Balou

Besonders häufige tierische Pflanzenschädlinge

Blattläuse

Blattläuse

Besonders häufige tierische Pflanzenschädlinge

Blattläuse
Schnecken
Weiße Fliege
Wühlmäuse
Engerlinge
Amsel und Spatz

Spezialisierte tierische Pflanzenschädlinge

Afterraupen
Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch
Malven-Erdfloh
Spitzmausrüssler
Ulmenblasenlaus

Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Rote Blattläuse Die am häufigsten auftretenden Schädlinge an Pflanzen sind Blattläuse, ob im Ziergarten, an Gemüsepflanzen oder an Zimmerpflanzen; und es gibt – wie sollte es anders sein – die verschiedensten Arten davon.

Die Läuse schwächen die Pflanzen, indem sie diese bevorzugt an Wachstumspunkten mit ihren Stechwerkzeugen anstechen und die nährstoffreichen Säfte saugen. Da der Pflanzensaft sehr zuckerreich ist – die Blattläuse aber so viel Zucker nicht benötigen –, scheiden Blattläuse Zuckersaft aus, der sich auf den Blättern und um die Pflanzen herum ansammelt. Auf diesem Zuckersaft siedeln sich Schwärzepilze an, was wiederum dazu führt, dass die so "gezuckerten" Pflanzenteile kein Licht mehr erhalten; das bedeutet, dass die Pflanzen zusätzlich geschwächt werden. Gleichzeitig übertragen Läuse verschiedene Viren und verursachen dadurch sogenannte Virosen.

Durch das Anstechen der Pflanze an den Wachstumspunkten entstehen an neuen Blättern und Trieben zudem Zellschäden, die als deutlich sichtbare Verformungen auffallen.

Gemeine Florfliege Gemeine Florfliege

Wohl jeder Gärtner hat schon bemerkt, wie Blattläuse von Ameisen "gemolken" werden. Ameisen an Pflanzen sind deshalb immer ein sicheres Zeichen für einen Schädlings- (eben meist Blattlaus-)Befall.

Zur Bekämpfung von Blattläusen gibt es viele Mittel und Methoden. Die einfachste im Ziergarten – und zudem die effektivste –, nämlich nichts zu tun, mag vielen widerstreben, hat aber die größten Erfolgsaussichten. Das Ganze funktioniert so:

Florfliegenlarve Hungriges "Ungeheuer": die Florfliegenlarve

Treten Blattläuse auf, so dauert es eine gewisse Zeit, bis sich Nützlinge (u. a. Florfliegen, Marienkäfer und Schwebfliegen, deren Larven alle großen Appetit auf Blattläuse haben) einfinden. Die Nützlinge vermehren sich umso stärker, je mehr Schädlinge es gibt. Ein starker Befall von Blattläusen verschwindet nach einigen Wochen. Greifen Sie allerdings bei einem Befall sofort zur Giftspritze (egal ob biologische oder chemische Mittel), werden in der Regel nicht alle Läuse getötet und die Überlebenden sorgen in kurzer Zeit für den gleichen Befall wie vor der Spritzung. Nur mit dem Unterschied, dass ihnen dann weniger Nützlinge entgegentreten, weil für die ja vorübergehend Nahrungsknappheit herrschte.


Schnecken

Gehäuseschnecken
 
Nacktschnecke

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Blattläuse
Schnecken
Weiße Fliege
Wühlmäuse
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Spezialisierte tierische Pflanzenschädlinge

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Ulmenblasenlaus

Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Schneckenfraß an Paprika Schneckenfraß an Paprika

Ganz klar, dass ich das Problem Schnecken mit als Erstes hier anspreche. Zu diesem Thema habe ich eine kleine Broschüre, meine Schneckenpost, zusammengestellt – nicht ganz ohne sarkastischen Unterton, was die einzelnen Methoden der Schneckenbekämpfung anbelangt. Von Schneckenkorn über Indische Laufenten bis hin zu Hausmittelchen kommt schließlich einiges zusammen, womit man den unangenehmen Garten-Mitbewohnern zu Leibe rücken kann.

Allen Bemühungen zum Trotz waren in meinem Garten noch jedes Jahr am Ende die Schnecken in der Überzahl. Wir müssen einfach damit leben. Damit wir das etwas gelassener und entspannter tun können, gibt es nur eines: den Schutz der natürlichen Feinde der Schnecken.

