Ährengras (Silber-), Alpen-Raugras – Stipa calamagrostis

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Stipa calamagrostis – Silber-Ährengras, Alpen-Raugras Die Bilder beschreiben die Stipa besser, als ich es mit Worten könnte. Mit dem Silber-Ährengras setzen Sie Akzente und schaffen Atmosphäre. Ganz wichtig: Die Stipa calamagrostis möchte nicht bedrängt werden. Aber wer will das schon?

Stipa calamagrostis – Silber-Ährengras, Alpen-Raugras Silber-Ährengras – Blüten

Ein bisschen kümmern sollten Sie sich um die Stipa calamagrostis, denn sie mag es – und dankt es –, wenn ihr Standort sorgfältig ausgesucht wird und ihr Zuhause im Garten auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Dazu gehört in erster Linie ein Platz, an dem das Silber-Ährengras vor "nassen Füßen" und Winternässe geschützt ist. Ein Hang käme ihm gerade recht, Hauptsache, keine Staunässe. Ein gut durchlässiger Oberboden rundet das Bild ab. Wer nicht auf ein Hang-Gelände zurückgreifen kann, tut der Stipa calamagrostis mit einer Hügelpflanzung einen Gefallen, sprich für die Pflänzchen wird vor dem Einsetzen mit durchlässiger Erde ein kleiner Hügel im normalen, zumeist planen Beet angehäuft.

Stipa calamagrostis – Silber-Ährengras, Alpen-Raugras Bleibt noch der Wunsch nach kalkhaltigem Boden, doch der lässt sich problemlos erfüllen – geeignete Produkte zum Aufkalken gibt es im Fachhandel, falls erforderlich. Ein so präparierter Pflanzplatz verlangt eigentlich nur noch nach einem: den richtigen Nachbarn, die ähnliche Standorte lieben wie das Alpen-Raugras. Wie wäre es mit Galatella linosyris (Goldhaar-Aster, ehemals botanisch Aster linosyris), Asphodeline lutea (Junkerlilie) oder Dianthus carthusianorum (Karthäuser-Nelke)? Denken Sie aber beim Gestalten und Pflanzen daran, dass andere Pflanzen der Stipa nicht zu sehr auf den Pelz rücken sollten.

Mir genügt die reine Art Stipa calamagrostis, mit den Sorten habe ich keine Erfahrung. Dennoch seien hier für Sammler und neugierige Gärtner einige genannt: 'Allgäu', 'Brilliantsplitter', 'Lemperg', 'Zukunftsmusik'. Alle Sorten lassen sich ausschließlich durch Teilung der Pflanzen (im April) vermehren. Wer danach sucht, kann deshalb die Anbieter von Sämereien außer Acht lassen und sich auf Staudengärtnereien beschränken.

Silber-Ährengras, Alpen-Raugras – Stipa calamagrostis

Wuchshöhe: 80-100 cm
Blütenfarbe: gelbbraun
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Hangbefestigung, Dachbegrünung
Hinweis: wertvolles Wildgras

Bartgras (Prärie-), Kleines Präriegras – Schizachyrium scoparium (alt: Andropogon scoparius)

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Mit dem zungenbrecherischen botanischen Namen Schizachyrium will ich niemanden quälen – sprechen wir vom Prärie-Bartgras und vom Kleinen Bartgras. Mein Bartgras habe ich im Jahr 2003 gepflanzt, zu der Zeit gab es noch keine Sorten wie heute, nur die reine Art war erhältlich. Es steht noch immer am seinerzeit zugeteilten Platz, das zeigt bereits einen der Vorteile dieses Grases: Langlebigkeit. Voraussetzung dafür ist wie bei so vielen Gräsern, dass man mit Dünger und Wasser sparsam umgeht. Zu viel Nährstoffe und Wasser haben zudem zur Folge, dass das Prärie-Bartgras weniger windstabil ist und der Horst auseinanderfällt. So genügsam dieses Gras auch sein mag, wenn es zu dicht an Gehölzen steht, kommt es mit Trockenheit weniger gut zurecht. Wurzeldruck plus fehlendes Wasser sind eben selbst für das Prärie-Bartgras ein Tick zu viel. Ähnliche Erfahrungen habe ich mit Panicum virgatum (Rutenhirse) sowie Sorghastrum nutans (Goldbartgras) gemacht.

Prärie-Bartgras im März!
Prärie-Bartgras im März!

Das Kleine Präriegras wächst streng horstig und hat attraktive, schmale, zunächst (blau-)graugrüne Blätter, die im Sommer nach und nach vergrünen. Im Herbst färbt sich das Laub (kupfer)rot, später rotbraun, und so schmückt es den ganzen Winter über bis zum Rückschnitt im Frühling. Der Austrieb ist spät, erst Ende April/Anfang Mai, also nicht ungeduldig werden, das Prärie-Bartgras kommt schon noch (wie es in meinem Garten schließlich über ein Jahrzehnt lang jedes Jahr bewiesen hat).

Wer sich mit der reinen Art begnügt und nicht auf Sorten scharf ist ('Cairo', 'Prairie Blues', 'Wildwest' und 'Blaze' sind mittlerweile im Handel), kann sparen und sich wie ich damals an einer Aussaat versuchen. Dazu das Saatgut in einem geeigneten Saatgefäß nur leicht mit Erde abdecken und das Gefäß bei ca. 20 °C aufstellen. Die jungen Pflänzchen nach der Keimung kühler halten und vor allem nicht zu feucht. Das gilt auch noch, nachdem die Jungpflanzen in kleine Pflanztöpfe vereinzelt wurden. Wer das Bartgras schon im Garten hat und es vermehren möchte, sollte den Horst nach dem Austrieb teilen; die so erhaltenen Jungpflanzen dürfen ebenfalls nicht zu feucht stehen.

Prärie-Bartgras, Kleines Präriegras – Schizachyrium scoparium (alt: Andropogon scoparius)

Wuchshöhe: 100 cm
Blütenfarbe: silbrig
Blütezeit: Juni, Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: wertvolles Wildgras; Fruchtschmuck im Herbst

Blaustrahlhafer, Immergrüner Wiesenhafer, Blaustrahl-Wiesenhafer – Helictotrichon sempervirens

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Sempervirens, der Immergrüne. Ganz so ist es nicht, aber bis in den Spätherbst behält der Blaustrahlhafer durchaus seine attraktive blaugrüne Blattfärbung. Danach mischen sich mehr und mehr gelblich verfärbte Blätter unters Blaugrün. Zurückschneiden sollte man ihn dennoch erst im Frühling. Ein Rückschnitt im zeitigen März (je nach Witterung auch ein bisschen später) verhindert Winterschäden, weil die vorjährigen Triebe ein natürlicher Winterschutz sind. Am bequemsten "sägt" man die Blätter mit einer kleinen Staudensichel ab. Die Alternative: Gar nichts machen; der Blaustrahlhafer überwächst die Überbleibsel vom Vorjahr schon und sieht auch ohne unser Zutun bald wieder frisch und adrett aus.

Helictotrichon sempervirens – Blaustrahlhafer Markenzeichen des Helictotrichon sempervirens sind seine ellenlangen Blütenrispen, die hoch über den halbkugeligen Blatthorsten zu schweben scheinen. Der eine oder andere mag dieses Bild vielleicht auch vom Urlaub an Naturstandorten in Italien, Frankreich und den südwestlichen Alpen kennen. Im Garten macht sich diese auffällige Erscheinung gut in Steingartensituationen, am besten in Einzelstellung oder in Kombination mit niedrigen oder filigran wirkenden Stauden: Polster-Phlox (Phlox douglasii), Felsen-Frauenmantel (Alchemilla saxatilis) oder die Dreiblütige Nelkenwurz (Geum triflorum) zum Beispiel werden nicht hoch, Ausdauernder Lein/Stauden-Lein (Linum perenne) ist besonders zart und feingliedrig. Die Gefahr, dass der Blaustrahlhafer seine Nachbarn überwuchert, besteht dank seines horstigen Wuchses nicht; er macht also keine Ausläufer.

Helictotrichon sempervirens – Blaustrahlhafer Schon beim Pflanzen sollte man daran denken, dass Helictotrichon sempervirens langlebig ist. Allerdings lässt er sich sehr gut teilen (Anfang April dafür vormerken!) und dadurch können ältere, größere Horste prima in Fasson gehalten werden. Für die Vermehrung ist damit ebenfalls gesorgt.

Am richtigen Standort braucht der Blaustrahlhafer keine Pflege (bis auf den eventuellen Rückschnitt im Frühjahr). Er verträgt es äußerst trocken, liebt volle Sonne und bevorzugt durchlässiges (steiniges), kalkhaltiges Substrat. Im Steingarten fühlt er sich mit diesen Ansprüchen sicher am wohlsten, gleichwohl toleriert er normalen Gartenboden ebenfalls, sofern ein guter Wasserabzug gewährleistet ist.

Von der dem Helictotrichon unterstellten Rostempfindlichkeit bei hoher (Luft-)Feuchtigkeit habe ich bei meinen Pflanzen zum Glück noch nichts bemerkt, und ich kultiviere sie nun doch schon ein paar Jährchen. Lassen Sie sich also nicht abschrecken – entweder es geht gut oder nicht.

Blaustrahlhafer, Immergrüner Wiesenhafer, Blaustrahl-Wiesenhafer – Helictotrichon sempervirens

Wuchshöhe: 100-120 cm
Blütenfarbe: silbriggrün
Blütezeit: Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Dachbegrünung
Hinweis: wertvolles Wildgras; immergrün

Blutgras (Japanisches), (Walzenförmiges) Alang-Alang-Gras 'Red Baron' bzw. 'Rubra' – Imperata cylindrica 'Red Baron' oder 'Rubra'

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Die Gattung Imperata (deutsch: Alang-Alang-Gras, Seidenschwanzgras) gehört zur Familie der Poaceae. Im Gegensatz zur Poa chaixii z.B. aus derselben Familie, wachsen die Arten von Imperata allerdings nicht horstig – eine Imperata breitet sich aus. Für kleinere Gärten empfehle ich deshalb, eine Wurzelsperre zu verwenden. Der Clou daran: Sie wächst dann dichter und kommt besser zur Geltung! Andererseits hat der Ausbreitungsdrang auch sein Gutes, denn Imperata cylindrica ist eine ideale Hangbefestigung.

Imperata cylindrica 'Red-Baron' – (Japanisches) Blutgras Die meisten von uns werden trotz seines Ausbreitungsdranges nicht auf die Imperata cylindrica in Form von Züchtungen wie das Blutgras verzichten wollen, weil kein anderes Gras eine leuchtendere und intensivere Rotfärbung zeigt, und so schlimm ist das Wuchern bei den Sorten ja auch nicht. Alle Züchtungen werden übrigens unter dem Sortennamen 'Red Baron' oder 'Rubra' gehandelt, einerlei, welche Merkmale die Kreuzungen aufweisen. Das bringt Botaniker und Gartenexperten logischerweise auf die Palme, wenn alle über einen Kamm geschert werden, aber mach was dran!

Imperata cylindrica 'Red-Baron' – (Japanisches) Blutgras 'Red Baron' muss also nicht 'Red Baron' sein, 'Rubra' nicht gleich 'Rubra', was beim Nachbarn unter derselben Sortenbezeichnung wächst, ist vielleicht ein ganz anderer Klon (Abkömmling) als in Ihrem Garten. Immerhin haben alle erhältlichen Pflanzen eines gemeinsam: Sie sind eher leicht im Zaum zu halten und färben das Blatt schon im Sommer so leuchtend rot, wie wir es uns von manch andrer Pflanze wenigstens im Herbst wünschen würden. Sie haben damit eine traumhafte Fernwirkung, auch ohne zu blühen, denn Blüten setzt das Japanische Blutgras nur in wärmeren Gefilden an.

Pflanzung nur bis zum (Früh-)Sommer, damit die Imperata cylindrica bis zum Winter auch ausreichend eingewurzelt ist. Noch ein wichtiger Hinweis: Der Standort sollte für das Blutgras nicht zu trocken gewählt werden, denn Trockenheit überlebt es nicht lange.

Japanisches Blutgras, (Walzenförmiges) Alang-Alang-Gras 'Red Baron' bzw. 'Rubra' – Imperata cylindrica 'Red Baron' oder 'Rubra'

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe:
Blütezeit:
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: wuchert; leuchtend rote Sommer- und Herbstfärbung

Chinaschilf (Riesen-) – Miscanthus x giganteus

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Unter dem Schlagwort "nachwachsende Rohstoffe" beschäftigen sich seit Jahren die Landwirtschaftsinstitute der Länder mit Miscanthus (Chinaschilf) als Kultur für den landwirtschaftlichen Anbau, denn das Chinaschilf verfügt über einen ausgesprochen vitalen CO2-Stoffwechsel, was nichts anderes bedeutet, als dass es viel Grünmasse bildet. Diskutiert wird Miscanthus, allen voran Miscanthus x giganteus, als Lieferant von Biomasse für Biogas­anlagen, wohl auch um den Kassandrarufen zur Verödung der Landschaft durch die überhand­nehmenden Monokulturen von Mais zu begegnen.

