn 60-80 cm – wie für die Art angegeben – sind dann durchaus drin. Richtig aufgefallen ist mir das erst beim Überarbeiten meiner Astern-Seiten, als ich alle enthaltenen Informationen noch mal genau nachgeprüft habe:

Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster

Wenn ich nicht wüsste, dass alle Galatella sedifolia 'Nana' bei mir im Garten von ein und derselben Mutterpflanze (meiner einzigen damals) stammen und ich sie nicht selbst vermehrt hätte … Zwei Exemplare im Steingarten wachsen niedrig wie "echte" 'Nanas', mehrere Pflanzen in verschiedenen Staudenbeeten über den ganzen Garten verteilt wachsen hoch wie "normale" Sedumblättrige Astern. Ich lasse das jetzt mal so stehen.

Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster
Galatella sedifolius 'Nana' – Austrieb

Galatella sedifolia zeichnen ihr horstiger Wuchs ohne Ausläufer sowie ihre Trockenheitsverträglichkeit aus. Ein bodennaher Rückschnitt der vorjährigen Blütentriebe im Frühling genügt als Pflegemaßnahme vollauf, denn sie sät sich nicht aus. Vielleicht noch ein bisschen Dünger oder Kompost (ohne Unkrautsamen) bei dieser Gelegenheit, aber bitte nicht zu viel, damit sie nicht "ins Kraut schießt" und schön buschig bleibt.

Mit der Blütezeit im Spätsommer kommt die Sedumblättrige Aster besonders in Gesellschaft von zarten Gräsern und höheren Herbstblühern gut zur Geltung. Diese dankbare, robuste und ausdauernde Staude hat trotz aller Irritationen das Prädikat besonders empfehlenswert verdient!

Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe: zart lila
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide
Hinweis:

Solidago ptarmicoides – Weiße Goldrute
alt: Aster ptarmicoides var. ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster
noch älter: Oligoneuron album
uralt: Aster ptarmicoides

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Du kannst im Bereich Pflanzen/Botanik hinlangen, wo du willst, du langst immer in die – Pardon! – ins Chaos. Mal mehr, mal weniger.

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster

Bei der Weißen Hochland-Aster ist das Kuddelmuddel besonders groß. Sie war tatsächlich zunächst den Astern zugeschlagen (Aster ptarmicoides), dann aufgrund neuerer Untersuchungen in eine eigens geschaffene (für sie und fünf weitere Arten) neue Gattung mit dem Namen Oligoneuron als Oligoneuron album ausgelagert. Ein paar Jahre später kam die Rolle rückwärts, die Weiße Hochland-Aster wurde wieder in die Astern integriert und hieß erneut Aster ptarmicoides. Dann der Paukenschlag – dank molekularbiologischer Untersuchungen erkannte man: Diese Aster ist in Wahrheit eine Goldrute und ward sogleich als Solidago ptarmicoides in die Gattung der Goldruten aufgenommen.

Gleichgeblieben ist in all der Zeit stets der der deutsche Name Weiße Hochland-Aster und sie ist deshalb die einzige mir bekannte Pflanze, die man am besten unter der deutschen Bezeichnung kauft, um zu bekommen, was man möchte. In den Gärtnereien dümpeln nämlich neben dem neuen nach wie vor noch reichlich die alten botanischen Gattungs- und Artnamen herum. Und bis sich der neu übergestülpte deutsche Name "Weiße Goldrute" durchsetzt, das dauert.

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster

Unabhängig vom ganzen Heckmeck der Botaniker ist Solidago ptarmicoides eine – wie ich finde – für unsere Gärten unentbehrliche Staude. Ihr kuppelförmiger Wuchs prädestiniert sie geradezu zur Einzelstellung im Steingarten. Schön auch im Beet, sofern keine anderen Pflanzen zu nahe stehen und ihre Wuchsform verdecken. Leider – das muss ich ebenfalls sagen – können ihre eigentlich kompakten kugeligen Horste bei extremer Trockenheit (über Wochen kein Tropfen Regen, dazu Sonne und Sommerhitze) oder längerem starkem Wind etwas auseinanderfallen.

