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Eragrostis curvula – Afrikanisches Liebesgras, Schwachgekrümmtes Liebesgras, Bogen-Liebesgras


(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Eragrostis curvula – Afrikanisches Liebesgras Reizend. Einfach be­zaubernd. Beim Afrikani­schen Liebesgras komme ich ins Schwärmen, weil das Schwachgekrümmte Liebesgras jede Anpflanzung auflockert, allein schon durch sein langes, schmales Laub. Ja was denn nun, Afrikanisches Liebesgras oder Schwachgekrümmtes Liebesgras? Beide deutsche Namen haben ihre Berechtigung, "Afrikanisches", weil es in Afrika (Südafrika bis Äthiopien) natürlich vorkommt, und "Schwachgekrümmtes", weil lateinisch curvulus auf Deutsch schwach gekrümmt heißt. Bogen-Liebesgras und Gebogenes Liebesgras sind deshalb ebenfalls passende Namen.

Eragrostis curvula – Afrikanisches Liebesgras Eragrostis curvula harmoniert mit vielen Stauden (zum Beispiel Lysimachia clethroides – Entenschnabel-Felberich), die sogar andere Standort-Ansprüche haben dürfen: trocken bis frisch (Eragrostis) passt eben ab und an auch zu frisch bis feucht (Lysimachia), wenn die anderen Voraussetzungen für gutes Gedeihen stimmen. Das Afrikanische Liebesgras wird zudem immer trockenheitsverträglicher, je länger und besser es eingewachsen ist. Also: Nur zu empfehlen. Gute Wasser- und Nährstoffversorgung können bei der Eragrostis curvula übrigens die Blütezeit bis in den Herbst hinein verlängern.

Eragrostis curvula – Afrikanisches Liebesgras
Vom Wind zerzauste Eragrostis curvula (Afrikanisches Liebesgras)

Die einzige ein wenig negativ behaftete Eigen­schaft des Schwach­ge­krümmten Liebesgrases: Äußere Umstände wie starker Wind und länger andauernde Dürre bringen es "aus der Fassung". Die langen Blütenstängel stehen dann nicht mehr aufrecht, sondern neigen sich zur Seite. Das kann romantisch aussehen, wenn sie dadurch wie verwoben mit höheren benach­barten Pflanzen wirkt, aber auch etwas wild, wenn keine solchen Pflanzen in nächster Nähe der Eragrostis curvula stehen, die den Blütenstängeln Halt geben (oder Einhalt gebieten); wildromantisch sozusagen. Es sieht irgendwie so aus, als sei gerade ein Ufo mitten in ihrem Horst gelandet. Ob diese Eigenart nun tatsächlich negativ ist? Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, deshalb sollte das jeder Gartler für sich entscheiden.

In ihrer Anfangszeit bei uns im Garten haben es nur gelegentlich einige wenige Samen der Eragrostis curvula geschafft, im Garten zu keinem; Selbstaussaat war deshalb kein Thema. Das hat sich mittlerweile geändert, Jahr für Jahr keimen die Samen besser; von einer Sämlingsflut kann jedoch nicht die Rede sein. Ich gehe davon aus, dass der Klimawandel der Verbreitung dieses Grases Vorschub leistet, das Afrikanische Liebesgras zählt also zu den Gewinnern in einer sich rasant verändernden Atmosphäre.

Eragrostis curvula – Afrikanisches Liebesgras im Frühherbst
Eragrostis curvula (Afrikanisches Liebesgras) im Frühherbst

Mit einer spektakulären Herbstfärbung kann Eragrostis curvula nicht aufwarten. Ihre Blütenähren verblassen im Spätsommer und das Laub färbt sich gelblich. Schön ist allerdings, dass die Blüten­stängel bis tief in den Winter hinein stehen bleiben und nicht beim ersten Frost umknicken.

Rückschnitt: Schneiden Sie die alten Halme im März/April – je nach Witterung, aber vor dem Neuaustrieb – bodennah ab. Eine kleine Staudensichel leistet dabei unschätzbare Dienste.

Eragrostis curvula – Afrikanisches Liebesgras, Schwachgekrümmtes Liebesgras, Bogen-Liebesgras
Wuchshöhe: 120-150 cm
Farbe Blütenstand: bräunlich
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis:






Gartenfreud – Gartenleid
Gärtnern mit Stauden und Gräsern