Geranium x cantabrigiense 'Biokovo' – Cambridge-Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Der Cambridge-Storchschnabel ist seinen "Eltern", Geranium macrorrhizum und G. dalmaticum, schon sehr ähnlich. Er hat von beiden was, vom Habitus her schlägt eher macrorrhizum durch, von der Blattform dalmaticum. Geranium x cantabrigiense wird überall da empfohlen, wo G. macrorrhizum zu kräftig wächst und G. dalmaticum zu klein ist.

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo' – Cambridge-Storchschnabel Normalerweise werden neue Arten einer Gattung in der Natur gefunden und in botanischen Gärten oder Gärtnereien erforscht, vermehrt und neue Sorten oder Hybriden daraus gezüchtet. Beim Cambridge-Storchschnabel war es genau umgekehrt, er entstand 1974 aus einer absichtlichen Kreuzung zwischen G. macrorrhizum und G. dalmaticum in England im Botanischen Garten von Cambridge (daher der Name). Ein Jahr später, 1975, fand Dr. Hans Simon, Gärtner aus Marktheidenfeld, fast die gleiche Kreuzung natürlich entstanden im Biokovo-Gebirge in Dalmatien (Kroatien). Unter dem Sortennamen 'Biokovo' wurde diesem Klon viel "botanische" Aufmerksamkeit und Ehre zuteil und es gibt ihn noch heute.

Andere – neuere – weiß blühende Züchtungen des Cambridge-Storchschnabels haben 'Biokovo' inzwischen etwas den Rang abgelaufen; er muss sich zudem oft den Vorwurf gefallen lassen, mit seinem Blätterdach den Boden nicht dicht genug abzuschirmen, um alles Unkraut zu unterdrücken. Aber er hält sich dennoch tapfer auf dem umkämpften Garten-Markt.

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo' – Cambridge-Storchschnabel Geranium x cantabrigiense 'Biokovo' – Austrieb

Wie die Eltern verträgt auch das Kind keine Wurzel-Staunässe. Darauf sollten Sie bei der Wahl des Standortes achten. Von einem Platz im Steingarten rate ich ab, wer hat dort schon so viel Fläche, wie sie der 'Biokovo' zur freien Entfaltung benötigt? Machen Sie sich lieber zunutze, dass er sehr trockenheitsverträglich ist und siedeln Sie ihn in einer Gartenecke an, der ansonsten nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Im Beet (ohne Staunässe!) macht er sich ebenfalls gut zur Vorpflanzung oder um höhere Stauden zu flankieren.

Erwähnenswert ist noch, dass die Blüten beim Garanium x cantabrigiense 'Biokovo' deutlich über dem Laub stehen und wie kleine Schirmchen über den Blättern tanzen.

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo' – Cambridge-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-25 cm
Blütenfarbe: weiß mit rosa
Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Grabstätten
Hinweis: Staunässe im Winter vermeiden, sehr trockenheitsverträglich

vg

Geranium cinereum subsp. subcaulescens – Aschgrauer Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Gekauft habe ich diesen Storchschnabel unter der Sortenbezeichnung 'Splendens'. Während der Blüte sind mir dann Zweifel gekommen, ob das tatsächlich ein 'Splendens' ist, was da in meinem Steingarten so richtig grell magentafarben leuchtet. Und siehe da – es war nicht die Sorte, sondern die Art.

Bei meinen Recherchen zum richtigen Namen für mein Geranium bin ich auf einen schönen Satz gestoßen: "Geranium cinereum var. subcaulescens 'Splendens'. Verwirrend ist es schon, daß dieser Name meist fälschlich für Geranium cinereum var. subcaulescens vergeben wird." (Coen Jansen, Geranium für den Garten, Verlag Eugen Ulmer, Seite 89) Der Autor äußert sich allerdings nicht näher zu den Gründen Geranium cinereum subsp. subcaulescens – Aschgrauer Storchschnabel für die fälschliche Zuordnung. Wird so etwas praktiziert, weil die Pflanze mit Sortenbezeichnung vielleicht 20 oder 50 Cent mehr im Verkauf einbringt? Oder geschieht es aus Unwissenheit? Ein Versehen? Den Gärtnereien, die die Pflanzen verkaufen, kann man keinen Vorwurf machen. Nur wenige Gärtner vermehren heutzutage die Pflanzen aus ihrem Sortiment noch alle selbst. Die meisten werden als Jungpflanzen von darauf spezialisierten Gärtnereien zugekauft, umgetopft ins hauseigene Substrat und schon haben wir die "eigene Kultur". Alles steht und fällt also mit den Jungpflanzenproduzenten sowie den Samenzuchtbetrieben. Ordnen die eine Pflanze falsch zu, zieht sich das durch bis zum Endverbraucher und das unter Umständen sogar weltweit.

Auf jeden Fall hat mein Geranium cinereum subsp. subcaulescens, das kein 'Splendens' war, gleich den ersten Winter nicht überlebt – trotz Steingartenplatz, trotz gutem Wasserabzug (keine Staunässe, die verträgt dieser Storchschnabel nämlich gar nicht). Auch dieser Ausfall könnte in der Verantwortung der "Vorbesitzer" liegen, denn wenn eine Pflanze zu schnell (zu viel Dünger) und/oder im falschen Substrat herangezogen wird, ist sie zu schwach, um mit dem "richtigen Leben" im Garten fertigzuwerden. Vermeiden kann man das nie ganz, solche Pflanzen zu erstehen, aber hellhörig sollten Sie werden, wenn Ihnen zum Beispiel eine Steingartenpflanze in erkennbar stark torfhaltigem Substrat angeboten wird.

Geranium cinereum subsp. subcaulescens – Aschgrauer Storchschnabel Geranium cinereum subsp. subcaulescens – Austrieb

Inzwischen ist alles gut bei mir in Garten: Geranium cinereum subsp. subcaulescens hat sich nach der ersten Blüte ausgesät und wächst und gedeiht am sonnigen neuen, selbst gewählten Standort (im Beet, nicht im Steingarten!) seit Jahren, dass es eine Freude ist. Schwierig ist lediglich die Kombination mit anderen Stauden, denn die Blüten des Aschgrauen Storchschnabels sind noch einen Tick leuchtender als die von Geranium sanguineum. Meine Empfehlung sind Pflanzen als Nachbarn, die sicher zu anderen Zeiten blühen. Alternativ geht weiß natürlich immer und harmoniert mit allem.

