Penstemon digitalis – Fingerhut-Bartfaden

Dieser Bartfaden hat ein "sonniges Gemüt": Er gedeiht fast überall und arrangiert sich mit seinen Nachbarn. Wegen seiner dezenten Blütenfarbe und seiner hochsommerlichen Blütezeit harmoniert er zudem mit den unterschiedlichsten Pflanzen.

Penstemon digitalis – Fingerhut-Bartfaden Penstemon digitalis

In unserem schweren Lehmboden gehört Penstemon digitalis zu den kurzlebigen Bartfaden-Arten. Um ihn in solchen Situationen dennoch zu behalten, sollte die Pflanze alle zwei bis drei Jahre aufgenommen, geteilt und an einem anderen Standort/an anderen Standorten neu gepflanzt werden. Sofern Sie nicht im Rahmen der allgemeinen Pflegearbeiten die verblühten Blütenstängel abschneiden, sondern stehen lassen, erhält er sich auch durch Selbstaussaat. Ein humoser, lockerer Boden ist seiner Dauerhaftigkeit sicher zuträglich.

Penstemon digitalis gilt als eine der härtesten Arten. Das bezieht sich nicht nur auf seine Winterhärte, sondern ganz allgemein darauf, dass es sich um eine robuste Staude handelt, die so schnell nichts krumm nimmt.

Der botanische Name Penstemon digitalis bezieht sich übrigens auf die glockige Blütenform, die wie bei der Gattung Digitalis (Fingerhut) an den Fingerhut als Handwerkszeug der Schneider erinnert. Er bedeutet nicht, dass Penstemon digitalis die Eigenschaften der Gattung Digitalis teilt und giftig ist.


Penstemon digitalis 'Husker's Red' – Fingerhut-Bartfaden

Eine sehr schöne Sorte mit auffälligem, rötlichem Laub und purpurnen Blütenstängeln. Den Standort für diese Sorte sollte man etwas sorgfältiger wählen als für die Art und gut auf lockeren Boden achten.

'Husker's Red' sät sich ebenfalls aus, es kann jedoch sein, dass die Sämlinge auf die Art mit grünen Blättern und Blütenstielen zurückfallen.


Penstemon digitalis 'Husker's Red' – Fingerhut-Bartfaden

Wuchshöhe: 70-100 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Solitär; Bienenweide
Hinweis:


Penstemon hirsutus var. pygmaeus oder: Penstemon hirsutus 'Pygmaeus' – Haariger Bartfaden, Zottiger Bartfaden

Haariger/Zottiger Bartfaden – dieser deutsche Name klingt eher, als ginge es um einen Yeti oder Yak, nicht aber um so einen niedlichen Zwerg aus dem Staudenreich. "Pygmaeus" passt da schon eher.

Geben Sie Penstemon hirsutus var. pygmaeus am besten einen Platz im Steingarten. Trockenen, durchlässigen Boden braucht er unbedingt, so viel Sonne, wie in der Fachliteratur oft angegeben, jedoch nicht. Bei uns steht er im Steingarten absonnig und das nun schon seit Jahren. (Man sollte deshalb nicht nur von Kollegen abschreiben, sondern auch mal eigene Erfahrungen sammeln …)


Penstemon hirsutus var. pygmaeus oder: Penstemon hirsutus 'Pygmaeus' – Haariger Bartfaden, Zottiger Bartfaden

Wuchshöhe: 10 cm
Blütenfarbe: weißlich-rosa
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-absonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Steingarten
Hinweis:

Der Pinienblättrige Bartfaden ist ebenfalls ein Kandidat für den Steingarten. Er braucht einen durchlässigen Boden und verträgt keine Winter-Staunässe (deshalb haben wir Penstemon pinifolius – Pinienblättriger Bartfaden, Blüten ihn im Steingarten auch ziemlich obendrauf gesetzt, das hat sich bewährt). Einen Schutz vor Winter­sonne – wie oft empfohlen – hatte er im Versuchsgarten allerdings noch nie. Da waren wir all die Jahre zu nachlässig, und der Penstemon pinifolius hat verstanden, dass wir nicht überall sein können … Logisch wäre der Schutz vor Wintersonne indes schon, denn der Pinienblättrige Bartfaden ist wintergrün, wirft also seine Blättchen im Herbst nicht (komplett) ab.

Penstemon pinifolius – Pinienblättriger Bartfaden, Sämling Penstemon pinifolius – Sämling

Penstemon pinifolius ist mit seinem nadelartigen Laub sowie den schmalen, röhrenartigen Blüten (Slim-fit im Staudenreich sozusagen) trotz seiner geringen Größe eine auffällige Erscheinung. Die Blütezeit beginnt übrigens definitiv schon im Juni, nicht erst im Juli, wie meist zu lesen ist. Sein Nachbar bei uns: Alyssum murale – es darf durchaus auch mal leuchten.

Seine Vermehrung macht uns der Pinienblättrige Bartfaden extrem leicht: Auf dem Boden aufliegende Triebe bilden Wurzeln – vorzugsweise in Sand. Man braucht also nur die bewurzelten Triebe zu kappen (von der Mutterpflanze zu trennen), wenn es so weit ist, und zu topfen oder verpflanzen. Simpler geht’s nicht. Mit einer Portion Glück zeigen sich im Garten hin und wieder sogar Sämlinge, als Wohlfühlbonus des Penstemon pinifolius sozusagen. Achtung also, falls Ihnen im Garten so ein Zwerg begegnet, und nicht leichtsinnig als "Unkraut" entsorgen!


Penstemon pinifolius – Pinienblättriger Bartfaden

Wuchshöhe: 20-30 cm
Blütenfarbe: orangerot
Blütezeit: Juni, Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Bienenweide; Steinanlagen
Hinweis: wintergrün



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Penstemon digitalis ('Husker's Red')
Penstemon hirsutus var. pygmaeus
Penstemon pinifolius