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster

Neben steinigen und sandigen Böden toleriert die Weiße Hochland-Aster Lehmboden (sogar schweren Lehmboden wie in meinem Garten), worauf sie Wert legt, das sind kalkhaltige Standorte. Pflege braucht Solidago ptarmicoides so gut wie keine, ab und zu mal einen kräftigen Schluck Wasser eben, wenn's gar nicht regnen will, und irgendwann schneiden wir halt die verblühten Blütentriebe ab.

Die Weiße Hochland-Aster ist mit ihrer Wuchsform, der langen Blütezeit und der vielseitigen "neutralen" Blütenfarbe Weiß auf alle Fälle eine Bereicherung für den Garten – für jeden Garten!

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster, Weiße Goldrute

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-trocken
Verwendung: Bienenweide
Hinweis: wertvolle Wildstaude

Symphyotrichum dumosum bzw. Symphyotrichum-Dumosum-Hybriden – Kissen-Aster, Buschige Aster
alt: Aster dumosus bzw. Aster-Dumosus-Hybriden

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Jetzt kommt's: Wann gehört eine Sorte zu Symphyotrichum dumosum und ist eine Symphyotrichum-Dumosum-Hybride?

Symphyotrichum-Dumosum-Hybride – Kissen-Aster

Bedingt durch die vielen Kreuzungen von Symphyotrichum dumosum (Aster dumosus) mit Symphyotrichum novi-belgii (Aster novi-belgii) ist heute oft gar nicht mehr sicher, welcher Art die Hybride nun zugeordnet werden soll. Deshalb haben die Staudengärtner eine ganz simple Übereinkunft getroffen: Wenn die Pflanze, die bei der Kreuzung herauskommt, niedriger als 50 cm bleibt, wird sie Symphyotrichum dumosum (Aster dumosus) zugeordnet, andernfalls …

So kann eine Lösung natürlich auch aussehen. Bleibt zu hoffen, dass bei der Bestimmung stets alle Faktoren, die für die Wuchshöhe ausschlag­gebend sind, berücksichtigt werden: optimale Wasserversorgung, maximale Düngergabe, ideale Temperaturen und der beste Boden, den es für Symphyotrichum dumosum (Aster dumosus) geben kann!

Was wir in unseren Gärten als Kissen-Aster kultivieren, hat mit dem eigentlichen und sehr "mageren" Symphyotrichum dumosum (Aster dumosus) demnach wenig zu tun. Es handelt sich dabei ausschließlich um Hybriden, die im Lauf der Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte aus Kreuzungen der Art Symphyotrichum dumosum mit Symphyotrichum novi-belgii hervorgegangen sind, also mit der Glattblatt-Aster, der variabelsten unter den Herbst-Astern. Kein Wunder, dass die Symphyotrichum-Dumosum-Sorten ebenfalls farb- und formenreich daherkommt: rosa bis karminrot, fliederfarben bis violettblau sowie weiß, höher oder niedriger, selten allerdings höher als 50 cm ;-) .

Symphyotrichum-Dumosum-Hybride – Kissen-Aster

Schön sehen die "aufgeplusterten" Blütenschirme in kleinen Tuffs von höchstens drei Pflanzen im Staudenbeet aus, gern werden die Sorten von S. dumosum zudem als niedrige bis halbhohe Einfassungspflanzen vor dem Hintergrund höherer Schmuckstauden verwendet. Dass ihre Wurzeln kurze Ausläufer treiben, kann man sich an problematischen Stellen zunutze machen und sie zur Hangbefestigung einsetzen.