Igel Igel

Schaffen Sie also Lebensraum für Igel, Spitzmäuse, Maulwürfe, Stare, Drosseln, Amseln, Elstern, Frösche/Kröten, Salamander und Blindschleichen, sie alle haben Schnecken zum Fressen gern. Laufkäfer und Glühwürmchen sowie deren Larven, Kurzflügelkäfer und Hundertfüßler vertilgen Schneckengelege und Jungschnecken.

Weinbergschnecke Weinbergschnecke

Mit einem Garten, der diesen Helfern das bietet, was sie brauchen, sorgen Sie für das nötige ökologische Gleichgewicht. Betrachten Sie Reisig- und Totholzhaufen also nicht als störende Elemente, sondern integrieren Sie sie, indem heimische Pflanzen die abgestorbenen Äste flankieren. Lassen Sie herabgefallenes Laub unter Sträuchern und Bäumen liegen. Freuen Sie sich über viele Weinbergschnecken, selbst wenn umstritten ist, ob sie tatsächlich die Eigelege von Nacktschnecken vertilgen; sie richten jedenfalls nicht sehr viel Schaden an.

Schneckeneier Schneckeneier

Legen Sie Bretter aus, unter die sich die Nacktschnecken tagsüber verkriechen und leicht abgesammelt werden können. Beseitigen Sie gleich die Eigelege der Nacktschnecken, wenn Ihnen die kleinen weißen bis gelblichen, fast durchsichtigen Kügelchen bei der Gartenarbeit begegnen. (Nacktschnecken-Eier sind etwas kleiner als die der Weinbergschnecken. Den Unterschied zwischen beiden zu erkennen, ist problematisch und letztlich auch oft Gefühlssache).

Im Laufe der Jahre wird sich so die Situation entspannen. Und wem das alles zu lange dauert, dem bleibt immer noch die Wahl: absammeln und vernichten und notfalls eben Schneckenkorn oder Bierfallen oder Laufenten oder …

Mehr zum Thema hier: Schneckenpost

Zum Öffnen der Schneckenpost benötigen Sie Adobe Acrobat Reader, den Sie bei Adobe kostenlos herunterladen können.

Und noch eine nette Sache hab' ich für Sie gefunden: Patricks Schneckenschreck


Weiße Fliege bzw. Mottenschildlaus

Besonders häufige tierische Pflanzenschädlinge

Blattläuse
Schnecken
Weiße Fliege
Wühlmäuse
Engerlinge
Amsel und Spatz

Spezialisierte tierische Pflanzenschädlinge

Afterraupen
Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch
Malven-Erdfloh
Spitzmausrüssler
Ulmenblasenlaus

Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Weiße Fliege bzw. Mottenschildlaus Weiße Fliege

Im geschützten Kleinklima von Gewächshäusern, doch auch in windgeschützten Ecken im Freiland bringt uns so manches Jahr die Weiße Fliege bzw. Mottenschildlaus zur Weißglut. Sie vermehrt sich bei Temperaturen ab 18 °C rasend schnell. Übersehen können wir die Mottenschildlaus nicht, denn bei der kleinsten Berührung der befallenen Pflanzen fliegt meist ein ganzer Pulk der kleinen weißen Tierchen auf. Der eigentliche Schaden, den die Mottenschildlaus anrichtet, ist ähnlich dem, den Blattläuse verursachen.

Um die Weiße Fliege loszuwerden, hat sich in meinem Garten die chemische Keule nicht bewährt. Bessere Ergebnisse erziele ich mit Paraffinöl-Spritzungen (obwohl es eigentlich nur an hartlaubigen Pflanzen wie etwa Lorbeer eingesetzt werden soll). Es tötet die erwachsenen Tiere, die Larven sowie die Eier ab. Empfehlenswert ist bei starkem Befall mehrmaliges Spritzen der ganzen Pflanzen. Oder noch besser: Tauchen Sie wenn möglich die betroffenen Pflanzen in die Paraffinöl-Mischung. Bis zum völligen Abtrocknen sollten Sie die behandelten Pflanzen nicht direkt der Sonne aussetzen (Brennglaseffekt!). Schreiten Sie deshalb bevorzugt an trüben Tagen zur Tat.

Von den viel gepriesenen Gelbtafeln oder -stickern halte ich wenig. Natürlich habe ich sie ausprobiert, doch was am seltensten daran kleben blieb, waren Weiße Fliegen. Aus ökologischer Sicht also völlig kontraproduktiv.