Miscanthus x giganteus – Riesen-Chinaschilf Weil vorzugsweise nur die abgestorbenen, verholzten Pflanzenteile geerntet werden sollten (um die Pflanze nicht zu schwächen), scheint diese Nutzung jedoch für die Stromgewinnung nicht ergiebig genug zu sein. Alternativ ist deshalb die Nutzung als Brennstoff im Gespräch, was allerdings in meinen Augen kontraproduktiv wäre: Miscanthus ist nämlich in der Lage, reichlich Kohlenstoff zu binden – gut gegen den Klimawandel. Beim Verbrennen würde der Kohlenstoff jedoch freigesetzt und wieder in die Atmosphäre gelangen – schlecht fürs Klima. Bliebe noch die Möglichkeit, das Chinaschilf als Baustoff (etwa als Dämmmaterial) zu verwenden und den Kohlenstoff damit nicht mehr rauszulassen. Bitte weiterforschen, unbedingt!

Miscanthus x giganteus – Riesen-Chinaschilf Nun aber zum Riesen-Chinaschilf für den Hausgebrauch: Wohl dem, der einen großen Garten hat. Natürlich findet das Riesen-Chinaschilf auch in einem kleineren Garten Platz, ist ein guter Sichtschutz und auch im Winter schön anzuschauen. Aber die Vielfalt leidet schon ein bisschen, wenn man allein für eine Pflanze rund einen Quadratmeter einkalkulieren muss (mit Wurzelsperre, ansonsten kriegt Miscanthus x giganteus weit mehr hin).

Miscanthus x giganteus – Riesen-Chinaschilf Mit seinen Nachbarn ringsum sollte man sich zudem gut vertragen, wenn man das Riesen-Chinaschilf ansiedeln will, denn die Blätter machen im Winter eine ziemliche Schweinerei, wenn man (was absolut empfehlenswert ist) die Stängel im Herbst nicht abschneidet (erst im Frühjahr, Ende März/Anfang April in etwa), sondern komplett ausreifen lässt, um sie später als Pflanzenstützen zu nutzen.

Positiv: Das fast rund ums Jahr attraktive hohe Ziergras ist ein guter Sommer-Sichtschutz mit einer traumhaften Herbstfärbung, und man hat stets stabile Bambusstäbe zur Hand, wenn man welche braucht – kostenlos!

Negativ: Überaus wuchsfreudig und der Wind verteilt überall die abgestorbenen Blätter.

Riesen-Chinaschilf – Miscanthus x giganteus

Wuchshöhe: bis 350 cm
Blütenfarbe: rotbraun
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: stark wachsend, Wurzelsperre verwenden; Fruchtschmuck

Chinaschilf (Silber-), Eulaliagras – Miscanthus sinensis

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Die Gattung Miscanthus steht seit einiger Zeit "unter Beobachtung", soll heißen, die Botaniker sind gerade wieder mal dabei, diese Gattung mit den ihr zugeordneten Arten zu durchleuchten und neu aufzuteilen, sprich neuen Gattungen zuzuordnen. So richtig durchgesetzt hat sich die daraus resultierende geänderte Nomenklatur bei den Gärtner noch nicht (sie ist auch gar noch nicht zur Gänze abgeschlossen), es könnte aber sein, dass Ihnen in einer Gärtnerei ein Eumiscanthus sinensis begegnet, das ist dann der altbekannte Miscanthus sinensis.

Miscanthus sinensis 'Pünktchen' mit Raureif Raureif-Zauber: Staudenbeet mit Silber-Chinaschilf 'Pünktchen'

Miscanthus sinensis ist bei Pflanzenzüchtern beliebt, immer neue Sorten werden ausgelesen und auf den Markt gebracht, wohl auch, weil M. sinensis eben nicht nur für Hobbygärtner interessant ist, sondern für die Landwirtschaft als Nutzpflanze ebenfalls (dazu mehr unter Miscanthus x giganteus). Oberstes Ziel bei der Züchtung sind deshalb neue Sorten, deren Blüten attraktiv und zugleich steril sind, damit sich M. sinensis in der Natur nicht ausbreitet und dabei die in Deutschland heimische Flora verdrängt. Bei den alten Sorten hatte man das Problem der unerwünschten Verbreitung noch nicht: Sie blühten (und blühen) oft zu spät im Jahr, vielfach aber auch gar nicht, weil die Wachstumsphase klimatisch bedingt zu kurz für eine Blüten- und damit Samenbildung ist.

Ganz allgemein kann man über die Gattung Miscanthus sagen, dass ihren Angehörigen eine lange Winterruhe zu eigen ist; erst Ende April/Anfang Mai zeigen sich bei uns in Keidenzell in der Regel die ersten frischen Halme. In Gegenden mit längeren und strengeren Wintern mag sich der Austrieb sogar bis in den Juni verschieben. Dieser Umstand verlangt natürlich eine sorgfältige Auswahl der Begleitpflanzen, damit’s im Beet bis zum Austrieb des Miscanthus nicht so leer aussieht. Infrage kommen dafür etwa alle früh blühenden Geranium-Arten (Storchschnabel) wie G. macrorrhizum, G. pratense und G. x cantabrigiense 'Biokovo' sowie Akeleien (Aquilegia) oder früh blühende Schwertlilien (Iris).

Miscanthus sinensis – Silber-Chinaschilf Silber-Chinaschilf – Austrieb

Gleich nach dem Austrieb ist die beste Zeit, um das Silber-Chinaschilf zu teilen. Eine Wurzelsperre brauchen Sie für diese Miscanthus-Art zwar nicht, da sie jedoch große Horste bildet und zudem einigermaßen ausladend wächst, kann es durchaus sein, dass der Bestand nach einigen Jahren verkleinert werden muss. Bei dieser Gelegenheit bietet es sich an, seinen Miscanthus gleich zu vermehren. Dazu werden handliche Teilstücke zunächst eine Weile in Blumentöpfen kultiviert (nicht zu sonnig stellen und das Gießen nicht vergessen), bevor sie am neuen Standort ausgepflanzt werden.

Lassen Sie das Chinaschilf während der Vegetationszeit ruhig ein wenig "hungern". Die Pflanzen beenden dadurch ihre Wachstumsphase früher und sind somit für den Winter besser gerüstet.



Silber-Chinaschilf 'Pünktchen' – Miscanthus sinensis 'Pünktchen'

Miscanthus sinensis 'Pünktchen' – Silber-Chinaschilf
Silber-Chinaschilf 'Pünktchen' im Herbst

Die Sorte 'Pünktchen', seit einigen Jahren auch als 'Zirkus' im Handel, ist ein schönes Beispiel aus der großen Miscanthus sinsenis-Gruppe, dass neuere Züchtungen doch ihre Berechtigung haben und manchmal sogar ein Segen sind: Im Gegensatz zur weiter unten vorgestellten Sorte 'Zebrinus', die nur in Ausnahmejahren zur Blüte kommt, blüht das 'Pünktchen' – wenn es erst mal eingewachsen ist – zuverlässig jedes Jahr und noch dazu sehr imposant und augenfällig. Die cremeweiß gestreiften Blätter (querlaufende Bänderung) machen es bereits vorher zu einem vielseitig einsetzbaren Ziergras, etwa als Leitstaude im Beet. Wie allen Chinaschilf-Arten und -Sorten steht ihm die Gesellschaft hoher Stauden gut und wegen des späten Austriebs im Frühjahr auch zum Beispiel die früh blühenden niedrigen Geranium-Arten; wie wär's mit Geranium renardii und seinen Sorten?

Silber-Chinaschilf 'Pünktchen' – Miscanthus sinensis 'Pünktchen'

Wuchshöhe: bis über 200 cm
Blütenfarbe: rotbraun
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Solitär
Hinweis: wertvolle Sorte


Silber-Chinaschilf 'Zebrinus' – Miscanthus sinensis 'Zebrinus'

Dieses Silber-Chinaschilf, eine der ältesten Sorten, ist eine dankbare Pflanze für Gräser-Liebhaber, die eher Wert auf den Blattschmuck als auf die Blütenstände legen. Denn die Blüte ist bei Miscanthus sinensis 'Zebrinus' – wenn er denn überhaupt blüht – eher verhalten. Das Blatt ist jedoch sehr attraktiv und gut dazu geeignet, eine Anpflanzung aufzulockern.

Silber-Chinaschilf 'Zebrinus' – Miscanthus sinensis 'Zebrinus'

Wuchshöhe: 150-200 cm
Blütenfarbe: rotbraun
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: wertvolle Sorte


Dünengras, Gewöhnlicher Strandroggen – Leymus arenarius

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Leymus arenarius – Dünengras Ist halt wie eine Quecke, deshalb war das Dünengras in der Gattung Elymus (das sind die Quecken), zu der es früher gehörte, gar nicht so verkehrt. Und damit ist auch schon das Wichtigste über Leymus arenarius gesagt: dass es nämlich wie die Quecken lange, tief liegende Rhizome bildet (bloß viel dicker) mit denen es überall hinkriecht und kräftige neue Tochterpflanzen in die Höhe schiebt; ob’s dem Gärtner/der Gärtnerin nun ins (Garten-)Konzept passt oder nicht.

Leymus arenarius – Dünengras Dünengras – Rhizom

Den Ausbreitungsdrang dieses Grases zu stoppen und die Rhizome rückstandslos auszugraben, erfordert viel Zeit, Mühe und – je nach Jahreszeit – Schweiß. Dazu treiben selbst abgetrennte Rhizomteile, die im Boden verbleiben, neu aus. Weil die von Leymus arenarius fragiler sind als die der Gemeinen Quecken, passiert das leider zu leicht, dass sie bei den Grabarbeiten abreißen. Also, und das ganz eindringlich: nur mit stabiler Wurzel- bzw. Rhizomsperre in den Garten pflanzen, hier spricht die Erfahrung!

Schade, dass man Leymus arenarius nicht vorbehalt- und bedenkenlos pflanzen kann, denn es ist durchaus ein attraktives Gras: Lange, kräftige, blau- bis graugrüne Halme und von Juni bis August auch immer wieder mal hoch über dem Laub stehende Blütenähren, das hat Charme. Die gute Nachricht ist deshalb, dass das Dünengras ohne Risiken und Nebenwirkungen ganzjährig in großen Blumentöpfen oder -kübeln auf der Terrasse, dem Balkon oder sonst irgendwo im Freien kultiviert werden kann; den Topf macht er schnell voll, daher nicht zu viel davon einpflanzen. Leymus arenarius verträgt es ausgesprochen trocken, daher ist man bei Topfkultur noch nicht mal sonderlich viel mit Gießen beschäftigt. Mit Dünger sollte jedoch nicht gespart werden (nur bis Mitte/Ende August). Der Vollständigkeit halber: In all den Jahren hat mein Kübel-Exemplar nicht einmal geblüht.

Leymus arenarius – Dünengras Falls der Topf im Winter der Witterung ausgesetzt ist, braucht das Dünengras darin in der kalten Jahreszeit praktisch gar kein zusätzliches Wasser. Winterschutz ist ebenfalls nicht erforderlich. Empfehlenswert ist es allerdings, darauf zu achten, dass im Übertopf oder Untersetzer kein Wasser steht.

Im Frühjahr (Ende März/Anfang April) benötigen die Pflanzen einen Rückschnitt, die alten, dann gelbbraunen Blätter von Kübel- wie von Freilandexemplaren können weg. Vorsicht bei Pflegemaßnahmen: Die Blattränder sind "scharf", bei Arbeiten wie dem Rückschnitt kann man sich unter Umständen daran schneiden (Handschuhe!). Vielleicht sollte man Kübel mit Dünengras generell nicht unbedingt dorthin stellen, wo Kinder toben. Das wäre ohnehin besser, weil auch die Blattspitzen Verletzungsgefahr bergen: Sie stehen meist kerzengerade nach oben und sind sehr spitz (auf die Augen aufpassen)!

Dünengras, Gewöhnlicher Strandroggen – Leymus arenarius

Wuchshöhe: 120-150 cm
Blütenfarbe: gelblich
Blütezeit: Juni, Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis: wintergrün; stark Ausläufer treibend, Wurzelsperre verwenden

Federgras (Zartes), Mexikanisches Federgras – Nassella tenuissima

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Mit Frost kommt das Zarte Federgras nicht immer so gut zurecht. Das hängt natürlich auch davon ab, wie geschützt und ohne (winterliche) Staunässe der Standort dieses wintergrünen Ziergrases allgemein ist. Ich würde trotz seiner gewissen Empfindlichkeit nicht darauf verzichten wollen und kann durchaus nachvollziehen, weshalb sich irgendjemand für die feingliedrige Nassella einmal die Sortenbezeichnungen 'Pony Tails' und 'Angel Hair' ausgedacht hat. Und durch Selbstaussaat bleibt das Federgras dann doch in der Regel lange im Garten erhalten.

Nassella tenuissima – Zartes Federgras

Nassella tenuissima ist auch eine wunderbare Pflanzpartnerin: Egal ob sich die zarten Halme wie ein feiner Schleier über benachbarte Pflanzen legen (auf den Bildern meiner Stauden-Seiten häufiger zu sehen) oder ob sie Stauden als Hintergrundpflanze erst so richtig zur Geltung kommen lässt – das "Engelshaar" ist eine absolute Bereicherung im Garten. Hier ist die Nassella mit Aster amellus zu sehen.

