Seit diese Stauden-Art nicht mehr zur Gattung Helenium – Sonnenbraut – gehört, weiß man gar nicht mehr so recht, wie man sie nennen soll. Hymenoxys, der neue Gattungsname, hat nämlich keinen deutschen Trivialnamen (außer Hymenoxys hoopesii werden bei uns also keine Pflanzen aus der Gattung gehandelt). Es liegt deshalb nahe, die früheren Trivialnamen in den Gärtnereien beizubehalten, mit denen kann wenigstens ein Teil der Kundschaft etwas anfangen. Also auch auf dieser Seite: die Frühsommer-Sonnenbraut, Hymenoxys hoopesii.
Hymenoxys hoopesii – Frühsommer-Sonnenbraut
Die erfreulich großen, gelben Blütenstände von Hymenoxys hoopesii wirken an trüben Tagen kräftig zitronengelb, an sonnigen Tagen nimmt unser Auge ihre Blütenfarbe als ins Orange gehend wahr. Doch egal wann und in welchem Licht man ihre Blüten betrachtet – sie machen immer gute Laune und zaubern ein Lächeln ins Gesicht des Betrachters.
Die Frühsommer-Sonnenbraut ist eine "nette" und empfehlenswerte Staude, die keinerlei Arbeit macht, sofern der Pflanzplatz (oder der Gärtner) ein paar grundlegende Dinge erfüllt: der Standort sollte gut feucht und gut mit Nährstoffen versorgt sein. Ein Rückschnitt nach der Blüte (aus Sorge vor Selbstaussaat) ist nicht nötig, da ist bei mir nie was passiert, Verblühtes kann deshalb problemlos bis zum großen Frühjahrsputz im Garten stehenbleiben. Auf den Winterschutz, der gelegentlich empfohlen wird, kann man getrost verzichten, denn Hymenoxys hoopesii ist durch und durch winterhart in unseren Breiten.
Hymenoxys hoopesii – Frühsommer-Sonnenbraut, Hoopes Sonnenbraut
Sehr hübsch ist Hoopes Sonnenbraut (nicht Hoppes!) die rosettenartige Anordnung der Grundblätter. Mit den Jahren ist es allerdings möglich, dass diese Horste an Stabilität verlieren und auseinanderfallen. Dann sollten sie im Frühling aufgenommen, in nicht zu kleine Stücke geteilt und neu gepflanzt werden. Teilung ist also eine Möglichkeit der Vermehrung von Hymenoxys hoopesii, die andere ist Aussaat, falls jemand so viele Frühsommer-Sonnenbräute braucht und sich der Mühe unterziehen will, das Saatgut zu sammeln, zu trocknen und auszusäen (nur ganz dünn mit Erde abdecken, bei 20 ℃ aufstellen, feucht halten, aber nicht nass).
Bei mir stand Hymenoxys hoopesii lange Jahre am sonnigen Rand einer Hecke und ich bedaure sehr, dass sie irgendwann verschwunden ist. Aufgrund der immer heißeren und trockeneren Sommer hier im Mittelfränkischen Becken, habe ich jedoch entschieden, dass es zum Wohle aller Beteiligten ist, wenn der Garten in Zukunft Hymenoxys-frei bleibt.
| Wuchshöhe: | 60 cm |
| Blütenfarbe: | gelb |
| Blütezeit: | Mai, Juni, Juli |
| Lichtverhältnisse: | sonnig |
| Bodenverhältnisse: | mäßig trocken-frisch |
| Verwendung: | Schnittpflanze |
| Hinweis: |