Wühlmäuse, Schermäuse

Wühlmaus
 

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Weiße Fliege
Wühlmäuse
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Ameisen
Wespen

Balou mit Wühlmaus

So leid es mit tut – auch gegen Wühlmäuse habe ich noch keine "Medizin" gefunden, die wirklich hilft. Unser Kater Balou mühte sich redlich, der Invasion Herr zu werden; leider mit nur mäßigem Erfolg. Vielleicht hätte er aber auch einfach nur probieren sollen, die Population auf dem Grundstück zu dezimieren, statt sich vornehmlich um die auf der angrenzenden Wiese zu kümmern (wobei das vermutlich Feldmäuse sind, die sich von den Wühlmäusen praktisch nur anhand des Gebisses unterscheiden lassen).

Wenn es denn sein muss: Das beste "Mittel", um Wühlmäuse loszuwerden, sind immer noch Fallen (falls die Katze/der Kater nicht reicht oder einfach keine Lust hat). Die Fallen müssen natürlich regelmäßig kontrolliert, gegebenenfalls geleert und neu in die Gänge gelegt werden. Als Lockmittel funktioniert Vollmilchschokolade recht gut; es muss noch nicht einmal eine Edelmarke sein.

Wühlmaus

Dieses Prozedere ist sicher nichts für zarte Gemüter, aber leider unerlässlich, spätestens dann, wenn die Mäuse am helllichten Tag über die Terrasse huschen. Im Zweifelsfall denken Sie einfach daran, wie Sie mit den Schnecken umgehen und versuchen zu vergessen, dass die Wühlmäuse einen kuscheligen Pelz haben und eigentlich ganz niedlich aussehen.

Dass Wühlmäuse bestimmte Pflanzen beziehungsweise deren Wurzeln meiden, kann ich so nicht unterschreiben; Sie glauben gar nicht, was mir alles schon weggefressen wurde.



Engerlinge

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Blattläuse
Schnecken
Weiße Fliege
Wühlmäuse
Engerlinge
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Spezialisierte tierische Pflanzenschädlinge

Afterraupen
Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch
Malven-Erdfloh
Spitzmausrüssler
Ulmenblasenlaus

Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Engerlinge Engerlinge! Dieser Ausruf sorgte in meiner Kindheit nahezu für Panik unter allen benachbarten Gartlern, war doch "Engerling" praktisch ausschließlich das Synonym für die Larven von Mai- und Junikäfern, die als große Blattschädlinge galten. Früher, das war aber die Zeit, in der uns das Brummen der Maikäfer (Melolontha melolontha) und Junikäfer (Amphimallon solstitiale) während der Frühsommermonate allabendlich begleitet hat und ihre Fraßschäden an Laubbäumen erst bei Tageslicht sichtbar wurden.

Heute brummt es an Mai- und Juniabenden nur noch verhalten; zumindest bei uns. Und Fraßschäden sehen wir gar nicht.

Nicht nur die Larven von Mai- und Junikäfern heißen allerdings Engerlinge. Es gibt auch noch einige andere Käfer mit ähnlichen, für einen Laien schwer zu unterscheidenden Larven: Hirschkäfer (Lucanus cervus), Nashornkäfer (Oryctes nasicornis), Rosenkäfer (z. B. Cetonia aurata, der Gold-Rosenkäfer) etc.

Rosenkäfer auf Alcea rugosa Gold-Rosenkäfer in Alcea-rugosa-Blüte

Grundsätzlich sollte man davon ausgehen, dass Engerlinge im Kompost oder in abgestorbenem Holz zu den "Guten" gehören und der Nachwuchs zum Beispiel vom Nashornkäfer (ernährt sich von verrottendem Holz) oder vom Rosenkäfer (lebt von organischem Material aller Art) sind.

Deshalb meine Bitte: Greifen Sie nur ein, wenn Sie an Pflanzenwurzeln sehr viele Engerlinge finden. Am sinnvollsten ist dann eine mechanische Bekämpfung durch Um-/Ausgraben und Absammeln der Larven. Ein Stück von Gärten entfernt in der Natur ausgesetzt, und die Insektenvielfalt bleibt erhalten!


Vögel – Amseln und Spatzen (Sperlinge)

 

Besonders häufige tierische Pflanzenschädlinge

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Afterraupen
Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch
Malven-Erdfloh
Spitzmausrüssler
Ulmenblasenlaus

Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Amselmännchen mit Futter Amsel-Mann mit Futter

Wer am Morgen den Garten betritt und die am Vortag liebevoll gepflanzten neuen Setzlinge (vorzugsweise von Gemüsepflanzen) nicht mehr findet, sollte sich umsehen, ob nicht vielleicht ein rundgefressener Spatz (Sperling) zwischen den Beeten liegt und genüsslich verdaut. Vor allem junge Salatpflanzen sind für Spatzen eine Delikatesse und werden zerrupft, bis auch das letzte zarte Blättchen gepickt ist. Nicht alles können wir also den Schnecken und den Wühlmäusen in die Schuhe schieben.