Wie die Kissen-Aster auch gepflanzt wird, man sollte immer bedenken, dass sie anfällig für Mehltau ist (Echten und Falschen), was dichtes Pflanzen (nicht nur eng zusammen ist gemeint, sondern auch viele Pflanzen zusammen) noch fördert. Dieses Problem hat man mit dem Elternteil Symphyotrichum novi-belgii (Aster novi-belgii) ebenso – es wird halt nicht nur Gutes vererbt, nicht einmal bei Pflanzen. Stark mit Mehltau befallene Pflanzenteile sollten übrigens abgeschnitten und im Restmüll entsorgt werden; bloß nicht auf den Kompost werfen!

Eine schöne Kissen-Aster braucht etwas Pflege: Schneiden Sie die Blütentriebe vom Vorjahr im Frühling bodennah ab und bereiten Sie ihr mit Volldünger oder gut abgelagertem, unkrautsamenfreiem Kompost einen guten Start in die neue Vegetationsperiode. Weitere Düngergaben bis zur Blüte sind empfehlenswert, aber bitte mit Augenmaß (den Boden nicht überdüngen). Sie merken es: Die Symphyotrichum-dumosum-Hybriden wollen nährstoffreiche Böden, gern etwas lehmig und nicht zu trocken. Der Standort für sie liegt idealerweise vollsonnig bis leicht beschattet (Letzteres hauptsächlich um die Mittagszeit und in den frühen Nachmittagsstunden).

Symphyotrichum-Dumosum-Hybride – Kissen-Aster

Viele Symphyotrichum-Dumosum-Sorten sind steril, von ihnen ist keine Selbstaussaat zu befürchten. Deshalb ist es auch nicht erforderlich (möglich ist es schon), deren verblühte Blütentriebe bereits im Spätherbst abzuschneiden. Dass die Stauden nach einigen Standjahren von innen verkahlen und nicht mehr ansprechend aussehen, habe ich in unserem Garten noch nicht erlebt. Teilen und vermehren kann man die Horste natürlich trotzdem, vorzugsweise im Frühjahr kurz vor oder beim Austrieb. Alternativ erfolgt die Vermehrung – ebenfalls im Frühling – mit Kopfstecklingen (Blätter im unteren Stecklingsdrittel entfernen), die in kleine Töpfchen mit Erde gesteckt und bei etwa 20 °C gleichmäßig feucht (nicht nass!) gehalten werden. Abdecken mit einer transparenten Plastikhaube erhöht die Luftfeuchtigkeit, wenn die Stecklinge nicht in einem Gewächshaus untergebracht sind.

Symphyotrichum dumosum bzw. Symphyotrichum-Dumosum-Hybride – Kissen-Aster, Buschige Aster

Wuchshöhe: 20-50 cm
Blütenfarbe: Violett- und Rosatöne
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Bienenweide
Hinweis:

Symphyotrichum ericoides – Myrthen-Aster, Erika-Aster
alt: Aster ericoides

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Die Myrten-Aster ist die "späteste" Aster im Garten und blüht bis zum Frost. Ihre zarten, weiß-gelben Blüten dienen damit den Insekten als eine der letzten Nektarquellen vor dem Winter. Vom Habitus erinnert sie aus der Ferne an Schleierkraut und wie dieses ist sie als Schnittblume geeignet.

Symphyotrichum ericoides – Myrthen-Aster

Bei Symphyotrichum ericoides (Aster ericoides) ist es weniger die Selbstaussaat (mit der man ohne Rückschnitt nach der Blüte freilich rechnen muss), die uns auf Trab hält, sondern es sind eher die Ausläufer. Man muss also jedes Jahr hinterher sein und die Wurzeln rigoros ausgraben, sonst wird aus einem halben Quadratmeter Symphyotrichum ericoides (Aster ericoides) ein ganzer und leicht auch mehr.

