Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster, Weiße Goldrute
alt: Aster ptarmocoides
uralt: Oligoneuron album
steinalt: Aster ptarmicoides

Du kannst im Bereich Pflanzen/Botanik hinlangen, wo du willst, du langst immer in die – Pardon! – ins Chaos. Mal mehr, mal weniger.

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster

Bei der Weißen Hochland-Aster ist das Kuddelmuddel besonders groß. Sie war tatsächlich zunächst den Astern zugeschlagen (Aster ptarmicoides), dann aufgrund neuerer Untersuchungen in eine eigens geschaffene (für sie und fünf weitere Arten) neue Gattung mit dem Namen Oligoneuron als Oligoneuron album ausgelagert. Ein paar Jahre später kam die Rolle rückwärts, die Weiße Hochland-Aster wurde wieder in die Astern integriert und hieß erneut Aster ptarmicoides. Dann der Paukenschlag – dank molekularbiologischer Untersuchungen erkannte man: Diese Aster ist in Wahrheit eine Goldrute und ward sogleich als Solidago ptarmicoides in die Gattung der Goldruten aufgenommen.

Gleichgeblieben ist in all der Zeit stets der der deutsche Name Weiße Hochland-Aster und sie ist deshalb die einzige mir bekannte Pflanze, die man am besten unter der deutschen Bezeichnung kauft, um zu bekommen, was man möchte. In den Gärtnereien dümpeln nämlich neben dem neuen nach wie vor noch reichlich die alten botanischen Gattungs- und Artnamen herum. Und bis sich der neu übergestülpte deutsche Name "Weiße Goldrute" durchsetzt, das dauert.

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster

Unabhängig vom ganzen Heckmeck der Botaniker ist Solidago ptarmicoides eine – wie ich finde – für unsere Gärten unentbehrliche Staude. Ihr kuppelförmiger Wuchs prädestiniert sie geradezu zur Einzelstellung im Steingarten. Schön auch im Beet, sofern keine anderen Pflanzen zu nahe stehen und ihre Wuchsform verdecken. Leider – das muss ich ebenfalls sagen – können ihre eigentlich kompakten kugeligen Horste bei extremer Trockenheit (über Wochen kein Tropfen Regen, dazu Sonne und Sommerhitze) oder längerem starkem Wind etwas auseinanderfallen.

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster

Neben steinigen und sandigen Böden toleriert die Weiße Hochland-Aster Lehmboden (sogar schweren Lehmboden wie in meinem Garten), worauf sie Wert legt, das sind kalkhaltige Standorte. Pflege braucht Solidago ptarmicoides so gut wie keine, ab und zu mal einen kräftigen Schluck Wasser eben, wenn's gar nicht regnen will, und irgendwann schneiden wir halt die verblühten Blütentriebe ab.

Die Weiße Hochland-Aster ist mit ihrer Wuchsform, der langen Blütezeit und der vielseitigen "neutralen" Blütenfarbe Weiß auf alle Fälle eine Bereicherung für den Garten – für jeden Garten!

Solidago ptarmicoides – Weiße Hochland-Aster, Weiße Goldrute

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-trocken
Verwendung: Bienenweide
Hinweis: wertvolle Wildstaude


Solidago virgaurea – Gewöhnliche Goldrute

Solidago ptarmicoides
Solidago virgaurea
Solidago 'Strahlenkrone'
Solidago virgaurea – Gewöhnliche Goldrute

Solidago virgaurea ist die einheimische Gewöhnliche Goldrute, die ich in der Natur selbst noch gar nicht gesehen habe.

Eigen ist die Gewöhnliche Goldrute nicht, Sie dürfen also bei der Standort-Wahl großzügig sein. Präferenzen: leicht saurer Boden, gern lehmig. Dank dieser Anpassungsfähigkeit bringt Solidago virgaurea alles mit, was man als heimische Pflanze zum Verwildern in naturnahen Gärten
Naturnaher Garten:
Ein Garten, der weitgehend unter Verwendung von heimischen Pflanzen angelegt ist.

oder in Wildstaudenpflanzungen
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstaudenpflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche beschränken.

braucht.

Solidago virgaurea – Fruchtstand Solidago virgaurea – Fruchtstand

Falls sie sich nicht aussäen und dadurch ausbreiten darf, sollten Sie daran denken, Verblühtes noch vor der Samenreife abzuschneiden. Mit dieser einfachen Pflegemaßnahme wird aus der "wilden" Goldrute ein zahmes Pflänzchen, das brav an den zugedachten Standorten bleibt und somit am sonnigen bis halbschattigen Gehölzrand genauso einsetzbar ist wie im ganz normalen Staudenbeet.

Ein Hinweis: Die Blütenstiele der Gewöhnlichen Goldrute neigen dazu, sich Wind und Regen zu beugen und sich hinzulegen. Das sollten Sie bei der Beetgestaltung berücksichtigen.


Solidago virgaurea – Gewöhnliche Goldrute

Wuchshöhe: 70-90 cm
Blütenfarbe: gelb
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-trocken
Verwendung: Bienenweide
Hinweis: wertvolle Wildstaude
Heilpflanze


Solidago 'Strahlenkrone' – Garten-Goldrute

Solidago ptarmicoides
Solidago virgaurea
Solidago 'Strahlenkrone'
Solidago Hybride 'Strahlenkrone' – Garten-Goldrute

Endlich eine Möglichkeit, auch in kleineren Gärten eine Goldrute anzusiedeln: Die Sorte 'Strahlenkrone' ist niedrig und bleibt kompakt, kann also problemlos ins Staudenbeet integriert werden. Wer auch immer ihre Eltern sein mögen, deren eventueller Vermehrungsdrang über Ausläufer und/oder Samen wurde nicht vererbt.

Solidago Hybride 'Strahlenkrone' – Garten-Goldrute

Mir sieht sie allerdings ein wenig zu "aufgeräumt" aus. Andererseits wirken ihre Blütenstände fast schon bizarr und sind allein deshalb ein echter Hingucker – im Beet und im Blumenstrauß in der Vase‚ (die Blütenstiele ruhig bereits in knospigem Zustand schneiden).

Solidago Hybride 'Strahlenkrone' – Garten-Goldrute

Solch ein militärisch gerader Wuchs verträgt gut ein bisschen Auflockerung: Vergesellschaften Sie die 'Strahlenkrone' doch mal mit einer Kleinblütigen Bergminze (Clinopodium nepeta), einer Taglilie (Hemerocallis-Hybride) oder einem Kaukasus-Gamander (Teucrium hircanicum).

Diese Solidago-Hybride gehört nicht ohne Grund zu den bekanntesten und beliebtesten Sorten. Sie kommt praktisch mit jedem Standort zurecht (inklusive schwerem Lehmboden), verträgt Trockenphasen und wächst und blüht noch unter Diät-Bedingungen, also in nährstoffärmeren Böden.


Solidago 'Strahlenkrone' – Garten-Goldrute

Wuchshöhe: 50-70 cm
Blütenfarbe: leuchtend gelb
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Bienenweide
Hinweis: straffer, säulenförmiger Wuchs


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Solidago ptarmicoides
Solidago virgaurea
Solidago 'Strahlenkrone'