Eurybia divaricata – Weiße Wald-Aster
alt: Aster divaricatus

Aus den USA kam einst die Weiße Wald-Aster nach Europa, wo sie mittlerweile als eingebürgert gilt.

Eurybia divaricata (Aster divaricatus) verträgt unter den Astern am meisten Schatten und ist zur Unterpflanzung von Gehölzen geeignet. Sie sät sich wie Symphyotrichum oolentangiense (Aster azureus – Himmelblaue Aster) oder Symphyotrichum laeve (Aster laevis – Glatte Aster) gern aus und kreuzt sich mitunter, passt also ebenfalls gut in eine Wildstaudenpflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

. Wo Selbstaussaat unerwünscht ist, müssen verblühte Blütentriebe unbedingt abgeschnitten werden. Bei Eurybia divaricata (Aster divaricatus) gerät das wegen ihrer späten Blütezeit gern mal in Vergessenheit, denn wenn draußen vielleicht Sauwetter ist, will man mit dem Garten nicht mehr viel zu tun haben.

Eurybia divaricata – Weiße Wald-Aster Meine Meinung: eine der schönsten hohen Herbst-Astern. Nicht nur wegen ihrer vielen filigranen weißen, leicht rosa überlaufenen Blüten, vor allem wegen ihrer außergewöhnlichen purpurfarbenen Stängel. Und natürlich ist sie wegen ihrer späten Blütezeit ein wichtiges Gestaltungselement im herbstlichen Garten. Dass die Weiße Wald-Aster mit ihren großen, fast herzförmigen Grundblättern das Zeug zum Bodendecker hat, macht sie für viele Gartengestaltungen noch interessanter.

Eurybia divaricata (Aster divaricatus) hat sich bei uns im Garten über die Jahre als relativ standfest erwiesen. Wobei ein magerer, wenig gedüngter Standort für einen stabilen Wuchs der Weißen Wald-Aster sehr empfehlenswert ist.

Hier noch ein paar Stauden und Gräser, mit denen sich als Begleiter dieser Aster stimmungsvolle Arrangements zaubern lassen: Vernonia arkansana (Arkansas-Scheinaster), Gaura lindheimeri (Prachtkerze), hohe Phlox-Arten und als Ziergräser das Silber-Chinaschilf 'Pünktchen' (Miscanthus sinensis) und Panicum virgatum (Echte Rutenhirse) in Sorten.


Eurybia divaricata – Weiße Wald-Aster

Wuchshöhe: 80 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-mäßig trocken
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: sehr wertvolle Widstaude

Eurybia macrophylla – Großblättrige Aster, Herzblättrige Aster
alt: Aster macrophyllus

Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) – Großblättrige Aster Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) ist wieder mal so ein typischer Fall von Mitleidheischen im Pflanzenreich: Jahrelang haben wir sie gehätschelt und gepäppelt, denn sie wollte und wollte nicht wachsen. Dann ging alles ratzfatz, die Großblättrige Aster ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und hat mit einem Schlag mit ihren kriechenden Wurzeln das ganze Beet eingenommen. Schön blöd. Am Ende musste Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) sicherheitshalber komplett weichen, als das Beet neu gestaltet wurde. Jedenfalls ist es nicht verwunderlich, dass sie sich in Deutschland inzwischen in ein paar Gegenden Naturstandorte erobert hat und ein eingebürgerter Neophyt ist.

Schön an der Herzblättrigen Aster sind ihre hochsommerliche Blütezeit sowie die auffälligen rötlichen, leicht kantigen Stängel. Positiv an ihr ist auch, dass sie – zumindest in unserem schweren Lehmboden – nicht durch übermäßige Selbstaussaat unangenehm auffällt. Ihre Ausläufer lassen sich nämlich (wenn man’s vorher weiß) mit einer Wurzelsperre (z. B. aus stabiler Teichfolie) im Zaum halten und deshalb braucht niemand auf sie zu verzichten.

Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) – Großblättrige Aster Weniger schön ist, dass Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) nicht so furchtbar üppig blüht. Gut ist sie daher in großen Gärten mit Wildstaudenpflanzung
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

aufgehoben. Oder aber in lichten Hecken und an Gehölzrändern, wo sie ihre Vorzüge voll und ganz ausspielen kann: Ihre Rosetten mit den großen, dunkelgrünen Blättern sind prima Bodendecker!

Mit den passenden Stauden an ihrer Seite kann eine Großblättrige Aster jedoch auch im Beet ein richtiger Hingucker sein. Als geeignete Pflanzpartner kommen für sie zum Beispiel der Rote Scheinsonnenhut (Echinacea purpurea), Virginischer Arzneiehrenpreis (Veronicastrum virginicum) sowie zwei Salbei-Arten, der Klebrige Salbei (Salvia glutinosa) und der Wiesen-/Steppen-Salbei mit der Sorte 'Ostfriesland' (Salvia nemorosa) infrage. Und weil Gräser im Staudenbeet niemals fehlen sollten, könnten Sie ein Diamant-Reitgras (Calamagrostis brachytricha) dazugesellen.


Eurybia macrophylla – Großblättrige Aster, Herzblättrige Aster

Wuchshöhe: 80-100 cm
Blütenfarbe: hellviolett
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Bienenweide
Hinweis: wertvolle Wildstaude


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Eurybia divaricata
Eurybia macrophylla