Symphyotrichum ericoides – Myrthen-Aster

Die Myrten-Aster verträgt durchaus Schatten, braucht allerdings einen freien Stand. Unter Gehölzen bleibt sie klein, um nach ein paar Jahren ganz zu verschwinden, weil sie trotz ihres Ausbreitungsdranges den Wurzeldruck nicht verträgt. Zwischen Bäumen und Sträuchern sowie am Gehölzrand fühlt sie sich allerdings im lichten Schatten sehr wohl. Voraussetzung: Der Boden bietet genügend (Rest-)Feuchtigkeit und wird von den Gehölzen nicht komplett ausgetrocknet; etwas Wasser braucht selbst die trockenheitsverträglichste Aster!

Ein Standort im Staudenbeet ist natürlich ebenfalls eine Option, dort sollte man jedoch besser mit einer Wurzelsperre aus stabiler Teichfolie oder Ähnlichem arbeiten, damit die Erika-Aster umstehende Pflanzen nicht verdrängt. Wir haben mal einen größeren Bestand ausgegraben mit dem Ziel, ihn komplett zu entfernen, doch noch Jahre später tauchen neue kleine Triebe auf (und müssen ausgegraben werden).

Symphyotrichum ericoides – Myrthen-Aster

Ein Hingucker ist die Myrthen-Aster mit ihrer herbstlichen Blüte allemal. Sehr reizvoll wirkt sie in Kombination mit Fruchtschmuck anderer Blütenstauden wie dem von Liatris spicata (Ährige Prachtscharte), Rudbeckia occidentalis 'Green Wizzard' (Westlicher Sonnenhut) oder Phlomis russeliana (Brandkraut).

Die reine Art S. ericoides hat sich bei mir im Garten als sehr robust und relativ wenig krankheits- und schädlingsanfällig erwiesen. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will oder andere Wuchshöhen und Blütenfarben sucht, kann auch auf Sorten zurückgreifen, die sich bei der Staudensichtung als besonders empfehlenswert gezeigt haben: 'Lovely', rosaviolett, 80-90 cm; 'Pink Cloud', violettrosa, 90-120 cm; 'Schneetanne', weiß, 120-150 cm; 'Snowflurry', weiß, 10-20 cm. Letztere wird manchmal noch als Aster pansus 'Snowflurry' verkauft.

Symphyotrichum ericoides – Myrthen-Aster, Erika-Aster

Wuchshöhe: 100-130 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Bienenweide
Hinweis:

Symphyotrichum laeve – Glatte Aster, Kahle Aster
alt: Aster laevis

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Die Glatte Aster (ursprünglich aus Nordamerika) ist in Deutschland aus den Gärten ausgebüxt und treibt als eingebürgerter Neophyt gern in urbanen Gefilden in sehr stickstoffreichen Böden ihr Unwesen. Das verweist schon auf eine ihrer hervorstechendsten Eigenschaften: Sie sät sich reichlich aus, wenn man sie lässt und Verblühtes nicht rechtzeitig vor der Samenreife abschneidet. Und wo so ein Samenkorn hinfällt, da keimt es (meistens).

In Wildstaudenpflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

und naturnahen Gärten
Naturnaher Garten:
Ein Garten, der weitgehend unter Verwendung von heimischen Pflanzen angelegt ist.

Symphyotrichum laeve – Glatte Astersind ihre Sämlinge sicher willkommen, und dort spielt es auch keine große Rolle, dass die neuen Pflänzchen vielleicht keine Symphyotrichum laeve (Aster laevis), sondern Kreuzungen mit dem sehr ähnlichen Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus) sind, sofern das ebenfalls im Garten steht; auch mit Symphyotrichum novi-belgii (Aster novi-belgii) kreuzt sie sich. Wir können die Zufallssämlinge im Versuchsgarten jedenfalls kaum mehr zuordnen, weil sie natürlich Merkmale von beiden Elternteilen zeigen.

Was die Glatte Aster sonst noch so ausmacht: kurze Ausläufer (nicht schlimm), violettblaue Zungenblüten um gelbe Röhrenblüten und meist rötliche Stängel. Mit ihrem lockeren, breitbuschigen Wuchs setzt sie im Beet die schönsten Akzente, wenn an verschiedenen Stellen jeweils nur einzelne Exemplare gepflanzt werden.

