Astrantia major – Große Sterndolde

Ein einheimisches Gartenschätzchen wünscht sich mehr Aufmerksamkeit

(Pflanzenfamilie: Apiaceae – Doldenblütler)

Die Große Sterndolde ist bei mir im Garten eine typische Vertreterin der Stauden, die sich noch nie anhand eines Garten­buchs über ihre Standort­ansprüche informiert haben. So wächst sie bei mir unter anderem am eher trockenen Fuß des Stein­gartens in der Sonne, obwohl es bei Astrantia major heißt: je trockener, desto (halb-)schattiger. Logisch, die natürlichen Vorkommen sind schließlich zumeist an Waldrändern und auf Waldlichtungen anzutreffen. Das bedeutet zudem: Die Begriffe trocken und feucht beziehen sich bei der Großen Sterndolde nicht allein auf die Boden­feuchtigkeit, sondern auch und vor allem auf die Luftfeuchtigkeit am Standort! Und da wird's dann richtig kompliziert, denn die können wir auf den meist freien Flächen im Garten nun mal nur schwer beeinflussen. Also, noch einmal kurz zusammengefasst: An luftfeuchten Pflanzplätzen gern sonnig, jedoch halbschattig (nicht ganz schattig also) bei trockener Luft.

Astrantia major – Große Sterndolde, alte Pflanze
Astrantia major (Große Sterndolde) – alte Pflanze

An der Höhe der Pflanzen merkt man schon ein wenig, dass sie dort bei meinem Steingarten darben, denn im Gegensatz zu ca. 70 cm Blütenhöhe im feuchteren Beet erreicht das Exemplar beim Steingarten selten mehr als 40‑50 cm. Sei's drum. Die Blüten­größe beeinträchtigt der falsche Standort kaum, daher kann ich die Sterndolde guten Gewissens als pflegeleichte Staude empfehlen, die mit vielen Pflanzsituationen zurechtkommt.

In stickstoffarmen Böden sind die Pflanzen für eine Portion Dünger (stickstoffbetont) im Frühjahr dankbar, da sie doch recht nährstoffhungrig sind. Das Substrat am Standort sollte zudem kalkhaltig sein.

Astrantia major – einheimisch und ungefährdet

Astrantia major 'Rubra' – Große Sterndolde mit Keulenschwebfliege
Astrantia major 'Rubra' (Große Sterndolde) mit Keulenschwebfliege

Manchmal merkt man halt vielleicht doch, wenn eine Pflanze nicht von weit her kommt, sondern in Deutschland einheimisch ist und sich von Haus aus mit unseren deutschen Klima- und Standort­voraus­setzungen herumschlagen muss; die Frage, ob winterhart oder nicht, erübrigt sich damit. Am häufigsten ist die Große Sterndolde in Süddeutschland und in der östlichen Hälfte Mitteldeutschlands in der Natur anzutreffen. Immer noch so häufig, dass ihre Bestände deutschlandweit als nicht gefährdet gelten und nicht besonders geschützt sind, obwohl sie in Brandenburg-Berlin vom Aussterben bedroht und in Sachsen und Sachsen-Anhalt stark gefährdet sind (Stand Januar 2026).

Als Insektenmagnet würde ich Astrantia major zwar nicht bezeichnen, aber als gut besucht von Insekten aller Art schon. Käfer, Wespen, Schwebfliegen, Wanzen, Fliegen, Wildbienen – sie alle schaun gern bei der Großen Sterndolde vorbei, um sich an Pollen oder Nektar zu bedienen.

Die Große Sterndolde und die Schnecken

Astrantia major – Große Sterndolde, Austrieb
Astrantia major (Große Sterndolde) – Austrieb

Im Frühling werden die im Winter abgestorbenen Überreste der Astrantien mit einer Gartenschere, den Händen oder einer kleinen Staudensichel bodennah abgeschnitten und am besten auf dem Beet liegengelassen; das verbessert nach dem Zersetzen den Boden. Und dann heißt's bei der Großen Sterndolde aufgepasst, denn speziell der frische Austrieb – die jungen Frühjahrsblättchen – wird zu gern von (Nackt-)Schnecken abgeraspelt und verspeist (gilt ebenso für junge Pflanzen und natürlich Sämlinge). Eine kurze Kontrolle der Pflanzen in den Morgen- und/oder Abendstunden sowie nach Regenschauern ist deshalb unbedingt empfehlenswert, um die Schnecken beseitigen zu können, bevor sie richtig loslegen.

