Aster – Aster

Eine Aster ist eine Aster ist eine Aster …

(Pflanzenfamilie: Asteraceae – Korbblütler)

Die Gattung Aster wurde in Nordamerika vor einiger Zeit "auseinander­genommen", und die Botaniker haben geprüft, ob tatsächlich alle Arten korrekt zugeordnet, also alles Astern sind, was sich in der Gattung tummelt. Und siehe da: sind sie nicht! Vor allem unter Berücksichtigung molekularbiologischer Untersuchungen ergaben sich etliche Änderungen. Manche Arten wurden infolgedessen in andere Gattungen verlagert.

Symphyotrichum laeve – Glatte Aster
Symphyotrichum laeve, ehedem Aster laevis

Insbesondere "der Zander" (Hand­wörter­buch der Pflanzen­namen 2014, ISBN 978-3-8001-7953-4) scheint sich mit Händen und Füßen dage­gen zu wehren, dass die Molekular­biologie auch Einzug in die Pflanzen­bestimmung gehalten hat, und richtet sich nach wie vor nur nach dem, was man mit dem Auge (und notfalls einer Lupe) erkennen kann. Ein gern verwendetes Argument gegen Umgruppierungen von Pflanzen­gattungen und -arten sind die Gärtner, die nicht durcheinandergebracht werden sollen und denen zusätzlicher Aufwand erspart werden soll. Frage: Was könnte einen mehr durcheinanderbringen als ein Durcheinander? Als uneinheitliche Bezeichnungen für ein und dieselbe Pflanze in einer globalisierten Welt?

Hier jedenfalls einige Änderungen, die die hier vorgestellten Astern betreffen, nur für den Fall, dass ihnen diese botanischen Namen bei einem Staudengärtner mit dem Mut zu Neuem und zur Entscheidung begegnen:

Alter Name Deutscher Name Neuer Name
Aster alpinus Alpen-Aster Aster alpinus
Aster amellus Berg-Aster, Kalk-Aster Aster amellus
Aster azureus Himmelblaue Aster Symphyotrichum oolentangiense
Aster divaricatus Weiße Wald-Aster Eurybía divaricata
Aster dumosus Kissen-Aster,
Buschige Aster
Symphyotrichum dumosum
Aster ericoides Myrthen-Aster,
Erika-Aster
Symphyotrichum ericoides
Aster laevis Glatte Aster,
Kahle Aster
Symphyotrichum laeve
Aster linosyris Goldhaar-Aster,
Gold-Aster,
Steppen-Aster,
Gold-Steppen-Aster,
Goldschopf
Galatella linosyris
Aster macrophyllus Großblättrige Aster,
Herzblättrige Aster
Eurybía macrophylla
Aster novae-angliae Raublatt-Aster,
Neuengland-Aster
Symphyotrichum
novae-angliae
Aster novi-belgii Glattblatt-Aster,
Neubelgien-Aster
Symphyotrichum
novi-belgii
Aster ptarmicoides Weiße Goldrute,
Weiße Hochland-Aster
Solidago ptarmicoides
Aster pyrenaeus Pyrenäen-Aster Aster pyrenaeus
Aster sedifolius Sedumblättrige Aster Galatella sedifolia

Symphyotrichum – Herbst-Aster, BlütenDie deutschen Namen wurden an diese Änderungen freilich noch nicht angepasst. So weit sind wir noch lange nicht. Es könnte natürlich sein, dass man der Vertrautheit halber bei Aster bleibt. Auch dies bedarf aber halt einer Entscheidung.

Was letztlich von der einst so umfangreichen Gattung Aster übrig bleibt, lässt sich (noch) nicht sagen. Man steckt schließlich noch mittendrin in der Arbeit. Eines steht jedoch schon fest: Nur die engsten Verwandten von Aster amellus (Berg-Aster, Kalk-Aster) werden es sein.

Immer wieder tauchen die Begriffe "Naturgarten", "naturnaher Garten" oder "Wildstaudenpflanzungen" auf. Was man sich darunter vorstellen muss, will ich daher kurz erklären, denn bei den Astern nebst ehemaligen solchen werden Sie diesen Begriffen häufiger begegnen:

Naturgarten:
Ein Garten, der ausschließlich mit heimischen Pflanzen angelegt ist.

Naturnaher Garten:
Ein Garten, der weitgehend unter Verwendung von heimischen Pflanzen angelegt ist.

Wildstaudenpflanzungen:
Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstaudenpflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

Halictus scabiosae (Gelbbindige Furchenbiene, Weibchen) auf Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Halictus scabiosae (Gelbbindige Furchenbiene, Weibchen) auf Aster pyrenaeus 'Lutetia'

Noch etwas: So beliebt, wie Astern bei Insekten als Nektarquelle sind, sollte man doch meinen, dass sie auch ein wunderbarer Pollenlieferant für Wildbienen und deren Larven sind. Weit gefehlt – Paul Westrich belehrt uns in seinem Buch "Die Wildbienen Deutschlands" (Verlag Eugen Ulmer 2018, Stuttgart, ISBN 978-3-8186-0123-2) eines Besseren: Die Insektenkundler haben nur Pollen von drei Astern-Arten (von denen zwei nach der neuen Nomenklatur gar nicht mehr zu den Astern gehören) in Wildbienen-Nestern gefunden: von Aster amellus, Aster divaricata (heute Eurybia divaricata) und Aster novae-angliae (inzwischen Symphyotrichum novae-angliae). Wer dieses Thema vertiefen möchte, dem empfehle ich die Lektüre meines Artikels über Wildbienen im Stauden-Garten.

Aster alpinus – Alpen-Aster

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Aster alpinus – Alpen-Aster mit Honigbiene
Aster alpinus mit Honigbiene

Ein Steingarten wäre schon der optimale Stand­ort für die Alpen-Aster, denn sie braucht sonnige und zugleich kühle Lagen in magerem (vor allem stick­stoff­armem), neutralem bis schwach kalk­haltigem und sehr durch­lässigem Boden. In Deutsch­land ist sie in den Alpen noch recht häufig in der Natur zu finden, die wenigen ver­streuten Bestände im Harz sowie im Thüringer Wald hingegen sehen die Bundes­länder Sachsen-Anhalt und Thüringen bereits als potenziell gefährdet an. Unter besonderem Schutz steht Aster alpinus an allen Naturstandorten in Deutschland (Stand Mai 2019).

Hochgewachsene Aster alpinus – Alpen-Aster
Hochgewachsene Aster alpinus beim Austrieb

Damit Aster alpinus lang­lebig ist und hübsche Polster bildet, braucht sie ein bisschen Pflege: Die Pflanzen müssen nach der Blüte zurück­geschnitten werden, weil sie sonst "hoch­wachsen" (quasi aus ihrem Pflanz­platz heraus) und von unten ver­kahlen. Das kann zum Total­ausfall führen. Sollte die Sache mit dem Rück­schnitt in Vergessen­heit geraten sein und eine Alpen-Aster hoch­wachsen, gibt es zwei Möglich­keiten der Rettung: Die Pflanze auf­nehmen und an gleicher oder anderer Stelle neu sowie tiefer pflanzen oder die hoch­gewachsenen Triebe mit Erde anhäufeln. Derart ange­füllte Triebe bilden recht schnell Wurzeln und ermög­lichen es, die Pflanze zu teilen. Um Aster alpinus zu vermehren, kann man ihre Triebe also auch absicht­lich hochwachsen lassen, anfüllen und später die bewurzelten Triebe abtrennen.

Aster alpinus gehört zu den am frühesten im Jahr blühenden Astern, das macht sie für die Gartengestaltung so wichtig. Sie kann zu vielen frühjahrs- und frühsommerblühenden Stauden gesellt werden, denn es gibt sie mit Blüten in verschiedenen Violetttönen, in Rosa und Weiß (rosa und weiß sind vornehmlich als Sorten im Angebot, meist aus Samen vermehrt).

Aster alpinus – Alpen-Aster

Wuchshöhe: 10-20 cm
Blütenfarbe: rosa
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Steingarten
Hinweis: wichtig: im Garten hochgewachsene Triebe mit Erde anfüllen


Aster alpinus – Alpen-Aster

Wuchshöhe: 10-20 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Steingarten
Hinweis: wichtig: hochgewachsene Triebe mit Erde anfüllen


Aster alpinus – Baptisia australis – Alyssum murale

Violette Alpen-Astern – heller oder dunkler im Farbton – passen sowohl zu Pflanzen in der gleichen Farbe wie auch zu Pflanzen in Kontrast­farben. In unserem Stein­garten sehen Sie das sehr schön, wenn sie mit Baptisia australis var. minor und Alyssum murale gleich­zeitig blühen – die drei sind inzwischen richtig "gute Freunde" geworden.

Ob ein Farb­ton heller oder dunkler empfunden wird, entscheidet unser Auge übrigens meist nach Wetter­lage: Dunkler wirkt er an trüben Tagen, heller an sonnigen Tagen. Wer kräftige Farben liebt, ist deshalb mit einem Einkaufs­bummel bei sonnigem Wetter meist besser bedient.