Nassella tenuissima – Zartes Federgras

Während manche anderen Gräser im Steingarten den Pflanzen um sie herum "die Luft zum Atmen" nehmen, sie also zuwachsen und "erdrücken", besteht diese Sorge beim Mexikanischen Federgras (ein weiterer deutscher Name) nicht. Es beeinträchtigt das manchmal fragile Miteinander in Steinanlagen nicht und lässt selbst empfindlichen Gewächsen eine Chance, sich langfristig zu etablieren. Die Nassella tenuissima ist damit eine ideale Steingarten-Pflanze, zumal der in der Regel auszeichnete Wasserabzug sowie der sandige Boden in solchen Anlagen ihre Lebensdauer deutlich verlängert. Trockenmauern sind ebenfalls ein hervorragender Lebensraum für sie.

Echte Gräserfans werden es nur zu gern hören: Das Mexikanische Federgras macht sich in Kästen und Trögen als Teil einer Sommer- oder Winterbepflanzung ebenfalls prima. Geranium maccrorrhizum (Felsen- oder Balkan-Storchschnabel) zum Beispiel sieht in einem Herbstarrangement chic neben der Nassella aus.

Zartes Federgras, Mexikanisches Federgras – Nassella tenuissima

Wuchshöhe: 40-60 cm
Blütenfarbe: silbrig
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Schnittpflanze; Kästen und Tröge
Hinweis: nur bedingt frosthart

Goldbartgras, Gelbes Indianergras, Nickender Goldbart – Sorghastrum nutans

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Sorghastrum nutans – Goldbartgras Sorghastrum nutans aus der Familie der Poaceae hat ganz besonders leuchtend goldgelbe Staubbeutel, daher wohl der deutsche Name "Goldbartgras". Auch sonst gibt es viel Positives zu diesem Ziergras zu vermelden: Es wächst horstig, samt wenig aus und ist recht windstabil. Alles in allem also durchaus empfehlenswert, wenngleich auch mit einer kleinen Einschränkung:

Das Goldbartgras wünscht sich für die Blütenbildung genügend feuchte und warme Sommer. Weil das Wetter mit beidem gemeinsam in manchen Jahren bei uns nicht dienen konnte, hat Sorghastrum nutans in einigen Sommern mit der Blüte ausgesetzt. Zum Glück eher selten, meistens hat’s irgendwie doch noch immer gereicht. Dazu sollte ich der Fairness ihm gegenüber erwähnen, dass in meinem Garten so gut wie ausschließlich der Gemüsegarten gegossen wird. Der Ziergarten muss sich – wie in der Natur – mit dem begnügen, was von oben kommt, und das war halt in den letzten Jahren leider ein bisschen mau.

Sorghastrum nutans – Goldbartgras Um keine Missversständnisse aufkommen zu lassen: Die Standortangabe "trocken" bedeutet nicht, dass Pflanzen, die einen solchen Platz bevorzugen, kein Wasser benötigen. Es heißt viel mehr, dass ein guter Wasserabfluss gewährleistet sein sollte, weil diese Pflanzen keine Dauernässe mögen und brauchen!

Auch beim Goldbartgras sollten Sie den Rückschnitt im Frühjahr nicht vergessen. Wer es bequemer haben will, fährt im Spätwinter einfach mit dem Rasenmäher drüber (die Messer so hoch gestellt, wie’s geht).

Gelbes Indianergras und Nickender Goldbart sind übrigens zwei weitere deutsche Namen für Sorghastrum nutans. Ersterer verrät etwas über seine Heimat, nämlich USA und Mexiko, der zweite zielt – wie "Goldbartgras" – wieder auf seine auffälligen gelben Staubbeutel ab. Mitunter ist es eben erfreulicherweise recht simpel, einen Bezug zwischen Pflanze und deutscher Namensgebung herzustellen.

Goldbartgras, Gelbes Indianergras, Nickender Goldbart – Sorghastrum nutans

Wuchshöhe: 80-130 cm
Blütenfarbe: braunrot
Blütezeit: August, September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: sehr wertvolles Wildgras

Goldleistengras, Kamm-Schlickgras, Süßwasser-Seilgras, Prärie-Seilgras 'Aureomarginata' – Spartina pectinata 'Aureomarginata'

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Spartina pectinata 'Aureomarginata' – Goldleistengras Mal ehrlich: Auf ein Schlickgras im Garten wäre wohl niemand scharf. Um wie viel edler und anmutiger klingt da Goldleistengras? Eben, und darum heißt Spartina pectinata in den Gärtnereien Goldleistengras und nicht Kamm-Schlickgras!

Spartina pectinata 'Aureomarginata' ist ein ornamentales Gras, für das man im Garten Platz braucht, damit es wirken kann. Viel Platz. Allein die imposante Höhe von wenigstens 150 cm (eher aber mannshoch) zur Blütezeit verlangt nach freiem "Luftraum". Das Prärie-Seilgras wächst zudem nicht straff aufrecht, sondern seine Halme sind leicht gebogen und überhängend. Noch mehr Fläche erobert das Goldleistengras in der Breite mit seinen Ausläufern. Man sollte es daher beizeiten zu zähmen versuchen und ihm bereits beim Pflanzen eine Spartina pectinata 'Aureomarginata' – Goldleistengrasunüberwindbare Wurzelsperre verpassen. Ein stabiler Eimer (Mörtel­kübel!) leistet dabei gute Dienste, sofern er ein gutes Stück (5-10 cm) über das Pflanzloch hinausragt, um ein Darüberwandern der Spartina zu verhindern.

Im Handel ist so gut wie nur die Sorte 'Aureomarginata' mit dekorativen gelben Streifen an den Blatträndern erhältlich. Sie wirkt am besten in Solitärstellung, und wo es die Grund­stücksgröße zulässt, sollte man ihr diese Extrawurst zugestehen. Es wäre schade, könnte sie sich nicht frei entfalten, weil andere Pflanzen sie einengen oder verdecken. Mit gebührendem Abstand gepflanzt wirken hohe, spät blühende Astern sehr schön als Pflanzpartner, weil sie die leuchtend gelborange Herbst­färbung des Ziergrases betonen und unterstützen.

Spartina pectinata 'Aureomarginata' – Goldleistengras Ein "normaler" Gartenboden, der gern leicht lehmig sein darf, ist diesem Ziergras gerade recht, solange nur die Nährstoffversorgung nicht zu knapp ist. Am Naturstandort in Kanada und Teilen Nordamerikas (winterhart deshalb bis an die -30 °C) steht Spartina pectinata – zumindest zeitweise – gern mit "den Füßen" im Wasser. Um so erstaun­licher ist, wie trocken sie es tatsächlich verträgt, ohne viel von ihrer Wuchskraft einzubüßen. Mit Sicherheit gehört das Goldleistengras damit zu denjenigen Gartenpflanzen, die man ohne Weiteres sich selbst überlassen kann, wenn sie denn eingewachsen sind. Die Pflege beschränkt sich beim Schlick­gras daher auf den Rückschnitt der vorjährigen Halme im Frühjahr.

Die Vermehrung macht einem Spartina pectinata leicht: Der Wurzelballen lässt sich teilen. Das ist allerdings eine Plackerei, man sollte schon einen solide gebauten, "scharfen" Spaten zur Hand haben. Unter dieser Voraussetzung kann man sagen: "Ein Goldleistengras in der Verwandt­schaft oder im Freundeskreis ist genug." Es dauert nicht lange und alle Interessenten sind damit versorgt.

Als Alternative zum Riesen-Chinaschilf (Miscantus x giganteus) ist das Goldleistengras unbedingt empfehlenswert. Wie gesagt: Wurzelsperre – bei beiden – nicht vergessen.

Goldleistengras, Kamm-Schlickgras, Süßwasser-Seilgras, Prärie-Seilgras 'Aureomarginata' – Spartina pectinata 'Aureomarginata'

Wuchshöhe: 150-200 cm
Blütenfarbe: bräunlich
Blütezeit: September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: Wurzelsperre verwenden; gelborange Herbstfärbung

Kopfgras (Grünes) – Sesleria heufleriana

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Sesleria heufleriana – Grünes Kopfgras Ganz früh im Jahr, wenn der restliche Garten noch gar nicht so recht "in die Gänge" gekommen ist, ist das Kopfgras schon verblüht. Was bleibt – und mit dem Neuaustrieb richtig schön wird – ist der sattgrüne Horst zarter, schmaler Halme. Ein kompletter Rückschnitt im Frühjahr bringt bei diesem Ziergras wenig, weil es teilweise wintergrün ist. Besser ist es, die braunen Blätter vom Vorjahr mit einem kräftigen Ruck büschelweise auszureißen sowie es die Witterung zulässt (Februar bis Anfang März).

Sesleria heufleriana – Grünes Kopfgras, Blüten Grünes Kopfgras ohne "Ausputzen"

Sesleria heufleriana verträgt es gut und fühlt sich nicht bedrängt, wenn sich andere Stauden in ihrer unmittelbaren Nähe ausbreiten. Sie erobert auch gern neues Terrain für sich, indem sie nicht nur aussamt, sondern willig keimt. Denken Sie deshalb daran, Verblühtes abzuschneiden. Das ist gar nicht so einfach, denn auf solche Pflegemaßnahmen sind wir um die Jahreszeit (frühes Frühjahr) mental noch gar nicht eingestellt.

Ein ideales Plätzchen für die Sesleria wäre ein sonniger bis absonniger Gehölzrand (zur Not toleriert das Kopfgras sogar Schattenplätze). Dort hat sie ihr Auskommen und kann tun und lassen, was sie mag (wenigstens weitgehend). Gerade für solche Pflanzsituationen finden sich nicht so einfach geeignete Kandidaten, insofern sammelt das Grüne Kopfgras mit seiner Genügsamkeit ordentlich Pluspunkte. Die Empfehlung, das Kopfgras zur extensiven Dachbegrünung einzusetzen, ist wegen seines Vermehrungsdrangs (Selbstaussaat) mit Vorsicht zu genießen. Zumindest sollte man ihm in diesem Fall nur konkurrenzstarke Arten zur Seite stellen.

Sesleria heufleriana – Grünes Kopfgras Auffallend ist, dass es von der Sesleria heufleriana keine Sorten gibt. Ob es an ihrem mangelnden Bekanntheitsgrad liegt, dass sich niemand der Mühe unterzieht, bei der Samenvermehrung besonders interessante Exemplare in Blüte, Blatt und so weiter auszulesen und zu vermehren? Ich neige eher zu der Behauptung, es gibt so gut wie keine solchen "Sonderlinge" beim Kopfgras, alle samenvermehrten Pflanzen sind in etwa gleich in der Optik und im Habitus. Andernfalls hätte auch bei mir im Garten schon längst ein Klon auftauchen müssen, der irgendeine Besonderheit zeigt …

Grünes Kopfgras – Sesleria heufleriana

Wuchshöhe: 20-50 cm
Blütenfarbe: schwärzlich
Blütezeit: März, April, Mai
Lichtverhältnisse: sonnig oder absonnig
Bodenverhältnisse: frisch-trocken
Verwendung: extensive Dachbegrünung
Hinweis: wertvolles Wildgras; wintergrün



Lampenputzergras, Japanisches Federborstengras ('Hameln') – Pennisetum alopecuroides ('Hameln')

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Pennisetum alopecuroides 'Hameln' – Lampenputzergras Pennisetum alopecuroides 'Hameln' – Lampenputzergras

Wo im Garten Platz ist, ist auch ein Lampenputzergras; es gehört irgendwie einfach dazu. Dank der vielen Sorten haben wir heute sogar die Möglichkeit, in kleineren Gärten ein Pennisetum alopecuroides unterzubringen: 'Little Bunny' und 'Little Honey' (mit weißem Streifen im Blatt) zum Beispiel werden kaum höher als 30 cm, sie sind "Ableger" der verbreitetsten Sorte in deutschen Gärten, nämlich 'Hameln'. Bei der Sortenwahl sollten Sie sich an im mitteleuropäischen Klima bewährte Sorten halten, vor allem amerikanische Sorten sind in unseren Breiten meist nicht winterhart genug (und/oder blühen zu spät im Jahr).

Um seinen üppigen und attraktiven Blütenflor ausbilden zu können, braucht Pennisetum alopecuroides ab dem Frühjahr ausreichend Feuchtigkeit. In Jahren mit wenig Niederschlägen sollten Sie daher gießen und eine ausgewogene Wasserversorgung sicherstellen. Gleich nach dem Rückschnitt im März/Anfang April ist das Lampenputzergras in mageren Böden zudem für eine Portion Dünger dankbar. Ein herbstlicher Rückschnitt ist nicht empfehlenswert, weil man sich damit um den bezaubernden Anblick der gelborangen Herbstfärbung sowie der mit Raureif überzogenen Horste bringt und das Gras selbst um den soliden Winterschutz durch das alte Laub.

Pennisetum alopecuroides 'Hameln' – Lampenputzergras
Lampenputzergras 'Hameln' – Blütenstand

Vorsichtiges Teilen der Pflanzen in nicht zu kleine Teilstücke ist möglich. Wenn sie nach einigen Jahren am selben Standort trotz optimaler Nährstoffversorgung blühfaul werden (nicht mehr blühen mögen), ist das Teilen und Verpflanzen sogar ein Muss. Frisch eingepflanzte Teilstücke sollten während der Vegetationsperiode gut mit Wasser versorgt werden und sind im ersten Winter für einen leichten Schutz aus Tannen- oder Fichtenzweigen dankbar.