Schneckenschutzring
Schneckenschutzring

In dieser Zeit des Austriebs leisten Schutzränder aus größeren Plastikblumentöpfen ohne Boden (den Boden mit einer scharfen Schere herausschneiden) gute Dienste; sie werden über die Pflanzen gestülpt und ein Stück in den Boden gedrückt oder gedreht. Ein hundertprozentiger Schutz sind solche Hauben natürlich nicht, denn Schnecken haben viel Zeit und kriechen schon mal außen an der Haube hoch und innen runter oder schlüpfen durchs Erdreich unter den Hauben durch ins Innere, um an das begehrte Grün zu kommen. Der Nachteil an solchen Schutzhauben ist zudem: Falls eine Schnecke hineingelangt, bleibt sie darin, bis noch das letzte Blättchen ihrer "Wirtspflanze" aufgefressen ist. Daher ist auch eine sorgfältige Kontrolle der Pflanzen auf eventuell darin versteckte Schnecken (gerade ganz junge, kleine Schnecken übersieht man ja leicht) schon vor dem Überstölpen der Blumentöpfe so wichtig. Mehr Informationen zu (Nackt-)Schnecken finden Sie in meinem Schnecken-Artikel unter Tierischer Ärger im Garten

Astrantia major muss generell und in allen Altersstufen als schneckengefährdet eingestuft werden. Ältere Blätter sind nur nicht mehr ganz so gefährdet wie die jungen, zarten im Frühjahr, wobei die Vorlieben der Schnecken von Jahr zu Jahr variieren. Spätestens zu Beginn der Blüte wird man aber wohl die Schutzhauben abnehmen (müssen), denn wie sieht das denn sonst aus! Selbst ziemlich von Schnecken zugerichtete Sterndolden erholen sich übrigens meist im Lauf der Vegetationsperiode (sind also nicht hinüber), kommen allerdings erst verspätet oder gar nicht zur Blüte.

Was ich öfter mal zur Großen Sterndolde gefragt werde:

Ist die Astrantia major giftig?

Die Große Sterndolde ist schwach giftig. Sie enthält dasselbe Gift wie Efeu (Hedera), aber in wesentlich geringerer Dosis.

Macht die Große Sterndolde Ausläufer?

Nein, die Große Sterndolde wächst horstig. Astrantia major (und Sorten) vergrößert ihre Horste mit kurzen Seitentrieben, macht jedoch keine Ausläufer.

Ist Astrantia major wichtig für Wildbienen in Deutschland?

Die Große Sterndolde liefert Nektar und Pollen und ist damit eine beliebte "Futterpflanze" für Insekten (Käfer, Wespen, Falter, Schwebfliegen und auch Wildbienen). Dass Wildbienen-Arten Astrantia-Pollen als Proviant für die Larven im Nest sammeln, ist wissenschaftlich nicht belegt (lediglich ein Sandbienen-Weibchen der Art Andrena rogenhoferi wurde einmal in Österreich beim Sammeln von Pollen einer Astrantia-Art beobachtet [Ebmer 2003]); Wildbienen sind deshalb nicht auf Astrantia major angewiesen, denn Nektar- und Pollenquellen für die erwachsenen Tiere sind mehr oder weniger austauschbar, nur für die Versorgung der Larven sind die Wildbienen auf Pollen von (bestimmten) Pflanzen aus bestimmten Pflanzenfamilien angewiesen.
(Literatur: Westrich, P., Die Wildbienen Deutschlands, Ulmer-Verlag Stuttgart, 2. Auflage 2019, 2. Auflage 2019, ISBN 978-3-8186-0123-2)


Astrantia major – Art und Sorten

Astrantia major 'Rubra' – Große Sterndolde
Astrantia major 'Rubra' (Große Sterndolde) – Blütenstände