Neben Baptisia australis (Indigolupine, Blaue Färberhülse), die zur Blütezeit von Symphyotrichum laeve hauptsächlich wegen ihres Blattschmucks interessant ist, machen sich Anaphalis margaritacea (Großblütiges Perlkörbchen), hohe Fetthennen-Arten (Sedum spectabile und telephium) und Ziergräser wie Miscanthus-sinensis-Sorten (Silber-Chinaschilf), Calamagrostis x acutiflora 'Overdam' (Gartensandrohr, Garten-Reitgras) und Panicum virgatum (Echte Rutenhirse) gut als Begleiter von Symphyotrichum laeve.

Symphyotrichum laeve – Glatte Aster, Kahle Aster

Wuchshöhe: 100 cm
Blütenfarbe: blauviolett
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: sehr wertvolle Wildstaude

Symphyotrichum novae-angliae – Raublatt-Aster, Neuengland-Aster
alt: Aster novae-angliae

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

So schön sie auch ist, hat die Raublatt-Aster doch einen großen Nachteil, den ich nicht verheimlichen will: Die Blätter sterben früh (häufig schon vor der Blüte) ab, das heißt, die Triebe verkahlen von unten nach oben. Im Versuchsgarten begegnen wir diesem Phänomen (es handelt sich nämlich nicht um eine Krankheit), indem wir der Raublatt-Aster Stauden zur Seite stellen, die ihren "Haarausfall" kaschieren. Das funktioniert prima mit einem hohen Fettblatt (Sedum spectabile oder telephium), aber Ihrer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Symphyotrichum novae-angliae (Aster novae-angliae) ist eigentlich in Kanada und Nordamerika zu Hause, hat sich aber quer über unsere Bundesrepublik an nicht wenigen Stellen als Neophyt einquartiert. Vielerorts ist sie in Städten außerhalb von Gärten anzutreffen, das dürfte mit ihrem hohen Nährstoffbedarf (explizit Stickstoff) zusammenhängen.

Sämling von Symphyotrichum novae-angliae – Raublatt-Aster Sämling von Symphyotrichum novae-angliae

Was den Standort ganz allgemein anbelangt, ist für die Raublatt-Aster in erster Linie eine reichliche Wasserversorgung wichtig, sie toleriert sogar gelegentliche Überschwemmungen. Sonnig bis halbschattig sollte der Platz für sie sein und er darf gern geschützt liegen (die Wärme speichern).

Mitunter wird an Symphyotrichum novae-angliae (Aster novae-angliae) bekrittelt, dass ihre Blüten nur bei schönem Wetter und tagsüber öffnen. Da halte ich dagegen, dass ihre positiven Eigenschaften das mehr als wettmachen: Sie ist sehr ausdauernd, wunderbar standfest, wächst horstig (ohne Ausläufer) und ist wenig anfällig für Krankheiten wie Mehltau. Was will man mehr? Lassen wir sie doch abends schlafen gehen und tagsüber bei bedecktem Himmel dösen. Letzteres täten wir schließlich selbst manchmal gern.

Symphyotrichum novae-angliae – Raublatt-Aster

In den meisten Fällen wird man in Gärten auf Sorten von Symphyotrichum novae-angliae (Aster novae-angliae) treffen. Achtung: Die Raublatt-Aster sät sich aus, fällt jedoch meist nicht sortenecht. Um "seine" Sorte zu behalten, ist es daher ratsam, Triebe mit Verblühtem zeitnah abzuschneiden.

