Satureja montana – Berg-Bohnenkraut

(Pflanzenfamilie: Lamiaceae – Lippenblütler)

Satureja montana – Berg-Bohnenkraut Eigentlich ist das Berg-Bohnenkraut ein Halbstrauch, weil die Übergänge jedoch fließend sind, zählt man es zu den Stauden und nicht zu den Gehölzen.

Satureja montana möchte ich in keinem Gartenteil missen – nicht im Steingarten oder im Beet und natürlich nicht im Kräutergarten, da gehört sie unbedingt hin; sie ist ja ein Würzkraut für die Küche.

Ob Insekten das Berg-Bohnenkraut ebenfalls würzig oder eher lieblich finden, bleibt ein Geheimnis. So oder so ist es ein Insektenmagnet: Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und andere tummeln sich auf den Blüten.

Satureja montana – Berg-Bohnenkraut
Neuaustrieb nach Rückschnitt

Als Halbstrauch zieht Satureja montana im Winter nicht ein, sondern bleibt in voller Größe erhalten (wenn ich das bei 30-40 cm Höhe mal so sagen darf). Solche Pflanzen, zu denen auch Thymus vulgaris (Garten-Thymian), Hyssopus officinalis (Ysop) und Salvia officinalis (Echter Salbei) beispielsweise zählen, sind ein prima Merker bei Pflegearbeiten im Frühling, wenn noch nicht alle Stauden ausgetrieben haben: "Da war doch eine Glockenblume links vom Bohnenkraut!?" Was die Überlebenschance der Glockenblume natürlich sofort immens erhöht. Bei dieser Gelegenheit im März/April sollten Sie die Satureja zurechtstutzen und die verholzten Triebe vom Vorjahr ziemlich radikal zurückschneiden.

Satureja montana – Berg-Bohnenkraut Wenn erst mal ein Berg-Bohnenkraut im Garten ist, brauchen Sie sich um weitere nicht zu kümmern: Bestäubt werden seine zahlreichen kleinen weißen Blütchen dank des regen Insektenbesuchs auf jeden Fall und deshalb tauchen im Garten gelegentlich Sämlinge auf. Wo sie dazupassen, lässt man sie stehen, die übrigen sind schnell ausgerissen. Für Ihr erstes Exemplar wählen Sie am besten ein sonniges Plätzchen in durchlässigem Boden (vor allem ohne Staunässe), der gern ungedüngt sein und bleiben darf. Je magerer der Boden (und je sonniger der Standort), desto aromatischer sind die Blättchen, die in der Küche vielseitig verwendet werden können: natürlich zu Bohnengerichten, aber auch zu Fleisch-, Fisch- und Eierspeisen. In manchen Gegenden Deutschlands sind sie ein Muss in der Kartoffelsuppe!

Im Gemüsegarten – zu Stangen- oder Buschbohnen – würde ich eher das einjährige Bohnenkraut (Satureja hortensis) säen, denn dort sollte man ja die Fruchtfolge einhalten, und es stört nur, wenn da etwas viele Jahre am gleichen Platz stehen bleiben möchte.

Satureja montana – Berg-Bohnenkraut

Wuchshöhe: 30 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Steingarten
Hinweis: Heil- und Gewürzpflanze



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