Bei der reinen Art ist Vermehrung mittels Aussaat ebenfalls eine Option. Bis sich aus den Sämlingen kräftige Pflanzen entwickeln, ist allerdings Geduld gefragt.

Mit seinem halbkugeligen Wuchs kommt das Lampenputzergras zur Blütezeit im Hochsommer am schönsten in Einzelstellung zur Geltung. Allenfalls niedrige Stauden und Gräser sollten es dann flankieren. Lediglich während der Wachstumszeit können höhere, früh blühende Stauden als "Lückenfüller" fungieren, die im Juni/Juli bereits verblüht und zurückgeschnitten sind. Akeleien (Aquilegia) sind solche wundervollen Platzhalter.

Lampenputzergras, Japanisches Federborstengras 'Hameln' – Pennisetum alopecuroides 'Hameln'

Wuchshöhe: 60-80 cm und höher
Blütenfarbe: purpurrosa
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig; absonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis:

Liebesgras (Afrikanisches, Schwachgekrümmtes, Bogen-) – Eragrostis curvula

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Eragrostis curvula – Afrikanisches Liebesgras Reizend. Einfach bezaubernd. Beim Afrikanischen Liebesgras komme ich ins Schwärmen, weil das Schwachgekrümmte Liebesgras jede Anpflanzung auflockert. Ja was denn nun, Afrikanisches Liebesgras oder Schwachgekrümmtes Liebesgras? Beide deutsche Namen haben ihre Berechtigung, "Afrikanisches", weil es in Afrika (Südafrika bis Äthiopien) natürlich vorkommt, und "Schwachgekrümmtes", weil lateinisch curvulus auf Deutsch schwach gekrümmt heißt. Bogen-Liebesgras und Gebogenes Liebesgras sind deshalb ebenfalls passende Namen.

Eragrostis curvula – Afrikanisches Liebesgras Eragrostis curvula harmoniert mit vielen Stauden (zum Beispiel Lysimachia clethroides – Entenschnabel-Felberich), die sogar andere Standort-Ansprüche haben dürfen: trocken bis frisch (Eragrostis) passt eben ab und an auch zu frisch bis feucht (Lysimachia), wenn die anderen Voraussetzungen für gutes Gedeihen stimmen. Das Afrikanische Liebesgras wird zudem immer trockenheitsverträglicher, je länger und besser es eingewachsen ist. Also: nur zu empfehlen.

Gute Wasser- und Nährstoffversorgung verlängern bei der Eragrostis curvula übrigens die Blütezeit bis in den Herbst hinein. Das bietet Raum für noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten, wenn sich Herbstblüher wie Astern, die inzwischen botanisch unter anderem auch Symphyotrichum und Eurybia heißen, ebenfalls als Kombinationspartner anbieten.

Eragrostis curvula – Afrikanisches Liebesgras Die einzige ein wenig negativ behaftete Eigenschaft des Schwachgekrümmten Liebesgrases: Äußere Umstände wie starker Wind und länger andauernde Dürre bringen es "aus der Fassung". Die langen Blütenstängel stehen dann nicht mehr aufrecht, sondern neigen sich zur Seite. Das kann romantisch aussehen, wenn sie dadurch wie verwoben mit höheren benachbarten Pflanzen wirkt, aber auch etwas wild, wenn keine solchen Pflanzen in nächster Nähe der Eragrostis curvula stehen, die den Blütenstängeln Halt geben (oder Einhalt gebieten); wild romantisch sozusagen. Es sieht irgendwie so aus, als sei gerade ein Ufo mitten in ihrem Horst gelandet.Eragrostis curvula – Afrikanisches Liebesgras Ob diese Eigenart nun tatsächlich negativ ist? Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, deshalb sollte das jeder Gartler für sich entscheiden.

Mit einer spektakulären Herbstfärbung kann Eragrostis curvula nicht aufwarten. Ihre Blütenähren verblassen im Spätsommer und das Laub färbt sich gelblich. Schön ist allerdings, dass die Blütenstängel bis tief in den Winter hinein stehen bleiben und nicht beim ersten Frost umknicken.

Afrikanisches Liebesgras, Schwachgekrümmtes Liebesgras, Bogen-Liebesgras – Eragrostis curvula

Wuchshöhe: 100-120 cm
Blütenfarbe: bräunlich
Blütezeit: Juni, Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung:
Hinweis: wintergrün; bogige Halme; versamt

Moskitogras oder Mosquitogras, Haarschotengras – Bouteloua gracilis

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Die Bouteloua gracilis ist ein etwas ungewöhnliches niedriges Gras, wenn man ihre Blütenstände betrachtet: Die Ähren hängen wie kleine Fähnchen an den Halmen. Weil sie dadurch an einen Mückenschwarm erinnern, ist der deutsche Name mal richtig passend: Moskitogras.

Bouteloua gracilis – Moskitogras Moskitogras – Blüten

Im Garten stellt das Moskitogras keine großen Ansprüche (neben stark wachsenden Pflanzen geht es allerdings schnell unter) und verkraftet längere Trockenheit besser als zu viel Nässe; insbesondere Staunässe ist ihm zuwider. Der Wuchs ist horstig (es treibt also keine Ausläufer), und es fügt sich mit diesem Pluspunkt in nahezu jede standortkonforme Pflanzengesellschaft ein, ohne die Nachbarn einzuengen oder zu vergraulen. Dass es sich sogar in Trockenmauern wohlfühlt, macht es für Steingartenliebhaber interessant. Gut geeignet ist Bouteloua gracilis auch für Steppengärten.

Wie anspruchslos die Bouteloua gracilis tatsächlich ist, konnte ich nach der Pflanzung meiner ersten beiden Exemplare in ein frisch angelegtes Beet feststellen: Die Schönheit währte nur einen Sommer lang. In diesen Monaten akklimatisierte sich das Haarschotengras scheinbar prächtig und blühte üppig. Im darauffolgenden Frühjahr trieb nur noch eine Pflanze aus, auf den Austrieb der zweiten wartete ich vergebens. Daher meine Vermutung: Der Boden war ihm "zu gut". Vor der Neuanpflanzung hatte ich nämlich auf einem Teilstück des Beetes den Boden verbessert und angereichert; dieses reiche Nährstoffangebot dürfte zu viel für die Bouteloua gracilis gewesen sein. Die andere Pflanze in einem Bereich des Beetes, in dem vor der Neuanlage lediglich die Erde gelockert wurde, war da zufriedener und blieb.

Bouteloua gracilis – Moskitogras Moskitogras – Fruchtstände

Bevor die eine meiner beiden Pflanzen ihr Leben aushauchte, hat sie allerdings noch für den Erhalt ihrer Art gesorgt. So fühlen sich einige Sämlinge in den offenen Pflasterfugen der Gartenwege in der Nähe ihres Standortes offensichtlich pudelwohl und das nun schon seit Jahren. Nichts ist eben angenehmer als ein Plätzchen, das man sich selbst ausgesucht hat; fragen Sie Ihre oder Nachbars Katze!

Wer das Moskitogras selbst vermehren möchte, dem sei statt Aussaat jedoch die Teilung nach dem Austrieb empfohlen. Die Jungpflanzen am besten im Topf bewurzeln.

Um die Bouteloua gracilis und ihren "Mückenschwarm" auf dem Foto richtig erkennen zu können, empfiehlt es sich unbedingt, die Großansicht zu öffnen.

Moskitogras oder Mosquitogras, Haarschotengras – Bouteloua gracilis

Wuchshöhe: 25-40 cm
Blütenfarbe: bräunlich
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung:
Hinweis: Staunässe vermeiden

Pampasgras – Cortaderia selloana

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Pampasgras lässt Gärtner- und Gartlerherzen höherschlagen – vor allen weibliche. Fragt man sie nach ihrem Lieblingsgras, kommt wie aus der Pistole geschossen: Pampasgras. Es muss wohl am Bekanntheitsgrad, den Marketing-Konzepten der Gärtnereien und Gartencentern sowie an den auffallenden Blütenwedeln liegen, denn die Kulturpraxis im Garten kann nicht der Grund sein. Im Gegenteil – Cortaderia ist relativ empfindlich (gegen Winternässe) und anspruchsvoll (vollsonniger Standort, warmer lockerer Boden, ausreichend Feuchtigkeit) und verlangt deshalb wesentlich mehr Aufmerksamkeit als sagen wir mal Miscanthus (Chinaschilf) oder Molinia (Pfeifengras).

Cortaderia selloana – Pampasgras

Vegetativ (also durch Teilung) vermehrte Pflanzen verfügen über deutlich mehr Winterhärte als generativ (über Aussaat) vermehrte, zumal wenn sie schon vor der Vermehrung einige Winter im Freien schadlos überstanden haben. Es lohnt sich hier daher besonders, in einer Fachgärtnerei Ihres Vertrauens einzukaufen, in der der Gärtner noch selbst Hand anlegt und weiß, was er tut.

Der empfohlene Winterschutz wenigstens in den ersten Jahren dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben: Die Blüten des Pampasgrases werden im Herbst abgeschnitten und die Blätter (an Tagen, an denen sie gut abtrocknen können) nach oben gezogen und zu einem Schopf zusammengebunden. Um die Pflanze wird Laub angehäufelt und alles mit Vlies umwickelt oder anders abgedeckt. Vorsicht und feste Handschuhe sind bei Arbeiten mit und am Pampasgras besonders wichtig, weil die Blattränder scharf wie ein Rasiermesser sein können. In Gärten, in denen Kinder toben dürfen, sollten Sie auf das Pampasgras vielleicht besser verzichten, denn in der hintersten Ecke weitab vom Schuss fühlt es sich nicht wohl. An exponierter Stelle direkt im "Einzugsgebiet" von Fallrückziehern und Purzelbäumen hingegen ist die Verletzungsgefahr schlichtweg zu hoch.

Das Pampasgras hier im Bild wurde eigentlich als die Sorte 'Pumila' gekauft. Bei der Wuchshöhe von über zwei Metern, die es an den Tag legt, kommen mir an der Sortenechtheit jedoch erhebliche Zweifel …

Pampasgras – Cortaderia selloana

Wuchshöhe: 150-250 cm
Blütenfarbe: creme bzw. je nach Sorte
Blütezeit: September, Oktober, November
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Solitär
Hinweis: Schutz vor Winternässe

Perlgras (Hohes, Sibirisches) ('Atropurpura') – Melica altissima ('Atropurpurea')

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Melica altissima 'Atropurpurea' – Hohes Perlgras Hohes Perlgras 'Atropurpurea' – Austrieb

Was für ein Theater, bis sich das Hohe Perlgras endlich in meinem Garten stabil zeigte und "was hermachte". Es hat Jahre gedauert. Danach entpuppte es sich – weniger durch schwache Ausläufer als durch starke Selbstaussaat – allerdings als sehr dominant und eroberungslustig. Es bleibt mir nichts anderes übrig als die attraktiven purpurvioletten Blütenstände abzuschneiden, wenn sie eigentlich am schönsten sind, nur um nicht den Zeitpunkt der Samenreife zu verpassen.

Am besten soll es dem Hohen Perlgras an nicht zu sonnigen Gehölzrändern gefallen. An durch Aussaat "selbst ausgesuchten" Plätzen schraubt die Melica altissima aber gern ihre Ansprüche zurück und gedeiht auch an nahezu allen anderen Standorten wie mitten in der sonnigen Staudenrabatte oder ganz im Schatten (an solch einem Platz wachsen die höchsten Exemplare). Im Hinblick auf die Bodenbeschaffenheit gibt sie sich ebenfalls mit wenig zufrieden; sie scheint im Gegenteil ein Überangebot an Nährstoffen sogar krumm zu nehmen. Bliebe noch die Bodenfeuchtigkeit und da sag ich mal so: Wenn nicht, dann nicht. Die Melica altissima ist auch in diesem Punkt in der Lage, sich nach der Decke zu strecken, der Boden darf gern frisch sein, muss es aber nicht; Trockenperioden steckt das Sibirische Perlgras weg.

Melica altissima 'Atropurpurea' mit Gaura lingheimeri Hohes Perlgras 'Atropurpurea' mit Prachtkerze

Im Handel erhält man so gut wie immer die Sorte 'Atropurpurea', sofern man sich auf die Suche nach einer Melica altissima begibt, und bei ihr sollte man tatsächlich der Sorte den Vorzug gegenüber der unscheinbaren Art geben. Pflanzpartner lassen sich für die 'Atropurpurea' dank ihrer Vielseitigkeit in puncto Standort und ihrer frühen Blüte im Mai/Juni natürlich jede Menge finden. Leicht, anmutig, und etwas verspielt wirken Arrangements mit der zarten Prachtkerze (Gaura lindheimeri), der Pfirsichblättrigen Glockenblume (Campanula persicifolia) und der Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata). Eine angenehme Auflockerung bringt das Sibirische Perlgras dagegen in Tuffs aus Chaix‘ Königskerze (Verbascum chaixii). In die Nähe von Pflanzen mit grasartigen Blättern – zum Beispiel Tradescantia-Arten (Garten-Dreimasterblume), Anthericum (Graslilie) und schmalblättrige Iris (Schwertlilie) – sollte man Melica altissima dagegen nicht pflanzen, weil man ihre Sämlinge in deren Horsten zu spät als solche erkennt und dann nicht mehr entfernen kann, ohne den "Gastgebern" zu schaden. Dieses Problem hat man allerdings mit vielen Ziergräsern.