Aster alpinus – Alpen-Aster

Wuchshöhe: 10-20 cm
Blütenfarbe: dunkelviolett
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Steingarten
Hinweis: wichtig: hochgewachsene Triebe mit Erde anfüllen


Aster alpinus – Alpen-Aster

Wuchshöhe: 10-20 cm
Blütenfarbe: violett
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Steingarten
Hinweis: wichtig: hochgewachsene Triebe mit Erde anfüllen

Aster amellus – Berg-Aster, Kalk-Aster

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Aster amellus ist der Prototyp dessen, was den botanischen Namen Aster tragen darf: Nur wer eng mit ihr verwandt ist, gehört auch in diese Gattung. Und weil im Zuge der Änderungen und Neuordnung in der Gattung Aster jetzt genauer hingesehen wird, müssen all diejenigen Pflanzen in andere Gattungen ausweichen, die eigentlich nie hätten Astern sein dürfen – weil sie nicht nah genug mit A. amellus verwandt sind.

Grandioses Trio: Aster amellus, Salvia officinalis 'Tricolor', Nassella tenuissima
Grandioses Trio: Aster amellus, Salvia officinalis 'Tricolor', Nassella tenuissima

Die Berg-Aster schließt die Lücke zwischen den Früh­lings- und den Herbst-Astern und sorgt damit dafür, dass im (Stein-)Garten auch im Sommer eine Aster blüht. Bei uns im Garten fühlt sich Aster amellus neben Nassella tenuissima (Zartes/Mexikanisches Federgras) und Salvia officinalis 'Tricolor' (Dreifarbiger Garten-Salbei) wohl.

Genau dort – und das ist nun mal meist der (vorzugsweise leicht kalkhaltige) Steingarten –, wo sie trockenen, stickstoffarmen Boden mit gutem Wasserabzug findet, ist Aster amellus am langlebigsten und macht am wenigsten Probleme. Vollsonnig sollte der Standort noch sein, gern ein schönes Eckchen, in dem die Wärme gespeichert wird (womit wir wieder beim "Stein" wären). Pflanzen sollte man am besten vom Frühjahr bis zum Frühsommer, jedenfalls nicht erst im Herbst, da ist die Ausfallquote zu hoch.

Aster amellus – Berg-Aster, Austrieb
Aster amellus – Austrieb

Wer der Berg-Aster diese An­for­derungen an einem Platz im Stauden­beet erfüllen kann, wird sie dort eben­falls als aus­dauernd erleben. Stimmt auch nur einer der Faktoren nicht, verliert man sie nach kurzer Zeit (ein paar Jahren).

Diese Beschrei­bung der Aster amellus gilt aller­dings nur für Garten­besitzer, die mög­lichst alles so behal­ten wollen, wie sie es einmal ausge­klügelt und gepflanzt haben. Doch in deren Gärten dürfte es die reine Art der Berg-Aster sowieso nicht schaffen, weil sie sehr locker wächst und damit nur wenig mit einer der üppigen Prachtstauden gemeinsam hat. Ihnen rate ich als Alternative zu einer der vielen Sorten von A. amellus, die in der Regel kompakter wachsen und üppiger blühen als die Art.

Große Sumpfschwebfliege auf Aster amellus – Berg-Aster
Große Sumpfschwebfliege auf Aster amellus

Gartler mit einem Hang zu Über­raschungen und Ver­änderungen werden dafür auch von der Art begeistert sein. Für diesen Gärtner-Typ spielt es ja keine so große Rolle, ob eine Pflanze recht aus­dauernd ist, Haupt­sache, sie ist da – wo, ist erst mal zweit­rangig. Und damit kann Aster amellus dienen: Wenn man sie aus­samen lässt, also Ver­blühtes nicht vor der Samen­reife abschneidet, bleibt sie einem Garten über Jahrzehnte hinweg erhalten, meist fallen und keimen die Samen sogar nah bei der Mutterpflanze. Wobei: Aster amellus lässt uns fast keine andere Wahl, als sie aussamen zu lassen. Ihrer langen Blütezeit ist nämlich geschuldet, dass sie bereits erste Samen ausbildet, während stetig neue Blüten erscheinen. Und wer greift da schon zur Schere? Dazu kommt: Schneidet man Blütenstiele der Berg-Aster ab, schalten diese umgehend in den Notreife-Modus. Es bilden sich blitzschnell keimfähige Samen – auch wenn sie schon auf dem Kompost entsorgt sind.

Aster amellus – Berg-Aster
Aster amellus – Blüten und Samen

In Naturgärten
Naturgarten:
Ein Garten, der ausschließlich mit heimischen Pflanzen angelegt ist.

, natur­nahen Anlagen
Naturnaher Garten:
Ein Garten, der weitgehend unter Verwendung von heimischen Pflanzen angelegt ist.

und Wild­stauden­pflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

darf die ein­heimische Aster amellus aus all diesen Gründen auf gar keinen Fall fehlen (schon allein deshalb nicht, weil die Berg-Aster Raupenfutterpflanze für eine Eulen- sowie eine Spanner-Art ist). Dort braucht es auch keine der vielen Sorten, nur die reine Art mit ihren lockeren, hell violett­blauen Blüten­ständen. Als Nahrung für die Larven sind die Pollen der Berg-Aster übrigens nur bei einer einzigen Wild­bienen-Art belegt: Osmia spinulosa (Bedornte Mauer­biene, wegen der kleinen Dornen am Schildchen). Im Norden Deutsch­lands kommt diese Mauer­biene nur hie und da vor, in den süd­lichen Teilen ist sie einiger­maßen häufig, besonders in den gebir­gigeren Gegenden (in den Alpen ist sie bis in 2.000 m Höhe anzu­treffen). Osmia spinulosa sammelt für ihre Larven ausschließ­lich Pollen von Korb­blütlern (Asteraceae), daher machen sie ihr eine große Freude, wenn im Garten während ihrer Flug­zeit von Anfang Juni bis Mitte August auch Alant-Arten (Inula) oder Flocken­blumen (Centaurea) zum Beispiel blühen und zudem leere kleine Schneckenhäuser rumliegen, in die sie ihre Nester bauen kann.

Aster amellus – Berg-Aster Eigentlich erstaun­lich, dass Pollen der ein­heimi­schen Berg-Aster nicht in Nestern von mehr Wild­bienen-Arten gefunden wurde, wo es doch so viele gibt, die an Korb­blütlern sammeln. Es könnte damit zu tun haben dass sich Aster amellus in der Natur immer rarer bei uns macht. Bis auf Thüringen sahen sich näm­lich alle Bundesländer, in denen Aster amellus noch am Naturstandort vorkommt, bereits genötigt, sie als mehr oder minder stark gefährdet einzustufen; trotzdem gilt sie bundesweit betrachtet als ungefährdet (Stand Mai 2019).

Aster amellus – Berg-Aster, Kalk-Aster

Wuchshöhe: 30-60 cm
Blütenfarbe: hellviolett
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Steingarten
Hinweis: Insektenmagnet, Pollenquelle für Wildbienen

Aster pyrenaeus 'Lutetia' – Pyrenäen-Aster

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Aster pyrenaeus 'Lutetia' und Aster amellus
Links: Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Rechts: Aster amellus

Die reine Art Aster pyrenaeus ist selten – wenn überhaupt – im Angebot der Stauden­gärtnereien. Meist findet man die Sorte 'Lutetia' und das nicht ohne Grund: 'Lutetia' besticht mit einer reichen Blüte, sie wächst buschig und stark. Durchaus zu empfehlen also.

Die Pyrenäen-Aster (in den Pyrenäen ist sie beheimatet) und die Berg-Aster (Aster amellus) unterscheiden sich wenig, und wo die eine hinpasst, fühlt sich auch die andere wohl. Die großen Blüten, die zarte Blütenfarbe sowie die etwas spätere Blütezeit könnten jedoch so manchen dazu verleiten, sich für 'Lutetia' zu entscheiden, zumal beide Arten horstig wachsen und ihre Standortansprüche wie gesagt ähnlich sind: Beide lieben es sonnig, vertragen Trockenheit und bevorzugen kalkhaltigen Boden.

Besitzer kleinerer Gärten sollten allerdings berücksichtigen, dass die Pyrenäen-Aster erheblich stärker wächst als die Berg-Aster und zudem etwas höher wird. Andererseits sät sich die Berg-Aster überreich aus (und keimt im Garten), so man sie lässt, und damit ist die Pyrenäen-Aster in meinem Garten in all den Jahren noch gar nicht (unangenehm) aufgefallen.

Wer im Garten den Platz dafür hat, sollte beiden Astern ein Zuhause geben und sich die Wahl sparen. Aster pyrenaeus wird übrigens nachgesagt, robuster und langlebiger zu sein als Aster amellus. Langlebiger vielleicht, aber robuster? Nein, das hätte ich bemerkt. Trockenheitsverträglicher ist jedenfalls A. amellus, denn die Horste von A. pyrenaeus neigen dazu, bei länger anhaltender Trockenheit auseinanderzufallen. Ebenfalls zu lang andauernder Trockenheit ist es geschuldet, wenn die Blätter der Pyrenäen-Aster von unten nach oben vertrocknen und die Stängel verkahlen. Das kenne ich von der Berg-Aster nicht!