Zusammenfassend kann man sagen: Wenn Sie eines von beiden – G. cinereum subsp. subcaulescens oder die Sorte 'Splendens' mit den wesentlich dezenteren und heller rosafarbenen Blüten (zudem mit deutlichen weißen Flecken über dem dunklen Schlund) – haben möchten, können Sie nie ganz sicher sein, was Sie bekommen. Das wissen Sie erst, wenn sich die ersten Blüten öffnen.

Geranium cinereum subsp. subcaulescens – Aschgrauer Storchschnabel

Wuchshöhe: 10-15 cm
Blütenfarbe: magenta
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung:
Hinweis: Staunässe vermeiden

Geranium dalmaticum – Dalmatiner Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Der botanische Name und sein deutsches Pendant Dalmatiner Storch­schnabel verraten das natürliche Vorkommen von Geranium dalmaticum an der Ostküste des Adriatischen Meeres von Kroatien bis Albanien. Das ist bereits ein Hinweis auf seinen bevorzugten Standort, nämlich sonnig und trocken. Seine Rhizomwurzeln neigen bei zu viel Feuchtigkeit (auch im Sommer!) zum Faulen, darin ist es Geranium sanguineum sehr ähnlich.

Geranium dalmaticum – Dalmatiner Storchschnabel G. dalmaticum ist ein zierlicher Storchschnabel, niedrig im Wuchs und trotz seiner unterirdischen Wurzelausläufer nicht übermäßig raumgrei­fend. Der ideale Platz für ihn ist deshalb ein Steingarten, sonnige Seite, alternativ kann man ihn auch in Mauerritzen oder Trockenmauern ansiedeln. Wichtig ist halt ein durchlässiger Boden.

Ich habe den Dalmatiner Storchschnabel im Staudenbeet einquartiert (aus Platzmangel im Steingarten). Dort hält er sich zwar schon einige Jahre ganz wacker, blüht jedoch nicht zufriedenstellend. Das Nährstoffangebot ist eben doch zu üppig.

Geranium dalmaticum – Dalmatiner Storchschnabel Geranium dalmaticum – Austrieb

Selbst am idealen Standort wird Geranium dalmaticum mit der Zeit übrigens blühmüde. In diesem Fall sollte man die Pflanze herausnehmen, teilen und nur die äußeren, jüngeren Pflanzenteile topfen und weiterkultivieren. Der Mittelteil ist dann meist verholzt und taugt nichts mehr. Mit dieser Methode vermeidet man zudem, dass das hübsche Polster in der Mitte verkahlt.

Nächste Frage: Was passt zu dem kräftigen Rosa und der frühen Blütezeit des Dalmatischen Storchschnabels? Ich würde Stauden mit weißer oder kräftig violettblauer Blütenfarbe wählen, vielleicht die Matten bildende Petrorhagia saxifraga (Steinbrech-Felsennelke – weiß) und die horstige Campanula glomerata (Knäuel-Glockenblume – violettblau). Schön dazu wirken die nicht wegen ihrer Blüten gepflanzten Kräuter Satureja montana (Berg-Bohnenkraut) und Thymus vulgaris (Echter Thymian).

Geranium dalmaticum – Dalmatiner Storchschnabel

Wuchshöhe: 10 cm
Blütenfarbe: rosa
Blütezeit: Juni, Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung:
Hinweis: Staunässe vermeiden

Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak' – Zierlicher Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

'Sirak' wird häufig als Geranium gracile verkauft, korrekter ist für diese Kreuzung aus Geranium gracile und Geranium ibericum allerdings die Bezeichnung Geranium Gracile-Gruppe.

Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak' – Zierlicher Storchschnabel Der Zierliche Storchschnabel ist ein Geranium für die Schattengärtner. Die Sorte 'Sirak' bringt alle Vorzüge von G. gracile mit und verträgt halbschattige bis schattige Standorte deshalb problemlos, solange der Boden nicht zu trocken ist (für trockenen Schatten ist Geranium nodosum der Spezialist schlechthin). Ideal also zur Gehölzunterpflanzung, denn selbst wenn Bäume und Sträucher den Löwenanteil an Bodenfeuchtigkeit für sich beanspruchen, gibt es immer noch die Möglichkeit zu gießen und den 'Sirak' punktgenau mit einer ausreichenden Menge Wasser zu versorgen.

Diesen Teil der Pflege sollte man nicht vernachlässigen, dann tut der 'Sirak' im Mai/Juni, was er tun muss: er blüht, und zwar überreich und über Wochen. Nach einem Rückschnitt der verblühten Triebe eventuell sogar noch ein zweites Mal im Herbst.

Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak' – Zierlicher Storchschnabel Die großen, kräftig violettrosa Blüten (auf der Farbskala der englischen Royal Horticultural Society als hellpurpur bezeichnet – Hinweis: Link zur RHS eventuell zweimal anwählen oder Browser aktualisieren) kommen in schattigeren Gartenbereichen besonders gut zur Geltung, in der Sonne "verblassen" sie regelrecht. Und daher sollte man – obschon der 'Sirak' Sonne ebenfalls toleriert – einen zumindest leicht beschatteten Pflanzplatz wählen.

Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak' – Zierlicher Storchschnabel Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak' – Austrieb

"Kühl" sollte der Standort auf alle Fälle sein, denn der 'Sirak' verträgt es nicht so gut, wenn sich die (Sommer-)Hitze so richtig am Pflanzplatz staut. Der "Dampf" muss stets gut abziehen können.

Es muss nicht immer Gehölzunterpflanzung oder der Gehölzrand sein, der 'Sirak' macht sich ebenso gut im Schatten- oder Halbschattenbeet neben anderen Stauden. Bei seiner doch sehr dominierenden Blütenfarbe genügt es vollauf, Blattschmuckstauden mit ihm zu kombinieren. Ich denke da an Hosta-Arten (Funkien), an Heuchera americana 'Palace Purple' (Hohes Purpurglöckchen) und Bergenia cordifolia (Altai-Bergenie). Ziergräser sollten in dieser Pflanzengesellschaft selbstverständlich nicht fehlen. Dafür kommen zum Beispiel Carex morrowii 'Variegata' (Japan-Segge) oder Sesleria heufleriana (Grünes Kopfgras) infrage.

Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak' – Zierlicher Storchschnabel

Wuchshöhe: 50-60 cm
Blütenfarbe: violettrosa
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: absonnig, halbschattig-schattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: bevorzugt kühle Standorte

Geranium macrorrhizum – Felsen-Storchschnabel, Balkan-Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Den Felsen- oder Balkan-Storchschnabel zähle ich zu den Blattschmuckstauden. Seine Blätter sind groß (allerdings nicht bis 20 cm breit, wie oft zu lesen ist), samtig (behaart wie die ganze Pflanze) und färben im Herbst kräftig rot.