Hohes Perlgras, Sibirisches Perlgras 'Atropurpurea' – Melica altissima 'Atropurpurea'

Wuchshöhe: 70-140 cm
Blütenfarbe: purpurviolett
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung:
Hinweis:

Perlgras (Östliches Wimper-), Gewimpertes Perlgras – Melica ciliata

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Wimper-Perlgras mit Lavendel
Wimper-Perlgras mit Lavendel

Das Wimper-Perlgras (auch als Gewimpertes Perlgras bezeichnet) ist nichts für Faulenzer – oder gerade für sie? Wer es versäumt, die in der Tat ganz reizenden grazilen Blüten rechtzeitig abzuschneiden, kann mit "Nachwuchs" rechnen. Vielleicht kommt Ihnen das aber ja gelegen, und spannend ist es auch, wenn die Natur dadurch reizvolle Pflanzenkombinationen schafft, auf die wir Gärtner sonst eventuell nie gekommen wären. Siehe Melica mit Lavandula angustifolia (Lavendel) oder mit Thymus pulegioides (Feld-Thymian).

Dass ich die Melica ciliata überhaupt im Garten habe, möchte ich mal freundlich und kollegial als "Versehen" bezeichnen:

Den Garten mit einigen neuen Gräser-Arten zu bereichern, war der Plan. Auf meiner Einkaufsliste für die Staudengärtnerei stand seinerzeit unter anderem die Bouteloua gracilis, die sich in den Jahren nach der Anpflanzung dann als eben jene Melica ciliata entpuppte. Das ist – ohne den Gärtnerkollegen auch nur im Geringsten Vorsatz unterstellen zu wollen – mitunter das Tückische in Gärtnereien: Was Sie wollen, das hat man. Leider.

Melica ciliata – Wimper-Perlgras Die Melica-Arten sind unter anderem in Mittel-, Süd- und Osteuropa heimisch, Melica ciliata bevorzugt dabei sonnige Standorte in kalkhaltigen, steinigen Böden. So weit die Theorie. In der Praxis hat das Wimper-Perlgras bei mir nahezu jeden Standort erobert, was die Licht- und Bodenverhältnisse anbelangt war es keineswegs wählerisch. Das macht dieses Gras selbst für Garten-Neulinge, die eben jene Gegebenheiten im Garten noch nicht exakt einschätzen oder beurteilen können, interessant. Erfahrene Gartler, die mit dem Gewimperten Perlgras bewusst Akzente setzen wollen, geben ihm vielleicht einen Platz im sonnigen bis halbschattigen Steingarten (Vorsicht: ich kann nur noch mal vor seiner ausgeprägten Samenvermehrung warnen). Dabei sollte man bedenken, dass die Melica ciliata zur Blütezeit selten straff aufrecht steht, weil die dünnen Halme die schweren Blütenstände nicht banancieren können.

Wimper-Perlgras mit Feld-Thymian
Wimper-Perlgras mit Feld-Thymian

Ein Kompliment möchte ich der Melica ciliata an dieser Stelle unbedingt noch machen: Mit kaum einem anderen Gras lässt sich eine romantisch-verträumtere Stimmung erzeugen als mit dem Wimper-Perlgras. Und zwar genau dann, wenn es am gefährlichsten ist und kurz davor, seine Samen in alle Winde zu verstreuen.

(Östliches) Wimper-Perlgras, Gewimpertes Perlgras – Melica ciliata

Wuchshöhe: 30-60 cm
Blütenfarbe: silbriggrün
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Dachbegrünung
Hinweis: wertvolles Wildgras; Fruchtschmuck

Pfeifengras (Rohr-) – Molinia arundinacea

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras
Molinia arundinacea – Rohr-Pfeifengras im Herbst

Molinia arundinacea kommt etwa ab der Mitte Deutschlands Richtung Süden bis einschließlich der Alpen am häufigsten in der Natur vor; Richtung Norden gibt es nur vereinzelte Regionen mit Naturbeständen. Damit haben wir es bei ihr mit einem zumindest in Teilen Deutschlands einheimischen Gras zu tun und erfreulicherweise zählt sie nicht zu den gefährdeten Arten (Stand Juni 2018).

Molinia arundinacea – Rohr-Pfeifengras

In kalkhaltigen Lehmböden fühlt sich das Rohr-Pfeifengras besonders wohl (eigen ist es da aber nicht). Es bildet große Horste und sollte am besten in Einzelstellung oder in kleineren Gruppen gepflanzt werden. Aber wo gibt es denn – außer in Parks – dafür schon genug Platz? Also bleibt die Einzelstellung für "normale" Gärten übrig. Gut kann ich mir Molinia arundinacea als Vorpflanzung links und rechts der Terrasse vorstellen, sie ließe die Terrasse dann wie ein "Portal" für das Haus wirken. Oder auch im Hinterhof eines Hauses mit mehr Parteien, in dem sich jede/r über viel Grün freut, aber meist doch recht selten Zeit investiert, es zu pflegen.

Molinia arundinacea – Rohr-Pfeifengras Rohr-Pfeifengras – Jungpflanze

In meinem Garten ist das Rohr-Pfeifengras in der Nähe des Teichs angesiedelt. Von dort schaffen es immer wieder Sämlinge, in den Sumpf- und sogar den Flachwasserzonen des Teichs Fuß zu fassen und sich – ebenfalls durch Selbstaussaat – erfolgreich weiter zu vermehren. Im übrigen Garten, also an trockeneren Standorten, ist die Samenvermehrung weniger stark ausgeprägt. Soll heißen, am Problemstandort "Gehölzrand", einem der Molinia zusagenden Platz also, ist keine unkontrollierbare Ausbreitung durch Selbstaussaat zu befürchten.

Molinia arundinacea – Rohr-Pfeifengras Rohr-Pfeifengras – abgebrochene Blütentriebe

Wo auch immer Sämlinge auftauchen, empfiehlt es sich jedenfalls, ihnen möglichst schnell zu Leibe zu rücken (Erkennungsmerkmal ist der an Zwiebelchen erinnernde Austrieb von Molinia arundinacea). Größere/ältere Exemplare auszugraben ist anstrengend (zur Vermehrung braucht man sie bloß zu teilen), da das dichte Wurzelwerk nur mit enormem Kraftaufwand entfernt werden kann. Das ist natürlich bei mir im bzw. am Teich doppelt problematisch, weil die Teichfolie nicht beschädigt werden darf.

Erfahrungsberichte über Gräser sollte man am besten im späteren Winter schreiben, wenn man nicht nur die Sommerfülle an Blättern und Blüten und die Herbstfärbung vor Augen hat: Ebenjene (Blätter-) Fülle der Molinia arundinacea findet sich nämlich im Winter in abgestorbenem Zustand auf dem ganzen Beet nebst nahe gelegenen Wegen verteilt, denn das Rohr-Pfeifengras ist sozusagen selbstreinigend und braucht daher auch keinen Rückschnitt. Sicher nichts für Ordnungsfanatiker.

Molinia arundinacea – Rohr-Pfeifengras … mal so im Winter

Bedauerlicherweise sind die Blütenstängel des Rohr-Pfeifengrases auch nicht den ganzen Winter über standfest; die Witterung setzt ihnen im Herbst, spätestens im Winter zu (starker Regen, Wind, Frost oder Schneefall), sie knicken dann mal früher, mal später an den Knoten der Triebe ab und werden von der Pflanze quasi abgestoßen. Das erleichtert vielleicht die Entscheidung ein wenig, die verblühten Blütentriebe doch vor der Samenreife abzuschneiden.

Rohr-Pfeifengras – Molinia arundinacea

Wuchshöhe: 120-180 cm
Blütenfarbe: gelblichgrün
Blütezeit: August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: Blütenstand locker; Herbstfärbung

Reitgras (Diamant-), Diamantgras – Calamagrostis brachytricha

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Calamagrostis brachytricha – Diamant-Reitgras mit Tau Das Diamant-Reitgras hat vielleicht Ärger gemacht, bis es im Garten etabliert war. Na ja, was heißt Ärger, Nerven hat es halt gekostet, denn in den ersten Jahren nach der Pflanzung sah es jeden Tag so aus, als würde es keinen Tag länger am zugeteilten Platz bleiben wollen. Mittlerweile hat es sich nicht nur mit der zugeteilten Staudenrabatte abgefunden, es erobert in der näheren Umgebung seines Stammplatzes auch neues Gelände. Weil das durch Aussaat geschieht, ist das Diamantgras leicht in seine Schranken zu weisen: Was an Jungpflanzen zu viel ist, wird einfach ausgegraben und wandert auf den Kompost.

Calamagrostis brachytricha – Diamant-Reitgras im Herbst Calamagrostis brachytricha aus der großen Familie der Poaceae war botanisch lange Zeit als Calamagrostis arundinacea var. brachytricha eingeordnet und wird auch heute noch in manchen Gärtnereien unter diesem botanischen Namen verkauft. Als Achnatherum brachytrichum ist es ebenfalls gelegentlich im Handel. Gemeint ist mit allen drei Namen dasselbe Schmuckgras. Ob The Plant List (www.theplantlist.org) recht damit hat, dass diese botanischen Namen – Calamagrostis brachytricha, C. arundinacea var. brachytricha, Achnaterum brachytrichum – und viele weitere nur Synonyme für Calamagrostis arundinacea, das Wald-Rispengras, sind, kann ich nicht beurteilen. Ich stehe dem jedoch skeptisch gegenüber und bleibe deshalb wie die meisten meiner Gärtner-Kollegen beim eigenständigen botanischen Namen Calamagrostis brachytricha für das Diamant-Reitgras, bis man mich mit Fakten davon überzeugt, dass es das nicht gibt.

Calamagrostis brachytricha – Diamant-Reitgras mit Reif Die Horste und das Laub des Diamantgrases sind unspektakulär, doch dank seiner schlanken, geraden Wuchsform beansprucht es nicht übermäßig viel Platz und beeinträchtigt andere Pflanzen nicht in ihrer Wirkung. Die späte Blütezeit im September macht es darüber hinaus für unsere Gärten interessant. In Kombination mit Blütenstauden gilt es, der ungewöhnlichen Blütenfarbe Rechnung zu tragen: bräunlichgrün mit einem deutlichen rosa Touch, trifft es wohl am besten. Als Pflanzpartner mit einer ähnlich späten Blütezeit und passender rosa oder violetter Blütenfarbe sind zum Beispiel Herbst-Astern (Symphyotrichum-Arten) geeignet und natürlich die filigrane Gaura lindheimeri (Prachtkerze).

Im Spätherbst sowie im frühen Winter macht dieses Ziergras im Garten noch einmal Furore, wenn Raureif die abgeblühten Blütenstände umhüllt. Deshalb sollte man mit dem Abschneiden der Blütenwuschel unbedingt bis zum Frühling (irgendwann im April, je nach Witterung) warten. Die Vermehrung erfolgt mittels Aussaat oder Teilung. Die Aussaat kann man gut der Calamagrostis brachytricha selbst überlassen und Sämlinge im Garten bloß noch ausgraben und verpflanzen (evtl. vorher ein paar Wochen im Topf aufpäppeln). Teilen sollten man die Pflanzen im frühen Frühjahr.

Calamagrostis brachytricha – Diamant-Reitgras mit Tau Wie das Diamant-Reitgras zu seinem deutschen Namen kam, das ist nun wirklich auf nahezu jeder Gärtnerei-Seite im Internet nachzulesen sowie im Standardwerk für Gärtner und engagierte Hobbygärtner "Die Freilandschmuckstauden" (Jelitto, Schacht, Simon, Verlag Eugen Ulmer & Co. 2002, ISBN 3-8001-3265-6): Tautropfen überziehen nach kühlen Nächten die Blütenähren und glitzern im Morgensonnenschein wie Hunderte kleiner Diamanten. Zugegeben, das sieht schon klasse aus – sogar wenn die Sonne mal nicht sichtbar ist!

Diamant-Reitgras, Diamantgras – Calamagrostis brachytricha

Wuchshöhe: 80-150 cm
Blütenfarbe: bräunlichgrün mit rosa
Blütezeit: September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Trockensträuße, Trockenbinderei
Hinweis: Rückschnitt im Frühling

Reitgras (Garten-), Gartensandrohr 'Overdam' – Calamagrostis x acutiflora 'Overdam'

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Calamagrostis x acutiflora 'Overdam' – Garten-Reitgras, Gartensandrohr Calamagrostis x acutiflora 'Overdam' mit dem schicken weiß-grünen Blatt kann ich nur empfehlen. Dieses Garten-Reitgras wächst straff aufrecht und nicht zu stark, wuchert nicht und fällt auch bei starkem Wind nicht auseinander und es ist zudem langlebig. Einzig die Herbstfärbung ist – na ja. Aber die Blütenstände sind lange dekorativ, sie sind im Aufblühen rosa- bis rötlichbraun, später silbriggrün, noch später silbrigbraun. Weil der 'Overdam' steril ist und sich dadurch nicht aussamt, kann man die Blüte lange und unbeschwert genießen, niemand muss beizeiten mit der Gartenschere oder der Staudensichel loszusausen, um ihn niederzumetzeln. Es genügt völlig, den 'Overdam' im Frühjahr zurückzuschneiden. Am besten so im März/April je nach Witterung, denn er treibt zeitig aus.