Haussperling, Weibchen Spatzen-Dame (Haussperling)

Amseln picken an jungen Pflänzchen zwar auch, ihre Spezialität ist aber eher, die Setzlinge aus der frisch gelockerten Erde zu ziehen, um an Würmer und Larven zu gelangen. Frische Pflanzungen sollten wir daher gut im Blick haben, um schnell handeln und die Pflanzen wieder ins Erdreich drücken zu können, denn die Wurzeln trocknen blitzschnell aus.

Der beste Schutz gegen solchen Vandalismus sind Vogelschutznetze. Oder Pflanzglocken, die zwei weitere Vorteile bieten:

  1. Sie schützen auch vor Schnecken
  2. Sie sorgen für ein tolles Kleinklima, bieten Schutz in kühlen Nächten und erleichtern so das Anwachsen der Pflanzen (bei Sonnenschein sollten Sie allerdings vorsorglich kontrollieren und die Hauben gegebenenfalls vorübergehend entfernen, damit die Pflanzen nicht im eigenen Saft schmoren)
Glasglocke

Solche Pflanzglocken oder -hauben gibt es als Billigversion aus Plastik sowie als Edelvariante aus Glas. Zumindest in größeren Gärten dürfte da die Optik dem Preis zum Opfer fallen.

Immerhin: Amseln machen mit so manchem Nacktschnecken-Mahl den Ärger wegen ausgezupfter Pflänzchen einigermaßen wett.


Spezialisierte tierische Pflanzenschädlinge

Afterraupen – Maiglöckchen- bzw. Salomonssiegel-Blattwespe

Besonders häufige tierische Pflanzenschädlinge

Blattläuse
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Weiße Fliege
Wühlmäuse
Engerlinge
Amsel und Spatz

Spezialisierte tierische Pflanzenschädlinge

Afterraupen
Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch
Malven-Erdfloh
Spitzmausrüssler
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Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Afterraupen an Polygonatum (Salomonssiegel) Afterraupen an Polygonatum (Salomonssiegel)

Sehr schade, dass nicht nur wir Gärtner das Salomonssiegel (Polygonatum) lieben, sondern auch die Schnecken und die Afterraupen der Maiglöckchen- bzw. Salomonssiegel-Blattwespe – Phymatocera aterrima. (Die Larven diverser Pflanzenwespen werden Afterraupen genannt wegen ihrer besonderen Anatomie und Ähnlichkeit mit Raupen der Falter.) Bemerkt man einem Befall mit den Afterraupen auch nur etwas zu spät und sind es zu viele, um sie abzusammeln, kann man seine Maiglöckchen und Salomonssiegel für dieses Gartenjahr optisch vergessen. Außer man greift zur Giftspritze (Spruzit hat sich als Insektizid bewährt und ist noch das ungiftigste von allen …), das lohnt sich jedoch auch nur dann, wenn die Raupen noch nicht zu viel Schaden angerichtet und die Pflanzen bis aufs Gerippe abgenagt haben.

Polygonatum-Gerippe nach Afterraupenfraß Polygonatum-Gerippe nach Afterraupenfraß

Die Maiglöckchen- oder Salomonssiegel-Blattwespe sucht unsere Gärten mit nur einer Generation im Jahr heim. Sobald sich die Raupen von Phymatocera aterrima vollgefressen haben, ziehen sie sich im Juni/Juli in den Boden zurück, wo sie überwintern. Schwierig ist die Frage zu beantworten, wie mit diesen Insekten und deren Afterraupen, denen immerhin das Attribut "Schädling" zugeschrieben wird (ob wir solche Bezeichnungen nicht zu leichtfertig wählen?), umgegangen werden soll, will man auf Insektizide verzichten. Es ist eine Gewissensfrage.

Polygonatum 'Weihenstephan' Polygonatum 'Weihenstephan'

Absammeln und vernichten? Das hilft dem Gärtner weiter und spart wenigstens den Einsatz von Insektiziden. Absammeln und in der Natur aussetzen? Das wäre optimal, nützt den Afterraupen und damit der neuen Generation der Blattwespe jedoch nur, sofern sie zu natürlichen Beständen von Maiglöckchen oder Salomonssiegeln gebracht werden. Dazu muss man sich schon ein wenig auskennen in der Region.