Geranium macrorrhizum 'Ingwersen' mit Alchemilla mollis
Geranium macrorrhizum 'Ingwersen' mit Alchemilla mollis (links)


Geranium macrorrhizum im Frühling – Felsen-Storchschnabel Geranium macrorrhizum im Frühling

Fast alle Sorten dieser Geranium-Art sind wintergrün; die alten Blätter sterben im Lauf des Winters, die letzten erst mit dem Neuaustrieb im Frühjahr ab. Die Pflanzen sollten im Herbst deshalb gegebenenfalls grob von herabfallendem Laub von Bäumen und Sträuchern befreit werden, weil sie ja selbst im Winter "Licht und Luft" zum Leben brauchen. Bei allen Pflegearbeiten sollte man ein bisschen vorsichtig zu Werke gehen, denn der Felsen-Storchschnabel ist ein bevorzugter Rückzugs- und Überwinterungsort der geschützten Weinberg- und andere Gehäuseschnecken (ohne dass sie die Pflanzen kahl fressen).

Geranium macrorrhizum – Felsen-Storchschnabel Geranium macrorrhizum 'Ingwersen' – Frühjahrstrieb

Geranium macrorrhizum wird mit Vorliebe in Parkanlagen und an anderen öffentlichen Plätzen eingesetzt, weil es sich als Flächendecker mit seinen unterirdischen Rhizomen ausbreitet und schnell Teppiche bildet, unter denen sich kaum mehr ein Unkräutlein blicken lässt. Dramatisch ist der Ausbreitungsdrang jedoch nicht: In meinem Garten bleibt der Felsen-Storchschnabel eigentlich ziemlich brav dort, wo er hingepflanzt wurde. – Die flächendeckende Wirkung wird hauptsächlich über die Dichte der Pflanzung erzielt und über die langen, niederliegenden oberirdischen Triebe, die eine stattliche Ausbreitung nur vortäuschen und problemlos abgerissen werden können.

Der Verwendung im öffentlichen Grün ist natürlich auch recht zuträglich, dass Geranium macrorrhizum pflegeleicht ist, solange es nicht zu sonnig steht; an einem sonnigen Standort braucht es reichlich Wasser, um keine Blattschäden davonzutragen. Außerdem gedeiht es auch unter Gehölzen prächtig. Vorteile, die wir uns – wie die Garten- und Landschaftsarchitekten oder Landschaftsgärtner – auch im eigenen Garten zunutze machen sollten.

Die Vermehrung des Balkan-Storchschnabels bereitet bei solcher Wüchsigkeit keinerlei Schwierigkeiten: Teilung. Wo sich im Frühling an den Randlagen der Pflanze frischer Austrieb findet, kann er abgestochen und getopft oder gleich am neuen Standort eingepflanzt werden. Die Triebspitzen kann man zudem als Stecklinge nehmen und vermehren. Sie werden abgeschnitten, in Töpfchen mit Erde gesteckt und bei ca. 20 °C geschützt aufgestellt, bis sie ordentlich Wurzeln gebildet haben (die Erde nicht austrocknen lassen). Vorteilhaft ist es, eine transparente Plastiktüte darüberzustülpen, die sorgt für "gespannte Luft". Selbstaussaat im Garten kommt bei G. macrorrhizum selten vor, die Aussaat im Haus gelingt jedoch leicht.

Geranium macrorrhizum 'Purpurrot' – Balkan-Storchschnabel Geranium macrorrhizum 'Purpurrot'

Nachteile fallen mir zum Balkan-Storchschnabel keine ein, höchstens ein klitzekleiner: Seine Blätter verströmen beim Berühren einen intensiven Geruch, den man mögen muss. Für meine Nase riechen sie nach Moschus und angenehm, aber da kann man gern anderer Meinung sein. Es kommt zwar selten vor, aber es passiert, dass jemand sagt "Die stinken!". Je nach Sorte und Standort ist der Duft zudem immer wieder etwas anders.

Dass Geranium macrorrhizum wintergrün bzw. "herbstrot" ist, können Sie gut für die Herbst- und Winterbepflanzung von Kästen und Trögen nutzen. In solchen "Kulturlandschaften" wirkt es besonders schön zusammen mit wintergrünen niedrigen Gräsern.

 

Geranium macrorrhizum 'Czakor' – Felsen-Storchschnabel, Balkan-Storchschnabel

Geranium macrorrhizum 'Czakor' – Felsen-Storchschnabel, Balkan-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-25 cm
Blütenfarbe: purpurrosa
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Steingarten; Gruppenpflanzung
Hinweis: wertvolle Wildstaude; wintergrün


Geranium macrorrhizum 'Ingwersen' – Felsen-Storchschnabel, Balkan-Storchschnabel

Geranium macrorrhizum 'Ingwersen' – Felsen-Storchschnabel, Balkan-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-25 cm
Blütenfarbe: rosa-weiß
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Gruppenpflanzung
Hinweis: wertvolle Wildstaude; wintergrün


Geranium macrorrhizum 'Purpurrot' – Felsen-Storchschnabel, Balkan-Storchschnabel

Geranium macrorrhizum 'Purpurrot' – Felsen-Storchschnabel, Balkan-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-25 cm
Blütenfarbe: purpurviolett
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Steingarten; Gruppenpflanzung
Hinweis: wertvolle Wildstaude


Geranium macrorrhizum 'Spessart' – Felsen-Storchschnabel, Balkan-Storchschnabel

Geranium macrorrhizum 'Spessart' – Felsen-Storchschnabel, Balkan-Storchschnabel

Wuchshöhe: 15-25 cm
Blütenfarbe: weiß mit rosafarbenem Hauch
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Gruppenpflanzung
Hinweis: wertvolle Wildstaude; wintergrün; orange-kupferrote Herbstfärbung

Geranium maculatum – Gefleckter Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Nach dem, was in der Fachliteratur über Geranium maculatum zu lesen ist, scheint es in seiner Heimat in der östlichen Hälfte von Nordamerika fast schon ein Unkraut zu sein. Davon ist es bei uns weit entfernt – im Gegenteil: Bei mir im Garten ist der Gefleckte Storchschnabel ein Vagabund, der mal hier, mal da auftaucht, gerade so, wie es ihm passt. Nur richtig üppige Büsche, am besten noch integriert in eine Staudengesellschaft, die wachsen bei mir nicht.