Calamagrostis x acutiflora 'Overdam' – Garten-Reitgras, Gartensandrohr Über Pflanzpartner brauchen Sie beim Gartensandrohr nicht groß nachzudenken, es passt praktisch zu allen Nachbarn aus dem Staudenreich und fügt sich überall harmonisch ein, wo ein höheres Gras gewünscht ist.

Calamagrostis x acutiflora 'Overdam' – Garten-Reitgras mit Reif
Garten-Reitgras 'Overdam' mit Raureif

Aus all diesen Gründen wird Calamagrostis x acutiflora 'Overdam' – zumindest bei uns in Franken – gern im "öffentlichen Grün" gepflanzt (Parks etc. sind hier gemeint), denn schließlich soll so eine Anlage etwas hermachen, aber um Himmels Willen nicht zu viel Arbeit, am besten gar keine. Erst nach vielen Jahren Standzeit müssen die Pflanzen eventuell aufgenommen, geteilt und andernorts neu gepflanzt werden, falls ihre Horste in der Mitte "hohl" geworden, also innen verkahlt sind. Teilung im frühen Frühjahrist übrigens die einzige Möglichkeit, den 'Overdam' zu vermehren.

Calamagrostis x acutiflora ist übrigens eine Kreuzung (Hybride) aus Calamagrostis arundinacea (Wald-Reitgras) und C. epigejos, dessen unangenehme Eigenschaft des Wucherns durch das Kreuzen mit dem anderen Elternteil bei den Nachkommen nicht mehr auftaucht. Noch etwas: Der 'Overdam' ist eine natürliche Kreuzung zweier Arten, ganz so wie sie in der Natur immer wieder vorkommt. Und ein Letztes: Im Gegensatz zu seinen Brüdern und Schwestern (die anderen Sorten, die aus der Kreuzung entstanden sind und die es wert waren, für unsere Gärten weiterkultiviert zu werden) ist der 'Overdam' eher schwachwüchsig. Das macht ihn für kleinere Gärten so interessant.

Garten-Reitgras, Gartensandrohr 'Overdam' – Calamagrostis x acutiflora 'Overdam'

Wuchshöhe: 70-100 cm
Blütenfarbe: rosabraun, später silbriggrün und silbrigbraun
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: Rückschnitt im Frühling

Rutenhirse (Echte) – Panicum virgatum

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Panicum virgatum – Echte Rutenhirse Wer nicht so viel Platz im Garten hat oder möglichst viele verschiedene Arten und Sorten unterbringen möchte, dem wird die Rutenhirse gefallen: Panicum virgatum wächst straff aufrecht und trotzt jeder Windböe. Dass die Rutenhirse noch dazu eine leuchtende Herbstfärbung annimmt, macht es wirklich leicht, sich für sie zu entscheiden. Pflanzen Sie doch Panicum mit Gillenia trifoliata (Nördliche Dreiblattspiere) zusammen – die beiden sind ein schönes Paar und das nicht nur im Herbst.

Panicum virgatum, Echte Rutenhirse – Blüten Echte Rutenhirse – Blüten

Während die Züchter hierzulande damit beschäftigt sind, immer neue Sorten mit noch ungewöhnlicheren oder intensiveren Blatt- und Blütenfarben auszulesen, gilt das Bestreben in den USA der Zucht von Panicum virgatum im Hinblick auf Blattmasse und Inhaltsstoffe zur Gewinnung von Bio-Sprit – weil dessen Herstellung mit der Rutenhirse billiger und ökologischer ist als durch Mais! Auch als Festbrennstoff ist er dort in Verwendung – als Pellet oder Hackschnitzel. Tja, so gehen die Interessen auseinander.

Panicum virgatum – Echte Rutenhirse Meine Meinung: Schon die reine Art "Panicum virgatum" ist gartenwürdig. Die vielfach empfohlenen Sorten warten halt mit ein paar Besonderheiten mehr auf, wie zum Beispiel dem bläulichen Laub von 'Heavy Metal' (blaugraugrün) und 'Heiliger Hain' (bläulichgrün). Wo’s dazupasst, ist das sicher ein Hingucker. Oder 'Rehbraun', 'Hänse Herms' und 'Rotstrahlbusch', die das rötlichbraune/rotbraune Laub nicht erst im Herbst, sondern bereits während der Vegetationsperiode zeigen. Erwähnenswert ist auch 'Squaw' mit stark rosa getönten Blütenständen.

Panicum virgatum 'Heavy Metal' – Echte Rutenhirse
Echte Rutenhirse 'Heavy Metal'

Für welches Panicum Sie sich letztlich auch entscheiden, sie alle wünschen sich eine gute Nährstoff- und Wasserversorgung und einen nicht zu schattigen Standort. In kühlen Jahren gerät das Wachstum leicht etwas ins Stocken, doch darüber brauchen wir uns ob des Klimawandels vermutlich keine Sorgen zu machen. Übrigens: Die Rutenhirse ist eines der wenigen Gräser, die Sie im Herbst noch bedenkenlos pflanzen können (solange der Boden nicht gefroren ist), weil verletzte Wurzeln beim Panicum virgatum nicht so leicht faulen, wie das bei vielen anderen Gräsern der Fall ist.

Echte Rutenhirse – Panicum virgatum

Wuchshöhe: 150 cm
Blütenfarbe: rotbraun
Blütezeit: Juli, August, September
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: wertvolles Wildgras

Schillergras (Blaugrünes) – Koeleria glauca

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Koeleria glauca – Austrieb Blaugrünes Schillergras – Austrieb

Beim Spaziergang würden es sicherlich die meisten – mich eingeschlossen – unter all den verschiedenen Gräsern in der Natur gar nicht erkennen: Das Blaugrüne Schillergras ist in Mitteleuropa heimisch, ergo auch in Deutschland. Auf der Liste der besonders geschützten Pflanzen ist es zwar noch nicht zu finden, es gilt aber als stark gefährdet (Stand Juni 2018). Warum unterstützen wir die Natur nicht, indem wir der Koeleria glauca im Garten eine Gelegenheit geben, ihren Fortbestand zu sichern? Auf jeden Fall ist das Schillergras eine gute Alternative zu den so beliebten Festuca-Glauca-Hybriden, zum Blau-Schwingel also.

Koeleria glauca – Blaugrünes Schillergras Die Koeleria glauca ein sehr schönes Gras, eher niedrig bleibend und in manchen Regionen und Wintern wintergrün. Wer blaugrüne Blattfarben liebt, wird an ihr seine Freude haben. Nur wenn das Blaugrüne Schillergras mager und trocken steht, bleibt es übrigens kompakt und ist langlebig; deshalb sollten Sie bei der Koeleria mit Dünger unbedingt sparsam umgehen. Eine weitere Folge von Überdüngung ist trügerisch, weil sie auf den ersten Blick sogar hübsch anzusehen ist: Sie blüht sich regelrecht "zu Tode"!

Mit all diesen Eigenschaften ist das Blaugrüne Schillergras am besten für Steingarten-Anlagen geeignet oder auch zur Dachbegrünung. Für Plätze also, die einen guten Wasserabzug bieten.

Der Pflegeaufwand – eventuelles Gießen mal ausgenommen – ist bei der Koeleria glauca recht gering:

Koeleria glauca – Blaugrünes Schillergras hochgewachsen

Blaugrünes Schillergras – Koeleria glauca

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe: grünlich
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung:
Hinweis:

Schmiele (Rasen-) – Deschampsia cespitosa

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Deschampsia cespitosa – Rasen-Schmiele Die Deschampsia cespitosa ist ein besonderer Fall: Kommst du ein bisschen zu spät zum Abschneiden der Blüten, kannst du gespannt sein, wo sie überall aufgeht. Trotzdem: Die Rasen-Schmiele ist so ein anspruchsloses und "luftiges" Gras, dass sie jedes Beet mit den richtigen Standort-Voraussetzungen bereichert.

"Standort-Voraussetzungen" heißt bei der Deschampsia cespitosa, dass Ihnen eine breite Palette an möglichen Pflanzplätzen zur Verfügung steht. Bevorzugt steht sie jedoch feuchter – es darf gern etwas sumpfig sein – und wechselfeuchte Plätze sagen ihr ebenfalls zu. Am Teich könnte es ihr deshalb gut gefallen, aber dieses "Risiko" sollten Sie nur eingehen, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie nie den rechtzeitigen Rückschnitt nach der Blüte vergessen. Ist es im Beet schon schwierig genug, unerwünschte Sämlinge zu entfernen (die blöderweise oft mitten im Horst anderer Pflanzen wachsen), so ist dieses Unterfangen am und im Teich nahezu unmöglich, ohne den manchmal recht empfindlichen Sumpf- und Wasserpflanzen schwerwiegende Schäden zuzufügen.

Deschampsia cespitosa – Rasen-Schmiele Mit schwierigen Bodenverhältnissen kommt die Rasen-Schmiele ebenfalls zurecht. Gut für alle, die sich zum Beispiel mit verdichteten Böden herumärgern müssen. Stickstoffarme Substrate sind für Deschampsia cespitosa ebenfalls kein Problem.

Wer sich so überreich selbst aussät, kommt freilich nicht in die Verlegenheit, als gefährdete Art eingestuft zu werden. Das einheimische Gras kommt in Deutschland (und praktisch in ganz Europa) fast flächendeckend in der Natur vor, lediglich in Süddeutschland fehlt es gebietsweise (Stand Juni 2018).

Deschampsia cespitosa – Rasen-Schmiele
Rasen-Schmiele im frühen Herbst

Vermehrt wird die Rasen-Schmiele durch Teilung der Horste (Deschampsia cespitosa wuchert nicht!) oder – wen wundert’s – durch Aussaat. Bei Sorten kommt nur Teilung infrage. Sorten würde ich bei Deschampsia cespitosa für den Garten sogar den Vorzug geben; sie überzeugen in erster Linie mit dichteren und kräftiger gefärbten Blütenrispen. Sehen Sie sich nach den alten Sorten 'Bronzeschleier' und 'Tauträger' von Karl Foerster um, die gehören noch heute zu den schönsten!

Als duftig-leichtes, fast schon "verspieltes" Ziergras wirkt die Rasen-Schmiele zur Blütezeit im Sommer auflockernd neben Rudbeckien (Sonnenhut) oder Monarda (Indianernessel) zum Beispiel. Im Hintergrund halbhoher Blütenstauden ist sie in jedem sonnigen bis halbschattigen Staudenbeet ein Highlight. Hauptsache, die Pflanzen sind gut erreichbar, um Verblühtes zumindest bei der Art zum Schutz vor Selbstaussaat entfernen zu können. Bei den Sorten hingegen besteht in puncto Selbstaussaat offenbar noch Klärungsbedarf.

Ein kompletter, bodennaher Rückschnitt erfolgt bei Art und Sorten erst im Frühling, je nach Witterung ab Anfang März; eine kleine Staudensichel ist dafür ideal.

Rasen-Schmiele – Deschampsia cespitosa

Wuchshöhe: 60-100 cm
Blütenfarbe: grünlich bis bräunlich
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-nass
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: wertvolles wintergrünes Wildgras; Fruchtschmuck; tief wurzelnd

Schwingel (Blau-) – Festuca-Glauca-Hybriden

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Der Blau-Schwingel gehört zu den beliebtesten Ziergräsern. Logisch, bei dem Aussehen! Dichtes, blau(grau) bereiftes Laub ("bereift" bedeutet, dass es sich nur um einen Belag der eigentlich grünen Blätter handelt) und sein niedriger, kompakter Wuchs machen ihn zum Hingucker und an vielen Plätzen einsetzbar. Leider aber auch etwas einsam, denn es ist nicht ganz einfach, Pflanzpartner zu finden, die es mit dieser Blattfarbe aufnehmen können, beziehungsweise damit harmonieren.

Festuca-Cinerea-Glauca-Gr. 'Eisvogel' – Blau-Schwingel
Blau-Schwingel 'Eisvogel' – Blüten

In den 1980er Jahren war die Kombination der (Laub-)Farben Blau und Gelb total in. Ganze Hecken sollten so "erstrahlen". Ob das heute noch angeboten wird? Ich habe mir nicht die Mühe gemacht nachzusehen, denn es ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

Harmonisch soll das Bild jetzt sein, nicht langweilig, aber stimmig. Graulaubige Pflanzen lassen sich deshalb besser zum Blau-Schwingel gesellen als grün- und andere blaulaubige, deren Blattfarbe sich mit der des Blau-Schwingels richtig "beißen" könnte. Als Blütenfarbe wirkt weiß dazu sehr edel (Vorschlag: Anaphalis triplinervis oder margaritacea – Perlkörbchen), Rosatöne hingegen bringen einen romantischen Touch (Vorschlag: Helianthemum apenninum – Sonnenröschen, Stachys byzantina – Woll-Ziest). Kräftiges Purpur oder Magenta sind perfekt, wenn es so richtig leuchten darf (Vorschlag: Geranium cinereum subsp. subcaulescens – Aschgrauer Storchschnabel).