Ich habe mir Astrantia major und einige ihrer Sorten nicht zuletzt wegen ihrer angenehm zurückhaltenden Blütenfarben in den Garten geholt. Die Art zieren weiß-grüne Doldenblüten in einem Kranz aus ebenfalls weiß-grünen Hochblättern (Brakteen, das sind also keine Blütenblätter), die voll erblüht zart rosa überhaucht sind. Die Sorte 'Ruby Cloud' ist in allen Blütenteilen kräftiger rosa gefärbt und 'Rubra' schließlich zeigt mit einem samtigen Purpurrot die intensivste Blütenfarbe. Mit Ausnahme von 'Ruby Cloud' sind sie ideale Begleitstauden, deren unaufdringliche Blütenfarben ruhig und vermittelnd wirken, wenn Stauden mit dominierenden Blütenfarben um sie herum sind. Meine Meinung: Jeder Garten braucht eine Astrantia!


Astrantia major – Große Sterndolde

Astrantia major – Große Sterndolde mit Schmalbock
Astrantia major 'Rubra' (Große Sterndolde) mit Schmalbock

Die reine Art sät sich gern und reichlich aus (außer bei mir). Möglich, dass sie damit im einen oder anderen Garten zur Plage werden kann. Bei uns war das bislang nicht der Fall. Wer sichergehen will, dass er in den nächsten Jahren nicht mit einer Sterndolden-Schwemme konfrontiert ist, greift zur Gartenschere und schneidet die Triebe frühzeitig nach der Blüte (vor der Samenreife) ab und darf sich auf eine Nachblöte freuen (üppiger als ohne Rückschnitt).

Gute Pflanzpartner für die Art sollten nicht nur den Standort-Anforderungen der Großen Sterndolde entsprechen, sondern auch optisch mit ihr und ihrer doch etwas speziellen Färbung der Blütenstände harmonieren. Geeignet sind an sonnigen bis halbschattigen Plätzen anpassungsfähige Stauden wie beispielsweise Anthericum ramosum (Ästige oder Rispige Graslilie), Teucrium hyrcanicum (Persischer oder Kaukasus-Gamander), Helleborus foetidus (Stinkende Nieswurz) oder Veronica spicata (Ähriger Ehrenpreis – weiß oder weinrot blühende Sorten) und Ziergräser wie Nassella tenuissima (Zartes Federgras).

Astrantia major – Große Sterndolde

Wuchshöhe: 20-70 cm
Blütenfarbe: weiß-grün, rosa überhaucht
Blütezeit: Juni, Juli, August
Lichtverhältnisse: halbschattig, absonnig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: kalkhaltiger Boden; Kühle liebend

Astrantia major 'Rubra' – Große Sterndolde

Astrantia major 'Rubra' – Große Sterndolde
Astrantia major 'Rubra' (Große Sterndolde) – Blütenstände

Diese Sorte wächst gedrungener als die Art. Sämlinge von 'Rubra' (auch sie sät sich also aus, aber beileibe nicht so stark wie die Art) fallen nicht unbedingt echt, das heißt, sie sind oft eher rosafarben und wachsen auch stärker als ihre Elternpflanzen. Um zu vermeiden, dass die Pflanzen mit nicht sortenechten Sämlingen "verunreinigt" werden, kann die Selbstaussaat durch Abschneiden von Verblühtem unterbunden werden.

Bei der 'Rubra' mit ihrem "ruhigen" und eher "einheitlichen" Erscheinungsbild während der Blüte kommen zum Kombinieren Partner mit violettblauen Blütenfarben ins Spiel: Campanula glomerata (Knäuel-Glockenblume), Campanula persicifolia (Pfirsichblättrige Glockenblume), Platycodon grandiflorus (Ballonblume, Ballonglocke), Veronica spicata (Ähriger Ehrenpreis) zum Beispiel. Schön wirken zudem die zarte, rosa blühende Gartenvagabundin Linaria purpurea 'Canon J. Went' (Purpur-Leinkraut) und Ziergräser wie Carex muskingumensis, die Palmwedel-Segge.


