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Viola Veilchen, Stiefmütterchen Viola canadensis var. rugulosa Kanada-Veilchen Viola jooi Rumänisches Veilchen Viola odorata März-Veilchen, Wohlriechendes Veilchen, Duft-Veilchen Viola pedatifida Prärie-Veilchen Viola riviniana Purpurea-Gruppe Hain-Veilchen
alt: Viola labradorica – Grönland-Veilchen Viola sororia 'Freckles' Pfingst-Veilchen Aussaatanleitung für Kaltkeimer

 




Viola – Veilchen, Stiefmütterchen

(Pflanzenfamilie: Violaceae – Veilchengewächse)

Poesiealbum-Spruch zu Viola odorata

Dieser Spruch war Top-Ten-Mitglied der Poesiealben-Sprüche ganzer Generationen. Wie aber das Veilchen ausgerechnet ins Moos kam?

Viola odorata – Duft-Veilchen im Gras
Viola odorata (Duft-Veilchen) im Gras

Da könnte man meinen, dieser Spruch sei beim Betrachten meines Rasens zu Papier gebracht worden! Gras, Moos, Achillea millefolium (Wiesen-Schafgarbe – nomen est omen!), Teucrium hyrcanicum (Kaukasus-Gamander), Trifolium (Klee) und eben Viola odorata (März-Veilchen) – sie alle versammeln sich bei mir, um gemeinsam das zu bilden, was man gemeinhin Rasen nennt.

Veilchen sind bezaubernd, läuten sie doch gedanklich das Frühjahr ein, obwohl sie oft noch einmal unter einer dicken Schnee­decke "begraben" werden. Damit meinen wir jedoch meist die kleinblütigen Horn­veilchen (Viola cornuta) sowie die großblütigen Stiefmütterchen (Viola wittrockiana), die im Frühling in so vielen Blütenfarben angeboten werden, dass wir uns gar nicht entscheiden können.

Wenn sie ihren Zweck erfüllt haben und im Mai, spätestens im Juni den Sommer­blühern in Kästen, Schalen und Kübeln weichen müssen, sollten die ausgedienten Stiefmütterchen ein Plätzchen im Garten bekommen. Auch wenn sie dort nur kurzlebig sind und bloß ein paar Jahre aushalten – zum Wegwerfen sind die anspruchslosen Pflanzen doch zu schade.

Veilchen vermehren

Samen der Viola odorata mit Elaiosom
Samen der Viola odorata (Duft-Veilchen) mit Elaiosom

Die Samen der Viola-Arten sind mit einem sogenannten Elaiosom versehen, das ist ein klebriges, nährstoffreiches Anhängsel. Dieser klebrige, zuckrige, fette Anhang ist bei Ameisen ein beliebtes "Nahrungser­gänzungsmittel", sie schleppen die Samen in ihr Nest, "ernten" das Elaiosom und befördern die Samen wieder nach draußen (oder auch nicht). Auf diese Weise kann so ein Samenkorn jedenfalls ganz schöne Wege zurücklegen.

Generell kann man allerdings sagen, dass lange Wege dem Viola-Samen gar nicht guttun, denn er ist zum einen recht (druck-)empfindlich, zum anderen "altert" er schnell. Gute Keimergebnisse sind deshalb mit gekauftem Saatgut nicht zu erzielen. Wenn Aussaat, dann direkt nach der Ernte, am besten noch direkt von der Samen­kapsel in die Aussaatkiste. Wer das mal versuchen möchte, sollte dennoch nicht enttäuscht sein, falls das Ergebnis eher mau ist. Viele Veilchen sind übrigens Kaltkeimer (Aussaatanleitung am Seitenende).

Besser ist es, Veilchen vegetativ zu vermehren, also entweder durch Teilen größerer Horste nach der Blüte, mit Kopfstecklingen oder (zum Beispiel bei Viola odorata) ganz simpel, indem man bewurzelte Seitentriebe ausgräbt und direkt verpflanzt oder erst eine Weile in Töpfchen kultiviert.