Aster pyrenaeus 'Lutetia' – Pyrenäen-Aster, Austrieb
Aster pyrenaeus 'Lutetia' – Austrieb

Weil zu viel Einigkeit offenbar als uncool erachtet wird, stellt der Autor P. Picton in seinem "The Gardener's Guide to Growing Aster" (2004) die Sorte 'Lutetia' übrigens zu Aster amellus, nicht zu A. pyrenaeus. Das habe ich bei der Royal Horticultural Society (RHS) in der (empfehlenswerten) Veröffentlichung "The Splitting of Aster" entdeckt.
Hinweis: Links zur RHS eventuell zweimal anwählen oder Browser aktualisieren.

Aster pyrenaeus 'Lutetia' – Pyrenäen-Aster

Wuchshöhe: 60 cm
Blütenfarbe: zart lila
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis: Insektenmagnet

Eurybia divaricata – Weiße Wald-Aster
alt: Aster divaricatus

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Aus den USA kam einst die Weiße Wald-Aster nach Europa, wo sie mittler­weile als einge­bürgert gilt.

Eurybia divaricata (Aster divaricatus) ver­trägt unter den Astern am meisten Schatten und ist zur Unter­pflanzung von Gehölzen geeignet. Sie sät sich wie Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus – Himmel­blaue Aster) oder Symphyotrichum laeve (Aster laevis – Glatte Aster) gern aus und kreuzt sich mit­unter, passt also eben­falls gut in eine Wildstauden­pflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

. Wo Selbst­aussaat uner­wünscht ist, müssen ver­blühte Blüten­triebe unbe­dingt abge­schnitten werden. Bei Eurybia divaricata (Aster divaricatus) gerät das wegen ihrer späten Blüte­zeit gern mal in Vergessen­heit, denn wenn draußen vielleicht Sau­wetter ist, will man mit dem Garten nicht mehr viel zu tun haben.

Eurybia divaricata – Weiße Wald-Aster
Eurybia divaricata mit Mistbiene (Schwebfliege)

Meine Meinung: eine der schönsten hohen Herbst-Astern. Nicht nur wegen ihrer vielen fili­granen weißen, leicht rosa über­laufenen Blüten, vor allem wegen ihrer außer­gewöhnlichen purpur­farbenen Stängel. Und natür­lich ist sie wegen ihrer späten Blüte­zeit ein wichtiges Gestaltungs­element im herbst­lichen Garten. Dass die Weiße Wald-Aster mit ihren großen, fast herz­förmigen Grund­blättern das Zeug zum Boden­decker hat, macht sie für viele Garten­gestaltungen noch interessanter.

Eurybia divaricata (Aster divaricatus) hat sich bei uns im Garten über die Jahre als relativ standfest erwiesen. Wobei ein magerer, wenig gedüngter Standort für einen stabilen Wuchs der Weißen Wald-Aster sehr empfehlenswert ist.

Hier noch ein paar Stauden und Gräser, mit denen sich als Begleiter dieser Aster stimmungsvolle Arrangements zaubern lassen: Vernonia arkansana (Arkansas-Scheinaster), Gaura lindheimeri (Prachtkerze), hohe Phlox-Arten und als Ziergräser das Silber-Chinaschilf 'Pünktchen' (Miscanthus sinensis) und Panicum virgatum (Echte Rutenhirse) in Sorten.

Eurybia divaricata – Weiße Wald-Aster

Wuchshöhe: 80 cm
Blütenfarbe: weiß, oft rosa bis violett überhaucht
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-mäßig trocken
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: Insektenmagnet

Eurybia macrophylla – Großblättrige Aster, Herzblättrige Aster
alt: Aster macrophyllus

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) – Großblättrige Aster Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) ist wieder mal so ein typi­scher Fall von Mitleid­heischen im Pflanzen­reich: Jahre­lang haben wir sie gehät­schelt und gepäppelt, denn sie wollte und wollte nicht wachsen. Dann ging alles ratz­fatz, die Groß­blättrige Aster ist aus ihrem Dorn­röschen­schlaf erwacht und hat mit einem Schlag mit ihren krie­chenden Wurzeln das ganze Beet einge­nommen. Schön blöd. Am Ende musste Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) sicher­heits­halber komplett weichen, als das Beet neu gestaltet wurde. Jeden­falls ist es nicht verwunder­lich, dass sie sich in Deutsch­land inzwi­schen in ein paar Gegenden Natur­standorte erobert hat und ein einge­bürgerter Neophyt ist.

Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) – Großblättrige Aster Schön an der Herz­blättrigen Aster sind ihre hoch­sommerliche Blüte­zeit sowie die auf­fälligen röt­lichen, leicht kantigen Stängel. Positiv an ihr ist auch, dass sie – zumin­dest in unserem schweren Lehm­boden – nicht durch über­mäßige Selbst­aussaat unan­genehm auffällt. Ihre Aus­läufer lassen sich näm­lich (wenn man's vorher weiß) mit einer Wurzel­sperre (z. B. aus stabiler Teich­folie) im Zaum halten und des­halb braucht niemand auf sie zu ver­zichten.

Weniger schön ist, dass Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) nicht so furchtbar üppig blüht. Gut ist sie daher in großen Gärten mit Wildstauden­pflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

aufgehoben. Oder aber in lichten Hecken und an Gehölzrändern, wo sie ihre Vorzüge voll und ganz ausspielen kann: Ihre Rosetten mit den großen, dunkelgrünen Blättern sind prima Bodendecker!

Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) – Großblättrige Aster Mit den passen­den Stau­den an ihrer Seite kann eine Groß­blättrige Aster jedoch auch im Beet ein richtiger Hin­gucker sein. Als geeignete Pflanz­partner kommen für sie zum Bei­spiel der Rote Schein­sonnenhut (Echinacea purpurea), Virgi­nischer Arznei­ehrenpreis (Veronicastrum virginicum) sowie zwei Salbei-Arten, der Klebrige Salbei (Salvia glutinosa) und der Wiesen-/Steppen-Salbei mit der Sorte 'Ostfries­land' (Salvia nemorosa) infrage. Und weil Gräser im Stauden­beet niemals fehlen sollten, könnten Sie ein Diamant-Reit­gras (Calamagrostis brachytricha) dazu­gesellen.

Eurybia macrophylla – Großblättrige Aster, Herzblättrige Aster

Wuchshöhe: 80-100 cm
Blütenfarbe: weiß bis violett (variabel)
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis: Insektenmagnet; eingebürgerter Neophyt

Galatella linosyris – Goldhaar-Aster, Gold-Aster, Steppen-Aster, Gold-Steppen-Aster, Goldschopf
alt: Aster linosyris

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Galatella linosyris – Goldhaar-Aster Lässt sich ganz leicht aus Samen ziehen, die Gold­haar-Aster. Die feinen Samen werden in einem Töpf­chen oder Kist­chen mit unkraut­freier Erde mit Daumen und Zeige­finger mög­lichst gleich­mäßig ver­teilt und nur hauch­dünn mit Erde bedeckt. Bei ca. 20 °C und gleich­bleibender Feuchtig­keit (nicht Nässe!) keimen sie recht rasch, vor allem wenn die Aussaat­gefäße mit Folie oder einer Glas­scheibe abgedeckt sind. Frisches Saatgut keimt zudem sehr zuverlässig.

Galatella linosyris – Goldhaar-Aster, Austrieb
Galatella linosyris – Austrieb

Und wohin dann mit den Pflanzen? Nun, bei Galatella linosyris (Aster linosyris) ist das recht simpel, die ist so anspruchs­los, dass ihr nahezu jeder Stand­ort recht ist. Die Beto­nung liegt auf nahezu! Am Natur­standort weist die Gold­haar-Aster auf (sehr) trockenen, (sehr) stickstoff­armen und (etwas) kalk­haltigen Boden hin. Bevor­zugt wird dazu volle Sonne bis leichter Schatten. Ähnliche Voraus­setzungen sollten wir ihr auch im Garten bieten, dann können wir uns alle Pflege bis auf vielleicht mal ein Schlück­chen Wasser sparen. Ein Rück­schnitt der Triebe nach der Blüte ist nicht erforder­lich (außer für die Optik), denn diese Aster neigt nicht zu Selbstaussaat und "überschwemmt" dadurch nicht den ganzen Garten mit ihren Nachkommen.

In nährstoffreichen Böden gedeiht sie ebenfalls, dann geht es allerdings nicht ganz ohne Pflege, denn die Triebe sollten in dem Fall im Juni eingekürzt werden (etwa in der Höhe halbieren/auf halber Höhe abschneiden). Galatella linosyris bildet nach dieser Maßnahme nämlich Seitentriebe, wächst buschiger und bleibt niedriger. Sie ist damit standfester, und das ist gut so, denn in fetteren Böden fallen die Blütentriebe ohne diesen Rückschnitt gern mal auseinander.