Astrantia major 'Rubra' – Große Sterndolde

Wuchshöhe: 30-50 cm
Blütenfarbe: rot-purpur
Blütezeit: Juni, Juli, August
Lichtverhältnisse: halbschattig-absonnig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: kalkhaltiger Boden; Kühle liebend

Astrantia major 'Ruby Cloud' – Große Sterndolde

Astrantia major 'Ruby Cloud' – Große Sterndolde, Blütenstände
Astrantia major 'Ruby Cloud' (Große Sterndolde) – Blütenstände

'Ruby Cloud' lässt sich am besten als eine Farbmischung aus der Art Astrantia major und der Sorte 'Rubra' beschreiben. Sie wächst ebenfalls etwas kompakter als die Art und auch ihr Drang zur Selbstaussaat ist etwas gebremst. Diese Sorte fällt ebenfalls nicht immer sortenecht, weshalb es vorteilhaft ist, die Blütentriebe nach der Blüte abzuschneiden. Sicher ist sicher.

Kombinationspartner werden am besten unter den weiß und purpurrot blühenden Stauden ausgesucht. Da kommen flexible Stauden wie Anthericum ramosum (Ästige oder Rispige Graslilie), Geranium sanguineum 'Album' (Weißer Blut-Storchschnabel – die weiße Form ist nicht ganz so wüchsig und aufdringlich wie die Art des Blut-Storchschnabels), Veronica spicata (Ähriger Ehrenpreis – weiß blühende Sorten), Lysimachia atropurpurea (Purpur-Felberich) oder die samtig rot blühende Knautia macedoncia (Mazedonische Witwenblume) und wiederum Nassella tenuissima (Zartes Federgras) als Begleiter infrage.

Ebenfalls eine (dezente) Möglichkeit: 'Ruby Cloud' mit Pflanzpartnern kombinieren, die zuverlässig zu anderen Zeiten blühen und zur Blüte der Astrantia einfach nur grün sind.


Astrantia major 'Ruby Cloud' – Große Sterndolde

Wuchshöhe: 50-70 cm
Blütenfarbe: rosa mit weiß
Blütezeit: Juni, Juli, August
Lichtverhältnisse: halbschattig, absonnig
Bodenverhältnisse: frisch-feucht
Verwendung: Schnittpflanze
Hinweis: kalkhaltiger Boden; Kühle liebend


Die Vermehrung von Astrantia major

Astrantia major – Große Sterndolde, Samen
Astrantia major (Große Sterndolde) – Samen

Wozu sich die Mühe machen und Pflanzen vermehren, die das mittels Selbstaussaat doch selbst erledigen? Dafür gibt es etliche gute Gründe: Bei der Teilung – vegetative Vermehrung – behalten alle Teilstücke die Eigenschaften der Mutterpflanze. Sorte bleibt also Sorte zum Beispiel – in jedem Teilstück. Bei der Samenvermehrung (für die Sorten von Astrantia major ohnehin nicht ratsam) weiß man dagegen nie so genau, was dabei rauskommt. Das können natürlich auch die schönsten (blassesten oder intensivsten) Blütenfarben sein.

Teilung der Großen Sterndolde

Vermehrung durch Teilung ist in jedem Fall die schnellste Möglichkeit, mehrere Exemplare von einer ausgewachsenen/gut eingewachsenen Großen Sterndolde zu gewinnen. Die beste Zeit dafür ist der Frühling, gleich nach dem Austrieb. Die (mit einem Spaten) abgestochenen Teilstücke sollten reichlich Wurzeln haben; größere Stücke können gleich an ihren neuen Platz im Garten, kleinere Teilstücke kommen besser erst einmal in Töpfchen zu Kräften, die an einem halbschattigen oder absonnigen Plätzchen im Garten gut aufgehoben sind (Gießen und Schneckenkontrolle nicht vergessen).