Symphyotrichum novae-angliae – Raublatt-Aster, Neuengland-Aster

Wuchshöhe: 100 cm
Blütenfarbe: (Blau-)Violett- und Rosatöne, Weiß
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Bienenweide
Hinweis:

Symphyotrichum novi-belgii – Glattblatt-Aster, Neubelgien-Aster
alt: Aster novi-belgii

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus
Symphyotrichum novi-belgii – Glattblatt-Aster

Wo sie volle Sonne bekommt und stets genügend Feuchtigkeit hat, steht die Glattblatt-Aster richtig. Es schadet ihr auch nicht, wenn sie gelegentlich "nasse Füße" hat, weil der Boden kurzzeitig überschwemmt ist. Richtig übel nimmt sie hingegen andauernde (sommerliche) Trockenheit, die sie noch anfälliger für Mehltaubefall macht als ohnehin (ich habe meine inzwischen deshalb eliminiert – war eine empfindliche, alte Sorte).

Aber ein frischer, möglichst gleichbleibend feuchter Boden ist nur die halbe Miete. Zu enger Stand der Pflanzen, ein Standort, an dem sich die Wärme staut, sowie zu wenig Nährstoffe leisten einem Befall mit Mehltau ebenfalls Vorschub. Davon haben sich die Gartler noch nie abschrecken lassen und deshalb ist die Neubelgien-Aster (und Hybriden) aus Nordamerika mittlerweile in Deutschland ein eingebürgerter Neophyt, der auf nährstoffreichen/überdüngten Flächen – gern in Städten oder Stadtnähe – siedelt.

Der Punkt Wasserversorgung ist bei Symphyotrichum novi-belgii (Aster novi-belgii) ein wenig knifflig: Einerseits braucht es reichlich Feuchtigkeit für einen gesunden Wuchs (vielleicht sogar ohne Mehltau) und eine üppige Blüte, andererseits breitet es sich mit seinen kurzen Ausläufern umso massiver aus, je optimaler der Boden für diese Pflanzen ist. Damit kann es nicht nur in kleinen Gärten durchaus zur Plage werden. Ein etwas trockenerer Stand bremst es aus, man riskiert damit jedoch früheren und stärkeren Mehltaubefall. Es ist schon ein Kreuz!

Symphyotrichum novi-belgii – Glattblatt-Aster

Wie sehr Mehltau zuschlagen kann, hängt nicht minder von der Nährstoffversorgung des Standorts ab: Großzügiges Düngen – und Dünger/Nährstoffe braucht S. novi-belgii reichlich, das ist unbestritten – geht oft einher mit einer Überversorgung mit Stickstoff, die wiederum den Mehltaubefall begünstigt. Informieren Sie sich am besten ausführlicher über das Thema Düngen aufmeiner Seite Düngen im Garten.

Mein Tipp: Mit einer großen Schaufel abgelagertem Kompost, der im Frühjahr auf dem Wurzelstock verteilt wird, machen Sie nicht viel verkehrt. Ob die alten Blütentriebe erst bei dieser Gelegenheit bodennah abgeschnitten werden oder bereits im Herbst, um Selbstaussaat zu verhindern, hängt von der Gartensituation und Ihrem gestalterischen Empfinden ab.

Nach einigen Standjahren können die Horste der Glattblatt-Astern überaltern. Im Extremfall beginnen sie dann bereits, in der Mitte zu verkahlen. Dann ist die richtige Zeit, den Wurzelstock im Frühling auszugraben, mit einem stabilen Messer oder dem Spaten in kleinere Stücke zu zerteilen und die Teilstücke andernorts neu einzupflanzen. Kräftiges Gießen dieser Jungpflanzen ist in den ersten Wochen nach dem Auspflanzen obligatorisch.

Wer seinen Garten mit Symphyotrichum novi-belgii (Aster novi-belgii) bereichern möchte – trotz aller Widrigkeiten und Pflegearbeiten ist es nämlich durchaus eine Bereicherung – wird zu Sorten greifen; die reine Art ist ja praktisch nicht im Handel. Von blau über violett nach rosa und rot sowie weiß blühende Typen stehen zur Verfügung. Ein weiteres Kriterium für die Wahl einer Sorte wird sicher die Resistenz gegenüber Mehltau und anderen Krankheiten sein und da sind die Folgenden bei der Staudensichtung angenehm aufgefallen: 'Blütenmeer', hellviolett, 50-60 cm; 'Dauerblau', lila, 120-140 cm; 'Jugendstil', violettrosa, 110-130 cm; 'Karminkuppel', purpurrosa, 90-110 cm (die am besten bewertete Sorte); 'Porzellan', porzellanblau, 70-100 cm; 'Rosa Perle', rosa(-violett), 90-110 cm; 'Rosenhügel', hell purpurrosa, 80-110 cm; 'Rosenpompon', violettrosa, 80-90 cm; 'Rosenquarz', silbrigrosa, 90-110 cm.