Viola canadensis var. rugulosa – Kanada-Veilchen

Viola canadensis var. rugulosa – Kanada-Veilchen Bei uns hat das Kanada-Veilchen einen schweren Stand: Schnecken machen ihm zu schaffen und erst recht der Lehmboden. Trotzdem schlägt es sich seit über zehn Jahren wacker und trotzt allen Widrig­keiten.

Viola canadensis var. rugulosa wird höher als die meisten anderen Veilchen, zumindest wenn es einen Standort hat, der nicht zu trocken ist. Halbschatten wäre perfekt, Sonne wird akzeptiert. Mit kurzen Ausläufern bildet sie im Lauf der Jahre ansehnliche Horste. Schön wirkt dieses Veilchen zu mehreren gepflanzt vor oder zwischen Gehölzen. Das Kanada-Veilchen ist völlig winterhart und blüht im Sommer oft ein zweites Mal.

Viola canadensis var. rugulosa – Kanada-Veilchen

Wuchshöhe: 20-30 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: macht kurze Ausläufer

Viola jooi – Rumänisches Veilchen

Viola jooi – Rumänisches Veilchen

Einen deutschen Namen hat dieser kleine Garten­vagabund nicht – man nennt ihn nach seiner Heimat Zentral­rumänien schlicht Rumänisches Veilchen.

Viola jooi liebt Steine und ist damit an nicht zu trockenen, halb­schattigen Standorten im Steingarten am besten aufgehoben. So weit die Theorie. In der Praxis ist dieser nette Zwerg mit den porzellanblauen Blüten sehr kurzlebig (zwei bis drei Jahre) und taucht mal hier, mal da im Garten auf, weil er sich ausgesät hat – auch an Stellen, die eher nicht zu seinem Repertoire an Lieblings­plätzen zählen. Schuld daran dürfte das Elaiosom sein und umso schneller ist er dann natürlich wieder weg.

Viola jooi – Rumänisches Veilchen

Wuchshöhe: 10 cm
Blütenfarbe: porzellanblau
Blütezeit: April, Mai
Lichtverhältnisse: (sonnig-)halbschattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis:

Viola odorata – März-Veilchen, Wohlriechendes Veilchen, Duft-Veilchen

Durch Rasenflächen zu mäandern, ist eine Spezialität des März-Veilchens. Mit ihren oberirdischen langen Ausläufern bildet diese einheimische Staude (deutschlandweit ungefährdet; Stand Januar 2024) lockere Bestände, für ihr Überleben in der einheimischen Flora sorgt aber wohl eher die Selbstaussaat (Kaltkeimer!). Im Garten kann Viola odorata damit ziemlich lästig werden: Endstation Kompost heißt es dann für alle überzähligen Sämlinge und bewurzelten Ausläufer, die man irgend­wann ausgraben muss; es hilft ja nix. Viola odorata – März-VeilchenSolche Pflege­arbeiten kann man gut auf die Winter­monate verschieben, solange der Boden nicht gefroren ist, denn das Wohlriechende Veilchen ist immergrün und damit rund ums Jahr gut sichtbar.

Die meisten Viola odorata dürfen bei mir im Garten jedoch bleiben, denn ich brauch' sie ja als Raupen-Futterpflanzen für den Kleinen Perlmutterfalter (Issoria lathonia), auch wenn ich tatsächlich noch nie seine Raupen "bei der Arbeit" beobachten konnte. Die lebhaft orange gefärbten und schwarz gezeichneten Edelfalter hingegen machen mir jedes Jahr die Freude, vor meine (Kamera-)Linse zu flattern und sich beim Nektartanken ablichten zu lassen.

