Gypsophila repens – Teppich-Schleierkraut, Kriechendes Gipskraut

(Pflanzenfamilie: Caryophyllaceae – Nelkengewächse)

Gypsophila repens – Teppich-Schleierkraut, Kriechendes Gipskraut Teppich-Schleierkraut ist wirklich der passende Name für Gypsophila repens: Es legt sich wie ein "Teppich" auf den Boden (gleicht damit auch leichte Unebenheiten aus) und schmiegt sich eng an Steine.

Am Naturstandort in mittel- und südeuro­päischen Gebirgen (bis auf 2.900 m Höhe) findet Gypsophila repens unbestritten die besseren Standort­bedingungen als in unseren viel tiefer gelegenen Gärten, doch damit arrangiert sie sich ausgezeichnet. Mit Trockenheit kann sie umgehen, besser als mit Staunässe. Das A und O für diese Polster-Staude, die sich normaler­weise auf Schotter und Geröll ausbreitet, ist deshalb ein durch­lässiger Boden, der dennoch gut das Wasser speichert. Ein Steingarten wäre ideal oder aber auch nur ein Stein­haufen, der für Insekten und Amphibien lose aufgeschichtet wurde. Volle Sonne ist zudem perfekt für eine erfolgreiche Kultur des Kriechenden Gipskrauts.

Gypsophila repens – Teppich-Schleierkraut, Kriechendes Gipskraut
Gypsophila repens (Teppich-Schleierkraut, Kriechendes Gipskraut) mit Ochsenauge

Gypsophila repens wird gern zur extensiven Dachbegrünung eingesetzt, das sagt schon alles über ihre Genüg­samkeit und ihren Pflegebedarf. Sollte sich das Teppich-Schleierkraut also schon nach wenigen Jahren aus ihrem Garten verab­schieden, liegt das mit ziemlicher Sicherheit am Boden: Ist er überdüngt, wachsen die Pflanzen zu stark und sind nicht widerstands­fähig genug, um den Winter zu überstehen, obwohl sie eigentlich völlig winterhart bei uns und damit mehrjährig sind. Ist der Boden verdichtet und kann das Wasser nicht abfließen, fault die Pflanze.

Gypsophila repens – Teppich-Schleierkraut, Kriechendes Gipskraut Mit ihrer langen Blütezeit, die oft schon im Mai beginnt und bis weit in den Juli hinein dauern kann, erfreut das Teppich-Schleierkraut natürlich das Gärtnerherz. Die Blütenfarbe ist variabel, weiß kommt am häufigsten vor, rosa und violette Farbtöne jedoch ebenfalls. Da die Gartenbau-Betriebe die Art Gypsophila repens der Einfachheit halber meist mittels Aussaat und nicht über Stecklinge vermehren, empfiehlt es sich, nur blühende Exemplare zu kaufen, wenn man wegen der Blütenfarbe auf Nummer Sicher gehen möchte. Oder aber Sie entscheiden sich für eine der Sorten; die werden über Stecklinge vermehrt und sind identisch mit der Mutterpflanze.

Gypsophila repens – Teppich-Schleierkraut, Kriechendes Gipskraut, Sämling
Gypsophila repens (Teppich-Schleierkraut, Kriechendes Gipskraut) – Sämling

Bevor Sie Gypsophila repens pflanzen, sollten Sie gut überlegen, wo Sie sie haben möchten. Es handelt sich bei ihr nämlich um einen Pfahlwurzler, der – einmal eingewachsen – nicht mehr umgepflanzt werden kann. Teilung ist bei dieser Staude aufgrund der Pfahlwurzel ebenfalls nicht möglich. Zur Vermehrung tragen im Garten an zusagenden Plätzen die Pflanzen jedoch selbst bei, indem sie sich selbst aussäen (in manchen Jahren sogar ein bisschen mehr, als einem lieb ist). Die jungen Sämling lassen sich noch sehr gut verpflanzen.

Ich hoffe mal, ich habe mit meinen Kulturhinweisen niemanden komplett verwirrt, der einfach nur eine langblühende Staude für trockenen Boden und volle Sonne will, und ihm das Teppich-Schleierkraut madig gemacht. So anspruchsvoll ist seine Kultur nun auch wieder nicht. Es lohnt sich halt, etwas Aufwand mit der Bodenvorbe­reitung zu treiben, damit Gypsophila repens Ihrem Garten erhalten bleibt und nicht nach ein paar Jahren (oder weniger) verschwindet, gerade dann, wenn sie eigentlich am schönsten wäre.

Gypsophila repens – Teppich-Schleierkraut, Kriechendes Gipskraut

Wuchshöhe: 10-20 cm
Blütenfarbe: weiß, rosa, violett
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken-frisch
Verwendung: Dachbegrünung
Hinweis: einheimische Staude für kalkreichen Boden




Gartenfreud – Gartenleid
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