Schwierig ist es herauszufinden, was man als Blau-Schwingel wirklich im Garten hat oder in der Gärtnerei/im Gartencenter unter diesem Namen gerade in Händen hält. Die Gärtnereien und Vermehrungsbetriebe neigen nämlich dazu, unter dem Namen Blau-Schwingel der Einfachheit halber alle möglichen Schwingel anzubieten, Hauptsache blau. Die Bezeichnung Festuca glauca muss also nicht zwingend für die tatsächliche Art stehen, sondern kann auch stellvertretend für Kreuzungen aus den verschiedensten Arten verwendet sein (bitte auch bei der Gartenkultur berücksichtigen: Festuca-Arten kreuzen sich leidenschaftlich gern!).

Festuca-Cinerea-Glauca-Gruppe – Blau-Schwingel Blau-Schwingel – unbekannte Sorte

Die meisten Sorten entstanden durch Kreuzung von Festuca glauca mit Festuca cinerea und Festuca glauca mit Festuca ovina, dem Schaf-Schwingel. Wenn alles gut läuft, werden diese Sorten als Mitglieder der Festuca-Cinerea-Glauca-Gruppe oder Vertreter der Festuca-Glauca-Ovina-Gruppe angeboten, denn sie unterscheiden sich durchaus in ihrem Wuchsverhalten und den Standortansprüchen: Die Cinerea-Glauca-Typen wachsen zierlicher und brauchen es trockener als die Glauca-Ovina-Typen, die auch "frische" Standorte vertragen.

Wenn man jetzt so gar nicht weiß, welchen Blau-Schwingel man im Garten (weil es vielleicht ein Sämling ist) oder gerade geschenkt bekommen hat (Festuca-Arten lassen sich im Frühjahr vor sowie im Sommer nach der Blüte teilen und vermehren), der macht mit einem trockenen Garten-Plätzchen in magerem, durchlässigem Substrat im leichten Halbschatten oder in der Sonne auf jeden Fall nichts verkehrt.

Ein Blau-Schwingel sollte seinem Namen alle Ehre machen und deshalb ist ausschlaggebend, wie er gefärbt ist und wie lange und gut er im Jahresverlauf seine blaugrüne, blaugraue oder eher silbrige Blattfarbe behält. Die stabilen Horste der Sorte 'Eisvogel' aus der Cinerea-Glauca-Gruppe fallen da angenehm auf, weil sie bis in den Winter hinein ihre zart blaugrüne Bereifung zeigen.

Blau-Schwingel 'Eisvogel' – Festuca-Cinerea-Glauca-Gruppe 'Eisvogel'

Wuchshöhe: 20-30 cm
Blütenfarbe: gelbgr/uuml;n
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung:
Hinweis:


Segge (Blaugrüne, Schlaffe) – Carex flacca

(Pflanzenfamilie: Cyperaceae – Sauergrasgewächse)

Eigentlich ein "Unkraut", weil die Blaugrüne Segge Ausläufer treibt. Allerdings kann Carex flacca gut als Pionierpflanze zur Bodenbefestigung genutzt werden – sofern der Boden nicht zu trocken ist.

Blaugrüne Segge, Schlaffe Segge – Carex flacca

Wuchshöhe: 40 cm
Blütenfarbe: rotbraun
Blütezeit: April, Mai
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Dachbegrünung
Hinweis: stark Ausläfer treibend

Segge (Fuchsrote, Buchanan-, Neuseeland-) – Carex buchananii

(Pflanzenfamilie: Cyperaceae – Sauergrasgewächse)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Carex buchananii – Buchanan-Segge, Fuchsrote Segge Wegen ihrer intensiven kupferbraunen Blattfärbung gilt die Buchanan-Segge (oder: Fuchsrote Segge, auch: Neuseeland-Segge) in gärtnerischen Fachkreisen oft als schwieriger Kandidat für ausgewogene und harmonische Pflanzungen. Da mag was dran sein, und wer nicht nach dem Motto "Gefällt mir, will ich!" wahllos alles kombiniert, was diesem Grundsatz unterliegt, stößt bei der Suche nach Kameraden für Carex buchananii schnell an Grenzen.

Mir scheint diese Segge aus einem ganz anderen Grund etwas heikel, weil mir – entgegen der Aussage in Fachbüchern, sie sei recht robust – alle Pflanzen eingegangen sind. Nach dem Winter waren sie einfach weg. Vielleicht hätte ich den Hinweis auf leichten Winterschutz in ungünstigen Lagen ernster nehmen sollen, eventuell stand sie das Jahr über auch nur zu trocken und war deshalb im Winter etwas empfindlich.

Carex buchananii – Buchanan-Segge, Fuchsrote Segge Dass die Fuchsrote Segge bei Bekannten auf der anderen Straßenseite nun schon seit über zehn Jahren wächst, blüht und sich sogar aussät (und die Samen auch noch keimen), hat mich mehr als versöhnt mit ihr, es hat mich von ihr überzeugt. Zumal Carex buchananii dort nicht wie eigentlich gewünscht einen feuchten Standort hat, sondern in ganz normal frischem Gartenboden wächst. Die Sämlinge lugen zum Teil sogar zwischen Pflastersteinen hervor. Ihr horstiger Wuchs (also ohne Ausläufer) ist noch mal ein Pluspunkt.

Bliebe die Frage nach den passenden "Nachbarn" zu ihrer ungewöhnlichen Farbe. Im Garten gegenüber gibt die Neuseeland-Segge auf der Ostseite neben Farnen und grünlaubigen Gräsern ein gutes Bild ab. Oder soll es doch lieber etwas Blühendes sein? Dann fallen mir spontan die Heuchera americana 'Palace Purple' (Purpurglöckchen) ein oder auch Ajuga reptans 'Atropurpurea' (Rotblättriger Günsel). In jedem Fall sollten Carex buchananii keine Pflanzen zur Seite gestellt werden, die stark wachsen und dazu neigen, alles um sich herum niederzumachen.

Fuchsrote Segge, Buchanan-Segge, Neuseeland-Segge – Carex buchananii

Wuchshöhe: bis 40 cm
Blütenfarbe: rotbraun
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht
Verwendung:
Hinweis: Selbstaussaat

Segge (Japan-) 'Variegata' – Carex morrowii 'Variegata'

(Pflanzenfamilie: Cyperaceae – Sauergrasgewächse)

Die macht nun mal so gut wie gar keine Arbeit – Carex morrowii 'Variegata' braucht man noch nicht einmal zurückzuschneiden, lediglich die abgestorbenen Blätter und/oder Winterschäden werden wenn nötig entfernt. "Wenn nötig" ist zudem ein dehnbarer Begriff, es liegt im Auge des Betrachters, ob sie stören oder nicht. Bei Pflegearbeiten an Carex morrowii sollten Sie übrigens vorsichtig sein und am besten Handschuhe tragen: Die Seitenränder der Blätter sind fast schon rasiermesserscharf, wenn man von oben nach unten daran entlangstreift.

Carex morrowii 'Variegata' – Japan-Segge Japan-Segge 'Variegata' im Schnee

Die Sorte 'Variegata', deren Blätter an den Rändern ein weißer Streifen schmückt, ist hübscher als die rein grüne Art der Japan-Segge. Sie bildet dichte immergrüne Horste, die allerdings nach sechs bis acht Jahren von der Mitte her absterben und deshalb rechtzeitig vermehrt (Teilung) werden sollten, um sie andernorts jung und gesund neu auspflanzen zu können. Erledigen Sie diese Arbeit nicht zu früh im Jahr, denn die Bodentemperatur muss hoch genug sein (mindestens 15 °C), damit die Ableger gut wurzeln. Am besten ist es, die Jungpflanzen zunächst im Topf und "unter Glas" weiterzukultivieren. Ideal wäre dafür natürlich ein (kleines) Gewächshaus, zur Not und wenn’s nur kurzzeitig ist, tut es aber auch ein Fensterbrett im Haus.

Carex morrowii 'Variegata' – Japan-Segge Japan-Segge 'Variegata' – Fruchtstand

Carex morrowii ist gut für schattigere Plätze geeignet, also auch zur Gehölzunterpflanzung, sofern ihm der Boden ausreichend Feuchtigkeit bietet. Die Blütenähren sind – wie bei den Seggen üblich – eher unscheinbar und verschwinden fast in den üppigen Blatthorsten. Ich wüsste allerdings niemanden, der diese Japan-Segge wegen ihres Blütenschmucks pflanzt, zumindest die Sorte 'Variegata' holt man sich ausschließlich als Blattschmuckgras in den Garten. Denn genau das ist sie: ein schönes, niedriges Gras, das als immergrüner Eyecatcher sogar in kleinere und kleinste Gärten passt, weil es keine Ausläufer treibt. Was in der Gartenliteratur bei Carex morrowii oft als "kurze Ausläufer" bezeichnet wird, sind tatsächlich nur kurze Seitentriebe, die dem Breitenwachstum des Horstes dienen.

Noch ein Letztes: Wahre Gräser-Fans werden sich freuen, denn die Japan-Segge 'Variegata' kann gut in Balkonkästen, Kübel und Tröge gepflanzt werden.

Japan-Segge 'Variegata' – Carex morrowii 'Variegata'

Wuchshöhe: 30 cm
Blütenfarbe: bräunlich
Blütezeit: April, Mai
Lichtverhältnisse: halbschattig-schattig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht
Verwendung:
Hinweis: Pflanze stirbt nach sechs bis acht Jahren mittig ab

Segge (Neuseeland-) – Carex dipsacea

(Pflanzenfamilie: Cyperaceae – Sauergrasgewächse)

In Deutschland ist Carex dipsacea selten im Angebot der Gärtnereien. Es hat meines Wissens noch nicht mal einen deutschen Namen. "Neuseeland-Segge" – wie ich dieses Gras nenne – bezieht sich auf seinen Heimat (eben Neuseeland), "Braunrote Segge" beschreibt die Blattfärbung: in jüngeren Jahren überwiegend grünlich mit orangen und braunen Akzenten, im Alter sowie im Herbst stärker rötlich, bräunlich, kupfer.

Carex dipsacea – Neuseeland-Segge Im Sommer erscheinen schwarze Blütenköpfe, die meist über dem dichten Blatthorst stehen. Wen die verblühten Stängel im Herbst stören oder wer (die nicht übermäßige) Selbstaussaat vermeiden will, der kann sie einzeln entfernen, der eigentliche Pflegeschnitt erfolgt allerdings erst im frühen Frühjahr (etwa Anfang März, sofern es nicht mehr zu winterlich ist). Dann wird das Gras ausgeputzt oder – wenn es zu unschön und zerzaust aussieht – die alten Triebe knapp über dem Boden abgeschnitten (eine kleine Staudensichel leistet dabei hervorragende Dienste), um den frischen Austrieb optisch nicht zu beeinträchtigen.

Angenehm: Carex dipsacea wächst horstig, die Gefahr von Wildwuchs in Form von Wuchern besteht daher nicht. Sie braucht allerdings ausreichend Feuchtigkeit. Sicher, man kann da mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch nachhelfen, ein natürlich feuchter Standort ist jedoch unbedingt vorzuziehen. Das könnte zum Beispiel an einem Teichrand sein, der gelegentlich überschwemmt wird.

Diese Neuseeland-Segge wird als gut winterhart in unseren Breiten eingestuft. Falls Carex dipsacea schon nach kurzer Zeit aus dem Garten verschwindet, wie bei uns, liegt das also meist nicht an mangelnder Frosttoleranz, sondern eher an einem dauerhaft zu trockenen Stand.

Die Vermehrung erfolgt bei C. dipsacea mittels Teilung oder Aussaat. Und weil in Deutschland Pflanzen nicht ganz leicht zu kriegen sind, ist es wohl am einfachsten, sich Saatgut zu besorgen, selbst auszusäen und Pflänzchen heranzuziehen.

Neuseeland-Segge – Carex dipsacea

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe: schwärzlich
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht
Verwendung:
Hinweis:

Segge (Riesen-, Hänge-), auch: Riesen-Wald-Segge – Carex pendula

(Pflanzenfamilie: Cyperaceae – Sauergrasgewächse)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Carex pendula – Hänge-Segge, Riesen-Segge Carex pendula, die Riesen-Segge oder Hänge-Segge, hat sich lange geziert, bevor sie sich in meinem Garten richtig schön und üppig entwickelt hat. Lange Zeit hatte ich die Trockenheit und die Wintersonne in Verdacht, sie auszubremsen, doch nach dem Umgestalten des Beetes – ihres Stammplatzes – vor einigen Jahren, begann sie sich plötzlich prima zu entwickeln, sie fing an zu wachsen und gedeihen.