Galatella linosyris – Goldhaar-Aster, Blüten Eine Beson­der­heit der (Gold-)Steppen-Aster sind sicher­lich die Blüten, die nur aus den gelben Röhren­blüten bestehen, die Zungen- oder Strahlen­blüten jedoch fehlen. In Verbin­dung mit den schmalen, blau­grünen, gras­artigen Blätt­chen lässt sie das zart und fein­gliedrig wirken, gar nicht so rustikal wie manch andere Aster daher­kommt. Von Weitem erinnert sie an Dill mit seinen gelben Blüten­dolden und dem filigranen Laub. Bei der Gold­haar-Aster macht's zudem mal wieder die Menge: So klein die gold­gelben Einzel­blüten auch sind, zusammen schaffen sie ein gelbes "Meer".

Galatella linosyris mit Stift-Schwebfliege
Stift-Schwebfliege auf Galatella linosyris

Im Versuchs­garten hat es ein paar Jähr­chen gedauert, bis sich Galatella linosyris (Aster l.) etabliert hatte, wohl weil ihr selbst der unge­düngte Lehm­boden in unserem Garten noch zu "fett" war. Oder zu schwer, das könnte auch sein. Jetzt jeden­falls erfreut uns diese ein­heimische Staude Jahr für Jahr mehr. Und nicht nur uns – Insekten wie Schweb­fliegen, Schmetter­linge, Honig­bienen und Wild­bienen sind von der Gold­haar-Aster begeis­tert. Ihr Nektar scheint köst­lich und gut erreich­bar zu sein. Fünf Falter-Arten (Spanner und Eulenfalter) sind zudem mehr oder weniger auf Galatella linosyris als Futterpflanze für die Raupen angewiesen. Und bei einer Wild­bienen-Art wurde das Sammeln der Pollen für die Larven im Nest (nur die Weib­chen betreiben Brut­fürsorge) wissen­schaftlich nach­gewiesen: Colletes collaris (Goldaster-Seiden­biene). Diese Seiden­biene kommt in Deutsch­land aller­dings nur im Schwarz­wald (Kaiser­stuhl und Tuniberg) vor.

Colletes similis sammelt an Galatella linosyris
Colletes similis sammelt an Galatella linosyris

Nicht wissen­schaftlich belegt, dafür jedoch selbst bei mir im Garten beobachtet, ist das Pollen­sammeln der häufigeren und weit verbrei­teten Colletes similis (Rainfarn-Seiden­biene) an Galatella linosyris. Darüber freue ich mich besonders. Dass bislang nicht fest­gestellt wurde, dass die Rainfarn-Seiden­biene eben­falls an der Goldhaar-Aster Pollen sammelt, könnte unter anderem daran liegen, dass die Bestände dieser Astern-Art in der Natur stetig zurück­gehen; die Bundes­länder mit Natur­standorten schlagen bereits Alarm.

Da sieht man wieder mal, wie wichtig unsere Gärten für den Erhalt der Artenvielfalt sind – in jeder Hinsicht!

Näheres zur Lebensweise der Rainfarn-Seidenbiene lesen Sie bei Galatella sedifolia ('Nana'). Mehr Informationen über Wildbienen allgemein erhalten Sie auf meiner Seite Wildbienen im Stauden-Garten.

Galatella linosyris – Goldhaar-Aster, Gold-Aster

Wuchshöhe: 40-60 cm
Blütenfarbe: goldgelb
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Dachbegrünung
Hinweis: Insektenmagnet, Pollenlieferant für Wildbienen; bereits im Hortus Eystettensis
erwähnt

Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster, Graublättrige Aster, Ödland-Aster
alt: Aster sedifolius 'Nanus'

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus
Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster

Wie Aster linosyris wurde auch Aster sedifolius vor einer Weile in die Gattung Galatella umquar­tiert. So richtig durch­gesetzt hat sich die neue Gattungs­bezeichnung (wie auch bei anderen Astern-Arten) in Deutsch­land noch nicht. Warum auch? Ist ja erst gut 20 Jahre her und wer weiß, ob der Name bleibt! Aus­sitzen erscheint halt vielen in vielen Bereichen als die beste Option.

Wer sich die deutschen Namen Zwerg-Wild-Aster und Wilde Zwerg-Aster für die Sorte 'Nana' ausgedacht hat, dem ist marketingtechnisch ein toller Coup gelungen: Niedlich, entzückend, charmant sind tatsächlich ein paar Attribute, mit denen man 'Nana' beschreiben könnte.

Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster

Das heißt, voraus­gesetzt, diese Aster hat den richtigen Stand­ort, an dem sie mit 30-40 cm Höhe niedrig bleibt. Steht sie am Pflanz­platz nur etwas zu gut im Futter und bekommt sie zudem ein bisschen mehr Wasser, kann man Zweifel am Sorten­namen 'Nana' bekommen, denn 60-80 cm – wie für die Art ange­geben – sind dann durch­aus drin. Richtig aufge­fallen ist mir das erst beim Über­arbeiten meiner Astern-Seiten, als ich alle enthaltenen Informa­tionen noch mal genau nachgeprüft habe:

Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster

Wenn ich nicht wüsste, dass alle Galatella sedifolia 'Nana' bei mir im Garten von ein und der­selben Mutter­pflanze (meiner einzigen damals) stammen und ich sie nicht selbst vermehrt hätte … Zwei Exemplare im Stein­garten wachsen niedrig wie "echte" 'Nanas', mehrere Pflanzen in verschie­denen Stauden­beeten über den ganzen Garten verteilt wachsen hoch wie "normale" Sedum­blättrige Astern. Ich lasse das jetzt mal so stehen.

Galatella sedifolia zeichnen ihr horsti­ger Wuchs ohne Ausläu­fer sowie ihre Trocken­heits­verträg­lichkeit aus. Ein boden­naher Rück­schnitt der vor­jährigen Blüten­triebe im Früh­ling genügt als Pflege­maß­nahme voll­auf, denn sie sät sich nicht aus. Vielleicht noch ein biss­chen Dünger oder Kompost (ohne Unkraut­samen) bei dieser Gelegen­heit, aber bitte nicht zu viel, damit sie nicht "ins Kraut schießt" und schön buschig bleibt.

Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster
Galatella sedifolius 'Nana' – Austrieb

Durch die Blüte­zeit im Spät­sommer kommt die Sedum­blättrige Aster in Gesell­schaft von zarten Gräsern und höheren Herbst­blühern gut zur Gel­tung. Diese dank­bare, robuste und aus­dauernde Staude hat trotz aller Irrita­tionen das Prädi­kat "beson­ders empfehlens­wert" verdient! Ganz beson­ders im Winter, wenn alles trüb, trist und grau(-braun) ist. Dann läuft sie nämlich noch ein­mal zur Hoch­form auf und versprüht mit den hellen Samen­ständen ihren ganzen Charme. – Sofern man sie nicht doch schon im Herbst nicht skalpiert hat.

Galatella sedifolia 'Nana' im Winter – Sedumblättrige Aster
Galatella sedifolius 'Nana' im Winter

In Deutsch­land nicht ein­heimisch, nicht als Pollen­quelle für Wild­bienen im neuesten Buch von Paul Westrich erwähnt ("Die Wild­bienen Deutsch­lands", Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-8186-0123-2) und trotz­dem für Wild­bienen inter­essant: Wenn sonst alles passt (Pflanzen­familie, Blüten­form und -größe), ist man als Wild­biene halt nicht so und sammelt auch an solchen "fremden" Pflanzen.

Colletes similis sammelt Pollen von Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster
Colletes similis sammelt Pollen von Galatella sedifolia 'Nana'

Bei mir im Garten sammelt nach eigener Beobach­tung die Rainfarn-Seiden­biene (Colletes similis) den Pollen von Galatella sedifolia für ihre Larven (nur die Weib­chen kümmern sich um die Brut). Wie etli­che Seiden­bienen, ist Colletes similis auf Korbblütler (Asteraceae) spezialisiert und nimmt den Pollen für die Brut nur an Pflanzen aus dieser Familie (oligolektisch nennt man das im Fachjargon der Insektenkundler). Diesen Bienen kann man im Garten also neben Galatella sedifolia und G. linosyris zum Beispiel Alant-Arten (Inula), Schafgarbe (Achillea) oder Goldruten (Solidago) anbieten. Hier noch ein kleiner Steckbrief von Colletes similis:

Vorkommen: In Deutschland weit verbreitet und mäßig häufig – diese Bienen-Art mag es warm und trocken
Flugzeit: Fliegt mit einer Generation pro Jahr von Ende Juni bis Ende September
Nistplatz: Selbst gegrabene Gänge sowohl in Steilwänden als auch in ebenen bis schwach geneigten Böden ohne bzw. mit nur spärlichem Bewuchs

Mein Artikel Wildbienen im Stauden-Garten informiert Sie ausführlicher über dieses Thema.

