Oenothera – Nachtkerze

(Pflanzenfamilie: Onagraceae – Nachtkerzengewächse)

Unter den Nachtkerzen – Oenothera – gibt es viele zweijährige Arten. Interessanter sind aber die mehrjährigen, winterharten Arten wie Oenothera fruticosa (Rotstängelige Nachtkerze) und macrocarpa (Missouri-Nachtkerze). Hier erfahren Sie mehr über die Lieblings-Standorte, Pflege und Vermehrung dieser Stauden.

Oenothera fruticosa – Nachtkerze, Blüte Oenothera fruticosa – Blüte

Fast 200 Nachtkerzen-Arten gibt es, die meisten davon eigenen sich jedoch nur bedingt für die Gartenkultur, weil sie zweijährig oder in Deutschland nicht winterhart sind oder nur nachts blühen. Letzteres kann natürlich sehr reizvoll sein, ist aber nicht jedermanns Sache.

Zu den ausdauernden und winterharten Arten, die zudem tagsüber blühen, gehören Oenothera fruticosa und macrocarpa. Mit beiden habe ich über viele Jahre hinweg gute Erfahrungen im Garten gemacht.


Oenothera fruticosa – Rotstängelige Nachtkerze

Oenothera fruticosa – Rotstängelige Nachtkerze Seit über 15 Jahren steht die Rotstängelige Nachkerze nun schon bei mir im Garten am selben Patz. Mit der Zeit hat sie den Horst mit ihren kurzen Ausläufern ein bisschen vergrößert, aber nicht die Welt. Ich bitte jedoch zu bedenken, dass das in zusagenderen Böden als meinem Lehm-Substrat ganz anders aussehen kann. Oenothera fruticosa sät sich zudem bei mir nicht aus.

Ihre großen, gelben Schalenblüten, die wunderbar mit den kupferfarbenen Knospen korrespon­dieren, sind im Sommer ein Highlight im Garten. Damit Oenothera nicht blühfaul wird, sollte man auf die Düngerversorgung achten; Düngermangel wird hier gnadenlos abgestraft, und das wäre mehr als schade, weil erst im nächsten Jahr zu reparieren.

Rote Blütenstängel hat die Rotstängelige Nachtkerze bei mir nicht. Es handelt sich dabei um ein "Kann-Merkmal", das mein aus Samen gezogenes Exemplar nicht aufweist.

Erwähnenswert ist unbedingt noch die rötliche Herbstfärbung dieser dankbaren und pflegeleichten Gartenstaude.

Oenothera fruticosa – Rotstängelige Nachtkerze

Wuchshöhe: 40 cm
Blütenfarbe: gelb
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Insektenmagnet
Hinweis:


Oenothera macrocarpa – Missouri-Nachtkerze
alt: Oenothera missouriensis

Was für eine schöne Nachtkerze: niedriger, horstiger Wuchs mit flach auf dem Boden liegenden Trieben, große, hell- bis zitronengelbe Blüten, an denen wirklich alles gelb ist, und sehr, sehr viel Ausdauer.

Oenothera macrocarpa – Missouri-Nachtkerze

Die Missouri-Nachtkerze verdient einen besonderen Platz im Garten, einen, an dem man sie von allen Seiten im Blick hat und an dem sie mit ihrem fast schon zwergigen Wuchs nicht von anderen Gartenbewohnern verdeckt wird. So, dass man die Blüten immer gut sieht und sie in jedem Stadium bewundern kann, auch als crèmegelbe Knospen und im Verblühen, wenn sie sich orangerot färben. Fantastisch, dass dieses Blütenspektakel vom Hochsommer bis weit in den Herbst anhält.

Oenothera macrocarpa – Missouri-Nachtkerze Oenothera macrocarpa – Austrieb

Um zu voller Schönheit heranzuwachsen, braucht Oenothera macrocarpa einen durchlässigen Boden, denn sie verträgt keine Staunässe. Wenn Sie ihr den bieten können, ist sie eine dankbare Beetpflanze, ansonsten empfiehlt sich ein Platz im Steingarten.