Kleiner Perlmutterfalter auf Cephalaria gigantea – Riesen-Schuppenkopf
Kleiner Perlmutterfalter auf Cephalaria gigantea (Riesen-Schuppenkopf)

Zu Viola odorata als bevorzugte Futterpflanze der Raupen des Kleinen Perlmutterfalters noch eine Anmerkung: Ich habe diese Weisheit dem Buch "Raupen und Schmetterlinge Europas und ihre Futterpflanzen" von D. J. Carter und B. Hargreaves (Verlag Paul Parey 1987, ISBN 3-490-13918-6) entnommen. Andere Quellen aus dem Internet geben Viola arvensis bzw. in Magerrasengebieten Viola hirta als Haupt-Futterpflanzen an. Wer recht hat und wer falsch liegt, ist aber vermutlich unerheblich. In unserer "aufgeräumten" (oder vielleicht besser: "ausgeräumten"?) Landschaft muss man als Schmetterling wahrscheinlich froh sein, wenn man für den Nachwuchs überhaupt noch was einigermaßen Passendes findet.

Viola odorata – Duft-Veilchen, Wohlriechendes Veilchen Ein idealer Standort für das März-Veilchen wäre am halb­schattigen bis schattigen Gehölzrand. Dass es dort öfter mal recht trocken ist, verkraftet Viola odorata, frische Standorte mit ausreichend Bodenfeuchtig­keit sind jedoch eher ihr Fall. Das Duft-Veilchen gilt als Stickstoffzeiger, größere Bestände deuten deshalb darauf hin, dass der Boden reichlich bis überreich mit Stickstoff versorgt ist (beim Düngen berücksichtigen!).

Spannend ist beim März-Veilchen (und anderen Viola-Arten sowie weiteren Pflanzen) die Blüte: Viola odorata bringt nicht nur die gut sichtbaren violetten Blüten hervor, sondern zudem gut im Blattwerk versteckte Blütenknospen, die sich nicht öffnen und in denen dennoch die Befruchtung stattfindet. Solche "internen" Befruchtungsvorgänge, ohne dass sich die Blüten öffnen und Insekten, der Wind oder Wasser als Befruchter im Spiel sind, werden Kleistogamie genannt. Sinnvoll sind dererlei autarke Fortpflanzungs­taktiken beispielsweise in Gegenden, in denen kaum Insekten unterwegs sind.

Poesiealbum-Bild 1973 Die Blüten des Wohl­riechenden Veilchens verströmen einen leichten Duft, der sich auf ausge­dehnteren freien Flächen jedoch verliert. Er ist am ehesten wahrnehmbar, wenn die Pflanzen einen nach allen Seiten geschützten Standort haben.

Viola odorata ist – zumindest in Deutsch­land – der Inbegriff von Garten-Veilchen. Passend zum Veilchen-Spruch fürs Poesie-Album gab und gibt es sogar Einklebebilder/Aufkleber mit Veilchen-Motiven, die stets die dunkelvioletten Veilchen­blüten zeigen. Die Farbbe­zeichnung "Violett" ist in der Tat aus dem Französischen entlehnt und bedeutet "veilchen­farbig".

Heute wie früher wird das Wohlriechende Veilchen zu medizi­nischen Zwecken genutzt. Die Kosmetik­industrie macht sich die wertvollen Inhaltsstoffe von Viola odorata in Cremes und Tinkturen ebenfalls zunutze. Nicht zu vergessen den Einsatz der Veilchenblüten in der Küche zum Aromatisieren und Dekorieren.

Viola odorata – März-Veilchen, Wohlriechendes Veilchen, Duft-Veilchen

Wuchshöhe: 8-25 cm
Blütenfarbe: violett
Blütezeit: März, April, Mai
Lichtverhältnisse: halbschattig-schattig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Gehölzrand
Hinweis: immergrün; bevorzugt stickstoffreichen Boden

Viola pedatifida – Prärie-Veilchen

Viola pedatifida – Prärie-Veilchen Noch so ein niedlicher Zwerg ohne deutschen Namen. Prärie-Veilchen wird er meist genannt, weil er in seiner Heimat Nord-Amerika auf Waldlich­tungen und in Prärien vorkommt.

Ebenso gut würde jedoch Ritter­spornblättriges Veilchen passen als Übersetzung seines botanischen Synonyms Viola delphinifolia (Delphinium = Rittersporn, folium = Blatt). Die tief eingeschnittenen Blätter von Viola pedatifida sind so ganz anders als die rundlichen, kaum eingekerbten der meisten anderen Arten und erinnern tatsächlich an Ritterspornblätter.