Als kleine Entscheidungshilfe und der Fairness den Pflanzenwespen und den Afterraupen gegenüber will ich noch anmerken, dass das Polygonatum die Afterraupen-Attacke nicht weiter kummgenommen und gut verkraftet hat. Im darauffolgenden Jahr stand es üppig wie eh und je an seinem Platz.


Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch

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Afterraupen
Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch
Malven-Erdfloh
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Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Mit nur einer Generation pro Jahr ist der Braune Mönch (Cucullia bzw. Sharagacucullia verbasci) unterwegs, doch das genügt seinen Raupen völlig, um Königskerzen im Juni/Juli ziemlich zuzusetzen, ehe sie sich in der Erde verpuppen. Den Falter selbst – ein Nachtfalter – nimmt man kaum wahr, so unscheinbar ist er. Auch wer ihn bemerkt, ordnet ihn nur in die Riege der braunen Schmetterlinge ein (mir geht es da nicht anders), von denen es so viele gibt und die so schwer auseinanderzuhalten sind; es sei denn, sein Steckenpferd ist die Entomologie (Insektenkunde).

Verbascum phoeniceum `Violetta´ – Purpur-Königskerze Verbascum phoeniceum 'Violetta'

Ganz anders die bis 5 cm langen Raupen des Falters, die auffällig gelb und schwarz gezeichnet in aller Seelenruhe und tagsüber ihre Aufgabe wahrnehmen: zunehmen und wachsen. Meist sind es nicht viele pro Pflanze, denn die Weibchen des Falters achten darauf, dass ihre Eier gut verteilt sind, damit den daraus schlüpfenden Raupen auch wirklich ausreichend Futter zur Verfügung steht. Da das Laub die erste Fraß-Wahl ist, hält sich der Schaden, den sie dabei anrichten, auf reich beblätterten Königskerzen-Arten wie Verbascum chaixii (Chaix' oder Französische Königskerze) in Grenzen. Auf Arten mit grundständigen Blattrosetten und wenig Laub wie Verbascum phoeniceum (Purpur-Königskerze, Purpurrotes Wollkraut) hingegen fallen ihnen die Knospen zum Opfer und das heißt, auf die Blüte mehr oder minder verzichten zu müssen.

Brauner Mönch (Raupe) Raupe des Braunen Mönchs

Absammeln und in der Natur aussetzen, sowie man sie bemerkt, ist sicher die beste Lösung. Das Problem dabei: Kennen Sie in der Umgebung Ihres Gartens noch "wilde" Königskerzen? Bei mir in der Nähe gibt es keine mehr. Die besten Chancen hat man vermutlich in dicht besiedelten Gebieten mit Brachen zwischendrin. Eine Alternative zu Königskerzen bietet Scrophularia nodosum, die Knotige Braunwurz, die in Deutschland noch flächendeckend natürlich vorkommen soll.

Wer sich darüber keine Gedanken macht und einfach nur seine Königskerzen retten will, der kann zu einem Raupen-Spritzmittel greifen. Bacillus thuringiensis ist heutzutage das Gängigste, was im Privatgarten eingesetzt wird. Das ist zwar ein biologisches Mittel, doch Vorsicht: Dieser Bacillus tötet alle Raupen, auf die er in ausreichender Menge trifft! Deshalb sollte es möglichst windstill sein, wenn man loslegt. Dieser Wirkstoff muss zudem schon mal mehrfach angewendet werden, um die Raupen auch wirklich "dranzukriegen". Absammeln geht da schneller und kann bei jedem Wetter praktiziert werden.

Diese Möglichkeiten bleiben, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Man kann es auch gar nicht erst so weit kommen lassen: Ab Mai ist der Königskerzen-Mönch unterwegs und die Weibchen heften ihre Eier an die Unterseite von Verbascum-Blättern. Daraufhin können die Königskerzen kontrolliert und mit Eiern behaftete Blätter abgeschnitten sowie im Restmüll entsorgt werden.

Am allerbesten wäre es freilich, sich einen Ruck zu geben und den Dingen – der Natur – ihren Lauf zu lassen. Mehrjährigen Königskerzen gelingt es nämlich fast immer, sich nach solch einer Raupen-Tortur zu berappeln, wenn auch erst im Folgejahr so richtig.