Galatella sedifolia 'Nana' – Sedumblättrige Aster, Graublättrige Aster, Ödland-Aster

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe: zart lila
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis: Insektenmagnet, Pollenlieferant für Wildbienen

Solidago ptarmicoides – Weiße Goldrute
alt: Aster ptarmicoides var. ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster
noch älter: Oligoneuron album
uralt: Aster ptarmicoides

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Du kannst im Bereich Pflanzen/Botanik hinlangen, wo du willst, du langst immer in die – Pardon! – ins Chaos. Mal mehr, mal weniger.

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster Bei der Weißen Hoch­land-Aster ist das Kuddel­muddel beson­ders groß. Sie war tatsäch­lich zunächst den Astern zuge­schlagen (Aster ptarmicoides), dann aufgrund neuerer Unter­suchungen in eine eigens geschaffene (für sie und fünf weitere Arten) neue Gattung mit dem Namen Oligoneuron als Oligoneuron album ausge­lagert. Ein paar Jahre später kam die Rolle rück­wärts, die Weiße Hoch­land-Aster wurde wieder in die Astern integriert und hieß erneut Aster ptarmicoides. Dann der Paukenschlag – dank molekularbiologischer Untersuchungen erkannte man: Diese Aster ist in Wahrheit eine Goldrute und ward sogleich als Solidago ptarmicoides in die Gattung der Goldruten aufgenommen.

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster, Austrieb
Solidago ptarmicoides – Austrieb

Gleichgeblieben ist in all der Zeit stets der der deutsche Name Weiße Hoch­land-Aster und sie ist des­halb die einzige mir bekannte Pflanze, die man am besten unter der deutschen Bezeich­nung kauft, um zu bekommen, was man möchte. In den Gärtnereien dümpeln näm­lich neben dem neuen nach wie vor noch reich­lich die alten botani­schen Gattungs- und Art­namen herum. Und bis sich der neu über­gestülpte deutsche Name "Weiße Goldrute" durchsetzt, das dauert.

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster Unabhängig vom ganzen Heck­meck der Botaniker ist Solidago ptarmicoides eine – wie ich finde – für unsere Gärten unent­behrliche Staude. Ihr kuppel­förmiger Wuchs prädes­tiniert sie geradezu zur Einzel­stellung im Stein­garten. Schön auch im Beet, sofern keine anderen Pflanzen zu nahe stehen und ihre Wuchs­form ver­decken. Leider – das muss ich eben­falls sagen – können ihre eigent­lich kompakten kugeligen Horste bei extremer Trocken­heit (über Wochen kein Tropfen Regen, dazu Sonne und Sommerhitze) oder längerem starkem Wind etwas auseinander­fallen.

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster mit Sumpf-Schwebfliege
Solidago ptarmicoides mit Sumpf-Schwebfliege

Neben steinigen und sandi­gen Böden toleriert die Weiße Hoch­land-Aster Lehm­boden (sogar schweren Lehm­boden wie in meinem Garten), worauf sie Wert legt, das sind kalk­haltige Stand­orte. Pflege braucht Solidago ptarmicoides so gut wie keine, ab und zu mal einen kräftigen Schluck Wasser eben, wenn's gar nicht regnen will, und irgend­wann schneiden wir halt die ver­blühten Blüten­triebe ab – meist erst im Frühling, weil wir's nach der Blüte vergessen. Selbst schuld also, wenn aus allen Beeten freundlich Weiße Goldruten grüßen; sie säen sich eben gern und erfolgreich selbst aus.

Die Weiße Hochland-Aster ist mit ihrer Wuchsform, der langen Blütezeit und der vielseitigen "neutralen" Blütenfarbe Weiß auf alle Fälle eine Bereicherung für den Garten – für jeden Garten!

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster, Weiße Goldrute

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-trocken
Verwendung:
Hinweis: wertvolle Wildstaude

Symphyotrichum dumosum bzw. Symphyotrichum-Dumosum-Hybriden – Kissen-Aster, Buschige Aster
alt: Aster dumosus bzw. Aster-Dumosus-Hybriden

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Jetzt kommt's: Wann gehört eine Sorte zu Symphyotrichum dumosum und ist eine Symphyotrichum-Dumosum-Hybride?

Symphyotrichum-Dumosum-Hybride – Kissen-Aster

Bedingt durch die vielen Kreuzungen von Symphyo­trichum dumosum (Aster dumosus) mit Symphyo­trichum novi-belgii (Aster novi-belgii) ist heute oft gar nicht mehr sicher, welcher Art die Hybride nun zugeordnet werden soll. Deshalb haben die Staudengärtner eine ganz simple Übereinkunft getroffen: Wenn die Pflanze, die bei der Kreuzung herauskommt, niedriger als 50 cm bleibt, wird sie Symphyotrichum dumosum (Aster dumosus) zugeordnet, andernfalls …

So kann eine Lösung natürlich auch aussehen. Bleibt zu hoffen, dass bei der Bestimmung stets alle Faktoren, die für die Wuchshöhe ausschlag­gebend sind, berücksichtigt werden: optimale Wasserversorgung, maximale Düngergabe, ideale Temperaturen und der beste Boden, den es für Symphyotrichum dumosum (Aster dumosus) geben kann!

Was wir in unseren Gärten als Kissen-Aster kultivieren, hat mit dem eigentlichen und sehr "mageren" Symphyotrichum dumosum (Aster dumosus) demnach wenig zu tun. Es handelt sich dabei ausschließlich um Hybriden, die im Lauf der Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte aus Kreuzungen der Art Symphyotrichum dumosum mit Symphyotrichum novi-belgii hervorgegangen sind, also mit der Glattblatt-Aster, der variabelsten unter den Herbst-Astern. Kein Wunder, dass die Symphyotrichum-Dumosum-Sorten ebenfalls farb- und formenreich daherkommt: rosa bis karminrot, fliederfarben bis violettblau sowie weiß, höher oder niedriger, selten allerdings höher als 50 cm ;-) .

Symphyotrichum-Dumosum-Hybride – Kissen-Aster

Schön sehen die "aufgeplusterten" Blütenschirme in kleinen Tuffs von höchstens drei Pflanzen im Staudenbeet aus, gern werden die Sorten von S. dumosum zudem als niedrige bis halbhohe Einfassungspflanzen vor dem Hintergrund höherer Schmuckstauden verwendet. Dass ihre Wurzeln kurze Ausläufer treiben, kann man sich an problematischen Stellen zunutze machen und sie zur Hangbefestigung einsetzen.

Wie die Kissen-Aster auch gepflanzt wird, man sollte immer bedenken, dass sie anfällig für Mehltau ist (Echten und Falschen), was dichtes Pflanzen (nicht nur eng zusammen ist gemeint, sondern auch viele Pflanzen zusammen) noch fördert. Dieses Problem hat man mit dem Elternteil Symphyotrichum novi-belgii (Aster novi-belgii) ebenso – es wird halt nicht nur Gutes vererbt, nicht einmal bei Pflanzen. Stark mit Mehltau befallene Pflanzenteile sollten übrigens abgeschnitten und im Restmüll entsorgt werden; bloß nicht auf den Kompost werfen!

Eine schöne Kissen-Aster braucht etwas Pflege: Schneiden Sie die Blütentriebe vom Vorjahr im Frühling bodennah ab und bereiten Sie ihr mit Volldünger oder gut abgelagertem, unkrautsamenfreiem Kompost einen guten Start in die neue Vegetationsperiode. Weitere Düngergaben bis zur Blüte sind empfehlenswert, aber bitte mit Augenmaß (den Boden nicht überdüngen). Sie merken es: Die Symphyotrichum-dumosum-Hybriden wollen nährstoffreiche Böden, gern etwas lehmig und nicht zu trocken. Der Standort für sie liegt idealerweise vollsonnig bis leicht beschattet (Letzteres hauptsächlich um die Mittagszeit und in den frühen Nachmittagsstunden).

Symphyotrichum-Dumosum-Hybride – Kissen-Aster

Viele Symphyo­trichum-Dumosum-Sorten sind steril, von ihnen ist keine Selbst­aussaat zu befürchten. Deshalb ist es auch nicht erforderlich (möglich ist es schon), deren verblühte Blütentriebe bereits im Spätherbst abzuschneiden. Dass die Stauden nach einigen Standjahren von innen verkahlen und nicht mehr ansprechend aussehen, habe ich in unserem Garten noch nicht erlebt. Teilen und vermehren kann man die Horste natürlich trotzdem, vorzugsweise im Frühjahr kurz vor oder beim Austrieb. Alternativ erfolgt die Vermehrung – ebenfalls im Frühling – mit Kopfstecklingen (Blätter im unteren Stecklingsdrittel entfernen), die in kleine Töpfchen mit Erde gesteckt und bei etwa 20 °C gleichmäßig feucht (nicht nass!) gehalten werden. Abdecken mit einer transparenten Plastikhaube erhöht die Luftfeuchtigkeit, wenn die Stecklinge nicht in einem Gewächshaus untergebracht sind.