Geranium maculatum – Gefleckter Storchschnabel Da spielen eben mehr Faktoren eine Rolle als bloß Bodenfeuchtigkeit und Lichtverhältnisse. Ich nehme mal an, mein Gartenboden ist nicht humos genug. Aber zu trocken dürfte es ihm ebenfalls sein. Zwar verfügt das Wurzelgeflecht von Geranium maculatum über eine Verdickung, in der Wasser und Nährstoffe für schlechte Zeiten gespeichert werden, doch irgendwann ist halt mal Schluss und das Reservoir leer. In besseren Böden mit besserer (regelmäßigerer) Wasserversorgung kann der Gefleckte Storchschnabel durchaus eine dankbare und ausdauernde Staude sein, aber das erfordert Aufmerksamkeit und Pflege.

Irgendwo tauchen bei mir im Garten fast jedes Jahr Sämlinge auf, ältere Exemplare gibt es nur hin und wieder. Dank der frühen Blütezeit im Mai fallen die blass rosavioletten Blüten (es gibt auch dunklere Typen) mit dem weißen "Auge" auf, denn der Garten wirkt um diese Jahreszeit noch irgendwie aufgeräumt und übersichtlich, das ganz große Blütenkino hat ja noch nicht begonnen.

Geranium maculatum – Gefleckter Storchschnabel, Blüte In meinem Fall ist es wirklich ein Segen, dass sich Geranium maculatum reichlich selbst aussät, sonst hätte ich es längst verloren. Wo es prächtig gedeiht und reich blüht, sollten die verblühten Blütenstände dagegen unbedingt abgeschnitten werden. Der Rückschnitt verhindert unkontrollierte (und unkontrollierbare) Selbstaussaat und sorgt dafür, dass der Gefleckte Storchschnabel im Herbst ein zweites Mal blüht.

Etwas verwirrend ist bei Geranium maculatum die Namensgebung – botanisch und davon abgeleitet deutsch: lat. maculátus = gefleckt, fleckig. Gefleckt oder fleckig ist an Geranium maculatum aber gar nichts, nicht die Blätter, nicht der Stiel, nicht die Blüten(blätter). Wie mag man darauf gekommen sein?

Geranium maculatum – Gefleckter Storchschnabel

Wuchshöhe: 40-50 cm
Blütenfarbe: violettrosa
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis:

Geranium x magnificum – Pracht-Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Wenn ein Buch über Storchschnabel mit 140 Seiten mit zehn farbigen Abbildungen (teilweise mehr als einseitige) allein von einer Geranium-Art aufwartet, sagt das eigentlich schon alles (Coen Jansen, Geranium für den Garten, Verlag Eugen Ulmer, ISBN 3-8001-6613-5): Geranium x magnificum ist einer der wichtigsten Storchschnäbel für den Garten, wenn nicht sogar der wichtigste.

Geranium x magnificum – Pracht-Storchschnabel Klar, der Pracht-Storchschnabel bildet im Lauf der Jahre schon mächtige Horste, aber dass er dabei benachbarte Pflanzen "niederbügelt", habe ich noch nicht erlebt. Man muss dem halt schon bei der Pflanzung Rechnung tragen und darf ihm nicht mit anderen Pflanzen bis auf zehn oder 20 Zentimeter auf die Pelle rücken. Dieser Fehler wird ja auch bei anderen Pflanzen nur zu gern gemacht, weil es schließlich von Anfang an nach etwas aussehen soll. Dass aus Pflänzchen Pflanzen werden, bleibt dabei unberücksichtigt, und schon hat man den Salat. Geduld und ein paar kurzlebige Stauden als Lückenfüller wären besser (vielleicht Digitalis purpurea – Heimischer Roter Fingerhut oder Gaura lindheimeri – Prachtkerze).

Geranium x magnificum – Pracht-Storchschnabel, Austrieb Geranium x magnificum – Austrieb

Machen Sie sich die Wüchsigkeit von Geranium x magnificum stattdessen zunutze, indem Sie es mit Pflanzen kombinieren, die Sie sich andernorts nicht anzusiedeln trauten, weil sie zum Beispiel Ausläufer machen und wuchern. Lysimachia fällt mir da spontan ein, etwa die punctata (Gold-Felberich, von dem ich sonst unbedingt abrate, sofern man keinen Park besitzt) oder die clethroides (Schnee-Felberich).

Geranium x magnificum – Pracht-Storchschnabel Eine Blütenfarbe wie beim Pracht-Storchschnabel findet sich so schnell nicht wieder für den Garten: Seine großen Schalenblüten beeindrucken mit einem ebenso samtigen wie leuchtenden Blauviolett bis Rotviolett – je nach Tageszeit beziehungsweise Lichtverhältnissen. Die gute Nachricht: G. x magnificum kann sich nicht aussäen, seine Blüten sind steril. Das gibt es bei Kreuzungen ja häufig (seine Eltern sind G. ibericum und G. platypetalum). Jetzt noch die schlechte: Der Pracht-Storchschnabel blüht nur einmal im Jahr im Juni (manchmal schon im Mai, manchmal noch im Juli), dann ist Schluss. Und alle sind traurig, sowie das letzte Blütenblatt zu Boden fällt.

Geranium x magnificum – Pracht-Storchschnabel

Wuchshöhe: 40-60 cm
Blütenfarbe: blauviolett
Blütezeit: (Mai), Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: steril

Geranium nodosum – Knotiger (Bergwald-)Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Geranium nodosum – Knotiger (Bergwald-)Storchschnabel Geranium nodosum – Austrieb

Trocken, vielleicht auch noch halbschattig oder schattig? – Für den Knotigen Bergwald-Storchschnabel (ausnahmsweise geht der botanische Name geradezu leicht über die Lippen) kein Problem, denn er ist Spezialist für diese Extremstandorte. Ein Problem hat wohl eher derjenige, der an solch einem pflanzenfeindlichen Platz (außer für das, was wir "Unkraut" nennen) gern "Prachtstauden" kultivieren möchte. Mit Riesenblüten und einer spektakulären Blütenfarbe kann Geranium nodosum jedoch nicht aufwarten. Aber es blüht – zudem noch an solch einer schwierigen Stelle. Was wollen wir also mehr?

Die Blütezeit erstreckt sich über den langen Zeitraum vom Frühsommer bis zum Herbst, in der der Bergwald-Storchschnabel nicht übermäßig viele Blüten auf einmal macht, dafür aber stetig Knospen ansetzt.