Hier gelangen Sie zu den gesamten Sichtungsergebnissen.

Symphyotrichum novi-belgii ist übrigens die Aster, die bei den Symphyotrichum-Dumosum-Hybriden für das große Chaos sorgt: Keiner weiß nach einer Kreuzung der beiden mehr so recht, welcher Art das "Kind" denn nun zugeordnet werden soll.

Symphyotrichum novi-belgii – Glattblatt-Aster, Neubelgien-Aster

Wuchshöhe: 100-150 cm
Blütenfarbe: (Blau-)Violett- und Rosatöne, Weiß
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Bienenweide
Hinweis:

Symphyotrichum oolentangiense – Himmelblaue Aster
alt: Aster azureus

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Dass Aster azureus vor der Ausgliederung in die Gattung Symphyotrichum einen Wechsel der Artbezeichnung von azureus zu oolentangiense mitgemacht hat, ist an Deutschland weitgehend vorbeigegangen. Kommt vor.

Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus) – Himmelblaue Aster

Die Himmelblaue Aster aus dem Osten und Mittleren Westen Amerikas hält nicht ganz, was der deutsche Name verspricht: Unter "himmelblau" stelle ich mir nun mal kein helles Violett vor. Andere sehen das offenbar anders und machen aus ihrer Begeisterung keinen Hehl. Sie werfen als Verkaufsargument sogar die "Azurblaue Himmelblaue Aster" in den Ring …

Viele kleine hellviolette Einzelblüten stehen bei Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus) ab irgendwann im August auf recht dünnen Stielen. Mit gut einem Meter Höhe (auch mal bis 1,20 m) sind die Stängel eigentlich zu hoch (und für die Höhe wiederum zu schwach), um die Blüten zu balancieren. Demzufolge lässt die Standfestigkeit der Himmelblauen Aster zu wünschen übrig: Wind, Regen und Trockenheit bringen sie schnell aus dem Gleichgewicht.

Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus) – Himmelblaue Aster

Dafür ist sie zäh, anspruchslos und wenig pflegeintensiv. Ein rechtzeitiger, gleich bodennaher Rückschnitt der Blütenstände nach dem Verblühen verhindert unkontrolliertes Aussäen, wo ihr Verwildern nicht erwünscht ist. Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus) und Symphyotrichum laeve (Aster laevis – Glatte Aster, Kahle Aster) im selben Garten oder wenigstens nicht weit voneinander entfernt, sorgen schon bald für eine "bunte" Mischung an Hybriden. – Diese beiden recht ähnlichen nordamerikanischen Astern kreuzen sich sehr gern miteinander. Wer das nicht möchte, sollte also ein wenig aufpassen und den richtigen Zeitpunkt (vor der Samenreife) für den Rückschnitt von Verblühtem bei beiden nicht verpassen.

Ihren ganzen Charme versprüht die Himmelblaue Aster in Ensembles mit Helenium autumnale (Gewöhnliche Sonnenbraut) oder Heliopsis helianthoides (Sonnenauge). Solche Arrangements vermitteln Leichtigkeit und machen gute (Sommer-)Laune. Nicht weniger reizvoll, doch sehr viel dezenter wirkt sie zusammen mit hohen Gräsern.

Symphyotrichum oolentangiense – Himmelblaue Aster

Wuchshöhe: 70-100 cm
Blütenfarbe: hellviolett
Blütezeit: August, September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch-mäßig trocken
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis:


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