Trotz ihrer Abneigung gegen Staunässe, möchte die Missouri-Nachtkerze allgemein nicht zu trocken stehen, vollsonnige Standorte sind ihr dabei sehr angenehm.

Ein kleiner Vermehrungstipp für alle, denen eine Oenothera macrocarpa im Garten nicht genug ist: Sie lässt sich leicht über Triebstecklinge vermehren. Dazu werden die Triebe knapp unterhalb eines Blattpaares geschnitten, diese Blätter sowie eventuell Blüten entfernt und die Stecklinge in sandige Erde gesteckt. Gleichmäßig feucht halten.

Oenothera macrocarpa – Missouri-Nachtkerze

Wuchshöhe: 25 cm
Blütenfarbe: hellgelb bis zitronengelb
Blütezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Insektenmagnet
Hinweis: besonders große Blüten



Weitere Stauden­gattungen

Acanthus (Bärenklau)
Achillea (Schafgarbe)
Acinos (Steinquendel)
Aconitum (Eisenhut)
Aconogonon (Bergknöterich)
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Ajuga (Günsel)
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Chamaemelum (Teppich-Kamille)
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Dictamnus (Brennender Busch)
Digitalis (Fingerhut)
Dracocephalum (Drachenkopf)
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Echinacea (Scheinsonnenhut)
Echium (Natternkopf)
Epilobium (Weidenröschen)
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Geranium (Storchschnabel)
Geum (Nelkenwurz)
Gillenia (Dreiblattspiere)
Gypsophila (Schleierkraut)
Helenium (Sonnenbraut)
Helianthemum (Sonnenröschen)
Heliopsis (Sonnenauge)
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Hypericum (Johanniskraut)
Hyssopus (Ysop)
Iberis (Schleifenblume)
Jasione (Sandglöckchen)
Kalimeris (Schönaster)
Kniphofia (Fackellilie)
Lavandula (Lavendel)
Leonurus (Herzgespann)
Leucanthemum (Garten-Margerite)
Liatris (Prachtscharte)
Ligularia (Goldkolben)
Linum (Lein)
Lithospermum (Steinsame)
Lupinus (Lupine)
Lychnis (Lichtnelke)
Lysimachia (Felberich)
Lythrum (Blut-Weiderich)
Malva (Malve)
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Mentha (Minze)
Monarda (Indianernessel)
Nepeta (Katzenminze)
Oenothera (Nachtkerze)
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Origanum (Dost, Oregano, Majoran)
Paeonia (Pfingstrose)
Papaver (Mohn)
Penstemon (Bartfaden)
Petrorhagia (Felsennelke)
Phlomis (Brandkraut)
Phlox (Flammenblume)
Platycodon (Ballonblume)
Polemonium (Jakobsleiter)
Polygonatum (Salomonssiegel)
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Pulsatilla (Kuh-/Küchenschelle)
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Ruta (Wein-Raute)
Salvia (Salbei)
Sanguisorba (Wiesenknopf)
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Satureja (Bohnenkraut)
Saxifraga (Steinbrech)
Scabiosa (Skabiose)
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Sempervivum (Hauswurz)
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Tanacetum (Bunte Margerite)
Teucrium (Gamander)
Thymus (Thymian)
Tiarella (Schaumblüte)
Tradescantia (Dreimasterblume)
Trifolium (Klee)
Trollius (Trollblume)
Verbascum (Königskerze)
Verbena (Verbene)
Vernonia (Arkansas-Scheinaster)
Veronica (Ehrenpreis)
Veronicastrum (Arzneiehrenpreis)
Vinca (Immergrün)
Viola (Veilchen)
Waldsteinia (Waldsteinie)
Yucca (Palmlilie)


Oenothera fruticosa
Oenothera macrocarpa