Geranium nodosum – Knotiger (Bergwald-)Storchschnabel Das Foto zeigt übrigens sehr anschaulich, was Standort, Wasserzufuhr und Lichtverhältnisse für unsere Pflanzen bedeuten: In meiner Hand halte ich die Blüte eines Geranium nodosum, das im Garten ausgepflanzt ist; die beiden anderen Blüten trägt eine Pflanze, die im Topf im Staudenquartier steht – richtig schattig, im Frühjahr gedüngt und immer mit ausreichend Wasser versorgt. So viel zum Thema Wuchsverhalten und Blütenfarbe …

Um G. nodosum im Garten zu erhalten, sollten Sie ihm gestatten, sich auszusäen. Denn auf die in manchen Gartenbüchern beschriebene Ausbreitung über Ausläufer können wir lange warten, zumindest bei mir im Garten wollte sie sich nicht einstellen, da wächst die Art nodosum horstig. Mit ein paar zusätzlichen Sämlingen jedes Jahr gehen Sie daher auf Nummer sicher.

Falls Sie Geranium nodosum für sein Spezialgebiet benötigen, dort wo es trocken und schattig ist, wird es mit Begleitpflanzen natürlich schwierig. Bei uns steht er neben bzw. zwischen Helleborus niger (Christrose oder Lenzrose) bei einem Ahorn. Da macht er sich ganz gut, diese Nachbarschaft birgt allerdings die Gefahr, dass der Helleborus überhandnimmt und der Knotige Bergwald-Storchschnabel untergeht. Inzwischen hat sich auch noch ein Acanthus hungaricus (Ungarischer Bärenklau) in seine Richtung auf den Weg gemacht. Das zeugt zwar von der Wüchsigkeit und Robustheit des Akanthus, wenn er Wurzelbereiche von Gehölzen nicht scheut, nur in diesem Fall leider zu Ungunsten des Storchschnabels, denn irgendwann ist’s mal gut mit Wurzeldruck und Belästigungen. Am besten bekommt G. nodosum eben doch eine Solostellung, um seine Wirkung voll entfalten zu können.

Geranium nodosum – Knotiger (Bergwald-)Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-50 cm
Blütenfarbe: lilarosa
Blütezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober
Lichtverhältnisse: halbschattig bis schattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Steingarten
Hinweis: glänzendes Laub; in Einbürgerung befindlicher Neophyt

Geranium phaeum – Brauner Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense 'Mrs Kendall Clark'
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

An Waldrändern und auf Waldlichtungen begegnet einem beim Spaziergang manchmal noch der Braune Storchschnabel, in höheren Lagen auch in der offenen Landschaft. Leider wird er immer seltener und gilt deshalb zum Beispiel in Bayern als gefährdet (Stand April 2018). Dabei ist er eigentlich relativ anspruchslos, kommt mit einem halbschattigen Standort zurecht und ist nicht gleich beleidigt, wenn’s mal eine Zeit lang nicht regnet und er recht trocken steht. Und er ist natürlich völlig winterhart bei uns.

Geranium phaeum – Brauner Storchschnabel Geranium phaeum gilt als Zeigerpflanze für einen leicht überhöhten Stickstoffanteil im Boden und davon dürfte doch eigentlich bei der Bewirtschaftung der Felder genug in der Natur verteilt werden!

Den Braunen Storchschnabel muss man mögen, sonst kommt einem die etwas "klapprige" Gestalt mit den eher unauffälligen kleinen, dunklen Blüten nicht in den Garten (ihn fürs Foto ansprechend ins Bild zu setzen, ist eine Lebensaufgabe). Für Naturgärten und naturnahe Gartenanlagen ist er dagegen praktisch ein Muss.

Angenehm ist, dass er sich zwar aussät (und damit lange im Garten bleibt), aber stets in Maßen, nicht in Massen. Vor einer Geranium-phaeum-Schwemme durch Sämlinge braucht sich daher niemand zu fürchten. Auch nicht davor, dass der Braune Storchschnabel mit seinen kurzen Ausläufern alles überwuchern könnte. Eventuell störende oder überzählige Exemplare sind mit einem kräftigen Ruck oder kleinen Schubs mit dem Unkrautstecher zudem schnell beseitigt.

Geranium phaeum – Brauner Storchschnabel Geranium phaeum – Austrieb

Die Größe der Blüten sowie allgemein den Wuchs kann man mit ausgewogenen, leicht stickstoffbetonten (falls erforderlich), maßvollen Düngergaben ein bisschen positiv beeinflussen, sofern’s der Gartenboden nötig hat. Die restliche Pflege beschränkt sich auf Gießen und den Rückschnitt der verblühten Blütentriebe. Im Herbst (beziehungsweise vor der Samenreife, falls Selbstaussaat unerwünscht ist) oder im Frühjahr, das kann man machen, wie man mag.

In eine überaus gepflegte Staudenrabatte wird der Braune Storchschnabel wohl eher selten integriert werden. Doch natürlich könnte man das machen, vor allem wenn leger wachsende Stauden und dezente Blütenfarben zum Auflockern oder Neutralisieren gefragt sind. Dazu sollte man auf Sorten zurückgreifen, die zuhauf im Hinblick auf die Blütenfarbe und -größe sowie das Wuchsverhalten gezüchtet wurden und werden. Wer weiß, vielleicht wird der eine oder andere dadurch sogar noch zum Geranium-phaeum-Fan.

Geranium phaeum – Brauner Storchschnabel

Wuchshöhe: 60 cm
Blütenfarbe: dunkel purpurrot
Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: wertvolle einheimische Wildstaude

Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark') – Wiesen-Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense 'Mrs Kendall Clark'
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Geranium pratense – Wiesen-Storchschnabel
Geranium pratense

Geranium pratense dürften die meisten schon in der Natur gesehen haben und sei es nur vom Auto aus im Straßengraben. Schließlich ist es erfreulicherweise deutschlandweit noch sehr häufig anzutreffen. Mag sein, dass man es deshalb in den Staudengärtnereien gern vernachlässigt und gar nicht erst im Sortiment hat. Zu profan – wächst ja eh überall.

An einem freien Standort (Freifläche) in voller Sonne gedeiht der Wiesen-Storchschnabel prächtig. Wenn er dann noch kalkhaltigen, stickstoffreichen und ausreichend feuchten Boden vorfindet, schießt er in manchen Jahren schon mal bis über einen Meter in die Höhe. Meist wird er allerdings nicht höher als 80-100 cm.