Malven-Erdfloh

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Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch
Malven-Erdfloh
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Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Malven-Erdfloh auf Alcea rugosa Podagrica fuscicornis auf Alcea rugosa

Malven-Erdflöhe (Podagrica) treiben mit drei sehr ähnlichen, jedoch gut zu unterscheidenden Arten ihr Unwesen an Malvengewächsen wie Stockrosen (Alcea) und Eibisch (Althea). Zwei davon sind in Deutschland anzutreffen (der Dunkelköpfige Malven-Erdfloh – Podagrica malvae – fehlt): Der Schwarzbeinige (Podagrica fuscipes) kommt nur in wärmeren Gegenden vor, der Gewöhnliche Malven-Erdfloh (Podagrica fuscicornis) praktisch flächendeckend. Hauptsächliches Erkennungsmerkmal sind tatsächlich die Beine, die beim einen schwarz, beim häufigen Gewöhnlichen Malven-Erdfloh rötlich sind.

Larvengang in Alcea-rugosa-Stängel Larvengang in Alcea-rugosa-Stängel

Die Malven-Erdflöhe sind trotz ihrer geringen Größe von gerade mal drei bis sechs Millimetern nicht zu übersehen, erst recht aber bemerken wir ihren Appetit, denn die Käfer durchlöchern die Blätter (weniger, aber auch die Blüten) ihrer Wirtspflanzen (Malvengewächse allgemein) wie ein Sieb. Meist werden die Blätter nicht bis aufs Gerippe abgenagt und es bleibt bei der rein optischen Beeinträchtigung, die aus einiger Distanz nicht weiter auffällt. Schlimmer sind da die Larven des Malvenfloh-Käfers, die sich vom Stängelmark und den Wurzeln ihres Wirts ernähren und die Pflanzen dadurch schwächen können.

Fraßschaden des Malven-Erdflohs

Absammeln und vernichten lassen sich die (tagaktiven) flugfähigen und zudem springenden Käferchen nicht, es ist deshalb eine Frage der persönlichen Einstellung, ob in solchen Fällen Insektizide zum Einsatz kommen oder nicht. Sicher hängt solch eine Entscheidung aber auch davon ab, wie stark der Befall ist.

Die Malven-Erdflöhe schätzen einen sehr trockenen Stand ihrer Wirtspflanzen. In niederschlagsarmen Jahren wird es deshalb durch regelmäßiges Gießen schon ab dem Frühjahr etwas ungemütlicher für sie.

Abgestürzter Malven-Erdfloh im Pollenbad "Abgestürzter" Malven-Erdfloh im Pollenbad

Falls diese Sechsbeiner trotzdem ausgerechnet die Stockrosen und andere Malvengewächse im eigenen Garten mit Beschlag belegen, reduziert man vielleicht am besten die weitere Ausbreitung und macht es den Larven schwerer, indem man wenigstens die Stängel der betroffenen Pflanzen im Spätsommer abschneidet und in der Biotonne oder dem Restmüll entsorgt (auf den Kompost dürfen die Stängel in diesem Fall nicht).


Spitzmausrüssler

Besonders häufige tierische Pflanzenschädlinge

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Weiße Fliege
Wühlmäuse
Engerlinge
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Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch
Malven-Erdfloh
Spitzmausrüssler
Ulmenblasenlaus

Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Afterraupen an Polygonatum (Salomonssiegel) Einer der schwarzen Spitzmausrüssler

Spitzmausrüssler (Familie der Apionidae) schätzen nette Gesellschaft und sind deshalb gern zusammen mit Malven-Erdflöhen auf Malvengewächsen unterwegs. Als erwachsene Tiere (Imagines bzw. Adulte) perforieren sie die Blätter ihrer Wirtspflanzen, als Larven schädigen sie deren Blattstiele, Stängel (das Stängelmark) oder Samen. Einige dieser Spitzmausrüssler sind sich so ähnlich, dass Laien am Versuch scheitern, sie unterscheiden zu wollen. Das sind

Sofern man diese vier auf den Pflanzen überhaupt entdeckt, erkennt man nur schwarze Käfer mit schwarzen Beinen und Rüsselchen, deren Flügeldecken in der Sonne metallisch glänzen (bläulich/grünlich). In vielen Fällen hilft nicht einmal die Makro-Fotografie dabei, die Art genau zu bestimmen.

