In den Schoß fällt ein eigenes Gartenreich nicht mal dem ambitioniertesten Hobbygärtner, der sich intensiv mit Boden, Standort, Klima und der Pflanzenauswahl befasst, bevor er loslegt. Ganz abgesehen von den "unerwünschten Beikräutern", die nicht unbedingt aus der unmittelbaren Nachbarschaft stammen müssen, sondern durchaus mit dem Pflanzenkauf importiert (also schlichtweg eingeschleppt) sein können. Nicht selten dämpfen zudem die Witterung sowie Schädlinge die Euphorie gewaltig.

Davon darf sich niemand entmutigen lassen, denn eines sollte im Vordergrund stehen: die Freude am Gärtnern. Gibt es etwas Spannenderes, als die Natur zu beobachten, und etwas Gesünderes, als sich bei Bewegung an der frischen Luft ein schönes Fleckchen Erde zu schaffen? Immer nach dem Grundsatz, dass nichts und niemand perfekt ist, und jedes Leben wachsen muss.

Denn was man im Garten lernen kann, sind Geduld und Ausdauer. Ein tolles Training, das so manches Seminar und etliche Coaches spart!

Das Internet – Spielwiese für jedermann

Falsche Aussagen findet man im Internet zu allen nur denkbaren Themen zuhauf. Der Garten, die Gartengestaltung und Pflanzen wie Stauden, Gräser und Gehölze machen da keine Ausnahme. Das Problem: Als Laie kann man ob der scheinbaren Fachkompetenz, die die Seiten vermitteln, gar nicht anders, als ihnen Glauben zu schenken. Man weiß es schließlich nicht besser, deshalb sucht man ja!

Genauer betrachtet beschränkt sich die Kompetenz solcher Seiten auf eine ansprechende Optik und auf Emotionen weckende Bilder. Damit wird in der Regel allerdings großzügig umgegangen und so kann durchaus ein Foto von einjährigen, nicht winterharten Pflanzen eine Seite über mehrjährige, winterharte Stauden zieren. Ein paar "Fachkenntnisse", die uns sogenannte Autoren vermitteln, stelle ich hier mal am Beispiel Akelei (Aquilegia) richtig.

Gib der Akelei die Sporen! – "Gärtnerlatein" aus dem Netz

Das Buch mit sieben Siegeln: die botanische Nomenklatur

Die – man könnte fast sagen – gedankenlosen Veröffentlichungen im Netz bekümmern mich. Doch nicht nur die. Von Jahr zu Jahr bereiten mir die botanische Nomenklatur und die Zuordnung der einzelnen Pflanzen zu Gattungen und Arten mehr Bauchschmerzen. Zwar haben wir dank weltweiter Vernetzung heute Zugriff auf viele Datenbanken, deren Betreuer bemüht sind, den jeweils aktuellsten Wissensstand weiterzugeben.

Mit zunehmender Erforschung auch der molekularbiologischen Eigenschaften der Pflanzen wird das System allerdings immer uneinheitlicher statt eindeutiger. Der Grund: Die Wissenschaftler spalten sich in (wenigstens) zwei Lager. Während die einen weiterhin die schon immer praktizierte Einteilung der Pflanzen nach morphologischen (optischen) Gesichtspunkten favorisieren, wenden sich die anderen ganz den Erkenntnissen aus chemischen Analysen zu. Und schon ist das Chaos perfekt, denn jeder sieht andere Zugehörigkeiten und arbeitet mit anderen botanischen Namen.

Die auf meinen Seite genannten botanischen Namen sind in akribischer Kleinarbeit zusammengetragen und nach besten Wissen und Gewissen zugeordnet. Trotzdem: Alles ohne Gewähr.

Folgender Nachschlagewerke und -seiten habe ich mich dazu unter anderem bedient:




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