Ein Rückschnitt etwa eine Handbreit über dem Boden gleich nach der Blüte, noch besser: schon wenn die Blüte ihre besten Zeiten hinter sich hat, verhindert Selbstaussaat und bewirkt dafür, dass die Pflanzen neu durchtreiben und oft noch einmal blühen. Weil Geranium pratense sehr schnittverträglich ist, bietet sich so eine Radikalkur auch an, falls die Pflanzen von Mehltau befallen werden. Abgeschnittene Triebe mit Mehltau gehören nicht auf den Kompost, sie sollten im Restmüll entsorgt werden.

Einige Sorten gibt es auch von Geranium pratense und die sind der Art im Hinblick auf den Wuchs und die Blütenfarben deutlich überlegen. Ich habe mich wegen der besonderen Blütenfarbe und dem stockigen Habitus für 'Mrs Kendall Clark' entschieden.

Geranium pratense 'Mrs Kendall Clark' – Wiesen-Storchschnabel
Geranium pratense 'Mrs Kendall Clark'

Aber: Über Mr Clarke's "Gattin" wird in der Fachwelt intensiv diskutiert. Ist das, was wir heute kultivieren, noch die Originalsorte, die ein sehr rühriger und begabter Staudenspezialist (Ingwersen) im Jahr 1946 ausgelesen hat? Stimmt die Blütenfarbe noch mit dem seinerzeit vorgestellten "Prototyp" überein? Ich glaube es eher nicht, denn die Sorte kann auch aus Samen vermehrt werden, der weitgehend echt fällt; aber eben nur weitgehend.

Meine 'Mrs Kendall Clark' hat nach allen Beschreibungen ein wenig zu taubenblaue Blüten und geht statt ins Rosa eher ins Violette (etwas variabel, weil aus Samen vermehrt). Das kümmert mich alles nicht, denn mir gefällt sie im Garten.

Geranium pratense 'Mrs Kendall Clark' – Wiesen-Storchschnabel

Wuchshöhe: 50 cm
Blütenfarbe: perlgrau-blau
Blütezeit: Juni, Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis: Sortenechtheit bei 'Mrs Kendall Clark' fraglich

Geranium pyrenaicum – Pyrenäen-Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense 'Mrs Kendall Clark'
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Geranium pyrenaicum fo. albiflorum – Pyrenäen-Storchschnabel Geranium pyrenaicum fo. albiflorum

Da muss man schon lange überlegen, ob dieser Storchschnabel nun auf die Stauden-Seiten oder zum "Unkraut" gehört. Letzteres scheint richtig in Anbetracht seiner ungezügelten Selbstaussaat und der Tatsache, dass er bzw. seine Sämlinge in jedem Winkel des Gartens auftaucht. Bei mir ist es die weißblühende Form, Geranium pyrenaicum fo. albiflorum, die überall herumstreunt, die (Samen-)Sorte 'Bill Wallis' hat es dagegen aus unerfindlichen Gründen nicht lange ausgehalten.

Doch der Pyrenäen-Storchschnabel hat auch seine guten Seiten: Er ist ein Dauerblüher und bringt von Mai bis zum Frost unermüdlich neue kleine Blütchen hervor, die Sorte 'Bill Wallis' "nur" von Juni bis September. Sein lockerer Wuchs und seine verträgliche Höhe von 20-40 cm machen ihn zudem zum perfekten Lückenfüller im Beet, der kaschiert, wenn frisch gepflanzte Stauden noch brauchen, um ihre endgültige Größe zu erlangen. Ob der Standort sonnig, halbschattig oder schattig ist, spielt für den Pyrenäen-Storchschnabel dabei keine Rolle, selbst aus den finstersten Ecken im Dickicht von Hecken grüßen noch freundlich seine Blüten. Seine mattgrünen Blattrosetten mit dem purpurrosa "Herz" sind dazu unverkennbar und hübsch anzusehen.

Geranium pyrenaicum 'Bill Wallis' – Pyrenäen-Storchschnabel Geranium pyrenaicum 'Bill Wallis'

Man muss ihn halt rechtzeitig zurück­schnei­den, dann sät er sich nicht aus, mögen ordentliche Gärtner denken. Solche Ratschläge gibt auch die Fachliteratur, doch sie sind leider an der Praxis vorbei: Geranium pyrenaicum blüht und setzt Samen an – gleichzeitig wohlgemerkt. Mit dem Dauerblühen wäre also nach so einem Rückschnitt (der übrigens auch mit dem Rasenmäher möglich ist) erst mal Schluss, bis sich die Pflanze berappelt und neu durchgetrieben hat. Dieser Neuaustrieb bleibt deutlich unter der ursprünglichen Wuchshöhe und die Pflanzen sehen insgesamt recht dürftig aus. Bliebe das regelmäßige Ausknipsen jedes einzelnen Fruchtansatzes als einzig praktikable Möglichkeit, damit es keine Blühpausen gibt. Machbar ist das schon, sofern man Muße und Zeit dazu hat.

Trotzdem will ich den Pyrenäen-Storchschnabel nicht schlechtreden. Ich stelle nur die Frage in den Raum, ob bei ihm unterm Strich das Aufwand-Nutzen-Verhältnis stimmt.

Geranium pyrenaicum fo. albiflorum – Pyrenäen-Storchschnabel Geranium pyrenaicum fo. albiflorum – Sämlinge

Ist es erst einmal im Garten, braucht man sich um die Vermehrung des Geranium pyrenaicum nicht zu kümmern, die ist – wie gesagt – durch Selbstaussaat reichlich gesichert. Möchte man die Sämlinge verpflanzen, ist jedoch Tempo gefragt, denn dieser Storchschnabel bildet Pfahlwurzeln, weswegen die Pflänzchen nur ganz jung aufgenommen und verpflanzt werden können.

Verwunderlich ist es nicht, dass so ein vitaler Bursche wie der Pyrenäen-Storchschnabel vor Gartenzäunen nicht haltmacht: In Deutschland gilt er mittlerweile als eingebürgerter Neophyt.

Geranium pyrenaicum fo. albiflorum – Pyrenäen-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-40 cm
Blütenfarbe: weiß, Art und die Sorte 'Bill Wallis' (rosa-)violett
Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig-schattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis: eingebürgerter Neophyt

Geranium renardii – Kaukasus-Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Geranium renardii – Kaukasus-Storchschnabel Geranium renardii – Austrieb

Ein ganz besonders reizvoller Storchschnabel – ob Sie sich jetzt die Art oder eine Sorte in den Garten holen. Sein graugrünes Laub erinnert an Krepp-Papier, damit und mit den großen Blüten kommt der Kaukasus-Storchschnabel als "Einzelstück" oder in einer kleinen Gruppierung von höchstens drei Pflanzen am besten zur Geltung.