Das Prärie-Veilchen soll eigentlich recht ausdauernd sein, das war es bei mir leider nicht. Hinterher ist man immer schlauer und daher meine Empfehlung: nur im Steingarten mit sehr durchlässigem Boden in voller Sonne ansiedeln. Vor allem im Frühjahr darf es zudem nicht zu trocken sein. Im Beet geht Viola pedatifida viel zu leicht unter.

Einen Versuch sollte Ihnen das Prärie-Veilchen allemal wert sein, denn seine ungewöhnlichen Blätter (für ein Veilchen) und die großen violetten Blüten machen es ungemein attraktiv!

Viola pedatifida – Prärie-Veilchen

Wuchshöhe: 8-10 cm
Blütenfarbe: hell blauviolett
Blütezeit: April, Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung: Steingarten
Hinweis: braucht sehr durchlässigen Boden

Viola riviniana Purpurea-Gruppe – Hain-Veilchen
alt: Viola labradorica – Grönland-Veilchen

Viola riviniana Purpurea-Gruppe – Hain-Veilchen Das ein­heimische Hain-Veilchen (in der Natur nicht gefährdet und deshalb nicht besonders geschützt, Stand Januar 2024) ist eine hübsche kleine Art, die sich im Halbschatten und an absonnigen Standorten am wohlsten fühlt. Sie schätzt saure Böden und verträgt erfreulich viel Trockenheit.

Kaisermantel auf Echinacea purpurea – Roter Scheinsonnenhut
Kaisermantel auf Echinacea purpurea (Roter Schein-Sonnenhut)

Ihr Überleben sichert sich Viola riviniana mit Selbstaussaat, fällt damit aber nicht unangenehm auf. Im Gegenteil – man freut sich richtig, wenn man irgendwo einem Sämling begegnet und sei es mitten in einem Weg oder in der vollen Sonne. Veilchen im Allgemeinen und Hain-Veilchen im Besonderen sind zudem die Futterpflanzen für die Raupen des Kaisermantels (Argynnis paphia). Wer diesem großen Edelfalter seinen Fortbestand sichern möchte, sollte deshalb ruhig mehr Hain-Veilchen im Garten tolerieren als eigentlich gewünscht. Es ist ein gutes Zeichen, wenn die Bestände im Lauf des Frühjahrs wie von selbst abnehmen (weil sich Kaisermantel-Raupen daran gütlich tun).

In der Purpurea-Gruppe sind rotblättrige Auslesen versammelt mit mehr oder weniger intensiv rötlich/bräunlich gefärbten Blättern. An sonnigen Standorten ist ihre Blattfärbung besonders intensiv, stehen sie halbschattig bis absonnig vergrünen die Blätter.

Viola riviniana Purpurea-Gruppe – Hain-Veilchen

Wuchshöhe: 10-20 cm
Blütenfarbe: purpurviolett
Blütezeit: April, Mai, Juni
Lichtverhältnisse: sonnig-absonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: versamt etwas

Viola sororia 'Freckles' – Pfingst-Veilchen

Viola sororia 'Freckles' – Pfingst-Veilchen

'Freckles' ist eine sehr aparte Sorte der recht anspruchs­losen Pfingst-Veilchen. Selbst im schweren Lehmboden hier ist Viola sororia starkwüchsig, das habe ich bei Veilchen sonst eher selten erlebt (wenn man mal vom Wohlriechenden Veilchen – Viola odorata – absieht).

Die gesprenkelten Blüten von 'Freckles' sehe ich inzwischen an immer mehr Stellen im Garten, die "Mutterpflanzen" haben sich also gut ausgesät (Kaltkeimer!), die Samen fallen "echt" (sortenrein). Die Winter haben Viola sororia bislang ohne jeden Schutz ausgezeichnet überstanden, winterhart sind sie also auch.