Aussaat der Großen Sterndolde

Astrantia major 'Ruby Cloud' – Große Sterndolde mit Samenansatz
Astrantia major 'Ruby Cloud' (Große Sterndolde) mit Samenansatz

Die (recht großen und gut zu handhabenden) Samen der Astrantia major sind Kaltkeimer, brauchen also Kälteeinwirkung, bevor sie keimen. Wer der Selbstaussaat der Großen Sterndolden im Garten misstraut oder vielleicht – wie wir – gar keine feststellt, lässt Samen an den Pflanzen ausreifen und nimmt ihn ab, bevor er ausfällt (da muss man immer wieder mal nachsehen, wie weit die Samen schon sind, was bei der Großen Sterndolde recht einfach ist, denn die Samen sind gut sichtbar).

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Die Samen im Garten sofort nach der Ernte an Ort und Stelle säen oder in Töpfchen mit unkrautsamenfreier Erde säen – die Samen jeweils etwa in Samenstärke mit Erde bedecken – und diese Töpfchen im Freien ausstellen (eventuell ein Stück im Boden eingesenkt); ans Gießen denken! Im darauffolgenden Frühjahr sollten die Samen dann keimen, sofern sie im Winter nicht verfault sind oder als Vogelfutter gedient haben. Achtung: Möglichst sofort nach dem Keimen vor Schnecken schützen!

2. Die geernteten Samen ein paar Tage in ein Schüsselchen oder auf einen Teller zum Trocknen (keine direkte Sonneneinstrahlung!) geben und anschließend durch vorsichtiges Pusten von Spelzen und anderem "Müll" reinigen; in einer Papiertüte (Beschriftung nicht vergessen!) bis zur Aussaat kühl und trocken aufbewahren. Im Spätwinter/frühen Frühjahr (Anfang Februar etwa) hervorholen und wie folgt behandeln:
  • Ein Blumentöpfchen oder eine kleine Pflanzschale mit ungedüngter, unkrautsamenfreier Erde füllen.
  • Ein paar Samen darauf verteilen und etwa in Samenstärke mit Erde abgedeckt; angefeuchten.)
  • Die Aussaat für zwei bis vier Wochen bei 18 °C bis 22 °C aufstellen. Auf gleichmäßige Feuchtigkeit achten; um die Feuchtigkeit besser zu halten, können Sie das Gefäß mit einer Glasscheibe oder Klarsichtfolie abdecken.
  • Anschließend braucht der Samen eine vier- bis sechswöchige Kälteperiode und Temperaturen zwischen ‑4 °C und +4 °C. Im Kühlschrank lässt sich eine konstante Temperatur von +4 °C am besten einstellen und halten, deshalb das Aussaatgefäß in eine Plastiktüte packen, verschließen und in den richtig temperierten Kühlschrank stellen.
  • Nach diesen 4‑6 Wochen muss die Aussaat immer noch kühl (5‑12 °C) stehen, aber nicht mehr im Kühlschrank (und ohne Plastiktüte). Ein geschützter Platz im Garten ohne direkte Sonneneinstrahlung ist dann genau richtig (auch falls bereits Pflänzchen keimen).
  • Wieder auf gleichmäßige Feuchtigkeit achten, jedoch vor Regen schützen, damit die Samen nicht herausgeschwemmt oder ‑katapultiert werden. Schutz vor Vögeln (die die Samen picken könnten) und vor Schnecken (nach dem Keimen) ist ebenfalls ratsam.
  • Sobald die Sämlinge so groß sind, dass man sie greifen kann – vorsichtig, versteht sich – werden sie in Pflanztöpfe vereinzelt. Man kann auch zwei oder drei Pflanzen zusammensetzen, erhält dann jedoch unter Umständen eine "bunte Mischung" (die nicht mehr auseinandergenommen werden kann), weil die Blütenfarbe bei Sämlingspflanzen von Pflanze zu Pflanze häufig variiert.
Falls alle Mühe vergeben ist und nichts keimen will, nicht gleich aufgeben. Stattdessen die Prozedur mit der Kühlung im Kühlschrank für einige Wochen wiederholen. Sollte selbst dann nichts keimen – was bei frischen Samen unwahrscheinlich ist –, überlassen Sie das Aussaatgefäß einfach im Garten sich selbst. Nach dem Motto "Soll's machen, was es will" sind schon manche Samen im nächsten Frühjahr gekeimt, wenn keiner mehr an sie gedacht hat.


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Gartenfreud – Gartenleid
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