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Sporobolus heterolepis – Tautropfengras, Fallsamengras, Tropfengras, Vilfagras, Prärie-Duftgras

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Sporobolus heterolepis – Tautropfengras, Fallsamengras
Sporobolus heterolepis (Tautropfengras) – Herbst-/Winterfärbung

Noch einer, der zur Familie der Poaceae gehört: Sporobolus heterolepis bleibt mit 30 cm Blatthöhe (jedoch mit Blüten deutlich über dem Laub) eher klein, besticht aber durch seine Herbstfärbung. Die schmalen Blätter bilden im Sommer lockere Horste, im Winter legen sie sich kreisförmig auf die Erde. Das ähnelt dann einem Haarkranz, einer Pilzkopf-Frisur oder einem Gugelhupf. Apropos Haarkranz: Die zarten vertrockneten Blätter vom Vorjahr können im Spätwinter oder Frühjahr ausgerissen und als Dekomaterial oder zum Basteln verwendet werden. – Feiner als jede Holzwolle.

Sporobolus heterolepis – Tautropfengras, Fallsamengras, Blütenstände
Sporobolus heterolepis (Tautropfengras) – Blütenstände

Ergo: Es muss nicht immer ein "domi­nierendes" Gras sein, um im Garten Effekte zu erzielen. Und gerade in klei­neren Gärten sind klein bleibende Gräser ja oft willkommen, um einem Beet trotzdem Ab­wechslung und Struktur verleihen zu können. Zumal wenn es mit solch attraktiven Blüten"wolken" aufzuwarten hat wie das Tautropfengras. Folgte ich der Gartenliteratur, käme an dieser Stelle der Hinweis auf einen aromatischen Honigduft, der zur Blütezeit des Sporobolus heterolepis im August den ganzen Garten durchzieht. Ich folge jedoch meiner Nase und muss sagen: Ich riech' praktisch nix, Honig schon gar nicht. Am ehesten noch verbinde ich den "Duft" der Blüten von Nahem mit Schweißgeruch. Aber bitte, wirklich nur von ganz nah.

Sporobolus heterolepis – Tautropfengras, Fallsamengras, Blüte
Sporobolus heterolepis (Tautropfengras) – Blüte

Die Blüten­stände des "Gugel­hupfs" auf den langen Blütenstielen sind so feingliedrig, dass man sie mit dem Auge gar nicht richtig zu fassen kriegt, zumal wenn es windig ist; da genügt schon ein leises Lüftchen. Sie sind so ganz anders als bei vielen anderen Ziergräsern, die mit dichten Kerzen, dicken Wedeln oder gar Kolben aufwarten. Eines dieser auffälligen und alle Blicke auf sich ziehenden Gräser wird er damit nie werden. Will er auch gar nicht – Sporobolus heterolepis steht gut vor ruhigen, dunklen Kulissen.

Ist es erst einmal eingewachsen, muss man sich um das Fallsamen­gras keine großen Sorgen mehr machen, denn es ist ein sehr treuer und langlebiger Gartengenosse. Es wächst langsam, wurzelt tief und kommt deshalb selbst mit Dürreperioden gut zurecht. Andererseits akzeptiert es aber auch mehr Feuchtigkeit (und Nährstoffe) als benötigt, ohne gleich beleidigt einzugehen. Der Sporobolus heterolepis kann damit zu Pflanzen gesellt werden, die es feuchter brauchen, und das vergrößert unseren Gestaltungsspielraum im Garten enorm. Genau so mögen wir Gartler das!

Bei aller Toleranz des Sporobolus: Wurzeldruck und fehlendes Wasser sind selbst für das Tautropfengras zu viel. Wird es in die Nähe von Gehölzen gepflanzt, sollten Sie also die Entwicklung (oder eben auch nicht) im Auge behalten und dem Sporobolus notfalls einen neuen und besseren Standort anbieten.

Sporobolus heterolepis – Tautropfengras, Fallsamengras, Austrieb
Sporobolus heterolepis (Tautropfengras) – Austrieb

Rückschnitt: Im März – je nach Witterung und vor dem Neuaustrieb – schneiden Sie die vorjährigen Halme 2‑5 cm über dem Boden ab. Mit dem "über dem Boden" ist das bei diesem Gras allerdings so eine Sache: Beim Tautropfengras schiebt sich der Horst im Laufe der Jahre (vieler Jahre) nach oben und bildet damit eine Art "Hocker" (hochgewachsene Horste werden in der Botanik "Bulten" genannt). Ein "bodennaher" Rückschnitt ist bei so alten Exemplaren natürlich nicht mehr möglich, bei ihnen schneidet man das alte Laub dann in zehn oder fünfzehn Zentimetern Höhe so nah wie möglich am Horst ab.

Sporobolus heterolepis – Tautropfengras, Fallsamengras, Tropfengras, Vilfagras, Prärie-Duftgras

Wuchshöhe: 70-130 cm
Farbe Blütenstand: silbrigbraun
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: Herbstfärbung der ganzen Pflanze orangebraun/kupfer






Gartenfreud – Gartenleid
Gärtnern mit Stauden und Gräsern