Geranium renardii liebt trockenere, magere (wenig düngen!) Böden und bildet ansehnliche Horste. In meinem Versuchsgarten hat sich gezeigt, dass man diese Horste nach ein paar Jahren besser verpflanzen sollte, weil sie sonst absterben; das könnte aber auch am Lehmboden hier in Keidenzell liegen. Wie auch immer, ein Schaden ist das Verpflanzen nicht, und bei der Gelegenheit kann man die Pflanze gleich teilen und vermehren. Aus eins mach zwei oder drei.

Geranium renardii – Kaukasus-Storchschnabel Geranium renardii

Sehr attraktiv sind bei diesem Storchschnabel auch die weißen Blüten, die mit kräftig purpurvioletten Adern durchzogen sind. Die Kombination mit der zurückhaltenden Laubfarbe wirkt sehr dezent und edel, ohne langweilig zu sein. Eigentlich bieten sich vom Standort und der Laubfarbe her Salvia officinalis (Echter oder Apotheker-Salbei) oder Salvia nemorosa (Wiesen-/Steppen-Salbei) als optimale Pflanzpartner an, und wer Ton-in-Ton-Kombinationen mag, sollte dieses Ensemble unbedingt ausprobieren. Dazwischen ein paar locker eingestreute Pflanzen von Linum perenne (Ausdauernder Lein – die verblühten Blütenstände als Deko-Element stehen lassen!) sind ebenfalls hübsch. Zur Vor- oder Zwischenpflanzung eignet sich der niedrige Thymus serpyllum 'Albus' (Sand-Thymian).

Geranium renardii 'Philippe Vapelle' – Kaukasus-Storchschnabel Geranium renardii 'Philippe Vapelle'

Sorten und Auslesen gibt es von Geranium renardii erstaunlich wenig, am häufigsten wird im Handel 'Tcschelda' angeboten. 'Tcschelda' ist die verbreitetste Schreibweise für diesen Typ (in der gärtnerischen Fachliteratur, nicht so bei Google), anzutreffen sind aber auch 'Teschelda', 'Techelda', 'Tcschelda', 'Tschelda' (bei Google der Favorit) und 'Tchelda'. Gemeint ist immerhin stets dasselbe, ein Klon von Geranium renardii mit rosavioletten oder purpurvioletten Blüten mit dunkler Aderung. Auf dem Vormarsch ist die Sorte 'Philippe Vapelle' mit – aus eigener Betrachtung und allen anderen Farbbeschreibungen zum Trotz – blauvioletten (auf jeden Fall mehr blau als violett und schon gar nicht rosa) Blüten. 'Philippe Vapelle' ist eine Kreuzung zwischen Geranium renardii und Geranium platypetalum.

Im Langzeitvergleich dieser drei hat sich im Keidenzeller Lehmboden folgende Wertung ergeben:

Geranium renardii – Kaukasus-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-25 cm
Blütenfarbe: weiß, purpur geadert
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis: wertvolle Wildstaude; kreppartige Blätter


Geranium renardii 'Phillipe Vapelle' – Kaukasus-Storchschnabel

Geranium renardii 'Phillipe Vapelle' – Kaukasus-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-25 cm
Blütenfarbe: blauviolett
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis: kreppartige Blätter


Geranium renardii 'Tcschelda' – Kaukasus-Storchschnabel

Geranium renardii 'Tcschelda' – Kaukasus-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-25 cm
Blütenfarbe: rosaviolett, dunkel geadert
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis: kreppartige Blätter

Geranium sanguineum – Blutroter Storchschnabel, Blut-Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Geranium sanguineum – Blutroter Storchschnabel, Austrieb Geranium sanguineum – Austrieb

Beim Blut-Storchschnabel (er ist in Europa heimisch) können die Damen und Herren Garten-Fachautoren leicht von "ausdauernd" und "robust" sprechen, denn wehe du willst Geranium sanguineum loswerden oder den Bestand verkleinern, da hast du aber die Rechnung ohne seine Wurzeln gemacht! Sticht man die fleischigen Rhizome ab oder gräbt man sie aus und es bleibt nur ein Fitzelchen im Boden zurück, treibt die Pflanze daraus neu aus. Ich würde meinem Steingarten, obwohl als idealer Standort häufig empfohlen, diesen Storchschnabel nicht antun wollen. Vor allem würde ich ihn den manchmal doch etwas empfindlichen anderen Pflanzen, die ich dort angesiedelt habe, ersparen.

Geranium sanguineum mit Trifolium rubens 'Red Feathers' Geranium sanguineum mit Trifolium rubens 'Red Feathers'

Ich bevorzuge für den Blut-Storchschnabel eine etwas "hemdsärmelige" Nachbarschaft, die sich damit arrangiert, wenn er ihr auf den Pelz rückt. Sesleria heufleriana und Arabis caucasica beispielsweise behaupten sich gegen ihn, eine Melange mit Trifolium rubens 'Red Feathers' gibt ein harmonisches Bild. Sämlinge von G. sanguineum – der Hauptgrund dafür, dass es im Garten lästig werden kann – versuche ich, so klein wie möglich zu entdecken und so komplett wie machbar (Wurzel-Rhizom) auszugraben. Auf das Kapitel Vermehrung braucht man also bei diesem Storchschnabel nicht näher einzugehen: Stecklinge, Teilung, Wurzelschnittlinge, (Selbst-)Aussaat, alles ist möglich, das ganze Programm.

Geranium sanguineum – Blutroter Storchschnabel Geranium sanguineum

Nun schreibe ich die ganze Zeit davon, wie man den Blut-Storchschnabel loswird, dabei wollen Sie doch sicher wissen, ob es sich lohnt, ihn in den Garten zu holen. Ja, unbedingt, kann ich dazu nur sagen.

Geranium sanguineum bildet mit seinen sattgrünen Blättern kompakte Polster oder Kissen (außen niedriger, zur Mitte hin höher) und hat für einen Storchschnabel recht große Blüten, die nur wenig über dem Laub stehen. Seine fleischigen Rhizome, die sich so schwer komplett entfernen lassen, sind der Grund für seine Trockenheitsverträglichkeit; in feuchterem Boden können die Wurzeln leicht faulen, nicht nur im Winter, sondern auch in nassen Sommern.