Symphyotrichum dumosum bzw. Symphyotrichum-Dumosum-Hybride – Kissen-Aster, Buschige Aster

Wuchshöhe: 20-50 cm
Blütenfarbe: Violett- und Rosatöne
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: unbeständiger Neophyt; Insektenmagnet

Symphyotrichum ericoides – Myrthen-Aster, Erika-Aster
alt: Aster ericoides

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Die Myrten-Aster ist die "späteste" Aster im Garten und blüht bis zum Frost. Ihre zarten, weiß-gelben Blüten dienen damit den Insekten als eine der letzten Nektarquellen vor dem Winter. Vom Habitus erinnert sie aus der Ferne an Schleierkraut und wie dieses ist sie als Schnittblume geeignet.

Symphyotrichum ericoides – Myrthen-Aster Bei Symphyo­trichum ericoides (Aster ericoides) ist es weniger die Selbstaussaat (mit der man ohne Rückschnitt nach der Blüte freilich rechnen muss), die uns auf Trab hält, sondern es sind eher die Ausläufer. Man muss also jedes Jahr hinterher sein und die Wurzeln rigoros ausgraben, sonst wird aus einem halben Quadratmeter Symphyotrichum ericoides (Aster ericoides) ein ganzer und leicht auch mehr.

Symphyotrichum ericoides – Myrthen-Aster Die Myrten-Aster verträgt durchaus Schatten, braucht allerdings einen freien Stand. Unter Gehölzen bleibt sie klein, um nach ein paar Jahren ganz zu verschwinden, weil sie trotz ihres Ausbreitungsdranges den Wurzeldruck nicht verträgt. Zwischen Bäumen und Sträuchern sowie am Gehölzrand fühlt sie sich allerdings im lichten Schatten sehr wohl. Voraussetzung: Der Boden bietet genügend (Rest-)Feuchtigkeit und wird von den Gehölzen nicht komplett ausgetrocknet; etwas Wasser braucht selbst die trockenheitsverträglichste Aster!

Ein Standort im Staudenbeet ist natürlich ebenfalls eine Option, dort sollte man jedoch besser mit einer Wurzelsperre aus stabiler Teichfolie oder Ähnlichem arbeiten, damit die Erika-Aster umstehende Pflanzen nicht verdrängt. Wir haben mal einen größeren Bestand ausgegraben mit dem Ziel, ihn komplett zu entfernen, doch noch Jahre später tauchen neue kleine Triebe auf (und müssen ausgegraben werden).

Symphyotrichum ericoides – Myrthen-Aster Ein Hingucker ist die Myrthen-Aster mit ihrer herbstlichen Blüte allemal. Sehr reizvoll wirkt sie in Kombination mit Fruchtschmuck anderer Blütenstauden wie dem von Liatris spicata (Ährige Prachtscharte), Rudbeckia occidentalis 'Green Wizzard' (Westlicher Sonnenhut) oder Phlomis russeliana (Brandkraut).

Die reine Art S. ericoides hat sich bei mir im Garten als sehr robust und relativ wenig krankheits- und schädlingsanfällig erwiesen. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will oder andere Wuchshöhen und Blütenfarben sucht, kann auch auf Sorten zurückgreifen, die sich bei der Staudensichtung als besonders empfehlenswert gezeigt haben: 'Lovely', rosaviolett, 80-90 cm; 'Pink Cloud', violettrosa, 90-120 cm; 'Schneetanne', weiß, 120-150 cm; 'Snowflurry', weiß, 10-20 cm. Letztere wird manchmal noch als Aster pansus 'Snowflurry' verkauft.

Symphyotrichum ericoides – Myrthen-Aster, Erika-Aster

Wuchshöhe: 100-130 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: Insektenmagnet

Symphyotrichum laeve – Glatte Aster, Kahle Aster
alt: Aster laevis

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Symphyotrichum laeve – Glatte Aster, Kahle Aster Die Glatte Aster (ursprüng­lich aus Nord­amerika) ist in Deutsch­land aus den Gärten ausge­büxt und treibt als ein­gebür­gerter Neophyt gern in urbanen Gefilden in sehr stick­stoff­reichen Böden ihr Un­wesen. Das ver­weist schon auf eine ihrer hervor­stechendsten Eigen­schaften: Sie sät sich reich­lich aus, wenn man sie lässt und Ver­blühtes nicht recht­zeitig vor der Samen­reife abschnei­det. Und wo so ein Samen­korn hin­fällt, da keimt es (meistens).

In Wildstaudenpflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

und naturnahen Gärten
Naturnaher Garten:
Ein Garten, der weitgehend unter Verwendung von heimischen Pflanzen angelegt ist.

sind ihre Sämlinge sicher willkommen, und dort spielt es auch keine große Rolle, dass die neuen Pflänzchen vielleicht keine Symphyo­trichum laeve (Aster laevis), sondern Kreuzungen mit dem sehr ähnlichen Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus) sind, sofern das ebenfalls im Garten steht; auch mit Symphyotrichum novi-belgii (Aster novi-belgii) kreuzt sie sich. Wir können die Zufallssämlinge im Versuchsgarten jedenfalls kaum mehr zuordnen, weil sie natürlich Merkmale von beiden Elternteilen zeigen.

Symphyotrichum laeve – Glatte Aster, Kahle Aster Was die Glatte Aster sonst noch so aus­macht: kurze Aus­läufer (nicht schlimm), violett­blaue Zungen­blüten um gelbe Röhren­blüten und meist röt­liche Stängel. Mit ihrem lockeren, breit­buschigen Wuchs setzt sie im Beet die schönsten Akzente, wenn an verschie­denen Stellen jeweils nur ein­zelne Exemplare gepflanzt werden.

Neben Baptisia australis (Indigo­lupine, Blaue Färber­hülse), die zur Blüte­zeit von Symphyotrichum laeve haupt­säch­lich wegen ihres Blatt­schmucks interessant ist, machen sich Anaphalis margaritacea (Großblütiges Perlkörbchen), hohe Fett­hennen-Arten (Sedum spectabile und telephium) und Zier­gräser wie Miscanthus-sinensis-Sorten (Silber-Chinaschilf), Calamagrostis x acutiflora 'Overdam' (Gartensandrohr, Garten-Reitgras) und Panicum virgatum (Echte Rutenhirse) gut als Begleiter von Symphyotrichum laeve. Ganz ohne Nachbarn steht eine einzige Kahle Aster doch etwas verlassen in der Gegend rum.

Symphyotrichum laeve – Glatte Aster, Kahle Aster

Wuchshöhe: 100 cm
Blütenfarbe: blauviolett
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: eingebürgerter Neophyt; Insektenmagnet

Symphyotrichum novae-angliae – Raublatt-Aster, Neuengland-Aster
alt: Aster novae-angliae

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

So schön sie auch ist, die Rau­blatt-Aster, sie hat doch einen großen Nach­teil, den ich nicht ver­heimlichen will: Die Blätter sterben früh (häufig schon vor der Blüte) ab, das heißt, die Triebe ver­kahlen von unten nach oben. Im Versuchs­garten begegnen wir diesem Phänomen (es handelt sich näm­lich nicht um eine Krank­heit), indem wir der Rau­blatt-Aster Stauden zur Seite stellen, die ihren "Haar­ausfall" kaschieren. Das funktioniert prima mit einem hohen Fett­blatt (Sedum spectabile oder telephium), aber Ihrer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Symphyotrichum novae-angliae (Aster novae-angliae) ist eigentlich in Kanada und Nordamerika zu Hause, hat sich aber quer über unsere Bundesrepublik an nicht wenigen Stellen als Neophyt einquartiert. Vielerorts ist sie in Städten außerhalb von Gärten anzutreffen, das dürfte mit ihrem hohen Nährstoffbedarf (explizit Stickstoff) zusammenhängen.

Symphyotrichum novae-angliae – Raublatt-Aster, Austrieb
Symphyotrichum novae-angliae – Austrieb

Was den Stand­ort ganz allge­mein anbe­langt, ist für die Rau­blatt-Aster in erster Linie eine reich­liche Wasser­versorgung wichtig, sie toleriert sogar gelegent­liche Über­schwemmungen. Sonnig bis halb­schattig sollte der Platz für sie sein und er darf gern geschützt liegen (die Wärme speichern).

Mitunter wird an Symphyotrichum novae-angliae (Aster novae-angliae) bekrittelt, dass ihre Blüten nur bei schönem Wetter und tagsüber öffnen. Da halte ich dagegen, dass ihre positiven Eigenschaften das mehr als wettmachen: Sie ist sehr ausdauernd, wunderbar standfest, wächst horstig (ohne Ausläufer) und ist wenig anfällig für Krankheiten wie Mehltau. Was will man mehr? Lassen wir sie doch abends schlafen gehen und tagsüber bei bedecktem Himmel dösen. Letzteres täten wir schließlich selbst manchmal gern.

