Eryngium bourgatii – Pyrenäendistel, Spanischer Mannstreu

Eryngium bourgatii – Pyrenäendistel, Spanischer Mannstreu Eryngium bourgatii – Austrieb

Niedrig und stämmig wächst Eryngium bourgatii, der Spanische Mannstreu. Er passt mit seiner geringen Größe am besten in Steingärten, dort sagt ihm auch der Standort zu: trocken, durchlässig, mineralisch. Eryngium bourgatii

Die Pyrenäendistel ist gut winterhart und wie ihre höheren Verwandten ein Insektenmagnet. Ungewöhnlich sind beim Eryngium bourgatii die weißlichgrünen Blätter: Sie sehen immer irgendwie runzelig oder verschrumpelt aus, wie kurz vorm Verdursten, aber durchaus reizvoll. Schade, dass sich das im Alter etwas verliert.

Eryngium bourgatii – Pyrenäendistel, Spanischer Mannstreu

Wuchshöhe: 25-40 cm
Blütenfarbe: blau
Blütezeit: Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide
Hinweis:


Eryngium giganteum – Elfenbeindistel, Elfenbein-Mannstreu

Eryngium giganteum – Elfenbeindistel, Elfenbein-Mannstreu Eryngium giganteum – Sämlinge

Man glaubt gar nicht, wie schnell aus niedlichen kleinen Sämlingen ein schier undurchdringlicher "Urwald" werden kann!

Bleiben jedes Jahr auch nur ein oder zwei der kräftigen Blütenstiele nach der Blüte stehen, hat man bald im ganzen Garten Elfenbeindisteln. Dabei fängt alles so harmlos an mit hellgrünen Blatthorsten im ersten und grünlichweißen, später silbrigweißen Blütenstängeln mit großen, walzenförmigen Blütenständen im zweiten Jahr. Dass sich die Blüten geöffnet haben, merkt man eigentlich nur daran, dass die Blütenköpfe über und über mit Insekten bevölkert sind (auch Wespen!). Die Blütchen selbst sind so unscheinbar, dass wir praktisch nur den Blütenstand insgesamt wahrnehmen.

Eryngium giganteum – Elfenbeindistel, Elfenbein-Mannstreu Schachbrett auf Eryngium giganteum

Weil sich die Einzelblüten erst nach und nach öffnen, erfolgen auch Verblühen und Samenreife peu à peu. Das macht es umso schwieriger, den richtigen Zeitpunkt für den Rückschnitt der Blütenstängel zu finden; man will den Insekten doch nichts wegnehmen! Spätestens Ende Oktober/Anfang November ist es aber so weit, dann fallen die Samen aus.

Eryngium giganteum – Elfenbeindistel, Elfenbein-Mannstreu

Wer es nicht fertigbringt, die verblühten Blüten überhaupt abzuschneiden – sie sind schließlich den ganzen Winter über Schmuck und Strukturgeber zugleich –, dem sei geraten, überzählige Sämlinge bereits in jungen Tagen, auf jeden Fall aber im ersten Jahr nach dem Keimen auszugraben (nennen wir es mal Pflege auf allen vieren). Wenn nämlich im zweiten Jahr (dem Jahr der Blüte) die Pfahlwurzel von Eryngium giganteum vollständig ausgebildet ist, tut man sich mit dem Entfernen schwer. Und aus abgehackten Wurzeln (selbst zehn Zentimeter unter der Erdoberfläche) treibt das Elfenbein-Mannstreu neu aus, denn es hat nur ein Ziel: Blühen.

Eryngium giganteum – Elfenbeindistel, Elfenbein-Mannstreu Ich möchte Eryngium giganteum trotz seiner Unarten nicht missen. Die Elfenbeindistel sorgt für immer wieder neue und überraschende Bilder im Garten, trennt, glättet und bringt Struktur in Staudenbeete und Rabatten. Und Exemplare, die sich ihren Standort durch Selbstaussaat gesucht haben, stellen keinerlei Ansprüche. Wo sie keimen, passt es ihnen.

Eryngium giganteum – Elfenbeindistel, Elfenbein-Mannstreu

Wuchshöhe: 80-90 cm
Blütenfarbe: weißsilbrig
Blütezeit: Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide; Schnittblume/Trockenblume
Hinweis:


Eryngium planum – Flachblättriger Mannstreu, Flachblatt-Mannstreu

Eryngium giganteum – Flachblatt-Mannstreu In durchlässigen, vorzugsweise steinigen Böden wächst das Flachblättrige Mannstreu am besten und ausdauerndsten, wenn es zudem trocken steht. Doch selbst in lehmigem Boden – wie bei mir – erweist es sich als langlebig.

Eryngium planum ist in Deutschland einheimisch (natürliche Verbreitungsgebiete: Mittel- und SO-Europa, Vorder- und Mittelasien, Altai, Kaschmir), allerdings nicht in allen Bundesländern. In Sachsen etwa ist es ein Neophyt, in Bayern sieht man die "Tendenz zur Einbürgerung" (Stand April 2018). Die Frage, ob winterhart oder nicht, braucht man bei ihm also nicht zu stellen.

Eryngium planum – Flachblatt-Mannstreu
Eryngium planum mit Lysimachia ciliata 'Firecracker'

Eine Besonderheit dieser Edeldistel ist die Blaufärbung auch der Blütenstängel zur Blütezeit. Aus graugrünen Knospen werden dann stahlblaue Blütenköpfe. Zugegeben, der sparrige Wuchs und das intensive Blau der Pflanze sind speziell und passen nicht in jeden Garten. In Steppenpflanzungen kommen sie jedoch zusammen mit anderen trockenheitsliebenden Stauden gut zur Geltung.

Bei mir im Versuchsgarten hat sich per Zufall (wie so oft) eine – farblich gewöhnungsbedürftige – Pflanzenkombination aus Eryngium planum und Lysimachia ciliata "Firecracker" ergeben, weil der Bronze-Felberich auf seiner Wanderung mit den Ausläufern ins Hoheitsgebiet der Distel eingedrungen ist. Auf die Idee, diese beiden zu kombinieren, kommt wohl kein Gärtner, denn wer pflanzt schon trockenheitsliebende Stauden (Eryngium) und feuchtigkeitsliebende (Lysimachia) zusammen? Auf solche Ideen kann nur die Natur kommen – und hat auch noch Erfolg damit!

Eryngium planum – Flachblättriger Mannstreu, Flachblatt-Mannstreu

Wuchshöhe: 60-90 cm
Blütenfarbe: blau
Blütezeit: Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide; Schnittblume/Trockenblume
Hinweis:


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