Carex pendula – Hänge-Segge, Riesen-Segge Nun steh' ich da und kenn mich nicht mehr aus. Was hatte ich verändert? Die Hänge-Segge steht nach der Umgestaltung nicht mehr mitten im Beet, sondern an einem Rindenmulch-Weg, der das vorher zu große und unübersichtliche Beet nun teilt. Zudem habe ich im Bereich ihres Standortes einiges unternommen, um die Erde zu verbessern. Der Boden ist seitdem lockerer, humoser und nährstoffreicher. Ergo: Die Carex pendula ist nicht mehr so stark eingeengt (von anderen Pflanzen) und besser versorgt (mit Nährstoffen), da verzeiht sie mir auch die Trockenheit sowie die Wintersonne leichter. Inzwischen wurde aus dem einstigen Mickerchen der Platzhirsch im Beet, jetzt sind es die neuen Nachbarn, die zusehen müssen, wie sie mit der Riesen-Segge klarkommen, die jetzt auch bei mir endlich ihren deutschen Namen zu Recht trägt.

Carex pendula – Hänge-Segge, Riesen-Segge Wenn also alles passt, finden Sie in der Riesen-Segge ein wirklich schönes Gras, besonders für naturnahe
naturnahe:
Ein Garten, der weitgehend unter Verwendung von heimischen Pflanzen angelegt ist.

Gartenanlagen oder Wildstauden-Pflanzungen
Wildstaudenpflanzungen:

Pflanzungen, die unter Verwendung von heimischen und nicht heimischen Pflanzen – keine Züchtungen – weitgehend sich selbst überlassen werden; der Gärtner greift nur gelegentlich ordnend ein. Eine Wildstauden-Pflanzung kann sich über den ganzen Garten erstrecken oder auf einzelne Bereiche eschränken.

. Carex pendula sät sich aus, jedoch sehr verhalten. Die wenigen Sämlinge, die keimen, lassen sich problemlos entfernen, solange sie klein sind. Irgendwas übersieht man dabei aber ja immer und so wachsen die imposantesten Hänge-Seggen gelegentlich dort, wo wir sie gar nicht gepflanzt haben.

Für kleinere Gärten ist die Riesen-Segge jedenfalls nicht das Richtige. Wenn ich mir den Horst neuerdings so ansehe, sollte man durchaus einen Quadratmeter einplanen, und da die deutschen Namen nicht von ungefähr kommen, darf es auch gern etwas mehr sein.

Riesen-Segge, Hänge-Segge, Riesen-Wald-Segge – Carex pendula

Wuchshöhe: 100-120 cm
Blütenfarbe: grün
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: sehr wertvolle Wildstaude


Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance', auch: Bodendecker-Japan-Segge, Weißrandige Segge – Carex foliosissima 'Icedance'

(Pflanzenfamilie: Cyperaceae – Sauergrasgewächse)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

In Anlehnung an den botanischen Namen könnte diese Segge auch den deutschen Namen "Üppige Segge" tragen, denn foliosissima bedeutet "sehr blattreich". Das wäre zumindest schon mal ein guter Hinweis auf ihren dichten Wuchs. Aber die Gärtnerkollegen haben sich mehrheitlich für Namen wie "Weißrandige Segge" und "Teppich- oder Bodendecker-Japan-Segge" entschieden, also schließe ich mich ihnen an, wenngleich ungern: Als ob es nicht schon andere Seggen gäbe, die ebenfalls ihre Heimat in Japan oder weiß-grünes Blatt haben und diese Eigenschaften im deutschen Namen tragen!

Carex foliosissima 'Icedance' – Teppich-Japan-Segge Immerhin ist der Zusatz "Teppich-" oder "Bodendecker-" aussagekräftig: Carex foliosissima macht nämlich Ausläufer und damit problemlos selbst größere Flächen dicht; um Unkraut zu unterdrücken, ist das ideal. Wie raumgreifend sie dabei wird, hängt vom Standort, also unter anderem den Licht- und Bodenverhältnissen am Pflanzplatz ab. In lockerem, humusreichem, ausreichend feuchtem Boden im Halbschatten tut sie sich naturgemäß (am Naturstandort ist sie Waldbewohnerin) leichter mit der Ausbreitung als in schweren, vielleicht sogar verdichteten, trockenen Böden in der vollen Sonne oder im tiefen Schatten. Wachsen tut sie fast überall, Carex foliosissima ist da sehr tolerant, die Frage ist eben nur, wie stark.

So oder so sollte man der Weißrandigen Teppich-Japan-Segge (wenn schon, denn schon!) nur Pflanzpartner zur Seite stellen, die sich behaupten können. Phlomis russeliana (Brandkraut), Aruncus dioicus (Wald-Geißbart) oder Phlox-Paniculata-Sorten (Hoher Stauden-Phlox) vielleicht. Am – ausreichend feuchten – Rand von Hecken sowie zwischen und unter Gehölzen wirkt sie auch als "Solist". Das aparte, cremeweiß (andere empfinden es als gelblich-weiß) gerandete Blatt der Sorte 'Icedance' setzt übrigens selbst in der kahlen Jahreszeit Akzente, denn es ist immergrün. Im Frühjahr ist deshalb in der Regel kein kompletter Rückschnitt des Laubes erforderlich, sondern es genügt, die Pflanzen auszuputzen und eventuelle Winterschäden zu entfernen. Diese "Kosmetikbehandlung" sollten Sie nicht auf die lange Bank schieben, denn Carex foliosissima beginnt oft schon im April zu blühen.

Die Vermehrung macht einem solch ein Ausläufer treibendes Gras natürlich leicht: Einfach nach Bedarf Teile abstechen oder die ganze Pflanze teilen. Es tut den Teilstücken gut, wenn sie ein paar Wochen in Töpfen zu Kräften kommen dürfen, ehe sie am neuen Standort ausgepflanzt werden.

Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance', auch: Bodendecker-Japan-Segge, Weißrandige Segge – Carex foliosissima 'Icedance'

Wuchshöhe: 30-40 cm
Blütenfarbe: bräunlich
Blütezeit: April, Mai
Lichtverhältnisse: absonnig, halbschattig-schattig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht
Verwendung:
Hinweis: Ausläufer treibend; immergrün

Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-) 'Variegata' – Carex ornithopoda 'Variegata'

(Pflanzenfamilie: Cyperaceae – Sauergrasgewächse)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Mit der Weiß-grünen Vogelfuß-Segge kommen kleine Schattengärten ganz groß raus: Sie braucht weder in der Breite noch in der Höhe viel Platz und steht am liebsten an einem Standort im Halbschatten oder lichten Schatten von Bäumen und Sträuchern. Ein Plätzchen auf der Ostseite, wo sie nur Morgensonne bekommt, wäre demnach perfekt.

An den Boden stellt Carex ornithopoda 'Variegata' ebenfalls keine gehobenen Ansprüche, nur durchlässig, etwas kalkhaltig und humusreich sollte er sein. In diesem Punkt können Sie gegebenenfalls nachhelfen, indem Sie vor dem Pflanzen die Erde ausheben (für eine einzelne Vogelfuß-Segge ca. 30 x 30 cm und spatentief), sie mit Sand und/oder Splitt sowie eventuell Kohlensauren Kalk gut mischen und zurück in das Pflanzloch füllen. Ideal ist der Pflanzplatz dann, wenn er etwas geschützt liegt (warm und windgeschützt), damit sich das attraktive grün-weiße Laub im Winter nicht braun verfärbt.

Carex ornithopoda 'Variegata' – Weiß-grüne Vogelfuß-Segge Ein Steingarten erfüllt diese Voraussetzungen natürlich von vornherein am besten, doch mit ein paar Handgriffen – wie beschrieben – lässt sich Carex ornithopoda prima in Beete integrieren. Für Grabstätten ist dieses dekorative Ziergas ebenfalls geeignet, zumal es kaum Pflege braucht: Das Niederschlagswasser reicht in der Regel für die Wasserversorgung aus und ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Lediglich die verblühten Blütenstände kann wer mag etwas ausputzen, ebenso wie im Frühling braune Blätter, sofern vorhanden.

Wegen seiner Blüten wird wohl kaum jemand Carex ornithopoda pflanzen, die Vogelfuß-Segge 'Variegata' ist praktisch eine reine Blattschmuckstaude. Das auffällige weiß-grüne Laub wirkt am schönsten in Einzelstellung. Für die Kombination mit anderen Pflanzen ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt, zum einen, was die Farbharmonie anbelangt, zum anderen, was das Wuchsverhalten der Begleitpflanzen angeht; sie dürfen Carex ornithopoda 'Variegata' nicht bedrängen. Benachbarn könnte man deshalb zum Beispiel Astrantia major (Große Sterndolde), Astilbe chinensis (China-Astilbe) oder Aruncus aethusifolius (Zweg-Geißbart).

Noch ein paar Worte zur Vermehrung: Carex ornithopoda 'Variegata' vermehrt man durch Teilung. Abgestochene/abgetrennte Pflanzenstücke sollten jedoch nicht sofort im Garten eingepflanzt, sondern zunächst im Topf kultiviert werden (an einem schattigen/absonnigen Platz im Garten; Gießen nicht vergessen), bis sie einen kräftigen Wurzelballen entwickelt haben. Erst dann wird ausgepflanzt.

Weiß-grüne Vogelfuß-Segge 'Variegata' – Carex ornithopoda 'Variegata'

Wuchshöhe: 15-25 cm
Blütenfarbe: gelbgrün
Blütezeit: April, Mai, Juni
Lichtverhältnisse: schattig bis halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: immergrün

Tautropfengras, Fallsamengras, Tropfengras, Vilfagras, Prärie-Duftgras –
Sporobolus heterolepis

(Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser)

Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras

Sporobolus heterolepis – Tautropfengras, Fallsamengras
Tautropfengras nach dem Austrieb

Noch einer, der zur Familie der Poaceae gehört: Sporobolus heterolepis bleibt mit 30 cm Blatthöhe (jedoch mit Blüten deutlich über dem Laub) eher klein, besticht aber durch seine Herbstfärbung. Die schmalen Blätter bilden im Sommer lockere Horste, im Winter legen sie sich kreisförmig auf die Erde. Das ähnelt dann einem Haarkranz, einer Pilzkopf-Frisur oder einem Gugelhupf. Apropos Haarkranz: Die zarten vertrockneten Blätter vom Vorjahr können im Spätwinter oder Frühjahr ausgerissen und als Dekomaterial oder zum Basteln verwendet werden. – Feiner als jede Holzwolle.

Ergo: Es muss nicht immer ein "dominierendes" Gras sein, um im Garten Effekte zu erzielen. Und gerade in kleineren Gärten sind klein bleibende Gräser ja oft willkommen, um einem Beet trotzdem Abwechslung und Struktur verleihen zu können. Zumal wenn es mit solch attraktiven Blüten"wolken" aufzuwarten hat wie das Tautropfengras. Folgte ich der Literatur, käme an dieser Stelle der Hinweis auf einen aromatischen Honigduft, der zur Blütezeit des Sporobolus heterolepis im August den ganzen Garten durchzieht. Ich folge jedoch meiner Nase und muss sagen: "Ich riech nix."

Sporobolus heterolepis – Tautropfengras, Fallsamengras Tautropfengras – Herbst-/Winterfärbung

Ist es erst einmal eingewachsen, muss man sich um das Fallsamengras keine großen Sorgen mehr machen, denn es ist ein sehr treuer und langlebiger Gartengenosse. Es wächst langsam, wurzelt tief und kommt deshalb selbst mit Dürreperioden gut zurecht. Andererseits akzeptiert es aber auch mehr Feuchtigkeit (und Nährstoffe) als benötigt, ohne gleich beleidigt einzugehen. Der Sporobolus heterolepis kann damit zu Pflanzen gesellt werden, die es feuchter brauchen, und das vergrößert unseren Gestaltungsspielraum im Garten enorm. Genau so mögen wir Gartler das!

Bei aller Toleranz des Sporobolus: Wurzeldruck und fehlendes Wasser sind selbst für das Tautropfengras zu viel. Wird es in die Nähe von Gehölzen gepflanzt, sollten Sie also die Entwicklung (oder eben auch nicht) im Auge behalten und dem Sporobolus notfalls einen neuen und besseren Standort anbieten.

Tautropfengras, Fallsamengras, Tropfengras, Vilfagras, Prärie-
Duftgras – Sporobolus heterolepis

Wuchshöhe: 60-80 cm
Blütenfarbe: bräunlich
Blütezeit: August, September, Oktober
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: wertvolles Wildgras; Herbstfärbung der ganzen Pflanze orangebraun/kupfer


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Balou



Ährengras (Silber-)
Bartgras (Prärie-)
Blaustrahlhafer, Wiesenhafer
Blutgras (Japanisches)
Chinaschilf (Riesen-)
Chinaschilf (Silber-)
Dünengras, Strandroggen
Federgras (Zartes oder Mexikanisches)
Goldbartgras, Indianergras
Goldleistengras
Kopfgras (Grünes)
Lampenputzergras
Liebesgras (Afrikanisches)
Moskitogras (oder Mosquitogras)
Pampasgras
Perlgras (Hohes)
Perlgras (Wimper-)
Pfeifengras (Rohr-)
Reitgras (Diamant-)
Reitgras (Garten-) 'Overdam'
Rutenhirse (Echte)
Schillergras (Blaugrünes)
Schmiele (Rasen-)
Schwingel (Blau-)
Segge (Blaugrüne)
Segge (Fuchsrote)
Segge (Japan-)
Segge (Neuseeland-)
Segge (Riesen-, Hänge-)
Segge (Teppich-Japan-) 'Icedance'
Segge (Weiß-grüne Vogelfuß-)
Tautropfengras, Fallsamengras