Viola sororia 'Freckles' (Pfingst-Veilchen) – aufgeplatzte Frucht
Viola sororia 'Freckles' (Pfingst-Veilchen) – aufgeplatzte Frucht

Seiner bezaubernden und filigranen Blüten wegen, sollte 'Freckles' zur Blütezeit im Mai/Juni möglichst als "Blüh-Solist" stehen, damit ihm niemand die Schau stiehlt. Was aber ebenfalls geht, sind Blühpartner in Weiß oder dezentem (Violett-)Blau. Ich denke da zum Beispiel an Campanula cochleariifolia (Zwerg-Glockenblume), Linum perenne 'Album' (Ausdauernder Lein, weiße Sorte) oder Veronica prostrata (Liegender Ehrenpreis).

Viola sororia 'Freckles' – Pfingst-Veilchen

Wuchshöhe: 10-15 cm
Blütenfarbe: weiß mit blauvioletten Flecken
Blütezeit: April, Mai, Juni
Lichtverhältnisse: halbschattig-absonnig
Bodenverhältnisse: frisch
Verwendung:
Hinweis: starkwüchsig; versamt


Aussaatanleitung für Kaltkeimer

So gehen Sie bei der Aussaat (am besten Anfang Februar) von Kaltkeimern vor:

  • Ein Blumentöpchen oder eine kleine Pflanzschale mit ungedüngter, unkrautsamenfreier Erde füllen.
  • Ein paar Samen darauf verteilen. Sehr feine Samen – wie zum Beispiel bei den Glockenblumen – nur leicht andrücken (mit einem Brettchen oder Löffelrücken – es darf nichts anhaften) und anfeuchten. (Größere Samen werden etwa in Samenstärke mit Erde abgedeckt und angefeuchtet.)
  • Die Aussaat für zwei bis vier Wochen bei 18 °C bis 22 °C aufstellen. Auf gleichmäßige Feuchtigkeit achten; um die Feuchtigkeit besser zu halten, können Sie das Gefäß mit einer Glasscheibe oder Klarsichtfolie abdecken.
  • Anschließend braucht der Samen eine vier- bis sechswöchige Kälteperiode und Temperaturen zwischen ‑4 °C und +4 °C. Im Kühlschrank lässt sich eine konstante Temperatur von +4 °C am besten einstellen und halten, deshalb das Aussaatgefäß in eine Plastiktüte packen, verschließen und in den richtig temperierten Kühlschrank stellen.
  • Nach diesen 4‑6 Wochen muss die Aussaat immer noch kühl (5‑12 °C) stehen, aber nicht mehr im Kühlschrank (und ohne Plastiktüte). Ein geschützter Platz im Garten ohne direkte Sonneneinstrahlung ist dann genau richtig (auch falls bereits Pflänzchen keimen).
  • Wieder auf gleichmäßige Feuchtigkeit achten, jedoch vor Regen schützen, damit die Samen nicht herausgeschwemmt oder ‑katapultiert werden. Schutz vor Vögeln (die die Samen picken könnten) und vor Schnecken (nach dem Keimen) ist ebenfalls ratsam.
  • Sobald die Sämlinge so groß sind, dass man sie greifen kann – vorsichtig, versteht sich – werden sie in Pflanztöpfe vereinzelt. Man kann auch zwei oder drei Pflanzen zusammensetzen, erhält dann jedoch unter Umständen eine "bunte Mischung" (die nicht mehr auseinandergenommen werden kann), weil die Blütenfarbe bei Sämlingspflanzen von Pflanze zu Pflanze häufig variiert.

Falls alle Mühe vergeben ist und nichts keimen will, nicht gleich aufgeben. Stattdessen die Prozedur mit der Kühlung im Kühl­schrank für einige Wochen wiederholen. Sollte selbst dann nichts keimen – was bei frischen Samen unwahrscheinlich ist –, über­lassen Sie das Aussaatgefäß einfach im Garten sich selbst. Nach dem Motto "Soll's machen, was es will" sind schon manche Samen im nächsten Frühjahr gekeimt, wenn keiner mehr an sie gedacht hat.


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Gartenfreud – Gartenleid
Gärtnern mit Stauden und Gräsern

Weitere Stauden­gattungen

Acanthus (Bärenklau)
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Acinos (Steinquendel)
Aconitum (Eisenhut)
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