Rhopalapion longirostre – Paarung Rhopalapion longirostre – Paarung

Larvendomizil in Alcea-rugosa-Samen Larvendomizil in Alcea-rugosa-Samen

Das Langrüsselige Stockrosen-Spitzmäuschen (Rhopalapion longirostre – ca. 2,2-3,5 mm lang ohne Rüssel) und das Zweifarbige Malven-Spitzmäuschen (Malvapion malvae – ca. 1,8-2,4 mm lang ohne Rüssel) sind dagegen mit bloßem Auge zu identifizieren: Das Langrüsselige ist so dicht grau behaart, dass der ganze Kerl grau erscheint, das Zweifarbige Malven-Spitzmäuschen schimmert matt kupferfarben und graubraun. Beide Arten staksen auf rötlichgelben bzw. rotbraunen Beinen durchs Rüsselkäfer-Leben. Die Larven dieser beiden Spitzmausrüssler-Arten verpuppen sich in den Samen ihrer Wirtspflanzen und halten damit deren Selbstaussaat in Schach. Alles hat eben zwei Seiten!

Malvapion malvae – Zweifarbiges Malven-Spitzmäuschen Malvapion malvae

Spitzmausrüssler (wie auch die Malven-Erdflöhe) lieben es, wenn ihre Wirtspflanzen trocken stehen. Allein durch regelmäßiges Gießen schon ab dem Frühjahr wird es also in niederschlagsarmen Jahren ungemütlicher für sie. Doch ein Allheilmittel ist Gießen natürlich nicht. Falls die Tierchen massenhaft auftreten, ist Geburtenkontrolle die unschädlichste Methode (außer natürlich für die Larven), ihre weitere Ausbreitung einzudämmen: abgefallene Blätter werden aufgesammelt und vernichtet, die Stängel im Spätsommer abgeschnitten und in der Biotonne entsorgt. Und natürlich werden auch die Samenstände frühzeitig – vorzugsweise noch grün – entfernt und in die Biotonne oder den Restmüll geworfen (auf den Kompost dürfen Stängel, Blätter und Samenstände in diesem Fall nicht).


Ulmenblasenlaus

Ulmenblasenlaus
 

Besonders häufige tierische Pflanzenschädlinge

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Weiße Fliege
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Engerlinge
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Spezialisierte tierische Pflanzenschädlinge

Afterraupen
Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch
Malven-Erdfloh
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Ulmenblasenlaus

Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Tetraneura ulmii, so der wissenschaftliche Name der Ulmenblasenlaus, tritt an Ulmen recht häufig auf und hat uns im ersten Jahr ihres Vorkommens an unserer Ulmus glabra 'Camperdownii' vor Rätsel gestellt. Inzwischen sind wir schlauer:

Ulmenblasenlaus

Die Blasenlaus veranlasst die Ulmenblätter, im späten Frühjahr oder Frühsommer Blattgallen auszubilden, in denen sie sich aufhält. Später ist "Sommerfrische" angesagt und sie tut sich an den Wurzeln von Gräsern gütlich (ist doch für so eine Blasenlaus praktisch, wenn alles in direkter Nachbarschaft vorhanden ist). Herbst heißt wieder Ulme bis zum nächsten Sommer.

Mit ihrem Treiben richtet diese Lausart meist keine ernsthaften Schäden an, sofern die Ulme(n) wie auch die Gräser ansonsten gesund sind. Sollte man trotzdem etwas gegen sie tun? Wenn der Anblick sehr stört und nicht der ganze Baum befallen ist, können die Blätter abgezwickt und vernichtet werden, damit zumindest die Vermehrung und weitere Verbreitung der Läuse etwas eingedämmt werden. Ansonsten – einfach damit leben. Schließlich braucht man ja auch Vogelfutter und Läuse stehen da hoch im Kurs, so als Snack zwischendrin. Und wo Läuse sind, sind außerdem zum Glück meist Fraßfeinde wie Marienkäfer(-Larven) und Florfliegen-Larven nicht weit.


Mehr Nervlinge als Schädlinge

Ameisen

Besonders häufige tierische Pflanzenschädlinge

Blattläuse
Schnecken
Weiße Fliege
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Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

Ameise auf Efeu-Blüte Sie schienen die Übernahme unserer Gärten, Terrassen und Balkone entschlossen anzugehen – flinke kleine Krabbeltiere, die kräftig zubeißen und fürchterlich nerven können, wenn sie zu Dutzenden über Kuchenteller huschen oder – noch schlimmer – vom Rasenmäher aufgeschreckt Zuflucht oder Rache in unseren Hosenbeinen suchen.

Seit ein paar Jahren nimmt die Ameisenpopulation in meinem Garten jedoch deutlich ab. Natürlich sind nach wie vor emsig gelbe, rote, braune und schwarze Ameisen unterwegs, falls sich auf irgendeiner Pflanze Blattläuse niederlassen. Doch die Nester im Rasen (Gras) und in den Beeten werden weniger und unterhöhlte Pflanzen finde ich immer seltener. Darüber, sie vertreiben zu müssen, brauche ich mir jedenfalls keine Gedanken mehr zu machen. Ich kenne auch kein Mittel, das wirklich gegen Ameisen hilft. Weder die mir bekannten überlieferten Hausmittel noch handelsübliche Industrieprodukte haben je gewirkt.