Geranium sanguineum var. striatum – Blut-Storchschnabel Geranium sanguineum var. striatum

Das leuchtende Rosaviolett der Blüten ist schon ein wenig speziell, dem einen gefällt’s, dem anderen nicht. Wesentlich zurückhaltender in der Blütenfarbe ist da G. sanguineum var. striatum. Sein Zartrosa mit der dunklen Aderung wirkt dezent und "schreit" nicht quer durch den ganzen Garten. Die Varietät striatum ist insgesamt etwas schwachwüchsiger als die Art, nicht ganz so langlebig und sät sich kaum aus.

Geranium sanguineum – Blutroter Storchschnabel, Blut-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-25 cm
Blütenfarbe: rosaviolett-magenta
Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: extensive Dachbegrünung
Hinweis: kompakter Wuchs; einheimische Staude


Geranium sanguineum var. striatum – Blutroter Storchschnabel, Blut-Storchschnabel

Geranium sanguineum var. striatum – Blutroter Storchschnabel, Blut-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-25 cm
Blütenfarbe: blassrosa, dunkle Aderung
Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: extensive Dachbegrünung
Hinweis:



Ein paar Sorten habe ich noch ausprobiert:

Geranium sanguineum 'Album' – Blutroter Storchschnabel, Blut-Storchschnabel

Der weiße Typ ist wie so oft im Pflanzenreich nicht ganz so kompakt wie die Art und wächst zudem schwächer. In erster Linie fällt jedoch auf, dass er im Sommer keine Blüten mehr macht; nach der Hauptblütezeit im Juni/Juli ist Schluss.

Geranium sanguineum 'Album' – Butroter Storchschnabel, Blut-Storchschnabel

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: extensive Dachbegrünung
Hinweis:


Geranium sanguineum 'Elsbeth' – Blutroter Storchschnabel, Blut-Storchschnabel

'Elsbeth' ist kräftig im Wuchs, konkurrenzstark und wird höher als ihre Verwandtschaft. Das kommt besonders gut zur Geltung, wenn sie höhere, stabile Pflanzen "im Rücken" hat oder zum Beispiel Steine und Objekte. Die Blütenfarbe ist sehr leuchtend und liegt irgendwo zwischen der vom sanguineum und der der Sorte 'Max Frei'. Attraktive Herbstfärbung!

Geranium sanguineum 'Elsbeth' – Blutroter Storchschnabel, Blut-Storchschnabel

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe: leuchtend violettrot
Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: extensive Dachbegrünung
Hinweis: kompakter Wuchs


Geranium sanguineum 'Max Frei' – Blutroter Storchschnabel, Blut-Storchschnabel

'Max Frei' blüht wie die Art bis in den Herbst und bildet dichte Laubkissen. Sein weiteres Plus: Er verträgt einen halbschattigen bis schattigen Standort und seine Blütenfarbe ist zwar leuchtend, tendiert aber ins Rotviolett und ist damit nicht so grell wie das Magenta der Art.

Geranium sanguineum 'Max Frei' – Blutroter Storchschnabel, Blut-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20-25 cm
Blütenfarbe: leuchtend violettrot
Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: extensive Dachbegrünung
Hinweis: kompakter Wuchs

Geranium tuberosum – Knollen-Storchschnabel

Geranium x cantabrigiense 'Biokovo'
Geranium cinereum subsp. subcaulescens
Geranium dalmaticum
Geranium Gracile-Gruppe 'Sirak'
Geranium macrorrhizum
Geranium maculatum
Geranium x magnificum
Geranium nodosum
Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
Geranium renardii
Geranium sanguineum
Geranium tuberosum

Geranium tuberosum – Knollen-Storchschnabel, Austrieb Geranium tuberosum – Austrieb

Dieser Storchschnabel ist etwas für Spezialisten, denn nach der Blüte im Mai (am Naturstandort schon im April) verschwindet die Pflanze komplett und treibt erst im Folgejahr wieder aus ihren Wurzelknollen aus. Und wer will schon fast das ganze Jahr über einen kahlen Fleck im Garten? In seiner Heimat, dem Mittelmeerraum, macht dieser Schutzmechanismus durchaus Sinn, denn so braucht sich die Pflanze im Sommer nicht zu plagen, um ihre Blätter irgendwie über Hitze und Trockenheit zu retten.

Geranium tuberosum – Knollen-Storchschnabel Am Naturstandort mag der Knollen-Storchschnabel ja seine Knöllchen ungezügelt vermehren und sich ausbreiten wie wild. Hier bei uns in Mittelfranken, in Keidenzell, ist das absolut nicht der Fall, ganz im Gegenteil: Wenn du dich nicht erinnerst, dass du an dieser oder jener Stelle im Steingarten Geranium tuberosum versteckt hast, denkst du dir "Was für Unkraut ist das jetzt?", wenn es im Frühjahr seine vier, fünf oder sechs Blättchen in die Höhe reckt.

Geranium tuberosum – Knollen-Storchschnabel Davon, überzählige Geranium-tuberosum-Knöllchen wie mancherorts (Türkei, Asien, habe ich mir sagen lassen) in der Küche zu verwenden und einfach aufzuessen, können wir in Deutschland bloß träumen (zumal die "Knollen" höchsten 1,5 cm dick werden und man deshalb eine Menge braucht). Wir müssen beim Giersch bleiben, wenn Wildkräuter auf den Tisch kommen sollen, da wächst wenigstens ordentlich was hin!

Wenn Sie einen Versuch mit Geranium tuberosum wagen wollen, brauchen Sie einen staunässefreien, eher trockenen Standort, damit seine Knöllchen nicht faulen. (Schwere, verdichtete Böden dazu mit Sand und/oder Splitt vermischen.) Und damit er in der Anfangszeit nicht untergeht (kann ja sein, er breitet sich in manchen Gärten nach und nach doch aus), ist ein Platz in Einzelstellung vorteilhaft, nicht dass er überwachsen wird. Das ruft zumindest hierzulande nach einem Steingarten. Ohne den würde ich mir die Mühe sparen.

Geranium tuberosum – Knollen-Storchschnabel

Wuchshöhe: 20 cm
Blütenfarbe: rosa mit dunklerer Aderung
Blütezeit: Mai
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Steingarten
Hinweis:


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Geranium phaeum
Geranium pratense ('Mrs Kendall Clark')
Geranium pyrenaicum
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Geranium sanguineum
Geranium tuberosum