Symphyotrichum novae-angliae mit Männchen der Gelbbindigen Furchenbiene
Symphyotrichum novae-angliae mit Männchen der Gelbbindigen Furchenbiene

In den meisten Fällen wird man in Gärten auf Sorten von Symphyo­trichum novae-angliae (Aster novae-angliae) treffen. Ach­tung: Die Rau­blatt-Aster sät sich aus, fällt jedoch meist nicht sorten­echt. Um "seine" Sorte zu behalten, ist es daher ratsam, Triebe mit Ver­blühtem zeit­nah abzu­schneiden. Drama­tisch ist das mit der Selbst­aussaat nicht, es wird nicht der ganze Garten mit ihren Säm­lingen über­schwemmt. Vor­zeitig zur Schere sollte schon allein deshalb nicht gegriffen werden, weil die Herbst-Astern eine wichtige Nektar­quelle sind und damit ein wertvoller Baustein im ökologischen Gefüge; viel blüht ja oft nicht mehr um diese Jahreszeit.

Symphyotrichum novae-angliae hinter Galatella sedifolia 'Nana'
Stimmungsvoller Spätsommer-Reigen: Galatella sedifolia 'Nana' vor Symphyotrichum novae-angliae

Zwei Wild­bienen-Arten sind nicht nur für diese Nektar-Versorgung dank­bar, sie "ernten" auch den Pollen als Proviant für ihre Larven in den Nestern, haben Wissen­schaftler nach­gewiesen: Heriades truncorum, die Gewöhn­liche Löcher­biene (Flug­zeit von Mitte Juni bis Mitte Sep­tember), und Megachile centuncularis, die Kleine Garten-Blatt­schneider­biene (Flug­zeit der 1. Genera­tion ab Anfang Juni, manchmal eine 2. Genera­tion ab Mitte August). Diese beiden Bienen-Arten sind noch relativ häufig in Deutsch­land und weit ver­breitet. Sie scheuen Wohn­gegenden nicht (das ist ihr Vor­teil) und sind daher in und bei Gärten anzu­treffen. Ihnen kommt das "Aus­wildern" von Symphyotrichum novae-angliae in die Natur zudem zugute.

Beide nehmen Nisthilfen in Form von Bambus- oder Schilfröhrchen an (3-3,5 mm Innendurchmesser für die Löcherbiene, 6 mm für die Blattschneiderbiene), denn sie nisten in vorgefundenen Hohlräumen. Angeschnittene Pflanzenstängel, zum Beispiel Brombeer-Ruten und für die Blattschneiderbiene auch vorjährige Verbascum-Stängel, also Königskerzen, kann man diesen zwei Arten daher ebenfalls anbieten. Zum Nestbau benötigt die Löcherbiene noch Harz von Nadel- oder Laubgehölzen, die Blattschneiderbiene Blattstücke von Laubgehölzen. Mit Kirschen-Arten (Prunus), vor allem Schlehen (Prunus spinosa – Vorsicht: treibt Ausläufer!), in der Nähe der Nisthilfen sind beide Arten zufrieden.

Weibchen von Megachile centuncularis, hier an Baptisia australis
Weibchen von Megachile centuncularis, hier an Baptisia australis

Heriades truncorum sammelt den Pollen ausschließ­lich an Korb­blütlern (Asteraceae). Für sie sind als Pollen­quellen zum Bei­spiel auch Alant-Arten (Inula), Schaf­garben (Achillea millefolium und filipendulina) und Flocken­blumen (Centaurea) attraktiv. Megachile centuncularis hin­gegen sammelt an Pflanzen aus vier verschie­denen Familien: Korb­blütler (Asteraceae), Karden­gewächse (Dipsacaceae), Schmetterlings­blütler (Fabaceae) und Johannis­kraut­gewächse (Hypericaceae). Pflanzen Sie für diese Blatt­schneider­biene neben der Rau­blatt-Aster vielleicht noch Flocken­blumen (Centaurea), Skabiosen (Scabiosa), Lupinen (Lupinus polyphyllus) oder Indigo­lupinen (Baptisia australis) und Echtes Johanniskraut/Tüpfel-Hartheu (Hypericum perforatum) in den Garten.

Wer tiefere Einblicke in die Lebensweise der Wildbienen bekommen möchte, für den habe ich den Artikel Wildbienen im Stauden-Garten geschrieben. Viel Spaß bei der Lektüre!

Symphyotrichum novae-angliae – Raublatt-Aster, Neuengland-Aster

Wuchshöhe: 100 cm
Blütenfarbe: (Blau-)Violett- und Rosatöne, Weiß
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: eingebürgerter Neophyt; Insektenmagnet, Pollenquelle für Wildbienen

Symphyotrichum novi-belgii – Glattblatt-Aster, Neubelgien-Aster
alt: Aster novi-belgii

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus
Symphyotrichum novi-belgii – Glattblatt-Aster

Wo sie volle Sonne bekommt und stets genügend Feuchtigkeit hat, steht die Glattblatt-Aster richtig. Es schadet ihr auch nicht, wenn sie gelegentlich "nasse Füße" hat, weil der Boden kurzzeitig überschwemmt ist. Richtig übel nimmt sie hingegen andauernde (sommerliche) Trockenheit, die sie noch anfälliger für Mehltaubefall macht als ohnehin (ich habe meine inzwischen deshalb eliminiert – war eine empfindliche, alte Sorte).

Aber ein frischer, möglichst gleichbleibend feuchter Boden ist nur die halbe Miete. Zu enger Stand der Pflanzen, ein Standort, an dem sich die Wärme staut, sowie zu wenig Nährstoffe leisten einem Befall mit Mehltau ebenfalls Vorschub. Davon haben sich die Gartler noch nie abschrecken lassen und deshalb ist die Neubelgien-Aster (und Hybriden) aus Nordamerika mittlerweile in Deutschland ein eingebürgerter Neophyt, der auf nährstoffreichen/überdüngten Flächen – gern in Städten oder Stadtnähe – siedelt.

Der Punkt Wasserversorgung ist bei Symphyotrichum novi-belgii (Aster novi-belgii) ein wenig knifflig: Einerseits braucht es reichlich Feuchtigkeit für einen gesunden Wuchs (vielleicht sogar ohne Mehltau) und eine üppige Blüte, andererseits breitet es sich mit seinen kurzen Ausläufern umso massiver aus, je optimaler der Boden für diese Pflanzen ist. Damit kann es nicht nur in kleinen Gärten durchaus zur Plage werden. Ein etwas trockenerer Stand bremst es aus, man riskiert damit jedoch früheren und stärkeren Mehltaubefall. Es ist schon ein Kreuz!

Symphyotrichum novi-belgii – Glattblatt-Aster

Wie sehr Mehltau zuschlagen kann, hängt nicht minder von der Nährstoff­versorgung des Stand­orts ab: Großzügiges Düngen – und Dünger/Nährstoffe braucht S. novi-belgii reichlich, das ist unbestritten – geht oft einher mit einer Überversorgung mit Stickstoff, die wiederum den Mehltaubefall begünstigt. Informieren Sie sich am besten ausführlicher über das Thema Düngen aufmeiner Seite Düngen im Garten.

Mein Tipp: Mit einer großen Schaufel abgelagertem Kompost, der im Frühjahr auf dem Wurzelstock verteilt wird, machen Sie nicht viel verkehrt. Ob die alten Blütentriebe erst bei dieser Gelegenheit bodennah abgeschnitten werden oder bereits im Herbst, um Selbstaussaat zu verhindern, hängt von der Gartensituation und Ihrem gestalterischen Empfinden ab.

Nach einigen Standjahren können die Horste der Glattblatt-Astern überaltern. Im Extremfall beginnen sie dann bereits, in der Mitte zu verkahlen. Dann ist die richtige Zeit, den Wurzelstock im Frühling auszugraben, mit einem stabilen Messer oder dem Spaten in kleinere Stücke zu zerteilen und die Teilstücke andernorts neu einzupflanzen. Kräftiges Gießen dieser Jungpflanzen ist in den ersten Wochen nach dem Auspflanzen obligatorisch.

Wer seinen Garten mit Symphyotrichum novi-belgii (Aster novi-belgii) bereichern möchte – trotz aller Widrigkeiten und Pflegearbeiten ist es nämlich durchaus eine Bereicherung – wird zu Sorten greifen; die reine Art ist ja praktisch nicht im Handel. Von blau über violett nach rosa und rot sowie weiß blühende Typen stehen zur Verfügung. Ein weiteres Kriterium für die Wahl einer Sorte wird sicher die Resistenz gegenüber Mehltau und anderen Krankheiten sein und da sind die Folgenden bei der Staudensichtung angenehm aufgefallen:
'Blütenmeer', hellviolett, 50-60 cm; 'Dauerblau', lila, 120-140 cm; 'Jugendstil', violettrosa, 110-130 cm; 'Karminkuppel', purpurrosa, 90-110 cm (die am besten bewertete Sorte); 'Porzellan', porzellanblau, 70-100 cm; 'Rosa Perle', rosa(-violett), 90-110 cm; 'Rosenhügel', hell purpurrosa, 80-110 cm; 'Rosenpompon', violettrosa, 80-90 cm; 'Rosenquarz', silbrigrosa, 90-110 cm.