Ameisenhaufen im Gras Ameisenhaufen im Gras

Bleibt zu hoffen, dass die Allesfresser (also auch Aas) ihre Aufgaben als "Gesundheitspolizei" im Garten trotz verringerter "Mannstärke" weiterhin in vollem Umfang wahrnehmen können. Und dass doch noch so viele Völker verbliebenen sind, dass der Grünspecht satt wird, der das Grundstück systematisch nach den Krabblern absucht und so lange im Boden stochert, bis ein Ameisennest leer geräumt ist.

Grünspecht-Dame

Grünspecht-Dame

 
Grünspecht-Dame bei der Arbeit

Grünspecht-Dame

Grünspecht-Arbeitsplatz "Arbeitsplatz" des Grünspechts

Die Löcher, die er dabei (vorzugsweise im Gras) hinterlässt, ähneln dem Eingang zu einem Wühlmausbau, schließlich muss ja der ganze Specht-Kopf in das Loch passen, nicht nur der Schnabel, um tief genug nach den kostbaren Leckerbissen schürfen zu können. Vorsicht also mit vorschnellen Anschuldigungen: Nicht immer verursachen Mäuse die Krater im Rasen!


Wespen – mehr Nervlinge, denn Schädlinge

Wespe auf Eryngium giganteum (Elfenbeindistel)

Wespe auf Eryngium giganteum            

Besonders häufige tierische Pflanzenschädlinge

Blattläuse
Schnecken
Weiße Fliege
Wühlmäuse
Engerlinge
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Spezialisierte tierische Pflanzenschädlinge

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Brauner Mönch, Königskerzen-Mönch
Malven-Erdfloh
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Eher tierische Nervlinge als Schädlinge

Ameisen
Wespen

"Der tut nix." Wirklich geholfen ist Menschen, die sich vor Hunden fürchten, mit diesem Satz nicht. Ähnlich geht es vielen mit Wespen und Hornissen: Der Kopf sagt "Bleib ganz ruhig", doch die Hände verteidigen gleichzeitig aufgeregt den Zwetschgenkuchen oder den Eisbecher. Da nichts zu tun, ist eben schwer, denn wer mag schon Mitesser?

Es ist aber tatsächlich so, dass Wespen umso schneller verschwinden, je mehr Ruhe sie haben. Und ein Schälchen mit Apfelsaft oder Cola etwas abseits auf dem Tisch oder dem Boden entspannt die Situation ebenfalls ungemein. Diesbezüglich haben die überlieferten Tipps und Tricks durchaus ihren Sinn. Also: Bleiben Sie ruhig, decken Sie Ihre Speisen und Getränke im Freien möglichst ab und achten Sie auf jeden Bissen, den Sie auf der Gabel oder dem Löffel haben sowie auf jeden Schluck aus der Tasse oder dem Glas, damit nicht versehentlich eine Wespe in Mundnähe gelangt.

Feldwespe und ihr Nest (Waben) Eine Feldwespe schlüpft

Früher (es gab schon Farbfernsehen) sind mir in Nebengebäuden (Schuppen und ähnliches) Wespennester oft als "Burg" (mit schützender Umhüllung) eines großen Volkes begegnet. Das waren Nester der allgegenwärtigen und furchtbar lästigen, weil aggressiven Vespula vulgaris (Gemeine Wespe) und Vespula germanica (Deutsche Wespe). Mittlerweile entdecke ich mehr und mehr kleinere Wespennester ohne Hülle in allen möglichen Ecken und Behältnissen, die draußen oder in einem der Folientreibhäuser stehen. Sie stammen von der weitaus friedliebenderen, unaufgeregteren Feldwespe (Polistes dominula). Es lohnt sich also, genauer hinzusehen, um festzustellen, mit wem man es zu tun hat. Die Feldwespe ist an ihren Fühlern gut zu erkennen, die sind ab dem dritten Fühlerglied orange.

Feldwespe auf Anaphalis margaritacea Feldwespe auf Anaphalis margaritacea

Eryngium erfreut sich übrigens bei Wespen aller Art besonderer Beliebtheit. Wer sie nicht noch mehr anlocken will, sollte daher im Garten – zumindest in der Nähe der Terrasse – auf diese Edeldisteln verzichten. Sicher ist sicher.




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