Hier gelangen Sie zu den gesamten Sichtungsergebnissen.

Symphyotrichum novi-belgii ist übrigens die Aster, die bei den Symphyotrichum-Dumosum-Hybriden für das große Chaos sorgt: Keiner weiß nach einer Kreuzung der beiden mehr so recht, welcher Art das "Kind" denn nun zugeordnet werden soll.

Symphyotrichum novi-belgii – Glattblatt-Aster, Neubelgien-Aster

Wuchshöhe: 100-150 cm
Blütenfarbe: (Blau-)Violett- und Rosatöne, Weiß
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: eingebürgerter Neophyt; Insektenmagnet

Symphyotrichum oolentangiense – Himmelblaue Aster
alt: Aster azureus

Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus

Dass Aster azureus vor der Ausgliederung in die Gattung Symphyotrichum einen Wechsel der Artbezeichnung von azureus zu oolentangiense mitgemacht hat, ist an Deutschland weitgehend vorbeigegangen. Kommt vor.

Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus) – Himmelblaue Aster

Die Himmel­blaue Aster aus dem Osten und Mittleren Westen Amerikas hält nicht ganz, was der deutsche Name verspricht: Unter "himmelblau" stelle ich mir nun mal kein helles Violett vor. Andere sehen das offenbar anders und machen aus ihrer Begeisterung keinen Hehl. Sie werfen als Verkaufsargument sogar die "Azurblaue Himmelblaue Aster" in den Ring …

Viele kleine hellviolette Einzelblüten stehen bei Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus) ab irgendwann im August auf recht dünnen Stielen. Mit gut einem Meter Höhe (auch mal bis 1,20 m) sind die Stängel eigentlich zu hoch (und für die Höhe wiederum zu schwach), um die Blüten zu balancieren. Demzufolge lässt die Standfestigkeit der Himmelblauen Aster zu wünschen übrig: Wind, Regen und Trockenheit bringen sie schnell aus dem Gleichgewicht.

Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus) – Himmelblaue Aster

Dafür ist sie zäh, anspruchslos und wenig pflegeintensiv. Ein rechtzeitiger, gleich bodennaher Rückschnitt der Blütenstände nach dem Verblühen verhindert unkontrolliertes Aussäen, wo ihr Verwildern nicht erwünscht ist. Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus) und Symphyotrichum laeve (Aster laevis – Glatte Aster, Kahle Aster) im selben Garten oder wenigstens nicht weit voneinander entfernt, sorgen schon bald für eine "bunte" Mischung an Hybriden. – Diese beiden recht ähnlichen nordamerikanischen Astern kreuzen sich sehr gern miteinander. Wer das nicht möchte, sollte also ein wenig aufpassen und den richtigen Zeitpunkt (vor der Samenreife) für den Rückschnitt von Verblühtem bei beiden nicht verpassen.

Ihren ganzen Charme versprüht die Himmelblaue Aster in Ensembles mit Helenium autumnale (Gewöhnliche Sonnenbraut) oder Heliopsis helianthoides (Sonnenauge). Solche Arrangements vermitteln Leichtigkeit und machen gute (Sommer-)Laune. Nicht weniger reizvoll, doch sehr viel dezenter wirkt sie zusammen mit hohen Gräsern.

Symphyotrichum oolentangiense – Himmelblaue Aster

Wuchshöhe: 70-100 cm
Blütenfarbe: hellviolett
Blütezeit: August, September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch-mäßig trocken
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: Insektenmagnet


Zum Seitenanfang



Weitere Stauden­gattungen

Acanthus (Bärenklau)
Achillea (Schafgarbe)
Acinos (Steinquendel)
Aconitum (Eisenhut)
Aconogonon (Bergknöterich)
Agastache (Duftnessel)
Ajuga (Günsel)
Alcea (Stockrose)
Alchemilla (Frauenmantel)
Althaea (Eibisch)
Alyssum (Steinkraut)
Amsonia (Blausternbusch)
Anaphalis (Perlkörbchen)
Androsace (Mannsschild)
Anemone (Anemone)
Antennaria (Katzenpfötchen)
Anthericum (Graslilie)
Aquilegia (Akelei)
Arabis (Gänsekresse)
Aralia (Aralie)
Armeria (Grasnelke)
Artemisia (Silberraute)
Aruncus (Geißbart)
Asphodeline (Junkerlilie)
Aster (Aster)
Astilbe (Spiere)
Astrantia (Sterndolde)
Aurinia (Steinkresse)
Baptisia (Indigolupine)
Bergenia (Bergenie)
Brunnera (Kaukasus-Vergissmeinnicht)
Buglossoides (Steinsame)
Calamintha (Bergminze)
Campanula (Glockenblume)
Cephalaria (Schuppenkopf)
Chamaemelum (Teppich-Kamille)
Chrysanthemum (Chrysantheme)
Clematis (Waldrebe)
Clinopodium (Bergminze)
Coreopsis (Mädchenauge)
Cymbalaria (Zimbelkraut)
Delphinium (Rittersporn)
Dianthus (Nelke)
Dictamnus (Brennender Busch)
Digitalis (Fingerhut)
Dracocephalum (Drachenkopf)
Dryas (Silberwurz)
Echinacea (Scheinsonnenhut)
Echium (Natternkopf)
Epilobium (Weidenröschen)
Eryngium (Mannstreu)
Euphorbia (Wolfsmilch)
Eurybia (Aster)
Filipendula (Mädesüß)
Gaillardia (Kokardenblume)
Galatella (Aster)
Gaura (Prachtkerze)
Gentiana (Enzian)
Geranium (Storchschnabel)
Geum (Nelkenwurz)
Gillenia (Dreiblattspiere)
Gypsophila (Schleierkraut)
Helenium (Sonnenbraut)
Helianthemum (Sonnenröschen)
Heliopsis (Sonnenauge)
Helleborus (Christrose)
Hemerocallis (Taglilie)
Heuchera (Purpurglöckchen)
Hosta (Funkie)
Hypericum (Johanniskraut)
Hyssopus (Ysop)
Iberis (Schleifenblume)
Jasione (Sandglöckchen)
Kalimeris (Schönaster)
Kniphofia (Fackellilie)
Lavandula (Lavendel)
Leonurus (Herzgespann)
Leucanthemum (Garten-Margerite)
Liatris (Prachtscharte)
Ligularia (Goldkolben)
Linum (Lein)
Lithospermum (Steinsame)
Lupinus (Lupine)
Lychnis (Lichtnelke)
Lysimachia (Felberich)
Lythrum (Blut-Weiderich)
Malva (Malve)
Melissa (Zitronenmelisse)
Mentha (Minze)
Monarda (Indianernessel)
Nepeta (Katzenminze)
Oenothera (Nachtkerze)
Oligoneuron (Aster)
Origanum (Dost, Oregano, Majoran)
Paeonia (Pfingstrose)
Papaver (Mohn)
Penstemon (Bartfaden)
Petrorhagia (Felsennelke)
Phlomis (Brandkraut)
Phlox (Flammenblume)
Platycodon (Ballonblume)
Polemonium (Jakobsleiter)
Polygonatum (Salomonssiegel)
Primula (Primel)
Pseudofumaria (Lerchensporn)
Pulmonaria (Lungenkraut)
Pulsatilla (Kuh-/Küchenschelle)
Rudbeckia (Sonnenhut)
Ruta (Wein-Raute)
Salvia (Salbei)
Sanguisorba (Wiesenknopf)
Saponaria (Seifenkraut)
Satureja (Bohnenkraut)
Saxifraga (Steinbrech)
Scabiosa (Skabiose)
Sedum (Fetthenne)
Sempervivum (Hauswurz)
Silene (Leimkraut)
Solidago (Goldrute)
Stachys (Ziest)
Symphyotrichum (Aster)
Symphytum (Beinwell)
Tanacetum (Bunte Margerite)
Teucrium (Gamander)
Thymus (Thymian)
Tiarella (Schaumblüte)
Tradescantia (Dreimasterblume)
Trifolium (Klee)
Trollius (Trollblume)
Verbascum (Königskerze)
Verbena (Verbene)
Vernonia (Arkansas-Scheinaster)
Veronica (Ehrenpreis)
Veronicastrum (Arzneiehrenpreis)
Vinca (Immergrün)
Viola (Veilchen)
Waldsteinia (Waldsteinie)
Yucca (Palmlilie)


Aster alpinus
Aster amellus
Aster pyrenaeus 'Lutetia'
Eurybia divaricata Aster divaricatus
Eurybia macrophylla Aster macrophyllus
Galatella linosyris Aster linosyris
Galatella sedifolia 'Nana' Aster sedifolius
Solidago ptarmicoides Aster ptarmicoides
Symphyotrichum dumosum Aster dumosus
Symphyotrichum ericoides Aster ericoides
Symphyotrichum laeve Aster laevis
Symphyotrichum novae-angliae Aster novae-angliae
Symphyotrichum novi-belgii Aster novi-belgii
Symphyotrichum oolentangiense Aster azureus